Das Gebiet um Schierke-Sperrzone ?

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18.07.2012 19:50von Angelo
Frage
Das Gebiet um Schierke-Sperrzone ?

Als ich letzte Woche in Schierke war, ist mir aufgefallen das die Natur dort noch wirklich in Takt ist, wahrscheinlich liegt es wohl auch daran,das man in den 20 Jahren noch nicht genug kaputt machen konnte. Wie war das eigentlich vor der Wende dort im Gebiet um Schierke herum ? Wer durfte denn in diesen wirklich wunderschönen Wald hinein ? Durfte man zum Bahnhof Schierke laufen ? Und wo genau hat denn diese sagen umwogene Kaserne der GK Schierke gestanden ? Wir sind durch das ganze Dorf gelaufen,aber eine ehemalige Kaserne habe ich nicht gefunden.

05.07.2015 23:39von vs1400
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Zitat von esek67 im Beitrag #75
Hallo josy95,
war 1967 in Elend im Bataillonsstab. Wir nannten die Harzquerbahn Robert und dieser fuhr von Wernigerode kommend immer und das sehr pünktlich so ca. 10 Minuten nach 6.00 Uhr an unserer Kaserne vorbei. Normalerweise war 6.00 Uhr wecken angesagt, wir sind aber fast immer erst dann aufgestanden, wenn besagter Robert vorbei war, außer unser Stabschef hatte Chefdienst und brüllte in den anderen Zimmern. Fährt die Bahn noch in diesem Zeitraum?
Zuvor war ich auf der Brockenkompanie. Die Eichenschwellen der Brockenbahn waren durchnummeriert und das vom Goethebahnhof (Weiche)beginnend in Richtung Brocken. Postenpaare die dort oben Dienst schoben waren verpflichtet, mit Beginn des neuen Tages, die jeweilige Isolatorglocke für jedes Diensthalbjahr eine Schwelle weiter in Richtung Goethebahnhof zu bewegen. Dies ging allerdings nur wenn kein Schnee lag. Wann sind diese Schwellen getauscht worden? Zu meiner Zeit war der Zugverkehr so gut wie eingestellt.
Für eine Antwort wäre ich dir dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
aus der Oberlausitz
esek67



hallo, esek67,
antwort auf deine wirst du zb. dort finden. die 7. war der nachfolger deiner fünften und
falls du dort etwas mehr, aus deiner zeit, berichten könntest ... .
ich hab noch nen namen aus deiner zeit, doch leider ist Werner Mü..er bereits 2013 verstorben.

dieses spiel mit den bahnschwellen ist mir, abgewandelt, auch noch bekannt.
ab der oberen kreuzung zählten die ek's ihre schwellen und legten irgendwas, für sie persönlich erkennbares, auf die jeweils aktuelle schwelle, in richtung brocken.

gruß vs

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06.07.2015 18:17von josy95
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Zitat von esek67 im Beitrag #75
Hallo josy95,
war 1967 in Elend im Bataillonsstab. Wir nannten die Harzquerbahn Robert und dieser fuhr von Wernigerode kommend immer und das sehr pünktlich so ca. 10 Minuten nach 6.00 Uhr an unserer Kaserne vorbei. Normalerweise war 6.00 Uhr wecken angesagt, wir sind aber fast immer erst dann aufgestanden, wenn besagter Robert vorbei war, außer unser Stabschef hatte Chefdienst und brüllte in den anderen Zimmern. Fährt die Bahn noch in diesem Zeitraum?
Zuvor war ich auf der Brockenkompanie. Die Eichenschwellen der Brockenbahn waren durchnummeriert und das vom Goethebahnhof (Weiche)beginnend in Richtung Brocken. Postenpaare die dort oben Dienst schoben waren verpflichtet, mit Beginn des neuen Tages, die jeweilige Isolatorglocke für jedes Diensthalbjahr eine Schwelle weiter in Richtung Goethebahnhof zu bewegen. Dies ging allerdings nur wenn kein Schnee lag. Wann sind diese Schwellen getauscht worden? Zu meiner Zeit war der Zugverkehr so gut wie eingestellt.
Für eine Antwort wäre ich dir dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
aus der Oberlausitz
esek67




