Neues Forschungsprojekt über Opfer der DDR-Grenze

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24.08.2012 07:40
avatar  Angelo
#1
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Berlin. Ein neues Projekt des Forschungsverbundes SED-Staat der Freien Universität Berlin soll Klarheit über die Zahl der Toten an der innerdeutschen Grenze bringen. Es wird von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) gefördert, wie die Gedenkstätte Berliner Mauer am Donnerstag ankündigte. Die Studie wird von Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Hessen unterstützt. Ziel des Projekts ist es, die Biografien aller Opfer des DDR-Grenzregimes zu dokumentieren. Das Vorhaben wird an diesem Freitag in der Berliner Mauer-Gedenkstätte vorgestellt.

Hier weiterlesen
http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen...DDR-Grenze.html


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24.08.2012 08:12
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#2
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Für mich wäre da mal die Frage interessant:
Wie weit wird dort der Begriff "Opfer" gefasst ?

Aus meiner Sicht gehören auf diese Liste nicht nur solche Namen wie
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Fechter und
http://de.wikipedia.org/wiki/Chris_Gueffroy
sondern auch
die Kameraden Klaus Peter Seidel und Jürgen Lange.

Ansonsten wäre das für mich wieder nur eine sehr einseitige Sicht auf die Vergangenheit.

Gruss Hartmut


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24.08.2012 08:29
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#3
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Zählen da auch die Opfer 2. Klasse deren kürzlich aufgestellte Gedenksteine man schon wieder stürzen will?


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24.08.2012 09:57
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#4
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Da bin ich mal gespannt ob es den Machern nur darum geht, vielleicht die herum schwirrenden Zahlen zu erhöhen damit es noch "besser" aussieht.
Aber es bleibt die Hoffnung, dass diese neuen Untersuchungen nicht nur der polemischen Probaganda dienen.
Es ist an der Zeit, tatsächlich mal ALLES zu Papier zu bringen und wichtig dabei wäre, dass auch vernünftig zu gruppieren und nicht alles in einen Topf zu werfen damits für dumme schön viel aussieht.


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24.08.2012 10:19
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#5
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Wartet es doch einfach mal ab!!!


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24.08.2012 11:21
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#6
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #5
Wartet es doch einfach mal ab!!!


Eben!
Das letzte, vergleichbare, Forschungsprojekt dieser Art, hat die Opferzahlen für Berlin, doch wohl eher deutlich nach unten korrigiert und ein zitierfähiges Handbuch hervorgebracht - inklusive der Darstellung der Todesumstände der getöteten Grenzer.

http://books.google.de/books/about/Die_T...cMC&redir_esc=y


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24.08.2012 12:35
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#7
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Also Leute, wie viele Projekte soll es denn diesbezüglich noch geben? Und vor allem: Wie viele Generationen sollen sich noch damit beschäftigen? Nützt es denn jemanden, evt. Zahlen von 100 auf 99 oder 101 zu korrigieren? Das ist meines Erachtens nach nur eins: Augenwischerei.

Nu könnter draufhaue....


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24.08.2012 12:43
avatar  matloh
#8
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Zitat von erkoe im Beitrag #7
Also Leute, wie viele Projekte soll es denn diesbezüglich noch geben? Und vor allem: Wie viele Generationen sollen sich noch damit beschäftigen? Nützt es denn jemanden, evt. Zahlen von 100 auf 99 oder 101 zu korrigieren? Das ist meines Erachtens nach nur eins: Augenwischerei.
Ist es unangenehm zu hören, wieviele Tote die Diktatur mit ihrem Grenzregime verursacht hat?
Wenn nein: dann lasst sie doch forschen...

Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)


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24.08.2012 12:53
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#9
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Nein, gewiss nicht! Ich bleibe aber bei meiner Meinung: Cui bono? Der Lauf der Geschichte wird sich deshalb nicht ändern. Fakt.


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24.08.2012 13:12
avatar  Alfred
#10
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Zitat von erkoe im Beitrag #7
Also Leute, wie viele Projekte soll es denn diesbezüglich noch geben? Und vor allem: Wie viele Generationen sollen sich noch damit beschäftigen? Nützt es denn jemanden, evt. Zahlen von 100 auf 99 oder 101 zu korrigieren? Das ist meines Erachtens nach nur eins: Augenwischerei.

Nu könnter draufhaue....



Hallo,

die Zahlenunterschiede bewegen sich da wohl in ganz anderen Bereichen.

Es ist ja wohl auch ein Unterschied ob Bürger XY als Todesopfer aufgeführt wird, aber noch lebt.


