Stapelburg eine Grenze in Deutschland

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16.07.2012 18:00
avatar  Angelo
#1
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Ich möchte hier jetzt nochmal ein Foto zeigen der ehemaligen DDR Grenze das 1968 in Stapelburg aufgenommen wurde.

Quelle:http://www.flickr.com/photos/24736216@N07/7504252030/

Zum Vergleich mein Foto von 2012

(c) A. D Alterio


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16.07.2012 18:55
avatar  RalphT
#2
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Im Allgemeinen finde ich solche Vergleiche (vorher - nachher) sehr schön. An diesem Ort war ich bisher noch nicht, aber ich sehe auf Fotos immer wieder gerne den Effekt vorher - nachher.


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16.07.2012 20:36
#3
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Den Bunker am BT11 gibt es noch,er befindet sich--wenn man das 2.Foto betrachtet--links hinter den Bungalow der sich hinter der Mauer befindet.Natürlich im Privatbesitz.Er beherbergte vor einiger Zeit noch ein kleines Grenzmuseum.Aber ob es das noch gibt,kann ich nicht sagen--war ne Ewigkeit nicht mehr da. Ach ja,eine alte Aufnahme findet man auch---auf den Buch--Die Grenze---von Jürgen Ritter.
Gruß Rostocker


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17.07.2012 08:13
avatar  Angelo
#4
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Ich verstehe aber nicht den Sinn dieser Steinwand, habe diese noch nicht auf einem Foto vor der Wende gefunden...


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17.07.2012 10:48 (zuletzt bearbeitet: 17.07.2012 10:55)
#5
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Zitat von Angelo im Beitrag #4
Ich verstehe aber nicht den Sinn dieser Steinwand, habe diese noch nicht auf einem Foto vor der Wende gefunden...


Ich auch nicht.Aber nehmen wir mal an,es war Damals -so eine Art Sichtblende.Wie man sie bei vielen Ortschaften vorfand,die sich im Schutzstreifen an der Grenze befanden.Möglich wäre auch,ein Sichtschutz,für die Anfahrt zum BT11 mit den Bunker der sich dort befand.Ob sich da drin eine Führungsstelle befand--entzieht sich meiner Kenntnis.War nicht mein Revier damals-
.


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17.07.2012 11:34
#6
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Moin Moin

Ich bin in Bad Harzburg geboren. Wenn ich mich recht erinnere, dann ist noch 1989 einiges am Sichtschutz getan worden.

Aus dieser Zeit könnte diese Mauer stammen.

Gruss

Christian


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17.07.2012 14:44
avatar  josy95
#7
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Die Deutungen und Vermutungen sind schon richtig. Das erste Bild von 1968 zeigt die damals noch übliche Ausbauform des "antiimperialistischen Schutzwalls", genannt auch innerdeutsche Grenze. Mit der Grenzgebietsreform Anfang der 70 er, der beginnenden Entspannungspolitik nach Helsinki verfolgte man eher eine Strategie der völligen Abschottung, vor allem vor Beobachtung und fototechnischer Dokumentation von Grensicherungsanlagen, aber auch vom Leben in direkt an der Grenze liegenden DDR- Orten und dem doch noch mehr eingeschränkten, sprich eingesperrtem Leben der Bewohner. Mag auch sein, das propagandistische Ursachen mit eine Rolle spielten und man von Seiten der SED nicht mehr so viel "Errungenschaften" zeigen und schon gar nicht präsentieren wollte. Denn bekanntlich war zu verspüren, das die großkotzige ulbrichtsche Losung "Die BRD zu überholen ohne sie einzuholen" nicht funktionieren wollte und der Lebensstandard zwischen BRD und DDR immer mehr auseinanderklaffte.

Speziell dem Blickwinkel der Fotos auf die s. g. Munasiedlung des Ortes Stapelburg lag doch auf westlicher Seite der Grenzübersichtspunkt Eckertal direkt am Deutschlandhaus/ der Eckerbrücke gegenüber und man hatte von dort eine relativ gute und uneingeschränkte Sicht auf die Grenssicherungsanlagen, den BT 11, den von @Rostocker beschrieben Bunker und in diese kleine Siedlung.

