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#1

Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 10:00
von Gelöschtes Mitglied
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Ich hatte vor einiger Zeit ein Video geschaut, da war von ein Tag X die Rede. In diesem Video wurde dargestellt, das in der DDR geplant war an einen Tag X alle oppositionellen Kräfte in mehrere Internierungslager zu verwahren. Meine Frage wäre an die Leute von ehemaligen MFS, gab es diese Pläne überhaupt oder in anderer abgewandelter Form? Wenn ja, warum wurden diese Pläne Anfang 89 nicht angewendet? Wie war geplant das gegenüber der Öffentlichkeit und dem Westen rechtfertigen zu wollen?

Grüße


PKE hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 10:45
von Alfred | 7.421 Beiträge | 1776 Punkte
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Zwei Passagen zum Thema.

Quelle: Die Sicherheit- Zur Abwehrarbeit des MfS"


Dateianlage:


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#3

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 10:46
von Feliks D. | 8.889 Beiträge | 35 Punkte
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Weil der NVR weder eine militärische Spannungsperiode, noch den Verteidigungszustand festgestellt hat. Solche Planungen für den Spannungs- und Kriegszustand hat wohl fast jedes Land der Welt im Schubfach liegen.

Allein darauf zielten die Planungen in der DDR ab, ganz im Gegensatz zum heutigen "Rechtsstaat" der Unterbindungsgewahrsam heute regelmäßig und ohne Proteste, oder einen festgestellten Spannungsfall, anwendet! Wo bleibt der moralische Aufschrei?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
zuletzt bearbeitet 07.09.2012 12:08 | nach oben springen

#4

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 11:26
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Alfred im Beitrag #
Zwei Passagen zum Thema.

Quelle: Die Sicherheit- Zur Abwehrarbeit des MfS"




Wenn ich Deine Dateien lese und dann diese http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Aktenf...ager/_node.html finde ich doch erhebliche Unterschiede in der Darstellung?

Grüße


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#5

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 11:55
von Gert | 14.058 Beiträge | 6676 Punkte
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Zitat von maxel22 im Beitrag #
Zitat von Alfred im Beitrag #
Zwei Passagen zum Thema.

Quelle: Die Sicherheit- Zur Abwehrarbeit des MfS"




Wenn ich Deine Dateien lese und dann diese http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Aktenf...ager/_node.html finde ich doch erhebliche Unterschiede in der Darstellung?

Grüße





maxel, da ist nicht wahr, was die bstu da schreibt. Das hat sich diese Behörde alles ausgedacht um die DDR zu delegitimieren.


Pit 59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#6

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 11:58
von Feliks D. | 8.889 Beiträge | 35 Punkte
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Mag eventuell daran liegen, dass der von der BStU herbeiphantasierte Tatbestand einer "inneren Krise" in der maßgeblichen 1/67 nicht vorkommt und in Alfreds Link auf den obligatorischen Nazivergleich verzichtet wird?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
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#7

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 12:26
von Nostalgiker | 2.743 Beiträge | 682 Punkte
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Es kommt immer auf den Blickwinkel an, auch hier beim vergleichenden lesen der von Alfred eingestellten Auszüge und der Aufbereitung des Gegenstandes durch die BstU .........

Soweit ich mich erinnern kann wurde der "Fakt" das es solche Überlegungen zur Einrichtung von Internierungslagern in der DDR im Jahr 1990 oder 1991 im geheuchelter Empörung und gespieltem Entsetzen von einer bestimmten Klientel bürgerbewegter Stasikreuzritter in den dankbaren Medien lanciert.

