Postenverpflegung im Grenzdienst

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09.08.2012 20:17 (zuletzt bearbeitet: 09.08.2012 20:22)
avatar  Perle
#1
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Als ich 1980 an den ,,Kanten" nach Breitenrode kam,wurden die Postenbrote noch von den Küchenangestellten geschmiert und in den Postentaschen gepackt.Meistens war es die ecklige Rotwurst(501 Plattenwurst) . In den Postentaschen packten wir dann noch meistens unsere persönlichen Leckerlis wie Schokolade, Kekse usw. rein.Ab Mitte/Ende 1981 mußten wir dann unsere Brote selber schmieren.
Wie war bei Euch die Verpflegung im Grenzdienst?

Gruß Perle


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09.08.2012 20:27
avatar  Hans55
#2
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Also,wir mußten unsere Postenbrote immer selber schmieren!
Die gekochten Eier,waren ein Hammer !Hart wie Kruppstahl!


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09.08.2012 20:40
avatar  Mike59
#3
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Na ich war etwas länger an der Linie und habe beide Varianten erfahren.
Aber ich habe eine nette Episode in Erinnerung.
Grenzdienst über irgend einen Feiertag auf der Füst. Wie an solchen Tagen üblich eine KoSt aus dem GR unterwegs und die Füst konnte halt nicht im Unterholz abtauchen. Die Sackies kommen also und ein Verpflegungsheini ist auch dabei - der sucht meine PV und findet keine.
Ich sag Ihm vor dem GD warme Mahlzeit und danach auch, das passt. Sollte es länger dauern bringt der Fourier oder der Spieß Nachschub.
Endergebnis = Verweis wegen verstoß gegen geltende Befehle.
Tja so kann es gehen.

Mike59


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09.08.2012 21:11
#4
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Zitat von Mike59 im Beitrag #3
Na ich war etwas länger an der Linie und habe beide Varianten erfahren.
Aber ich habe eine nette Episode in Erinnerung.
Grenzdienst über irgend einen Feiertag auf der Füst. Wie an solchen Tagen üblich eine KoSt aus dem GR unterwegs und die Füst konnte halt nicht im Unterholz abtauchen. Die Sackies kommen also und ein Verpflegungsheini ist auch dabei - der sucht meine PV und findet keine.
Ich sag Ihm vor dem GD warme Mahlzeit und danach auch, das passt. Sollte es länger dauern bringt der Fourier oder der Spieß Nachschub.
Endergebnis = Verweis wegen verstoß gegen geltende Befehle.
Tja so kann es gehen.

Mike59



moin moin!

eine frage dazu: war es Befehl das man im GD immer seine PV dabei hatte?

gruß schlutup


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09.08.2012 21:23 (zuletzt bearbeitet: 09.08.2012 21:26)
avatar  Mike59
#5
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Zitat von Schlutup im Beitrag #4
Zitat von Mike59 im Beitrag #3
Na ich war etwas länger an der Linie und habe beide Varianten erfahren.
Aber ich habe eine nette Episode in Erinnerung.
Grenzdienst über irgend einen Feiertag auf der Füst. Wie an solchen Tagen üblich eine KoSt aus dem GR unterwegs und die Füst konnte halt nicht im Unterholz abtauchen. Die Sackies kommen also und ein Verpflegungsheini ist auch dabei - der sucht meine PV und findet keine.
Ich sag Ihm vor dem GD warme Mahlzeit und danach auch, das passt. Sollte es länger dauern bringt der Fourier oder der Spieß Nachschub.
Endergebnis = Verweis wegen verstoß gegen geltende Befehle.
Tja so kann es gehen.

Mike59



moin moin!

eine frage dazu: war es Befehl das man im GD immer seine PV dabei hatte?

gruß schlutup


Also wie kann man gegen einen Befehl verstoßen wenn es keinen gibt? Essen war Befehl, PV war gem. Befehl zum GD mitzuführen. Nebenbei, E.H. wird ja bald 100 und er soll damals als Ober FDJodler (Grenze war ein FDJ Projekt) dafür gesorgt haben das es eine dienstliche PV gab.

(Nachtrag) Apropo Immer! - nein nicht immer (am Mann) dabei!

Mike59


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09.08.2012 21:28 (zuletzt bearbeitet: 09.08.2012 21:30)
avatar  Mike59
#6
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Hey Schlutup - der Rainman2 sollte es wissen. der war als Polit für die Fourage mit zuständig.