Dieser Grenzübersichtspunkt war zudem von bundesdeutscher Seite extrem stark frequentiert. Das Eckertal war auf westlicher Seite ein beliebtes Ausflugsziel und durch die bis an die Grenze gut ausgebaute B 6 verkehrstechnisch optimal auch mit großen Reisebussen gut zu erreichen, zumal die Entfernung zum ebenso beliebten und bekannten Reiseziel Bad Harzburg auch mal gerade ganze 7 km beträgt. Direkt gegenüber dem Grenzübersichtspunkt befand sich ein großzügiger Parkplatz und die Gaststätte Eckerkrug. Ein leider verstorbener guter Bekannter von mir, der lange Jahre im Eckertal wohnte und den ich bei der Grenzöffnung am 11. November 1989 kennengelernt hatte, hat mir erzählt, das fast täglich sich 5 bis 6, teilweise sogar noch mehr, Reisebusse dort entluden, deren Insassen natürlich alle den "Blick in die Ostzone" erhaschen wollten. Diese Masse der "Zaungäste" wird ja auch den DDR- Verantwortlichen in diesem Grenzabschnitt nicht verborgen geblieben sein, deshalb mauerte man sich hier auch ein. Auf den Aufnahmen der Grenzöffnung am 11. November 1989 ist die komplette Mauer noch zu sehen.

Auf dem Foto handelt es sich offenkundig um einen Rest, der, aus was für Gründen auch immer, stehengeblieben ist.


josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...


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17.07.2012 15:31
#8
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Mir ist es damals in Zusammenhang mit meinem an anderer Stelle beschriebenen "Unfug" aufgefallen.
Ich meine, dass noch Ende 88, Anfang 89 der normale Streckmetallzaun im Bereich des Grenzübersichtspuntkes vorhanden
war. Dann habe ich einen Wuppertale Kameraden aus der Bundeswehrzeit zu Besuch gehabt. BW-Zeit war für mich von Sep.88 bis
Ende 89. Der Kamerad kannte die Grenze nur aus Schulbüchern.
Wir sind dann erst zum Grenzübersichtspunkt gefahren. Dort ist mir die deutliche Veränderung durch den Sichtschutz aufgefallen.
Es war nicht nur die Mauer, sondern der gesamte Streckmetalzaun war ersetzt worden. Das sah dann eher so aus wie zu der Zeit
bei uns Garagentore, also geschlossenes Metall, geriffelt.

Das zog sich um einiges nach rechts und links.

Was vorher irgendwie auffiel, war dass die Häuser, die man vom Aussichtspunkt einsehen konnte irgendwie in einem besonders
gutem Zustand waren.

Das war z.B. wenn man von Lochtum nach Abbenrode guckte nicht so.

Bevor man übrigens zum Grenzübersichtspunkt kam, befand sich rechts noch eine Glasvitrine, die die Grenze im Aufbau zeigte.

Wenn man vom Eckerkrug nach rechts Richtung Papierfrabik fuhr, befand sich linker Hand ein recht grosser Abenteuerspielplatz,
der mit einem hinteren Zaun direkt an der Ecker grenzte. Mit wunderte, dass da nicht mal ab und zu ein Kind rübergeklettert
und auf die andere Seite der Ecker gelaufen ist.

Gruss

Christian


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17.07.2012 17:54
#9
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Zitat von ChristianAC im Beitrag #8
Mir ist es damals in Zusammenhang mit meinem an anderer Stelle beschriebenen "Unfug" aufgefallen.
Ich meine, dass noch Ende 88, Anfang 89 der normale Streckmetallzaun im Bereich des Grenzübersichtspuntkes vorhanden
war. Dann habe ich einen Wuppertale Kameraden aus der Bundeswehrzeit zu Besuch gehabt. BW-Zeit war für mich von Sep.88 bis
Ende 89. Der Kamerad kannte die Grenze nur aus Schulbüchern.
Wir sind dann erst zum Grenzübersichtspunkt gefahren. Dort ist mir die deutliche Veränderung durch den Sichtschutz aufgefallen.
Es war nicht nur die Mauer, sondern der gesamte Streckmetalzaun war ersetzt worden. Das sah dann eher so aus wie zu der Zeit
bei uns Garagentore, also geschlossenes Metall, geriffelt.

Das zog sich um einiges nach rechts und links.

Was vorher irgendwie auffiel, war dass die Häuser, die man vom Aussichtspunkt einsehen konnte irgendwie in einem besonders
gutem Zustand waren.