Es wurden nur ausgesuchte Häppchen der medialen Öffentlichkeit präsentiert und es blieb im Gedächtnis hängen was hängen bleiben sollte, nämlich das die bösen Stasischergen nichts anderes im Sinn hatten die tapferen Freiheitskämpfer der Opposition in bereits vorbereitete !!! Lagerähnliche Komplexe zu sperren. Ein direkter Vergleich mit dem Dritten Reich ist damals meines Wissens noch nicht gezogen worden aber die Medien konnten mit den von den furchtlosen Kämpfern gefundenen Detaildokumenten entsprechend punkten.
Angeblich existierten bereits konkrete Standorte für diese Lager, das wurde mit Bildern belegt.
Auch wurden Dokumente präsentiert welche belegen sollten das diese Aktionen im Spätherbst 1989 in der Praxis umgesetzt werden sollten.
Dazu wurden auch "Entwürfe" präsentiert.
Es wurden sogar Handzettel mit Hinweisen was der zu Inhaftierende zur Isolationshaft mitzubringen habe; Kleidung zum Wechseln, Hygieneartikel, Handtücher etc.; vorgelegt.

Wie geschrieben, diese damals von bestimmten Kreisen der Bürgerbewegten losgetretene Lawine über die unmenschlichen Machenschaften und Vorhaben der Stasi im Falle des Falles war der Anfang dessen was wir heute tagtäglich lesen und hören; die Stasi war die Inkarnation des Bösen an sich, gelenkt und angeleitet vom Bösen selber, den Kommunisten der SED.

Und somit ging das Samenkorn welches ein Teil der Freiheitskämpfer aus den Reihen der Bürgerbewegten ins kollektive Bewußtsein pflanzten auf und hält sich wie das Unkraut "Quecke", welches auch so gut wie nicht ausrottbar ist. Es wuchert und wuchert und wuchert und wenn man denkt alles in der Erde erwischt zu haben, Irrtum.....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#8

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 13:28
von seaman | 3.488 Beiträge | 23 Punkte
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So manche "Moechtegern-Widerstaendler",die sich für supergefaehrlich hielten,sind sicher heute noch sauer das sie sich nicht auf den Listen von Personen befanden,die man im militaerischen Spannungsfall interniert hätte.
Rententechnisch kann ich die Enttaeuschung verstehen.


josy95, passport, LO-Wahnsinn und frank haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.09.2012 13:33 | nach oben springen

#9

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 14:11
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #
Es kommt immer auf den Blickwinkel an, auch hier beim vergleichenden lesen der von Alfred eingestellten Auszüge und der Aufbereitung des Gegenstandes durch die BstU .........

Soweit ich mich erinnern kann wurde der "Fakt" das es solche Überlegungen zur Einrichtung von Internierungslagern in der DDR im Jahr 1990 oder 1991 im geheuchelter Empörung und gespieltem Entsetzen von einer bestimmten Klientel bürgerbewegter Stasikreuzritter in den dankbaren Medien lanciert.

Es wurden nur ausgesuchte Häppchen der medialen Öffentlichkeit präsentiert und es blieb im Gedächtnis hängen was hängen bleiben sollte, nämlich das die bösen Stasischergen nichts anderes im Sinn hatten die tapferen Freiheitskämpfer der Opposition in bereits vorbereitete !!! Lagerähnliche Komplexe zu sperren. Ein direkter Vergleich mit dem Dritten Reich ist damals meines Wissens noch nicht gezogen worden aber die Medien konnten mit den von den furchtlosen Kämpfern gefundenen Detaildokumenten entsprechend punkten.
Angeblich existierten bereits konkrete Standorte für diese Lager, das wurde mit Bildern belegt.
Auch wurden Dokumente präsentiert welche belegen sollten das diese Aktionen im Spätherbst 1989 in der Praxis umgesetzt werden sollten.
Dazu wurden auch "Entwürfe" präsentiert.
Es wurden sogar Handzettel mit Hinweisen was der zu Inhaftierende zur Isolationshaft mitzubringen habe; Kleidung zum Wechseln, Hygieneartikel, Handtücher etc.; vorgelegt.

