Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

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14.08.2009 16:29
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#16
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Zitat von Angelo
München (ddp).
Wie das Nachrichtenmagazin «Focus» unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Fulda berichtet, untersuchen Spezialisten des Hessischen Landeskriminalamtes derzeit Asservate des elf Jahre zurückliegenden Falles auf DNA-Rückstände.


Obwohl einiges auf einen Fememord durch ehemalige Stasi-Mitarbeiter hindeutete, konnte der Fall nie aufgeklärt werden.


aaahja....fememord, typische zeitungsente.
wie oft gab es denn "feme-morde" durch ehem. mfs- mitarbeiter?


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14.08.2009 16:32
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#17
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Zitat von Angelo
Ganz ehrlich? Ich denke da ist was drann!
Denkt nur an Alfred Herrhausen das angeblich letzte Opfer der RAF. Die Mauer ist gefallen und Herrhausen mußte sterben! Und warum? Er wusste zu viel über die Stasi.....

http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Herrhausen

http://www.welt.de/politik/deutschland/a..._beteiligt.html


nar klar... die schdaaaasi ist so erfolgreich, sie killt sogar nach ihrer auflösung noch weiter...
kleine frage am rande: warum hat denn diese killertruppe nur herr herrhausen erschossen?


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14.08.2009 16:33
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#18
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Zitat von manudave
Siehe Kommentar unten.

Persönlich hätte ich gern die Stasi als Täter gesehen,


den satz sollte man mehrmals lesen. er sagt alles aus...


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14.08.2009 17:13 (zuletzt bearbeitet: 14.08.2009 17:16)
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Zitat von GilbertWolzow
Zitat von Angelo
Ganz ehrlich? Ich denke da ist was drann!
Denkt nur an Alfred Herrhausen das angeblich letzte Opfer der RAF. Die Mauer ist gefallen und Herrhausen mußte sterben! Und warum? Er wusste zu viel über die Stasi.....

http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Herrhausen

http://www.welt.de/politik/deutschland/a..._beteiligt.html


nar klar... die schdaaaasi ist so erfolgreich, sie killt sogar nach ihrer auflösung noch weiter...
kleine frage am rande: warum hat denn diese killertruppe nur herr herrhausen erschossen?



Hallo Gilbert,

da wär ich mir nicht so sicher, was das "Weiterkillen" anbelangt. Du mußt auch mal davon ausgehen, das die Stasi nicht nur Leute waren, die ihren fachen "Kampfauftrag" erfüllt haben. Wie bei allen Geheimdiensten schleichen sich dort ganz schnell schwarze Schafe ein, die ihre Macht, ihr Insiderwissen, ihre Konnection einfach noch für persönliche Zwecke ausnutzen. Skrupellosigkeit ist sowieso vorhanden. Und das gerade diese Typen sich geschlagen geben, sang und klanglos verschwinden und nun plötzlich ehrbaren Berufen nachgehen..., aber hallo???
Und da kann es schon gut möglich sein, "alte Wäsche waschen"zu müssen, so wie vermutlich hier auch!
Und ich glaub kaum, das diese Leute sich jemals outen werden, die nehmen ihre Geheimnisse mit ins Grab!


josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...

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14.08.2009 17:48
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#20
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Zitat von josy95

Du mußt auch mal davon ausgehen, das die Stasi nicht nur Leute waren, die ihren fachen "Kampfauftrag" erfüllt haben. Wie bei allen Geheimdiensten schleichen sich dort ganz schnell schwarze Schafe ein, die ihre Macht, ihr Insiderwissen, ihre Konnection einfach noch für persönliche Zwecke ausnutzen. Skrupellosigkeit ist sowieso vorhanden. Und das gerade diese Typen sich geschlagen geben, sang und klanglos verschwinden und nun plötzlich ehrbaren Berufen nachgehen..., aber hallo???
Und da kann es schon gut möglich sein, "alte Wäsche waschen"zu müssen, so wie vermutlich hier auch!
Und ich glaub kaum, das diese Leute sich jemals outen werden, die nehmen ihre Geheimnisse mit ins Grab!