Dein Beitrag, sehr interssant,mit etwas Humor (Robert - diese Bezeichnung noch nie gehört!) gespickt und wieder etwas Neues (Durchnummerierung der Schellen) erfahren. War mir bisher unbekannt. Wie mit was oder in welcher Form wurden die numeriert?
Mit Beginn der Sanierung der Brockenstrecke vom Juni bis Oktober 1991 (Zwischendurch fand noch am 15.09.1991 die offizielle Eröffnungsfahrt statt) https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&....96952980,d.bGg

wurde fast die gesammte Strecke von Schierke bia zum Brocken erneuert. Hatte ich in anderen Thread`s schon ganz usführlich drüber bberichtet. Aber welche Threads...??? Weiß ich leider nicht mehr...!
Da ich von Anfang an und fast täglich beim Baugeschehen dabei war, sind mir numerierte Schwellen nicht aufgefallen. Dazu muß ich ausführen, der Abschnitt Goethebahnhof - obere Brockenstraßenquerung wurde schon Anfang der 1980-er komplett saniert und für die Befahrbarkeit mit Straßenfahrzeugen als Teil des Kollonenweges mit Betonplatten ähnlich Straßenbahn noder wie an Bahnübrgängen, ausgelegt. Die schon ernuerten Schwellen nwaren dadurch nicht mehr sichtbar. Diese Betonplatten wurden noch 1991 entfernt und kurioser Weise, der in einem sehr guten Zustand sich befindliche Oberbau (Gleis und Schwellen) auch rausgerissen und erneuert. Man sagte damals, Umweltschützer und Nationalpark hätten darauf gedrungen, weil die ab Anfang der 1980-er dort verbauten Holzschwellen Made in DDR intensiv mit einem hochgradig giftigen und grundwasserbelastenden (PCB- haltigen - s. g. Sevesogift = Dioxyn) Holzschutzmittel getränkt waren... . wer weiß...?
Auf diesem Abschnitt sind auch erstmals und zu Testzwecken bei einer Schmalspurbahn, Eisenbahn allgemein die zu der Zeit neu Entwickelten s. g. Y- Schwellen zur weiteren Erprobung auch unter klimatisch härteren Bedingungen verbaut wurden. Siehe auch hier:
https://www.google.de/search?q=y+schwell...iw=1600&bih=787

und:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnschwelle

Ab oberer Brockenstraßenquerung war noch der original Oberbau aus der Grünerbauzeit vor/ um 1899 vorhanden und in einem entsprechd maroden Zustand. Holzschwellen waren teilweise fast komplett verottet. Das war auch der Grund für die Einstellung des Güterverkehrs 1986, weil die Entgleisungssicheheit in einigen Teilstücken dieses Bereiches nicht mehr gewärleistet war, Material und Baukapatzitäten fehlten, vor allem auch geeignete Leute, die im Schutzstreifen, dazu noch hinter Signalzaun bzw. Mauer bauen durften.

Der Zug, den Du meinst, der Morgens gegen 06:10 Uhr bei Euh an der Kaserne in Elend vorbeifuhr kam nicht von Wernigerode, sondern es war der Frühzug von Benneckenstein nach Wernigerode. Der fuh immer so 05:50 Uhr in Benne ab.

Am Bahnübergang Wiethfelder Straße hat sich mal ein schwerer und tragischer Unfall mit einem P 3 der GT- Kompanie Elend ereignet.

Meines Wissens nach muß das aber Anfang( Mitte der 1970-er gewesen sein. Ein mit auf Urlaub wollenden Grenzern besetzter P- 3 kollidierte in den Mittags- oder frühen Nachmittagsstunden mit einem Zug der Harzquerbahn. 3 Grenzer fanden dabei auf tragische Art den Tod und wohl 3 weitere schwer verletzt.
Besonders tragisch war, so wurde von meinen älteren Kollegen immer erzählt, das es ein Freitag war die Zeit knapp, die Grenzer wollten zum Bahnhof und ausgerechnet mit dem Zug fahren, der einem Teil von ihnen den Tod brachte. Der Fahrer soll ein unerfahrener Soldat des 1. Dhj gewesen sein, der sich hat noch zur Eile antreiben lassen und dadurch vermutlich unaufmerksam war. Er hat das Unglück überlebt...