Wie geschrieben, diese damals von bestimmten Kreisen der Bürgerbewegten losgetretene Lawine über die unmenschlichen Machenschaften und Vorhaben der Stasi im Falle des Falles war der Anfang dessen was wir heute tagtäglich lesen und hören; die Stasi war die Inkarnation des Bösen an sich, gelenkt und angeleitet vom Bösen selber, den Kommunisten der SED.

Und somit ging das Samenkorn welches ein Teil der Freiheitskämpfer aus den Reihen der Bürgerbewegten ins kollektive Bewußtsein pflanzten auf und hält sich wie das Unkraut "Quecke", welches auch so gut wie nicht ausrottbar ist. Es wuchert und wuchert und wuchert und wenn man denkt alles in der Erde erwischt zu haben, Irrtum.....

Gruß
Nostalgiker


Genau darum geht es mir, ich möchte mehr und vor allem die Wahrheit erfahren. Dass es diese Pläne nun gab, wurde mir ja hier von Felix auch bestätigt. Die Frage bleibt, warum wurde 89 diese Maßnahme nicht angewendet? Meiner Meinung nach war 89 eine „militärische Spannungsperiode“. der „Feind“ gewann ja nun die Oberhand. Es wurden viele Dienste über Wochen in Alarmbereitschaft versetzt. Man befürchtete auf beiden Seiten Gewalt, ich meine hier Armee usw. und Opposition. Auch versuche ich mir vorzustellen wie so was dann ausgesehen hätte. Mit welchen Begründungen hätte man die Leute Interniert? Wie hätten sich diese verhalten und was wäre mit den Kindern der Eltern passiert usw. Das es nur für den Kriegsfall war will ich so nicht glauben, schon gar nicht das dann noch ein Richter darüber gewacht hätte, wie lange diese Menschen festgehalten werden. Quelle von Alfred: (Zu beachten ist außerdem, daß entsprechend den geltenden Rechtsvorschriften auch unter den Bedingungen des Krieges oder der militärischen Spannungsperiode die Inhaftnahme über 24 Stunden hinaus nur vom Haftrichter angeordnet werden konnte. Selbst unter derartigen Lagebedingungen war eine Haftdauer länger als 24 Stunden an die Anforderungen des gesetzlichen Tatbestandes gebunden.)

Grüße


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#10

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 14:13
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Zitat von seaman im Beitrag #
So manche "Moechtegern-Widerstaendler",die sich für supergefaehrlich hielten,sind sicher heute noch sauer das sie sich nicht auf den Listen von Personen befanden,die man im militaerischen Spannungsfall interniert hätte.
Rententechnisch kann ich die Enttaeuschung verstehen.




Sinnloser Beitrag zum Thema ohne Inhalt......


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 14:23
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Zitat von maxel22 im Beitrag #
Zitat von seaman im Beitrag #
So manche "Moechtegern-Widerstaendler",die sich für supergefaehrlich hielten,sind sicher heute noch sauer das sie sich nicht auf den Listen von Personen befanden,die man im militaerischen Spannungsfall interniert hätte.
Rententechnisch kann ich die Enttaeuschung verstehen.




Sinnloser Beitrag zum Thema ohne Inhalt......




...das sehe ich aber etwas anders! Und bestimmt nicht nur ich...

josy95


Auf Wiedersehen. Vielleicht woanders...
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#12

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 14:59
von Alfred | 7.421 Beiträge | 1776 Punkte
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Zitat von maxel22 im Beitrag #
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #
Es kommt immer auf den Blickwinkel an, auch hier beim vergleichenden lesen der von Alfred eingestellten Auszüge und der Aufbereitung des Gegenstandes durch die BstU .........

Soweit ich mich erinnern kann wurde der "Fakt" das es solche Überlegungen zur Einrichtung von Internierungslagern in der DDR im Jahr 1990 oder 1991 im geheuchelter Empörung und gespieltem Entsetzen von einer bestimmten Klientel bürgerbewegter Stasikreuzritter in den dankbaren Medien lanciert.

