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#1

Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 09.08.2012 20:17
von Perle | 113 Beiträge | 16 Punkte
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Als ich 1980 an den ,,Kanten" nach Breitenrode kam,wurden die Postenbrote noch von den Küchenangestellten geschmiert und in den Postentaschen gepackt.Meistens war es die ecklige Rotwurst(501 Plattenwurst) . In den Postentaschen packten wir dann noch meistens unsere persönlichen Leckerlis wie Schokolade, Kekse usw. rein.Ab Mitte/Ende 1981 mußten wir dann unsere Brote selber schmieren.
Wie war bei Euch die Verpflegung im Grenzdienst?

Gruß Perle


zuletzt bearbeitet 09.08.2012 20:22 | nach oben springen

#2

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 09.08.2012 20:27
von Hans55 | 790 Beiträge | 245 Punkte
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Also,wir mußten unsere Postenbrote immer selber schmieren!
Die gekochten Eier,waren ein Hammer !Hart wie Kruppstahl!



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#3

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 09.08.2012 20:40
von Mike59 | 8.782 Beiträge | 2924 Punkte
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Na ich war etwas länger an der Linie und habe beide Varianten erfahren.
Aber ich habe eine nette Episode in Erinnerung.
Grenzdienst über irgend einen Feiertag auf der Füst. Wie an solchen Tagen üblich eine KoSt aus dem GR unterwegs und die Füst konnte halt nicht im Unterholz abtauchen. Die Sackies kommen also und ein Verpflegungsheini ist auch dabei - der sucht meine PV und findet keine.
Ich sag Ihm vor dem GD warme Mahlzeit und danach auch, das passt. Sollte es länger dauern bringt der Fourier oder der Spieß Nachschub.
Endergebnis = Verweis wegen verstoß gegen geltende Befehle.
Tja so kann es gehen.

Mike59



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#4

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 09.08.2012 21:11
von Schlutup | 4.855 Beiträge | 7118 Punkte
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Zitat von Mike59 im Beitrag #3
Na ich war etwas länger an der Linie und habe beide Varianten erfahren.
Aber ich habe eine nette Episode in Erinnerung.
Grenzdienst über irgend einen Feiertag auf der Füst. Wie an solchen Tagen üblich eine KoSt aus dem GR unterwegs und die Füst konnte halt nicht im Unterholz abtauchen. Die Sackies kommen also und ein Verpflegungsheini ist auch dabei - der sucht meine PV und findet keine.
Ich sag Ihm vor dem GD warme Mahlzeit und danach auch, das passt. Sollte es länger dauern bringt der Fourier oder der Spieß Nachschub.
Endergebnis = Verweis wegen verstoß gegen geltende Befehle.
Tja so kann es gehen.

Mike59



moin moin!

eine frage dazu: war es Befehl das man im GD immer seine PV dabei hatte?

gruß schlutup


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#5

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 09.08.2012 21:23
von Mike59 | 8.782 Beiträge | 2924 Punkte
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Zitat von Schlutup im Beitrag #4
Zitat von Mike59 im Beitrag #3
Na ich war etwas länger an der Linie und habe beide Varianten erfahren.
Aber ich habe eine nette Episode in Erinnerung.
Grenzdienst über irgend einen Feiertag auf der Füst. Wie an solchen Tagen üblich eine KoSt aus dem GR unterwegs und die Füst konnte halt nicht im Unterholz abtauchen. Die Sackies kommen also und ein Verpflegungsheini ist auch dabei - der sucht meine PV und findet keine.
Ich sag Ihm vor dem GD warme Mahlzeit und danach auch, das passt. Sollte es länger dauern bringt der Fourier oder der Spieß Nachschub.
Endergebnis = Verweis wegen verstoß gegen geltende Befehle.
Tja so kann es gehen.

Mike59



moin moin!

eine frage dazu: war es Befehl das man im GD immer seine PV dabei hatte?

gruß schlutup


Also wie kann man gegen einen Befehl verstoßen wenn es keinen gibt? Essen war Befehl, PV war gem. Befehl zum GD mitzuführen. Nebenbei, E.H. wird ja bald 100 und er soll damals als Ober FDJodler (Grenze war ein FDJ Projekt) dafür gesorgt haben das es eine dienstliche PV gab.

(Nachtrag) Apropo Immer! - nein nicht immer (am Mann) dabei!