@josy, es gab und gibt keine toten. es fiel auch zur wende kein einzigster schuss. die waffen wurden ordnungsgemäss abgegeben. darüber wurde buch geführt. ehrlich, ich hätte meine waffe, als andenken, auch lieber behalten.
man hat vorher und nachher keine politiker gekillt. womit und wofür ?
auch wenn die journaillie es gern anders darstellt, im mfs wurde auch nur mit wasser gekocht.


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14.08.2009 19:24
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Hallo Gilbert,

Zitat:"nar klar... die schdaaaasi ist so erfolgreich, sie killt sogar nach ihrer auflösung noch weiter...
kleine frage am rande: warum hat denn diese killertruppe nur herr herrhausen erschossen?"


Was mit Herr Herrhausen war ,weiß ich nicht.Aber was sagst Du dazu,daß in einer KD-Stelle
während ihrer Auflösung ,durch das Bürgerforum in einem Schreibtisch lose Pistolenmulition und Kleinkaliber-
mulition gefunden wurde.War es nur schlampige Arbeit eines Mitarbeiter des MFS ? Oder Sollte es eventuell
eine Drohung sein?
Wie hier im Forum schon einmal von einem Forenmitglied geschrieben, sagte ein ehemaliger MFS-Angehöriger
während einer Veranstaltung, er sei heute noch Waffenträger.Ein Vertrauenbildendes Verhalten waren diese
Ereignisse mit Sicherheit nicht.

Tiroler


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14.08.2009 19:41 (zuletzt bearbeitet: 14.08.2009 19:41)
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#22
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@GW

Das ist eher ein Fall, den du nicht aus dem FF kennst - zumindest hoffe ich das.

Hans war ein beliebter Taxi-Fahrer und hat immer wieder - auch mir persönlich - von Morddrohungen und Verfolgung berichtet, die ihm bis zum Lebensende letzendlich, zuteil wurden. Nicht umsonst hat er immer eine geladene Waffe gehabt - nur diesmal nicht.

Geh mal davon aus, dass jeder im Landkreis Fulda denkt, dass es ein Racheakt der Stasi war.

Und zu meinem Zitat, welches du rausgefischt hast:

Natürlich würde ich das gern sehen, weil es meine Vermutung bestätigen würde. Aber es ist eben nur eine Vermutung. Es wäre nichts leichter, als bei jeder Führung im Museum die Stasi als Täter hinzustellen. Aber das tue ich nicht - weil es eben nicht bewiesen ist und somit ist dieser Fall unklar.
Ich werde nicht sagen "Sie waren es" - ich kann es aber auch nicht ausschliessen.

Übrigens:

Die Kripo hat mich kürzlich nochmals darauf hingewiesen, dass es eher unwahrscheinlich ist, das es ein Racheakt war. Es gab wohl ein paar ähnliche Morde in anderen Bundesländern...


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14.08.2009 20:11
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#23
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Zitat von tiroler

Aber was sagst Du dazu,daß in einer KD-Stelle
während ihrer Auflösung ,durch das Bürgerforum in einem Schreibtisch lose Pistolenmulition und Kleinkaliber-
mulition gefunden wurde.War es nur schlampige Arbeit eines Mitarbeiter des MFS ? Oder Sollte es eventuell
eine Drohung sein?
Wie hier im Forum schon einmal von einem Forenmitglied geschrieben, sagte ein ehemaliger MFS-Angehöriger
während einer Veranstaltung, er sei heute noch Waffenträger.Ein Vertrauenbildendes Verhalten waren diese
Ereignisse mit Sicherheit nicht.


hmmmm @tiroler, erschrecken tut es mich nicht, denn oftmals wurde die persönliche munition der einzelnen mitarbeiter fahrlässig gelagert. dies wäre auch so in dem von dir angesprochenem fall.
die persönlichen waffen und die dazugehörige munition musste 1989 abgegeben werden. darüber wurde sehr akribisch buch geführt. dies ganze geschah unter den augen der damaligen bürgerbewegten und der vp.

in dem fall herrhausen ging es aber um ein scharfschützengewehr und da dies erst recht "exoten" waren wurden die in extra gesicherten waffenkammern gelagert. diese wurden 1989 gesondert von den militärstaatsanwälten verplombt und versiegelt.

aaach übrigens, meine persönliche waffe habe ich auch 1990 freiwillig abgegeben, wobei mir so ein gammliger typ noch dämlich kommen wollte. laut deine aussage dürfte ich heute nicht mal im jagdverband bzw. einen schützenverein sein ?