Es wurden nur ausgesuchte Häppchen der medialen Öffentlichkeit präsentiert und es blieb im Gedächtnis hängen was hängen bleiben sollte, nämlich das die bösen Stasischergen nichts anderes im Sinn hatten die tapferen Freiheitskämpfer der Opposition in bereits vorbereitete !!! Lagerähnliche Komplexe zu sperren. Ein direkter Vergleich mit dem Dritten Reich ist damals meines Wissens noch nicht gezogen worden aber die Medien konnten mit den von den furchtlosen Kämpfern gefundenen Detaildokumenten entsprechend punkten.
Angeblich existierten bereits konkrete Standorte für diese Lager, das wurde mit Bildern belegt.
Auch wurden Dokumente präsentiert welche belegen sollten das diese Aktionen im Spätherbst 1989 in der Praxis umgesetzt werden sollten.
Dazu wurden auch "Entwürfe" präsentiert.
Es wurden sogar Handzettel mit Hinweisen was der zu Inhaftierende zur Isolationshaft mitzubringen habe; Kleidung zum Wechseln, Hygieneartikel, Handtücher etc.; vorgelegt.

Wie geschrieben, diese damals von bestimmten Kreisen der Bürgerbewegten losgetretene Lawine über die unmenschlichen Machenschaften und Vorhaben der Stasi im Falle des Falles war der Anfang dessen was wir heute tagtäglich lesen und hören; die Stasi war die Inkarnation des Bösen an sich, gelenkt und angeleitet vom Bösen selber, den Kommunisten der SED.

Und somit ging das Samenkorn welches ein Teil der Freiheitskämpfer aus den Reihen der Bürgerbewegten ins kollektive Bewußtsein pflanzten auf und hält sich wie das Unkraut "Quecke", welches auch so gut wie nicht ausrottbar ist. Es wuchert und wuchert und wuchert und wenn man denkt alles in der Erde erwischt zu haben, Irrtum.....

Gruß
Nostalgiker


Genau darum geht es mir, ich möchte mehr und vor allem die Wahrheit erfahren. Dass es diese Pläne nun gab, wurde mir ja hier von Felix auch bestätigt. Die Frage bleibt, warum wurde 89 diese Maßnahme nicht angewendet? Meiner Meinung nach war 89 eine „militärische Spannungsperiode“. der „Feind“ gewann ja nun die Oberhand. Es wurden viele Dienste über Wochen in Alarmbereitschaft versetzt. Man befürchtete auf beiden Seiten Gewalt, ich meine hier Armee usw. und Opposition. Auch versuche ich mir vorzustellen wie so was dann ausgesehen hätte. Mit welchen Begründungen hätte man die Leute Interniert? Wie hätten sich diese verhalten und was wäre mit den Kindern der Eltern passiert usw. Das es nur für den Kriegsfall war will ich so nicht glauben, schon gar nicht das dann noch ein Richter darüber gewacht hätte, wie lange diese Menschen festgehalten werden. Quelle von Alfred: (Zu beachten ist außerdem, daß entsprechend den geltenden Rechtsvorschriften auch unter den Bedingungen des Krieges oder der militärischen Spannungsperiode die Inhaftnahme über 24 Stunden hinaus nur vom Haftrichter angeordnet werden konnte. Selbst unter derartigen Lagebedingungen war eine Haftdauer länger als 24 Stunden an die Anforderungen des gesetzlichen Tatbestandes gebunden.)

Grüße






Es geht nicht um deine Einschätzung.



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#13

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 15:09
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Zitat von josy95 im Beitrag #
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So manche "Moechtegern-Widerstaendler",die sich für supergefaehrlich hielten,sind sicher heute noch sauer das sie sich nicht auf den Listen von Personen befanden,die man im militaerischen Spannungsfall interniert hätte.
Rententechnisch kann ich die Enttaeuschung verstehen.