Mike59



Schlutup hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.08.2012 21:26 | nach oben springen

#6

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 09.08.2012 21:28
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Hey Schlutup - der Rainman2 sollte es wissen. der war als Polit für die Fourage mit zuständig.

Immer nach der Devise " Ein guter Koch ist ein guter Kapitän"

Mike59



zuletzt bearbeitet 09.08.2012 21:30 | nach oben springen

#7

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 09.08.2012 21:35
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Zitat von Mike59 im Beitrag #5
Zitat von Schlutup im Beitrag #4
Zitat von Mike59 im Beitrag #3
Na ich war etwas länger an der Linie und habe beide Varianten erfahren.
Aber ich habe eine nette Episode in Erinnerung.
Grenzdienst über irgend einen Feiertag auf der Füst. Wie an solchen Tagen üblich eine KoSt aus dem GR unterwegs und die Füst konnte halt nicht im Unterholz abtauchen. Die Sackies kommen also und ein Verpflegungsheini ist auch dabei - der sucht meine PV und findet keine.
Ich sag Ihm vor dem GD warme Mahlzeit und danach auch, das passt. Sollte es länger dauern bringt der Fourier oder der Spieß Nachschub.
Endergebnis = Verweis wegen verstoß gegen geltende Befehle.
Tja so kann es gehen.

Mike59



moin moin!

eine frage dazu: war es Befehl das man im GD immer seine PV dabei hatte?

gruß schlutup


Also wie kann man gegen einen Befehl verstoßen wenn es keinen gibt? Essen war Befehl, PV war gem. Befehl zum GD mitzuführen. Nebenbei, E.H. wird ja bald 100 und er soll damals als Ober FDJodler (Grenze war ein FDJ Projekt) dafür gesorgt haben das es eine dienstliche PV gab.

(Nachtrag) Apropo Immer! - nein nicht immer (am Mann) dabei!

Mike59

moin!
PV war gem. Befehl zum GD mitzuführen. Wieder was dazu gelernt.

gruß schlutup


zuletzt bearbeitet 09.08.2012 21:37 | nach oben springen

#8

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 09.08.2012 21:35
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moin!
PV war gem. Befehl zum GD mitzuführen.

Wieder was dazu gelernt.

gruß schlutup


zuletzt bearbeitet 09.08.2012 21:38 | nach oben springen

#9

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 09.08.2012 21:42
von Mike59 | 8.782 Beiträge | 2924 Punkte
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Zitat von Schlutup im Beitrag #8
moin!
PV war gem. Befehl zum GD mitzuführen.

Wieder was dazu gelernt.

gruß schlutup

Einmal hätte gereicht

mike59



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#10

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 09.08.2012 21:46
von Schlutup | 4.855 Beiträge | 7118 Punkte
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DAS KOMMT DAVON, WENN MAN(N) AUF DER ARBEIT SCHNELL ETWAS NEBENBEI MACHT


zuletzt bearbeitet 09.08.2012 21:47 | nach oben springen

#11

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 09.08.2012 22:37
von coff | 859 Beiträge | 409 Punkte
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Zitat von Perle im Beitrag #1
Als ich 1980 an den ,,Kanten" nach Breitenrode kam,wurden die Postenbrote noch von den Küchenangestellten geschmiert und in den Postentaschen gepackt.Meistens war es die ecklige Rotwurst(501 Plattenwurst) . In den Postentaschen packten wir dann noch meistens unsere persönlichen Leckerlis wie Schokolade, Kekse usw. rein.Ab Mitte/Ende 1981 mußten wir dann unsere Brote selber schmieren.
Wie war bei Euch die Verpflegung im Grenzdienst?

Gruß Perle


Bei uns war das genauso, zu Anfang gab es die Brote in Butterbrotpapier eingewickelt in der Alubrotdose in der Postentasche. Bloss noch die persönlichen Thermosflaschen gefüllt und die Zusatzleckerlies ( sehr beliebt Mailänder Tomatensuppe in der Dose ) in die Tasche gepackt. Oft flogen dann die als ungeniessbar eingestuften Knifften mit Rotwurst oder Panzerkettenschmiere Richtung Hundelaufanlage. Pech für die armen Viecher wenn die Aerodynamik der Knifften einen Aufschlag im Zielgebiet nicht zuliessen ( sprich sie sich im Flug zerlegten und zu kurz flogen ) Selten gab es dünne Hackbratenscheiben als Belag, aber die waren immer sehr beliebt.
Später dann als die Ablösezeiten völlig unregelmässig wurden stand dann für die jeweiligen Posten ein Teller mit den Utensilien zum selberschmieren bereit.
Gruss
coff


"Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst Kalkutta." Peter Scholl - Latour


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#12

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 10.08.2012 00:43
von Rainman2 | 5.816 Beiträge | 365 Punkte
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Zitat von Mike59 im Beitrag #6
Hey Schlutup - der Rainman2 sollte es wissen. der war als Polit für die Fourage mit zuständig.
...