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14.08.2009 20:49
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#24
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Halo Gilbert,

Zitat:"laut deine aussage dürfte ich heute nicht mal im jagdverband bzw. einen schützenverein sein ?"

Nein Gilbert,das will ich damit nicht sagen.Es gibt ,ja viele Sicherheitsdienste,in denen ehm. MFS-
Angehörige beschäftigt sind.Warum auch nicht ? Es gibt Firmen,die bilden Personenschützer aus.Ist alles O.K.
Wir müssen mal im Forum zurückblättern.Was der ehem.MFS-Angehörige während einer Versammlung sagte,hat sich nach einer
Drohung angehört.Es kam dann zum Eklat.Habe es aber nur in diesem Forum gelesen.Von wem es geschrieben wurde,kann
ich im Augenblick nicht sagen.Deshalb kann ich es selber nicht beurteilen.Leider hört man öfters Ähnliches.
Natürlich habe ich auch positive Gespräche mit ehm.MFS-Mitarbeitern gehabt.Einige haben eifach mit der DDR
abgeschlossen.Ich bin durchaus der Meinung,daß eine ehem.VS-Verantwortliche eine gute Angestellte bei der Bank sein
kann.warum sollen diese Menschen nicht eine Vertrauensstellung haben?Meine Meinung ist ,auf gar keinem Fall darf man sie ausgrenzen.
Dann könnten sie gefährlich werden.Ist meine pers.Meinung .

tiroler


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14.08.2009 21:03
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#25
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Hi Gilbert,

Zitat von GilbertWolzow
in dem fall herrhausen ging es aber um ein scharfschützengewehr und da dies erst recht "exoten" waren wurden die in extra gesicherten waffenkammern gelagert. diese wurden 1989 gesondert von den militärstaatsanwälten verplombt und versiegelt.

Herrhausen wurde nicht mit einem Scharfschuetzengewehr umgelegt, sein Auto wurde gesprengt:


Vielleicht meintest Du Treuhandchef Rohwedder, der wurde mit einem belgischen FN FAL erschossen.

Die Entfernung war ungefaehr 60 Meter, also nicht unbedingt Scharfschuetzenmetier.

-Th


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14.08.2009 21:55
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#26
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ja @captdelta ich habe mich geirrt, ich habe beide fälle miteinander verwechselt. entschuldigung.


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14.08.2009 22:21
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#27
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Hi Gilbert,

noch mal 'ne andere Frage:
Wuerdest Du es fuer komplett unmoeglich halten, das, nach dem Zusammenbruch des MfS, sich Angehoerige des MfS bei solchen Terroraktionen "verdingt" haben? Das MfS hat gut ausgebildete Leute gehabt, nur waren ihre Faehigkeiten auf einmal nicht mehr gefragt. Dies, gekoppelt mit dem sozialen Stigma (das zum Bsp. MfS Leute einfach nicht eingestellt wurden), und auch dem warscheinlich immer noch vorhandenen Hass auf den "Klassenfeind", koennte fuer mich Motivation genug sein, ins "dunkle Lager" abzurutschen. Ich red' hier nicht von Kommandostrukturen und 'Seilschaften', sondern eher von Einzeltaetern oder maximal kleinen Gruppen. Wuerdest Du sagen das koennte es gegeben haben?

Ich sag das vor dem Hintergrund, das mir ein Freund von hier, welcher frueher bei der CIA war, gesagt hat, das man sich hier relativ intensiv um ehemalige Mitarbeiter kuemmert, weil man vermeiden moechte, das diese zu 'loose cannons' werden. Das gleiche hat es schaetzungsweise beim MfS nicht gegeben (wenns das gegeben hat, dann berichtige mich bitte), von daher waere das Potential doch um einiges hoeher.