Sinnloser Beitrag zum Thema ohne Inhalt......




...das sehe ich aber etwas anders! Und bestimmt nicht nur ich...

josy95




Hier geht es um den Tag-X und nicht darum was irgendwo in den Akten der Personen steht oder nicht. Auch geht es hier nicht um Rentenansprüche! Könnt ja ein eigenes Thema über Renten aufmachen. Oder kann man nach über 23 Jahren immer noch nicht damit umgehen ohne das versucht wird das Thema ins lächerliche oder unglaubwürdige zu ziehen? Es ist doch nun mal ein Fakt, dass es das gab. Warum kann man hier nicht auch offen über unangenehme Themen reden?

Grüße


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#14

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 15:24
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Zitat von Alfred im Beitrag #
Zitat von maxel22 im Beitrag #
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Es kommt immer auf den Blickwinkel an, auch hier beim vergleichenden lesen der von Alfred eingestellten Auszüge und der Aufbereitung des Gegenstandes durch die BstU .........

Soweit ich mich erinnern kann wurde der "Fakt" das es solche Überlegungen zur Einrichtung von Internierungslagern in der DDR im Jahr 1990 oder 1991 im geheuchelter Empörung und gespieltem Entsetzen von einer bestimmten Klientel bürgerbewegter Stasikreuzritter in den dankbaren Medien lanciert.

Es wurden nur ausgesuchte Häppchen der medialen Öffentlichkeit präsentiert und es blieb im Gedächtnis hängen was hängen bleiben sollte, nämlich das die bösen Stasischergen nichts anderes im Sinn hatten die tapferen Freiheitskämpfer der Opposition in bereits vorbereitete !!! Lagerähnliche Komplexe zu sperren. Ein direkter Vergleich mit dem Dritten Reich ist damals meines Wissens noch nicht gezogen worden aber die Medien konnten mit den von den furchtlosen Kämpfern gefundenen Detaildokumenten entsprechend punkten.
Angeblich existierten bereits konkrete Standorte für diese Lager, das wurde mit Bildern belegt.
Auch wurden Dokumente präsentiert welche belegen sollten das diese Aktionen im Spätherbst 1989 in der Praxis umgesetzt werden sollten.
Dazu wurden auch "Entwürfe" präsentiert.
Es wurden sogar Handzettel mit Hinweisen was der zu Inhaftierende zur Isolationshaft mitzubringen habe; Kleidung zum Wechseln, Hygieneartikel, Handtücher etc.; vorgelegt.

Wie geschrieben, diese damals von bestimmten Kreisen der Bürgerbewegten losgetretene Lawine über die unmenschlichen Machenschaften und Vorhaben der Stasi im Falle des Falles war der Anfang dessen was wir heute tagtäglich lesen und hören; die Stasi war die Inkarnation des Bösen an sich, gelenkt und angeleitet vom Bösen selber, den Kommunisten der SED.

Und somit ging das Samenkorn welches ein Teil der Freiheitskämpfer aus den Reihen der Bürgerbewegten ins kollektive Bewußtsein pflanzten auf und hält sich wie das Unkraut "Quecke", welches auch so gut wie nicht ausrottbar ist. Es wuchert und wuchert und wuchert und wenn man denkt alles in der Erde erwischt zu haben, Irrtum.....