Weißt Du oder wissen andere User von diesem tragischen Geschehen etwas mehr? Würde mich interessieren, gern auch nur per PN.

josy95

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06.07.2015 19:06von josy95
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Zitat von esek67 im Beitrag #73
Anfänge eines Baues des Zauns auf der Verbindungsstraße Elend/ Sorge erlebte ich im Sommer 1967. Aufgrund der geologischen Verhältnisse, wurde von den Pionieren, die eigentlichen Bohrlöcher für die Betonsäulen durch Sprengungen vorbereitet, so daß der Zwiebelzieher mit seinem hydraulischen Bohrgerät ein leichteres Arbeiten hatte.
An der jetzigen L100 als Zufahrt von Wernigerode nach Schierke stand das Schild Sperrzone in der letzten Haarnadelkurve mit der Brücke über die Wormke vor dem Stern. Kontrollen wurden dann von der VP am Stern durchgeführt.
Wir fuhren vom Stab Elend aus, mit den Motorrädern, Hinterlandsstreife im vorgelagerten Gebiet von Schierke, Drei Annen Hohne, Plessenburg, Steinerne Renne und Ilsenburg, weniger in die andere Richtung Rotheshütte. Bei ganz guten Wetter sprich guter Sicht wurde auch schon mal ein Abstecher auf den Brocken gemacht, dies war kein Problem, den ich war vorher mal auf der Brockenkompanie in Schierke stationiert und man kannte sich. Das vorher beschrieben Sperrzonenschild ist mir als einziges noch in Erinnerung, da wir meist außerhalb der Sperrzone zum Einsatz kamen, d.h. wir sollten Verdächtige kontrollieren.
esek67





Den Verlauf des Sperrgebietes kann man im Bereich Elend/ Schierke entlang der Bahnstrecke noch sehr gut verfolgen. Bin gestern/ vorgestern diese Strecke erst langgefahren. Die damals gebräuchlichen Zusatzkennzeichnungen in Form der einfachen weißen Ringe an den Bäumen sind fast alle noch erhalten. Zwar entsprechend farblich vom Zahn der Zeit geschwächt, aber denn noch mehr als deutlich zu erkennen. Hatte leider keine Gelegenheit zum fotografieren. Ein ander mal...

Im Bereich Ilsenburg findet man diese Markierungen auch noch zur Genüge...

josy95

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23.08.2015 15:52von TOMMI
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Mal einige Frage zu den Karten:

-Die Dreiecke mit dem Punkt drin bedeuten doch Grenzsäulen, oder?
Dann müsste doch die Säule am Freilandmuseum Sorge, die dort heute steht, ein Fake sein,
da die richtige Grenze von dort aus ein ganzes Stück weg ist (Ring der Erinnerung) und die
Säulen maximal 5m vor der Grenze auf DDR-Gebiet standen.
- Da, wo laut Karte der GSZ die B27 querte (zw. Braunlage und Elend) ist da jetzt "Kukkis Erbesensuppe"?

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23.08.2015 20:50von ( gelöscht )
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Zitat von TOMMI im Beitrag #79
Mal einige Frage zu den Karten:

-Die Dreiecke mit dem Punkt drin bedeuten doch Grenzsäulen, oder?
Dann müsste doch die Säule am Freilandmuseum Sorge, die dort heute steht, ein Fake sein,
da die richtige Grenze von dort aus ein ganzes Stück weg ist (Ring der Erinnerung) und die
Säulen maximal 5m vor der Grenze auf DDR-Gebiet standen.
- Da, wo laut Karte der GSZ die B27 querte (zw. Braunlage und Elend) ist da jetzt "Kukkis Erbesensuppe"?


Also Kukki ist etwa 2 km vom ehemaligen MGZ...da war ich gestern noch,hab aber kein Süppchen gegessen.

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23.08.2015 21:09von lutz1961
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Zitat von TOMMI im Beitrag #79
Mal einige Frage zu den Karten:

-Die Dreiecke mit dem Punkt drin bedeuten doch Grenzsäulen, oder?
Dann müsste doch die Säule am Freilandmuseum Sorge, die dort heute steht, ein Fake sein?


Das muss nicht sein, oft wurden die GSä nur gesichert und Umgesetzt - so auch im Bereich der 9.GK / GR-1.

Frag doch mal in Sorge nach, ob Du eine Antwort bekommst ....schauen Wir mal!

23.08.2015 23:00von Kalubke
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Zitat von TOMMI im Beitrag #79
Mal einige Frage zu den Karten:

-Die Dreiecke mit dem Punkt drin bedeuten doch Grenzsäulen, oder?
Dann müsste doch die Säule am Freilandmuseum Sorge, die dort heute steht, ein Fake sein,
da die richtige Grenze von dort aus ein ganzes Stück weg ist (Ring der Erinnerung) und die
Säulen maximal 5m vor der Grenze auf DDR-Gebiet standen.
- Da, wo laut Karte der GSZ die B27 querte (zw. Braunlage und Elend) ist da jetzt "Kukkis Erbesensuppe"?