(Uebrigens wurde der genannte Freund auch auf Grund des Zusammenbruchs in Osteuropa arbeitslos. Die CIA wurde auf Grund der geaenderten Verhaeltnisse entsprechend zurechtgestutzt)
-Th


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15.08.2009 00:54
#28
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Zitat von CaptnDelta
Hi Gilbert,

noch mal 'ne andere Frage:
Wuerdest Du es fuer komplett unmoeglich halten, das, nach dem Zusammenbruch des MfS, sich Angehoerige des MfS bei solchen Terroraktionen "verdingt" haben? Das MfS hat gut ausgebildete Leute gehabt, nur waren ihre Faehigkeiten auf einmal nicht mehr gefragt. Dies, gekoppelt mit dem sozialen Stigma (das zum Bsp. MfS Leute einfach nicht eingestellt wurden), und auch dem warscheinlich immer noch vorhandenen Hass auf den "Klassenfeind", koennte fuer mich Motivation genug sein, ins "dunkle Lager" abzurutschen. Ich red' hier nicht von Kommandostrukturen und 'Seilschaften', sondern eher von Einzeltaetern oder maximal kleinen Gruppen. Wuerdest Du sagen das koennte es gegeben haben?

Ich sag das vor dem Hintergrund, das mir ein Freund von hier, welcher frueher bei der CIA war, gesagt hat, das man sich hier relativ intensiv um ehemalige Mitarbeiter kuemmert, weil man vermeiden moechte, das diese zu 'loose cannons' werden. Das gleiche hat es schaetzungsweise beim MfS nicht gegeben (wenns das gegeben hat, dann berichtige mich bitte), von daher waere das Potential doch um einiges hoeher.

(Uebrigens wurde der genannte Freund auch auf Grund des Zusammenbruchs in Osteuropa arbeitslos. Die CIA wurde auf Grund der geaenderten Verhaeltnisse entsprechend zurechtgestutzt)
-Th

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Mal meinen Senf dazu gegegeben,sicher wir sich die CIA um gewisse Leute der Staatssicherheit kümmer.Dieses wird sicherlich auch der BND und der MAD tun,und aus welchen Grund wohl.Fachkräfte und Wissen sind goldes Wert.Ein Geheimdienst der dieses nicht nutzt,sollte im Sandkasten mit den Backformen spielen.Und noch eins,CIA und Staatssicherheit kann man auf einen Treppenabsatz stellen.Mehr möchte ich nicht dazu sagen,wer seine Opfer ins Ausland fliegen lassen tut um sie zu verhören.Das gibt einen doch schon zu denken und das Gefangenenlager auf Kuba-Guatanamo, verstößt doch gegen jegliches Völkerrecht.Sind halt Geheimdienste mit einer Grauzone im Staate.


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15.08.2009 13:04
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#29
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Zitat von GilbertWolzow
Zitat von josy95

Du mußt auch mal davon ausgehen, das die Stasi nicht nur Leute waren, die ihren fachen "Kampfauftrag" erfüllt haben. Wie bei allen Geheimdiensten schleichen sich dort ganz schnell schwarze Schafe ein, die ihre Macht, ihr Insiderwissen, ihre Konnection einfach noch für persönliche Zwecke ausnutzen. Skrupellosigkeit ist sowieso vorhanden. Und das gerade diese Typen sich geschlagen geben, sang und klanglos verschwinden und nun plötzlich ehrbaren Berufen nachgehen..., aber hallo???
Und da kann es schon gut möglich sein, "alte Wäsche waschen"zu müssen, so wie vermutlich hier auch!
Und ich glaub kaum, das diese Leute sich jemals outen werden, die nehmen ihre Geheimnisse mit ins Grab!


@josy, es gab und gibt keine toten. es fiel auch zur wende kein einzigster schuss. die waffen wurden ordnungsgemäss abgegeben. darüber wurde buch geführt. ehrlich, ich hätte meine waffe, als andenken, auch lieber behalten.
man hat vorher und nachher keine politiker gekillt. womit und wofür ?
auch wenn die journaillie es gern anders darstellt, im mfs wurde auch nur mit wasser gekocht.