Gruß
Nostalgiker


Genau darum geht es mir, ich möchte mehr und vor allem die Wahrheit erfahren. Dass es diese Pläne nun gab, wurde mir ja hier von Felix auch bestätigt. Die Frage bleibt, warum wurde 89 diese Maßnahme nicht angewendet? Meiner Meinung nach war 89 eine „militärische Spannungsperiode“. der „Feind“ gewann ja nun die Oberhand. Es wurden viele Dienste über Wochen in Alarmbereitschaft versetzt. Man befürchtete auf beiden Seiten Gewalt, ich meine hier Armee usw. und Opposition. Auch versuche ich mir vorzustellen wie so was dann ausgesehen hätte. Mit welchen Begründungen hätte man die Leute Interniert? Wie hätten sich diese verhalten und was wäre mit den Kindern der Eltern passiert usw. Das es nur für den Kriegsfall war will ich so nicht glauben, schon gar nicht das dann noch ein Richter darüber gewacht hätte, wie lange diese Menschen festgehalten werden. Quelle von Alfred: (Zu beachten ist außerdem, daß entsprechend den geltenden Rechtsvorschriften auch unter den Bedingungen des Krieges oder der militärischen Spannungsperiode die Inhaftnahme über 24 Stunden hinaus nur vom Haftrichter angeordnet werden konnte. Selbst unter derartigen Lagebedingungen war eine Haftdauer länger als 24 Stunden an die Anforderungen des gesetzlichen Tatbestandes gebunden.)

Grüße






Es geht nicht um deine Einschätzung.






Dann wiederlegt doch einfach meine Einschätzung wie ich es sehe, bringt mir Argumente das ich es anders sehen muss.


Grüße


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#15

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 15:31
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Ich sehe von Dir keine Argumente.

Du hast doch die 2 Dokumente gelesen, was ist an denen falsch ?

Es gab in der DDR nicht mal einen Ausnahmezustand. Du darfst auch gern die Dokumente des NVR der DDR studieren.

Wir hatten 1989 auch keine militärische Spannungsperiode. Diese sieht ein wenig anders aus.



zuletzt bearbeitet 07.09.2012 15:58 | nach oben springen

#16

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 15:36
von Feliks D. | 8.889 Beiträge | 35 Punkte
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Was sollte denn an diesem Thema unangenehm sein?

- Es gab diese Planungen, wie in vielen anderen Ländern auch.
- Die Planungen zum Vorbeugekomplex waren bis zum bitteren Ende aktuell und wären anwendbar gewesen.
- Er wurde, trotz akuter Gefahr für das Staats- und Gesellschaftssystem, nicht durchgeführt.

Das sind die Fakten, diese sind unumstößlich. Allein die Nichtanwendung, auch angesichts der drohenden Niederlage, beweist doch den humanitären Grundgedanken der der DDR zugrunde lag! Alle anderen Märchen und Phantasien, was wäre wenn und die DDR hätte ja können, sind doch nur Gedankenspiele und Versuche der DDR den Anschein eines unberechenbaren barbarischen Unrechtsstaates zu verleihen, der sie ja nun ganz offensichtlich nicht war. Selbst die Erfinder dieser Horrorgeschichten, was beim Vorbeugekomplex alles hätte passieren können, kommen ja am Ende ihrer Geschichten nicht umhin, der DDR zu attestieren diesen eben nicht zur Anwendung gebracht zu haben.

Alles andere ist pure Spekulation mit dem oben erwähnten Ziel!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
seaman, Angelo, passport, LO-Wahnsinn, Pitti53 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.09.2012 15:48 | nach oben springen

#17

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 15:53
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Zitat von maxel22 im Beitrag #
Oder kann man nach über 23 Jahren immer noch nicht damit umgehen ohne das versucht wird das Thema ins lächerliche oder unglaubwürdige zu ziehen? Es ist doch nun mal ein Fakt, dass es das gab. Warum kann man hier nicht auch offen über unangenehme Themen reden?

Grüße



Man muss nach 23 Jahren ueber -Alles- sachlich und offen reden.
Wollte das Thema nicht ins Unglaubwuerdige ziehen und finde es keineswegs unangenehm....


zuletzt bearbeitet 07.09.2012 15:53 | nach oben springen

#18

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 15:59
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Zitat von Feliks D. im Beitrag #
Was sollte denn an diesem Thema unangenehm sein?

