Verschlusssache Waffenbrüder-Die Straftaten der Sowjetarmee

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07.07.2012 09:27 (zuletzt bearbeitet: 07.07.2012 09:52)
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#46
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Wer in Halberstadt im RML mal Wache geschoben hat kann sich bestimmt an die armen Kerle von der CA erinnern die im angrenzendem Gelände auch auf Wache waren und meist nachts Zigaretten geschnorrt haben.
Die Helme gleich auf der Schapka und die viel zu großen Mäntel sind mir immer aufgefallen.
Die hatten sicherlich nicht viel zu lachen.


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07.07.2012 09:40
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#47
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Ich hatte es schon mal irgendwo hier geschrieben,wir hatten mal eine Russenkaserne besucht.Wir alle in Nagelneuen Watte Uniformen.
Die Klamotten der Russen sahen aus als hätten die schon einige Schlachten Mitgemacht. Die wurden sogar beim Schlafen bewacht.Schlafsääle füt 100 Mann,und am Ende war ein Tisch wie ein UvD.Da haben wir gelebt wie im Interhotel.


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07.07.2012 10:54
#48
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Zitat von Gert im Beitrag #45
Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #43
wie sagte mal jemand so treffend zu diesem thema:

die sowjetarmee hat den krieg gewonnen - den frieden aber verloren


..da stimme ich dir ausnahmsweise mal zu





Da füge ich mal hinzu--den Frieden haben wohl viele verloren--ansonsten würden sie sich heute nicht im Krieg befinden und mit dem Säbel rasseln.Allen vorran die USA:


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07.07.2012 11:01
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#49
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #47
Ich hatte es schon mal irgendwo hier geschrieben,wir hatten mal eine Russenkaserne besucht.Wir alle in Nagelneuen Watte Uniformen.
Die Klamotten der Russen sahen aus als hätten die schon einige Schlachten Mitgemacht. Die wurden sogar beim Schlafen bewacht.Schlafsääle füt 100 Mann,und am Ende war ein Tisch wie ein UvD.Da haben wir gelebt wie im Interhotel.


so ist das, wenn man selbst nur oberflächlich ist...

uniformen wurden von gwd bei der gssd 6 jahre lang getragen. das bedeutete aber nicht, dass die jungen soldaten neu eingekleidet wurden. das was vorhanden war wurde ausgehändigt. ansonsten hatten sie ihre uniformen selbst zu reinigen und auszubessern. analog war es mit den stiefeln. kragenbinden wie in der nva waren unbekannt. jeden nachmittag nach dienstende gab es für ca. 100 soldaten ein laken woraus man sich seine krageneinlage selbst herstellen und einnähen musste.

schlafsääle waren für ca. 100 soldaten konzipiert, wobei sich 2 soldaten ein nachttischchen für ihre persönliche habe und ihres feldrucksackes teilten. in den unterkunftsgebäuden gab es keine weitere tür als die eingangstür zum haus. alles war offen und einsehbar - auch die toiletten. vor der vergitterten waffenkammer, die sich grundsätzlich neben dem schlafsaal befand, stand auf einem podest der diensthabende soldat. dieser hatte im alarmfall sofort die waffenkammer zu öffnen.

man sollte in diesem fall nicht vergessen, dass sich die sowjetarmee in permanenter bereitschaft wie im kriegszustand befand. so sind auch viele auswüchse von angehörigen der gssd innerhalb und ausserhalb der kaserne zu erklären.

mitte der 80´er jahre bekamen soldaten der gssd 20 mark der ddr an sold. davon mussten sie auch persönliche hygieneartikel kaufen. desweiteren bekamen sie am tag 10 zigaretten und 2 streichhölzer (meine erfahrung bei den kgb- truppen in wünsdorf).
für ausgezeichnete leistungen (und nur bei diesen !!!) gab es für die besten soldaten 14 tage heimaturlaub. diese zeit galt ab ankunft im heimatort und endete auch zeitlich dort, d.h. der transport galt nicht als urlaub).

nach so einer dienstzeit galt man erst als mann. man sollte sich diesbezüglich auch noch an die erzählungen der alten erinnern wie in der reichswehr und wehrmacht geschliffen wurde. mit der heutigen bespaßungseinrichtung bundeswehr will ich diesbezüglich nicht vergleichen...


p.s. achtung alle ehem. bw- angehörige !!! das ist kein angriff auf eure erbrachten leistungen, sondern sollte im zusammenhang mit früherem schliff gesehen werden und daher die frage, ob ein bw- soldat zu selbigen körperlichen leistungen in der lage wäre, wie damals seine ahnen.


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07.07.2012 11:12
#50
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #46
Wer in Halberstadt im RML mal Wache geschoben hat kann sich bestimmt an die armen Kerle von der CA erinnern die im angrenzendem Gelände auch auf Wache waren und meist nachts Zigaretten geschnorrt haben.
Die Helme gleich auf der Schapka und die viel zu großen Mäntel sind mir immer aufgefallen.
Die hatten sicherlich nicht viel zu lachen.