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24.08.2012 13:14
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#11
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Zitat von matloh im Beitrag #8
Zitat von erkoe im Beitrag #7
Also Leute, wie viele Projekte soll es denn diesbezüglich noch geben? Und vor allem: Wie viele Generationen sollen sich noch damit beschäftigen? Nützt es denn jemanden, evt. Zahlen von 100 auf 99 oder 101 zu korrigieren? Das ist meines Erachtens nach nur eins: Augenwischerei.
Ist es unangenehm zu hören, wieviele Tote die Diktatur mit ihrem Grenzregime verursacht hat?
Wenn nein: dann lasst sie doch forschen...



Warum sollte es das?
Die, für die das unangenehm sein sollte, sind zum grössten teil nicht mehr unter den Lebenden.
Und selbst ein "erfolgreicher" Schütze muss sich nicht die gesamte Schuld über alle Grenztoten auferlegen.

erkoe hat aber schon irgendwo recht.
Wir schreiben das Jahr 2012, dass sind 22 Jahre nach der WV.
Es sollte doch in 22 Jahren längst mal gelungen sein, EINE Statistik aufzustellen, gefördert und gefordert vom BUND, historisch verwertbar, die dann ggf. nur aktualisiert wird und nicht jedesmal eine neue, ein ganz neues Projekt, welches dann auch noch mit Steuergeldern klammer Bundesländer gefördert wird.
Stattdessen verfährt man nach dem Prinzip "alle Jahre wieder", um das am Ende sich die Zahlen kaum bewegen.
Wer sich informieren möchte findet alle Infos detailiert im Web, es bedarf nicht wirklich einer neuen Statistik.
Aber naja, der Wasserkopf in den Behörden will halt auch seine Existenzberechtigung haben.


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24.08.2012 13:19
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#12
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Hallo Alfred,

sicher, die Dimensionen sind mir eh nicht bekannt. Mir geht es ums Prinzip. Könntest du mir aber deinen letzten Satz mal erklären?

Vielen Dank und VG
Erik


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24.08.2012 13:29
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#13
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Ich denke er meint damit die Vorwürfe, die man immermal wieder hört, dass Zahlen getunt seien.
Ich glaube aber nicht daran das sie getunt sind, sondern wohl eher, vielleicht gar absichtlich, falsch strukturiert, indem man zum Beispiel einen Flüchtling mit Herzkasper auch unter die Mauertoten zählte oder die Ertrunkenen.


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24.08.2012 13:41
avatar  Backe
#14
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #13
Ich denke er meint damit die Vorwürfe, die man immermal wieder hört, dass Zahlen getunt seien.
Ich glaube aber nicht daran das sie getunt sind, sondern wohl eher, vielleicht gar absichtlich, falsch strukturiert, indem man zum Beispiel einen Flüchtling mit Herzkasper auch unter die Mauertoten zählte oder die Ertrunkenen.


schau mal:http://www.bild.de/news/inland/ddr/ddr-f...01218.bild.html

VG

"Nicht die Kinder bloß speist man mit Märchen ab" Gotthold E. Lessing


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24.08.2012 13:43 (zuletzt bearbeitet: 24.08.2012 13:48)
avatar  S51
#15
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S51

Jo, wenn man sich die Formulierungen zu dieser angefangen Arbeit zu Gemüte führt, stellen schon ein bischen die Nackenhaare auf. Andererseits, dies ist nun mal der übliche Duktus heutzutage. Eben ein bischen Politdeutsch nun mal von der Gegenseite. Politiker auf Bild-ungsniveau. Das ist man ja schon gewohnt.
Einerseits gibt es zwar mittlerweile manche offizielle und noch mehr private "Statistiken" aber vollständig ist davon keine, unsauber in Punkten Quelle so gut wie jede und fehlerhaft wohl jede. Wie der oder die es eben brauchten. Dieser Umstand läßt allerorten Raum für Spekulationen und auch für pure Demagogie auf beiden Seiten.
Es wäre deshalb wünschenswert, gäbe es verläßliche Zahlen. Denn auch wenn eben jedes Opfer eines zu viel war, ich denke schon, das es ohne jene von denen man nur andere reden hörte, weniger waren als getönt wird.
Ich denke auch dass es den Opfern gerechter wird, wenn man bei ihrer Erwähnung nicht dahingehend relativieren muss, ob es sie überhaupt gab. Und es ist schon Tatsache, dass die entsprechende Arbeit über die Opfer an der Grenze zu Westberlin erheblich objektiver ausgefallen ist als von unsereins erwartet wurde.
Andererseits jedoch läßt z.B. der mittlerweile offizielle Umgang mit E. Schultz befürchten, dass man auch diesmal nicht ohne Bleistift, den besonders spitzen meine ich, auskommen wird.

Ich beziehe mich dabei mal auf die offizielle Verlautbarung hierzu:
http://www.bundesregierung.de/Content/DE..._site=Mauerfall

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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