Das war z.B. wenn man von Lochtum nach Abbenrode guckte nicht so.

Bevor man übrigens zum Grenzübersichtspunkt kam, befand sich rechts noch eine Glasvitrine, die die Grenze im Aufbau zeigte.

Wenn man vom Eckerkrug nach rechts Richtung Papierfrabik fuhr, befand sich linker Hand ein recht grosser Abenteuerspielplatz,
der mit einem hinteren Zaun direkt an der Ecker grenzte. Mit wunderte, dass da nicht mal ab und zu ein Kind rübergeklettert
und auf die andere Seite der Ecker gelaufen ist.

Gruss

Christian



Mit dem Streckmetallzaun irrst Du dich devinitiv. Als ich in Diesem Abschnitt das erste mal Dienst hatte (Anfang Nov. 88) gab es an dieser Stelle keinen Aussichtspunkt und auch kein Streckmetall mehr, sondern nur die von Dir beschriebene Blechwand. Der einzige mir persönlich bekannte Aussichtspunkt befand sich zu dieser Zeit an der Straße Abbenrode - Lochtum. Die "Steinwand" war übrigens aus ziemlich massivem Stahlbeton mit kräftigen Fundamenten und bildete das Ende der damalige F 6 (Fernverkehrsstraße). Davor (in Richtung Osten) standen auch noch ein paar "Blumenkübel", ebenfalls in sehr stabiler Ausführung. Um die beiseite zu schieben, hätte es schon einen Panzer gebraucht.
Der BT11 wurde nur kurze Zeit nach Einrichtung der GÜST abgerissen (ich war sogar dabei). Der darunter befindliche Erdbunker war als Reserveführungsstelle vorgesehen, wurde zu meiner Zeit aber nicht genutzt. Auch der BT war nur sehr selten besetzt. Ich vermute mal, als der Aussichtspunkt noch existierte, war das anders.


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17.07.2012 18:59
#10
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Da geb ich dir gerne Recht.......

Mit meinem Ausbildungsbeginn 1985 in der Nähe von Aachen war ich nicht mehr regelmässig zu Hause, geschweige denn in
Eckertal.

Meine Grundausbildung bei der BW war Okt-Dez 88. Ich bin mir nicht sicher wann ich genau den Kameraden aus Wuppertal
mitgebracht habe.

Ich hab auch keine Erinnerung mehr daran ob die Holzplattform noch stand.

Wie das aussah sieht man hier

Ich hatte nur das Gefühl, dass es alles noch sehr neu aussah.

Gruss

Christian


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17.07.2012 19:16
#11
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Copyright: Wolfgang Groehl

Hier vom Tag der Grenzöffnung......Aussichtsplattform ist weg. Rechts sieht man noch die Ausstellungsvitrine.

Und die "Garagentore"



Wenn man auf die Bilder klickt......gibts die auch in groß.

Aber ich geh mal bei dem gut sortierten Forum hier, dass diese Webseite und die Bilder hier schon bekannt sind.

Hab gerade mal gegooglet um mein Gedächtnis wieder ein bischen aufzufrischen.

Gruss

Christian


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17.07.2012 19:44
avatar  Pitti53
#12
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Wer sind denn die 3 Jungs im Vordergrund? solche Haarschnitte trug der Normalbürger doch nicht?


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17.07.2012 23:14
avatar  ( gelöscht )
#13
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( gelöscht )

Zitat von Angelo im Beitrag #1
Ich möchte hier jetzt nochmal ein Foto zeigen der ehemaligen DDR Grenze das 1968 in Stapelburg aufgenommen wurde.

Quelle:http://www.flickr.com/photos/24736216@N07/7504252030/


Zum Vergleich mein Foto von 2012

(c) A. D Alterio



Rein optisch ist das erstere irgendwie idyllischer oder geht's nur mir so?


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18.07.2012 11:19
avatar  ( gelöscht )
#14
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( gelöscht )

Zitat von Pitti53 im Beitrag #12
Wer sind denn die 3 Jungs im Vordergrund? solche Haarschnitte trug der Normalbürger doch nicht?


Meinst du die "uniformierten" in Zivil in der Bildmitte oder eher die rechts auf dem Bild?

Die rechts auf dem Bild haben IMHO die typische VoKuHiLa.


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18.07.2012 12:36 (zuletzt bearbeitet: 18.07.2012 12:41)
#15
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