In Halberstadt hab ich mal gesehen,wie sie Briketts entladen haben--alles per Hand,obwohl der Backer daneben stand.Oder in Magdeburg auf den Bahnhof--wo vollgefr. Offiziere nicht mal ihr eigenes Gepäck tragen konnten und der einfache Soldat alles schleppen musste.Ja so was grenzte schon an Sklavenhaltertum.Im Prinzip kann man den einfachen Soldaten schon verstehen,wenn er sich auf reisen machte und sich nach Mutter und Vater sehnte.


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07.07.2012 12:57
avatar  Alfred
#51
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Noch ein Hinweis.

Rund 2.000 Straftaten pro Jahr von rund 500.000 Personen.

Jeder mag sich mal die Statistik für den "Normalen" Bürger anschauen.

Wie viele Straftaten gab es da pro Jahr auf 100.000 Personen ?


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07.07.2012 13:51
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#52
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Zitat von Rostocker im Beitrag #50
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #46
Wer in Halberstadt im RML mal Wache geschoben hat kann sich bestimmt an die armen Kerle von der CA erinnern die im angrenzendem Gelände auch auf Wache waren und meist nachts Zigaretten geschnorrt haben.
Die Helme gleich auf der Schapka und die viel zu großen Mäntel sind mir immer aufgefallen.
Die hatten sicherlich nicht viel zu lachen.


In Halberstadt hab ich mal gesehen,wie sie Briketts entladen haben--alles per Hand,obwohl der Backer daneben stand.Oder in Magdeburg auf den Bahnhof--wo vollgefr. Offiziere nicht mal ihr eigenes Gepäck tragen konnten und der einfache Soldat alles schleppen musste.Ja so was grenzte schon an Sklavenhaltertum.Im Prinzip kann man den einfachen Soldaten schon verstehen,wenn er sich auf reisen machte und sich nach Mutter und Vater sehnte.




@Rostocker, nachdem 1986 der Güterverkehr zum Brocken wegen schlechter Gleisanlagen und fehlender Sanierungskapatzitäten (!) eingestellt werden mußte und die Gebäudeheizung auf dem Brocken sowohl für den Brockenbahnhof (Nutzung durch GT der DDR) einschl. der dort untergebrachter Wasserversorgungsanlage wie auch für die Anlagen der GSSD noch durch konventionelle Feuerstätten, sprich Öfen und Kessel betrieben wurde, konnte man die von Dir beschriebene Aktion auch von Zeit zu Zeit auf dem Bahnhof Wernigerode beobachten. Direkt bei uns gegenüber Der Lokleitung (Drehscheibe) an der ehem. Ladestraße fanden diese Aktionen vor aller Leute Augen statt.

josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...


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07.07.2012 15:20
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Zitat von Rostocker im Beitrag #50
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #46
Wer in Halberstadt im RML mal Wache geschoben hat kann sich bestimmt an die armen Kerle von der CA erinnern die im angrenzendem Gelände auch auf Wache waren und meist nachts Zigaretten geschnorrt haben.
Die Helme gleich auf der Schapka und die viel zu großen Mäntel sind mir immer aufgefallen.
Die hatten sicherlich nicht viel zu lachen.


In Halberstadt hab ich mal gesehen,wie sie Briketts entladen haben--alles per Hand,obwohl der Backer daneben stand.Oder in Magdeburg auf den Bahnhof--wo vollgefr. Offiziere nicht mal ihr eigenes Gepäck tragen konnten und der einfache Soldat alles schleppen musste.Ja so was grenzte schon an Sklavenhaltertum.Im Prinzip kann man den einfachen Soldaten schon verstehen,wenn er sich auf reisen machte und sich nach Mutter und Vater sehnte.




meinst du Bäcker oder Bagger?


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07.07.2012 16:17 (zuletzt bearbeitet: 07.07.2012 16:23)
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Zitat von Rostocker im Beitrag #50
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #46
Wer in Halberstadt im RML mal Wache geschoben hat kann sich bestimmt an die armen Kerle von der CA erinnern die im angrenzendem Gelände auch auf Wache waren und meist nachts Zigaretten geschnorrt haben.
Die Helme gleich auf der Schapka und die viel zu großen Mäntel sind mir immer aufgefallen.
Die hatten sicherlich nicht viel zu lachen.


In Halberstadt hab ich mal gesehen,wie sie Briketts entladen haben--alles per Hand,obwohl der Backer daneben stand.Oder in Magdeburg auf den Bahnhof--wo vollgefr. Offiziere nicht mal ihr eigenes Gepäck tragen konnten und der einfache Soldat alles schleppen musste.Ja so was grenzte schon an Sklavenhaltertum.Im Prinzip kann man den einfachen Soldaten schon verstehen,wenn er sich auf reisen machte und sich nach Mutter und Vater sehnte.