- Es gab diese Planungen, wie in vielen anderen Ländern auch.
- Die Planungen zum Vorbeugekomplex waren bis zum bitteren Ende aktuell und wären anwendbar gewesen.
- Er wurde, trotz akuter Gefahr für das Staats- und Gesellschaftssystem, nicht durchgeführt.

Das sind die Fakten, diese sind unumstößlich. Allein die Nichtanwendung, auch angesichts der drohenden Niederlage, beweist doch den humanitären Grundgedanken der der DDR zugrunde lag! Alle anderen Märchen und Phantasien, was wäre wenn und die DDR hätte ja können, sind doch nur Gedankenspiele und Versuche der DDR den Anschein eines unberechenbaren barbarischen Unrechtsstaates zu verleihen, der sie ja nun ganz offensichtlich nicht war. Selbst die Erfinder dieser Horrorgeschichten, was beim Vorbeugekomplex alles hätte passieren können, kommen ja am Ende ihrer Geschichten nicht umhin, der DDR zu attestieren diesen eben nicht zur Anwendung gebracht zu haben.

Alles andere ist pure Spekulation mit dem oben erwähnten Ziel!


Danke Felix zu Punkt drei darüber wundere ich mich eben etwas. Nicht alle hatten sicher so einen humanitären Grundgedanken. Warum konnte sich keiner von diesen durchsetzen?

Grüße


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#19

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 16:41
von Ex-Huf (gelöscht)
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Zitat von Feliks D. im Beitrag #
Was sollte denn an diesem Thema unangenehm sein?

- Es gab diese Planungen, wie in vielen anderen Ländern auch.
- Die Planungen zum Vorbeugekomplex waren bis zum bitteren Ende aktuell und wären anwendbar gewesen.
- Er wurde, trotz akuter Gefahr für das Staats- und Gesellschaftssystem, nicht durchgeführt.

Das sind die Fakten, diese sind unumstößlich. Allein die Nichtanwendung, auch angesichts der drohenden Niederlage, beweist doch den humanitären Grundgedanken der der DDR zugrunde lag! Alle anderen Märchen und Phantasien, was wäre wenn und die DDR hätte ja können, sind doch nur Gedankenspiele und Versuche der DDR den Anschein eines unberechenbaren barbarischen Unrechtsstaates zu verleihen, der sie ja nun ganz offensichtlich nicht war. Selbst die Erfinder dieser Horrorgeschichten, was beim Vorbeugekomplex alles hätte passieren können, kommen ja am Ende ihrer Geschichten nicht umhin, der DDR zu attestieren diesen eben nicht zur Anwendung gebracht zu haben.

Alles andere ist pure Spekulation mit dem oben erwähnten Ziel!


Stimmt, Feliks, alles andere wären Spekulationen, denn die Geschichte ist gelaufen, wie sie eben ist.
Allerdings melde ich Zweifel an, dass das Nichtwirksamwerden jener Maßnahmen nur auf der Grundlage der humanistischen Grundhaltung der politischen Handlungsträger basierte. Ich denke es wäre real, wenn man auch von schwindender politischer Kraft, eingeschränkter Handlungsfähigkeit und einem recht hohen Maß an Unsicherheit bezüglich der Reaktionen des Volkes ausgehen würde.

VG Ex-Huf


Schmiernippel, LO-Wahnsinn und utkieker haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.09.2012 16:42 | nach oben springen

#20

RE: Tag X

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.09.2012 17:41
von 94 | 11.501 Beiträge | 2842 Punkte
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Zitat von Alfred im Beitrag #
Es geht nicht um deine Einschätzung.

Doch! Um genau die geht es! Wie auch um die anderen alle, wo hier eine, nähmlich ihre Einschätzung in die Tastatur kloppfen und dann 'Beitrag speichern' klicken! So wie ich jetzt, nachdem ich einige Bemerkungen, die eventuell als Mobbingsversuch zu interpretieren wären, wieder entfernte.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Feliks D. und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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