Hallo Mike,

wie könnte ich einer so netten Bitte bei einem meiner Leib- und Magenthemen widerstehen!?

Es gab für den Grenzdienst folgende einfache Regelung (ich kann nur für sie 80-er Jahre schreiben):
Bei einem Grenzdienst bis 6 Stunden musste keine Postenversorgung mitgeführt werden. In diesem Fall konnte eine leichte Postenversorgung kalkuliert und ausgegeben werden (Obst, Kleingebäck). Für Getränke sorgten die Postenpaare selbst (Tee stand jederzeit zur Verfügung, Kaffee konnte in Vorbereitung des Grenzdienstes durch die Posten selbst gemacht werden). War der Grenzdienst geplant länger als 6 Stunden, dann war die volle Postenversorgung zu kalkulieren und auszugeben. In Praxis funktionierte das im Rahmen der Kompaniesicherung, bei der Posten und Streifen zum Teil zu unterschiedlichen Zeiten rausgingen, so, dass nach der Erarbeitung der Planung und der Grenzdienstbefehle für einen Tag (das war i.d.R. an Nachmittag fertig) der Küchenleiter oder sein Vertreter zum Diensthabenden Stellvertreter der Kompanie (KC, StKC oder Polit) kam und dort die Posten mit Einsatzzeit und Dauer erhielt, so dass die Postenversorgung kalkuliert und ausgegeben werden konnte. Korrekterweise erhielt er das per mündlichem Befehl, praktischerweise indem man ihm das Grenzdienstbuch mit der Planung hinlegte und er sich das abschrieb.

Schichten unter 6 Stunden gab es in der Kompaniesicherung oft dann, wenn nach längeren Lagen der ursprüngliche Planungszyklus der Monatsplanung wieder hergestellt werden sollte. Sonst konnte man Ausbildung, gesellschaftliche Arbeit, Parteiversammlung, Politschung und ähnliches mehr vergessen. Blöd nur, wenn jemand "übersehen" wurde. Ich musste nach einem Einsatz in einer Lage für etwas mehr als 12 Stunden auf die Führungsstelle. Als ich am Nachmittag rausflog, hatte ich noch nichts gegessen, bei einer Lage hat man auch keine Zeit, sich noch eine Stulle zu schmieren. Bis Mitternacht bleib die alte Schicht draußen, dann kam der Zug, der den Rhythmus wiederherstellen sollte, also von 00:00 - 06:00 Uhr. Ich bekam einen neuen Posten auf die Führungsstelle und befahl, er solle einmal Postenversorgung für mich mitbringen. Er brachte mir zwei kleine Äpfelchen mit, die PV für den verkürzten Aufzug. Für 16 Stunden Grenzdienst war das etwas mager, muss ich gestehen.

Ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 10.08.2012 00:46 | nach oben springen

#13

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 10.08.2012 07:07
von Pit 59 | 11.974 Beiträge | 9614 Punkte
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Guten Morgen

Bei uns, Batt.-Sicherung,Ende 70er wurde die PV immer durch das Küchenpersonal (Frauen aus dem Dorf) gemacht.Klar konnte man es nicht immer jeden Recht machen,aber ich glaube mich zu Erinnern das es schon in Ordnung war.

Wir hatten an einem Wochenende mal gestreikt (den Grund weiss ich nicht mehr) und wollten wirklich Geschlossen !!! nicht zum Mittagessen gehen.Uns wurde klar gemacht das der Essenempfang Befehl ist. Wir haben es dann Empfangen,und so wieder abgegeben (schweine wollten auch leben)
Gebracht hat die Aktion ausser knurrenden Magen wohl nichts.Aber trotzdem war es eine coole Aktion.Der Diensthabende an diesem Tag war ein völlig Überforderter Unterleutnant.