Kohlen und CA.
Ich hab mal ein Heizhaus einer CA-Kaserne gesehen wo der Kohleberg weiß gekalkt wurde und immer wenn die Heizer Kohlen abgekarrt haben hat einer von ihnen den schwarzen Fleck nachgepinselt.
Es sah zwar rundherum aus wie, naja, inklusive ein riesiger Leere-Flaschen-Berg, aber das Kohlenstreichen hat geklappt.
10 Mann haben einen Weg mit Reisigbesen gefegt wo aber gar kein Reisig mehr dran war und wegen dem permaenten Sonnenblumenkernekauen haben die nur den dichten Rotz damit verteilt, einer war etwas faul und hat von Starschina eine Maulschelle bekommen das ihm das Käppi wegflog, war krass.


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07.07.2012 17:57
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Zitat von frank im Beitrag #41
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #16
Die Frage ist schon: Warum hat die SU ihre Soldaten so schlecht behandelt?
Theo

disziplin und absoluter gehorsam sind garanten für einen millitärischen erfolg , was die russen ja als sieger des letzten weltkrieges deutlich bewiesen haben !!!



Deine Ausführungen @ Frank würde ich so nicht mit tragen. Ich vermute eher das es in der Tradition fest steht und diese sehr zählebig ist. Auch nach 100 Jahren hat der Muschnik welcher die Masse der Soldaten stellte eben nur den Stellenwert eines Leibeigenen. Und beim Militär sind Traditionen ja noch viel ausdauernder als sonst wo auf der Welt.

Mike59


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07.07.2012 18:03
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#56
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[quote=Mike59]
Und beim Militär sind Traditionen ja noch viel ausdauernder als sonst wo auf der Welt.
Mike59
[/quote]

Stimmt. Da konnte die NVA ein Lied davon singen.
Die Reaktivierung der Wehrmachtsoldaten brachte auch deren menschenverachtende Traditionen in die NVA.


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07.07.2012 18:18
avatar  Alfred
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Könnten wir beim Ausgangsthema bleiben ?


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07.07.2012 19:48
avatar  Mike59
#58
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Zitat von Alfred im Beitrag #51
Noch ein Hinweis.

Rund 2.000 Straftaten pro Jahr von rund 500.000 Personen.

Jeder mag sich mal die Statistik für den "Normalen" Bürger anschauen.

Wie viele Straftaten gab es da pro Jahr auf 100.000 Personen ?



0,4 % auf 500 000

Zitat
Im Jahr 2011 wurden in Deutschland 5.990.679 Straftaten polizeilich registriert. Gegenüber
dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 1,0 Prozent. Die Sechs-Millionen-Grenze wurde
auch im Berichtsjahr 2011 nicht überschritten. Die Häufigkeitszahl stieg von 7.253 auf
7.328 Fälle pro 100.000 Einwohner.




Quelle:
[url] http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downlo...publicationFile[/url]


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07.07.2012 21:25
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#59
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Zitat von Mike59 im Beitrag #58
Zitat von Alfred im Beitrag #51
Noch ein Hinweis.

Rund 2.000 Straftaten pro Jahr von rund 500.000 Personen.

Jeder mag sich mal die Statistik für den "Normalen" Bürger anschauen.

Wie viele Straftaten gab es da pro Jahr auf 100.000 Personen ?



0,4 % auf 500 000

Zitat
Im Jahr 2011 wurden in Deutschland 5.990.679 Straftaten polizeilich registriert. Gegenüber
dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 1,0 Prozent. Die Sechs-Millionen-Grenze wurde
auch im Berichtsjahr 2011 nicht überschritten. Die Häufigkeitszahl stieg von 7.253 auf
7.328 Fälle pro 100.000 Einwohner.



Quelle:
[url] http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downlo...publicationFile[/url]



rot mark.
ist ja noch erträglich, kann man vernachlässigen diese Zahl. Das war der Zusatzpreis, den man außer den Milliarden für die Besatzungsmacht zu zahlen hatte


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07.07.2012 21:31
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Zitat von damals wars im Beitrag #56
[quote=Mike59]
Und beim Militär sind Traditionen ja noch viel ausdauernder als sonst wo auf der Welt.
Mike59



Stimmt. Da konnte die NVA ein Lied davon singen.
Die Reaktivierung der Wehrmachtsoldaten brachte auch deren menschenverachtende Traditionen in die NVA.
[/quote]

Dem kann ich nur zustimmen. Ich hatte in der Ausbildungskompanie ( 1963 ) einen Hauptfeldwebel der war doof wie Schifferschei... e aber brüllen konnte der, aber hallo. Als ich ihn mal fragte wo er diese wunderbare Fähigkeit gelernt hat, erzählte er mir in der deutschen Wehrmacht. Der Kerl hatte Kriegserfahrung, er war im Russlandfeldzug das muss man sich mal vorstellen und hatte 1956 als die NVA aufgebaut wurde, sofort wieder angeheuert. Sie haben ihn sicher mit Kusshand genommen.


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