Ja, richtig, das Grenzmuseum liegt innerhalb der Ortslage Sorge in der Försterbergstraße im alten Bahnhofsgebäude. Die Grenzsäule muss 100pro umgesetzt worden sein, wenn sie heute auf dem alten Bahnhofsgelände steht. Es ist auf Fotos noch eine GS direkt vor dem GZ1 am noch erhaltenen BT an der Lehde zu sehen. Von dort bis zur eigentlichen ehem. Grenze sinds noch ca. 400 m nach NW bzw W durch das ehem. Vorgelagerte. Also dürfte auch diese GS umgesetzt worden sein.

Gruß Kalubke

06.09.2015 13:34von Thomas 66
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Hallo,
Kukkis Erbsensuppe ist auf der Karte ungefähr dort wo die 89 steht,schwarzes Viereck. Die 89 ist die NR. des Tores in den Grenzabschnitt. VG

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06.09.2015 23:53von Kalubke
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Ist das nicht die Dokumentationskarte der Auslösung eines Grenzalarms am GSZ-Feld 271? War das ein VGD oder ein erfolgreicher GD?

Gruß Kalubke

07.09.2015 18:20von Thomas 66
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Das war ein erfolgreicher Grenzdurchbruch. ich muss nochmal nach schauen.
Hab mal die Karten dazu.

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07.09.2015 18:35von Thomas 66
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Jetzt hab ich noch die Berichte dazu. Das sind Kopin aus dem Archiv in Freiburg die ich bezahlt habe.
Nur zur Info für das Urheberrecht. VG



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07.09.2015 18:54von ( gelöscht )
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Der Wachposten war nur 36,5 Meter weg und hat nichts gemerkt?
Wie sahen denn die angekündigten "Disziplinarmaßnahmen" aus? Weiß jemand, was da zu erwarten war?

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08.09.2015 08:22von Kalubke
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Ich könnte mir vorstellen dass der Posten am GZ 1 nahe der Übertrittsstelle (GS 994) Urlaubssperre, Entfernung aus dem Grenzdienst und Einteilung zur Objektwache, Streichung von Soldzulagen, keine Beförderung, usw., oder gar eine Strafversetzung bekommen hat.

Die Flüchtenden waren allerdings so clever, dass sie nicht auf kürzestem Wege vom GSZ-Feld 271 nach W zur Grenze und damit mitten in die Abriegelung gelaufen sind, sondern nach NW auswichen und die Abriegelung am GZ 1 umgangen haben, so dass evt. mit einem Übertritt an der GS 994 keiner rechnen konnte. Die vollständige Karte in #85 zeigt, dass das der nördlichste stationäre Posten der Abriegelung war, der allerletzte oben war ein beweglicher Posten mit Handlungsraum. Sie haben auch eine Weile in der Deckung abgewartet bevor sie den GZ 1 überstiegen haben, wahrscheinlich um sicherzustellen, dass der Posten außer Sichtweite oder möglichst weit weg war. Vlt. hat ihm das mildernde Umstände eingebracht.

Gruß Kalubke

p.s. Wer kann was zu den Postensymbolen der grenztaktischen Karte (Kreis mit Punkt, Kreis mit horizontaler rot ausgefüllter Hälfte und Kreis mit vertikaler rot ausgefüllter Hälfte sagen?

09.09.2015 01:33von Hanum83
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Zitat von Thomas 66 im Beitrag #86
Jetzt hab ich noch die Berichte dazu. Das sind Kopinen aus dem Archiv in Freiburg die ich bezahlt habe.
Nur zur Info für das Urheberrecht. VG







Welchen unglaublichen Wust an Papier und Konsequenzen das einfache Überwechseln von zwei Personen innerhalb Deutschlands doch hervorrgerufen hat, wir waren einfach nicht mehr ganz dicht, überstaatlich verordnete Vollmacke.

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11.09.2015 11:16von Thomas 66
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Ja da hast du recht und dann noch der stress in der Kompanie oder der Abriegelung. Es war einfach der Wahnsinn,aber wir waren jung und unerfahren und haben das alles mitgemacht. Ich dann zum Glück auch ohne eine Waffe zu benutzen.

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