zuletzt bearbeitet 10.08.2012 07:34 | nach oben springen

#14

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 10.08.2012 08:13
von utkieker | 2.964 Beiträge | 150 Punkte
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Die Postenschnitten waren wie ein Überraschungsei - man wußte nie was drauf lag. Preßkopfwurst und Rotwurst waren im Allgemeinen nicht so beliebt, wurde aber gerne an die Hunde verfüttert (wenn eine Hundetrasse in der Nähe war). Tee für die Thermosflasche war immer reichlich vorhanden, meistens hat man sich aber Kaffee aufgesetzt und in den Grenzdienst mitgenommen, meinen Posten habe ich meistens den Kaffee spendiert.
Neben dem was uns von staatswegen mitgegeben wurde, konnte noch ergänzt werden. Für meinen Posten hatte ich immer eine kleine Postenüberraschung, mal eine Tafel Schokolade oder eine Tüte Studentenfutter. Manchmal hat die Küche auch eine Boulette, ein Hühnerbein oder ein Kotelett mitgegeben, dadurch hatten wir auch noch was zum brutzeln.
Hans tut mir echt leid, seine Küche war wohl nicht so auf Zack. Über unser Küchenpersonal kann ich nur den Daumen heben.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)


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#15

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 10.08.2012 09:20
von Pzella 82 | 357 Beiträge | 5 Punkte
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Yep, dat ist in meiner Erinnerung ´81/ 82 in Pzella auch noch so gewesen, dass die Postentaschen in der Küche fertig gemacht wurden. Die Thermosflaschen haben wir selber gefüllt. Die Eier waren immer hart und zartblau, nach Hausfrauenart. Der Küchenbulle und die "Kaltmamsells" waren schwer in Ordnung und rückten ooch mal wat mehr raus. Dafür haben wir ja auch immer fleißig beim Kartoffelschälen geholfen.

Grüße
Pzella


...poor man wanna be rich, rich man wanna be king
and a king ain´t satisfied ´til he rules everything....Bruce Springsteen
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#16

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 10.08.2012 09:44
von küche69 | 440 Beiträge | 46 Punkte
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Also bei uns habe ich (Küche) die Brote zu Anfang auch noch für die "Rausgehenden" fertig machen müssen, dass war Mitte 88, danach haben die Kameraden ihre Brote selber geschmiert. Nur die Thermoskannen musste ich dann noch für alle fertig machen, da der "Imex" in der Küche stand. Da, wo er noch auf dem Tisch bei der Essenausgabelucke gestanden hatte, die meisten Soldaten das Schliessen des Hahnes vergiessen und deshalb immer der Boden Schwamm, vom herausgelaufenem Wasser, auch war der "Imex" dann kaputt, weil er trocken beheizte.

Aber bei usn gab es reichlich Auswahl an Wurstsorten und meistens haben sich die Leute nur an den Komplecktetagen beschwert.

Grüsse von Küche69

___________

"Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn!"



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#17

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 10.08.2012 16:30
von küchenbulle | 209 Beiträge | 33 Punkte
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Hallo Leute !

Bei uns in der 4.GK in Heinersdorf wurde die PV mit ausgegeben und die Knifften selber gemacht . Also so mancher hat auch noch etwas
mehr bekommen zB. Wurst oder Butter . Bei den warmen Getränken war es auch so wie in den anderen Artikeln beschrieben . Es wurde
auch Bohnenkaffee als PV rausgegeben (nicht täglich) zum befüllen der Thermösen . Bei Lagen oder geplanten Veränderungen im Schichtsystem oder
wie im Winter 78/79 wurde die Versorgung stets abgesichert . Es gab ja immer einen Koch vom Dienst für Notfälle . Bei dem strengen
Temperaturen wurde Tee ,Suppe etc. auch in den Abschnitt gebracht ,was auch dankbar angenommen wurde .

VG Küchbulle



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#18

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 10.08.2012 17:15
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Vor 29 Jahren bei Komp.-Sicherung, Kühlschrank mit Wurscht, Brot und Butter dabei und dann selber die Bemmeln geschmiert.
Der Küchenbulle hat das immer vorbereitet und wenn er gut gelaunt war gabs auch mal ein Extra-Schmankerl wie kalte Schnitzel oder Hühnerbeine, hat aber meistens schlechte Laune gehabt.
Wenn du am Heiligabend Dienst hattest kam auch draußen mal der Weihnachtsmann in Form eines, allerdings unkostümierten, Mitgliedes der Kompanieführung vorbei, mit paar Nüssen und einer Apfelsine.
Da hatten wir vor Rührung glatt feuchte Augen


zuletzt bearbeitet 10.08.2012 17:16 | nach oben springen

#19

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 10.08.2012 17:36
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge | 3 Punkte
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Zitat von küchenbulle im Beitrag #17

Hallo Leute !