Immer nach der Devise " Ein guter Koch ist ein guter Kapitän"

Mike59


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09.08.2012 21:35 (zuletzt bearbeitet: 09.08.2012 21:37)
#7
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Zitat von Mike59 im Beitrag #5
Zitat von Schlutup im Beitrag #4
Zitat von Mike59 im Beitrag #3
Na ich war etwas länger an der Linie und habe beide Varianten erfahren.
Aber ich habe eine nette Episode in Erinnerung.
Grenzdienst über irgend einen Feiertag auf der Füst. Wie an solchen Tagen üblich eine KoSt aus dem GR unterwegs und die Füst konnte halt nicht im Unterholz abtauchen. Die Sackies kommen also und ein Verpflegungsheini ist auch dabei - der sucht meine PV und findet keine.
Ich sag Ihm vor dem GD warme Mahlzeit und danach auch, das passt. Sollte es länger dauern bringt der Fourier oder der Spieß Nachschub.
Endergebnis = Verweis wegen verstoß gegen geltende Befehle.
Tja so kann es gehen.

Mike59



moin moin!

eine frage dazu: war es Befehl das man im GD immer seine PV dabei hatte?

gruß schlutup


Also wie kann man gegen einen Befehl verstoßen wenn es keinen gibt? Essen war Befehl, PV war gem. Befehl zum GD mitzuführen. Nebenbei, E.H. wird ja bald 100 und er soll damals als Ober FDJodler (Grenze war ein FDJ Projekt) dafür gesorgt haben das es eine dienstliche PV gab.

(Nachtrag) Apropo Immer! - nein nicht immer (am Mann) dabei!

Mike59

moin!
PV war gem. Befehl zum GD mitzuführen. Wieder was dazu gelernt.

gruß schlutup


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09.08.2012 21:35 (zuletzt bearbeitet: 09.08.2012 21:38)
#8
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moin!
PV war gem. Befehl zum GD mitzuführen.

Wieder was dazu gelernt.

gruß schlutup


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09.08.2012 21:42
avatar  Mike59
#9
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Zitat von Schlutup im Beitrag #8
moin!
PV war gem. Befehl zum GD mitzuführen.

Wieder was dazu gelernt.

gruß schlutup

Einmal hätte gereicht

mike59


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09.08.2012 21:46 (zuletzt bearbeitet: 09.08.2012 21:47)
#10
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DAS KOMMT DAVON, WENN MAN(N) AUF DER ARBEIT SCHNELL ETWAS NEBENBEI MACHT


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09.08.2012 22:37
avatar  coff
#11
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Zitat von Perle im Beitrag #1
Als ich 1980 an den ,,Kanten" nach Breitenrode kam,wurden die Postenbrote noch von den Küchenangestellten geschmiert und in den Postentaschen gepackt.Meistens war es die ecklige Rotwurst(501 Plattenwurst) . In den Postentaschen packten wir dann noch meistens unsere persönlichen Leckerlis wie Schokolade, Kekse usw. rein.Ab Mitte/Ende 1981 mußten wir dann unsere Brote selber schmieren.
Wie war bei Euch die Verpflegung im Grenzdienst?

Gruß Perle


Bei uns war das genauso, zu Anfang gab es die Brote in Butterbrotpapier eingewickelt in der Alubrotdose in der Postentasche. Bloss noch die persönlichen Thermosflaschen gefüllt und die Zusatzleckerlies ( sehr beliebt Mailänder Tomatensuppe in der Dose ) in die Tasche gepackt. Oft flogen dann die als ungeniessbar eingestuften Knifften mit Rotwurst oder Panzerkettenschmiere Richtung Hundelaufanlage. Pech für die armen Viecher wenn die Aerodynamik der Knifften einen Aufschlag im Zielgebiet nicht zuliessen ( sprich sie sich im Flug zerlegten und zu kurz flogen ) Selten gab es dünne Hackbratenscheiben als Belag, aber die waren immer sehr beliebt.
Später dann als die Ablösezeiten völlig unregelmässig wurden stand dann für die jeweiligen Posten ein Teller mit den Utensilien zum selberschmieren bereit.
Gruss
coff

"Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten." ( Johann Wolfgang von Goethe )


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10.08.2012 00:43 (zuletzt bearbeitet: 10.08.2012 00:46)
#12
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Zitat von Mike59 im Beitrag #6
Hey Schlutup - der Rainman2 sollte es wissen. der war als Polit für die Fourage mit zuständig.
...

Hallo Mike,

wie könnte ich einer so netten Bitte bei einem meiner Leib- und Magenthemen widerstehen!?

Es gab für den Grenzdienst folgende einfache Regelung (ich kann nur für sie 80-er Jahre schreiben):
Bei einem Grenzdienst bis 6 Stunden musste keine Postenversorgung mitgeführt werden. In diesem Fall konnte eine leichte Postenversorgung kalkuliert und ausgegeben werden (Obst, Kleingebäck). Für Getränke sorgten die Postenpaare selbst (Tee stand jederzeit zur Verfügung, Kaffee konnte in Vorbereitung des Grenzdienstes durch die Posten selbst gemacht werden). War der Grenzdienst geplant länger als 6 Stunden, dann war die volle Postenversorgung zu kalkulieren und auszugeben. In Praxis funktionierte das im Rahmen der Kompaniesicherung, bei der Posten und Streifen zum Teil zu unterschiedlichen Zeiten rausgingen, so, dass nach der Erarbeitung der Planung und der Grenzdienstbefehle für einen Tag (das war i.d.R. an Nachmittag fertig) der Küchenleiter oder sein Vertreter zum Diensthabenden Stellvertreter der Kompanie (KC, StKC oder Polit) kam und dort die Posten mit Einsatzzeit und Dauer erhielt, so dass die Postenversorgung kalkuliert und ausgegeben werden konnte. Korrekterweise erhielt er das per mündlichem Befehl, praktischerweise indem man ihm das Grenzdienstbuch mit der Planung hinlegte und er sich das abschrieb.

Schichten unter 6 Stunden gab es in der Kompaniesicherung oft dann, wenn nach längeren Lagen der ursprüngliche Planungszyklus der Monatsplanung wieder hergestellt werden sollte. Sonst konnte man Ausbildung, gesellschaftliche Arbeit, Parteiversammlung, Politschung und ähnliches mehr vergessen. Blöd nur, wenn jemand "übersehen" wurde. Ich musste nach einem Einsatz in einer Lage für etwas mehr als 12 Stunden auf die Führungsstelle. Als ich am Nachmittag rausflog, hatte ich noch nichts gegessen, bei einer Lage hat man auch keine Zeit, sich noch eine Stulle zu schmieren. Bis Mitternacht bleib die alte Schicht draußen, dann kam der Zug, der den Rhythmus wiederherstellen sollte, also von 00:00 - 06:00 Uhr. Ich bekam einen neuen Posten auf die Führungsstelle und befahl, er solle einmal Postenversorgung für mich mitbringen. Er brachte mir zwei kleine Äpfelchen mit, die PV für den verkürzten Aufzug. Für 16 Stunden Grenzdienst war das etwas mager, muss ich gestehen.

Ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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10.08.2012 07:07 (zuletzt bearbeitet: 10.08.2012 07:34)
avatar  Pit 59
#13
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Guten Morgen

Bei uns, Batt.-Sicherung,Ende 70er wurde die PV immer durch das Küchenpersonal (Frauen aus dem Dorf) gemacht.Klar konnte man es nicht immer jeden Recht machen,aber ich glaube mich zu Erinnern das es schon in Ordnung war.

Wir hatten an einem Wochenende mal gestreikt (den Grund weiss ich nicht mehr) und wollten wirklich Geschlossen !!! nicht zum Mittagessen gehen.Uns wurde klar gemacht das der Essenempfang Befehl ist. Wir haben es dann Empfangen,und so wieder abgegeben (schweine wollten auch leben)
Gebracht hat die Aktion ausser knurrenden Magen wohl nichts.Aber trotzdem war es eine coole Aktion.Der Diensthabende an diesem Tag war ein völlig Überforderter Unterleutnant.


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10.08.2012 08:13
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#14
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Die Postenschnitten waren wie ein Überraschungsei - man wußte nie was drauf lag. Preßkopfwurst und Rotwurst waren im Allgemeinen nicht so beliebt, wurde aber gerne an die Hunde verfüttert (wenn eine Hundetrasse in der Nähe war). Tee für die Thermosflasche war immer reichlich vorhanden, meistens hat man sich aber Kaffee aufgesetzt und in den Grenzdienst mitgenommen, meinen Posten habe ich meistens den Kaffee spendiert.
Neben dem was uns von staatswegen mitgegeben wurde, konnte noch ergänzt werden. Für meinen Posten hatte ich immer eine kleine Postenüberraschung, mal eine Tafel Schokolade oder eine Tüte Studentenfutter. Manchmal hat die Küche auch eine Boulette, ein Hühnerbein oder ein Kotelett mitgegeben, dadurch hatten wir auch noch was zum brutzeln.
Hans tut mir echt leid, seine Küche war wohl nicht so auf Zack. Über unser Küchenpersonal kann ich nur den Daumen heben.

Gruß Hartmut!


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10.08.2012 09:20
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#15
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( gelöscht )

Yep, dat ist in meiner Erinnerung ´81/ 82 in Pzella auch noch so gewesen, dass die Postentaschen in der Küche fertig gemacht wurden. Die Thermosflaschen haben wir selber gefüllt. Die Eier waren immer hart und zartblau, nach Hausfrauenart. Der Küchenbulle und die "Kaltmamsells" waren schwer in Ordnung und rückten ooch mal wat mehr raus. Dafür haben wir ja auch immer fleißig beim Kartoffelschälen geholfen.

Grüße
Pzella


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