Bei uns in der 4.GK in Heinersdorf wurde die PV mit ausgegeben und die Knifften selber gemacht . Also so mancher hat auch noch etwas
mehr bekommen zB. Wurst oder Butter . Bei den warmen Getränken war es auch so wie in den anderen Artikeln beschrieben . Es wurde
auch Bohnenkaffee als PV rausgegeben (nicht täglich) zum befüllen der Thermösen . Bei Lagen oder geplanten Veränderungen im Schichtsystem oder
wie im Winter 78/79 wurde die Versorgung stets abgesichert . Es gab ja immer einen Koch vom Dienst für Notfälle . Bei dem strengen
Temperaturen wurde Tee ,Suppe etc. auch in den Abschnitt gebracht
,was auch dankbar angenommen wurde .

VG Küchbulle

kann ich auch von uns bestätigen und wir hatten auch einige tage wo nur 4 stunden schicht gefahren wurde. glaube es waren einige tage mit über 20 grad minus am tage. aber die PV war immer reichlich und mehr als top bei uns im gr9, 2.gb.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#20

RE: Postenverpflegung im Grenzdienst

in Grenztruppen der DDR 10.08.2012 17:56
von EK78GR24 | 54 Beiträge | 23 Punkte
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Hallo,
bei uns in der 4GK Riebau wurden die Bemmen für die PV von den Küchenpersonal gemacht. Ich kann jetzt nicht sagen, dass bei uns etwas zu meckern gab in Bezug auf die PV. Jedenfalls fällt mir dazu nur ein, dass wir immer mächtig gemotzt hatten, wenn Komplekte Tag war. Letztlich haben wir nur blanke Brotscheiben in unseren Brotdosen gehabt und die Dosen an Wurst oder Käse, was so im Komplekte Packet vorhanden war, wurde in einen großen Korb gegippt und wir mußten uns je nach Geschmack das jeweilige selbst in die Postentaschen packen. Auch stand neben diesem Wäschekorb ein Korb mit ungeschälten Zwiebeln, denn an solch einem Tag war dann das große Brutzeln im Abschnitt angesagt. Das hatten zwar nicht alle gemacht, aber es wurde geduldet und wer nicht gebrutzelt hat, der hat zum Schmalzfleisch oder der Rotwurst die Zwiebel so auf der Stulle gegessen.
Auch war an diesem Tag meißtens ein lautes Knallen im Abschnitt zu höhren....die Schmalzfleischbüchsen flogen am besten in die Luft :-))))
An dem Tag gab es nur den Komplekte Tee, aber über den hatten sich die wenigsten aufgeregt, weil er geschmeckt hat.
Die Thermosflaschen in den Postentaschen hatten unterschiedliche größe. Das war von PF zu PF unterschiedlich. Ich pers. hatte zwei große organisiert
wodurch man etwas mehr zu trinken mitnehmen konnte. (weiß jetzt nicht mehr wie viele Tassen in einer Flasche waren)
Jedenfalls wurden diese auch vom Küchenpersonal gefüllt. Wobei ich dann eine Thermosflasche mit Tee und eine mit Kaffee in den GD genommen habe. Wie das jetzt mit dem Kaffee war ob wir den selbst gekauft hatten, weiß ich nicht mehr.
Jedenfalls gekocht haben wir persönlich nichts, das hatten alles Kelle und seine Leute gemacht.......Außer Kaffee mit einem UFO ;-)
Bei besonderen Lagen oder so, kam es schon mal vor, das der Hfwb und der Schreiber extra Bemmen geschmiert haben sowie auch Teee gekocht haben und uns das dann entsprechend in den Abschnitt rausgebracht haben.
Schmeichelein für dem PF oder andere Sachen an Leckerein wurden von uns selbst eingepackt. Kam auch schon mal vor, dass ne Sigmund Jähn Schnitte ( Fetzer ist wie so ein Marsriegel ) für jeden in der Postentasche war. Kam auch von Kelle und seinen Leuten.
Der Hfwb und Küchenbulle haben sich bei uns eigentlich immer etwas einfallen lassen und wenn es auch mal zusätzlich ein paar Rippchen oder gebratene Schnitzel waren, die man in der Postentasche vorfand.
HG EK78


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Nach Grenzermord ohne Seitengewehr in den Grenzdienst
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Schweigeschichten im Grenzdienst
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