Hallo Gilbert,
glaube, Du hast mich etwas mißverstanden. Ich spreche nicht von den "normalen" Leuten, so wie Du sicher einer mit vielen anderen auch warst und die mit dem Zusammenbruch der DDR quasi abgewickelt wurden, sprich auf die Straße gesetzt wurden. Das wurde ja von anderen hier im Forum schon zur Genüge beschrieben, wie es auch so vielen anderen erging. Das ist auch unumstritten, das da für die meißten eine bis dahin relativ heile Welt zusammengebrochen ist. Das wär mir bestimmt nicht viel anders ergangen, ich hatte selbst von Haus aus eine ganz andere politisch- ideologisch andere Ausrichtung und auch Einstellung. Man muß sich auch in einer Demokratie damit abfinden, das es bewaffnete "Dienste" wie Polizei, Militär und auch Geheimdienste gibt. Und die tragen nun auch mal keine Zündplätzchenrevolver oder Wasserpistolen. Das weiß eigentlich jedes Kind. Nur ist die Gefahr gerade bei Geheimdiensten nur die, das sich dort auch Elemente sammeln, die neben ihrem eigentlichen Job auch ihre privaten Interessen sehen oder für andere Interessen sich natürlich für Geld vor der ihren Karren spannen lassen. Und da treten immer wieder diese niederen Motive wie Habgier und Macht verbunden mit der Kopplung Geld (Besitz) bedeutet Macht in Erscheinung. Aber auch Neid, Mißgunst und auch Rache/ Vergeltungsgefühle für vermeintlich erlittenes Unrecht durch den "Gegner", den Feind in Erscheinung. Die Geschichte hat es bewiesen und fast tagtäglich hört man auch immer davon, wie lange manche Menschen ihre Rachegefühle mit sich herumschleppen um irgendwann mal in ihrem teils krankhaften Wahn nach Vergeltung zuschlagen. Das ist doch auch die Fratze des Krieges. Dem Befehlsgeber kann doch nichts besseres passieren, als die Verrohung seiner Untergebenen. Der Grad der Verrohung wird natürlich auch von anderen menschlichen Faktoren wie Charackter, Bildung und der Einstellung zum Leben überhaupt bestimmt. Ich will Dir keine Moralpredigt halten oder hier klugscheißen.
Aber man hat es nun mal mit solchen und solchen Menschen zu tun. Und manche schrecken eben vor nichts zurück, auch wenn sie dabei billigend das Leben und die Gesundheit anderer aufs Spiel setzen.
Ein Ausspruch gerade in Diktaturen war und ist auch immer der, die Macht heiligt die Mittel...

josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...

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15.08.2009 14:34
avatar  Ernest
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Zitat von josy95

Du mußt auch mal davon ausgehen, das die Stasi nicht nur Leute waren, die ihren fachen "Kampfauftrag" erfüllt haben. Wie bei allen Geheimdiensten schleichen sich dort ganz schnell schwarze Schafe ein, die ihre Macht, ihr Insiderwissen, ihre Konnection einfach noch für persönliche Zwecke ausnutzen. Skrupellosigkeit ist sowieso vorhanden.
josy95


josy95,

so abwegig ist das alles gar nicht.
Es gab bestimmt einige Stasi-Leute, die mehr gemacht haben, als die Vorschrift vorsah, die denunziert und gelogen haben, nur um gelöste Fälle vorlegen zu können. Dem denunzierten Opfer haben sie zwar damit sein Leben, seine Zukunft zerstört.........haben jedoch einen Meilenstein für die eigene Karriereleiter gesetzt. Das Opfer konnte sich eh nicht wehren.

Anders sah das Bild nach der Wende aus. Nach und nach wurde immer mehr Unrecht aufgearbeitet, kamen Beweise zu Tage und kommen immer noch.
Der Ex-Stasi weiß also genau, daß es Leute gibt, denen er ihr Leben zerstört hat und die, wenn die richtige Beweislage vorhanden sein wird, alles umkehren können. Denn nun könnte man ihm Unrecht nachweisen, was durch seine Eigeninitiative entstanden ist und auch nicht durch damalige Dienstvorschriften der Stasi zu rechtfertigen ist. Er könnte unter Anklage gestellt werden und dann könnte eventuell sein Leben, was er sich nach Wende wieder aufgebaut hat, schlagartig "futsch" sein.

Und wie du schon schreibst, wer damals skrupellos war, wird es auch immer noch sein, nur um das eigene Fortkommen zu sichern.
Einmal Mafia, immer Mafia....................
Wenn so ein Mann merkt, es könnte ihn irgendwann an den Kragen gehen, weiß man nie, zu welchen Mitteln er greift, um das zu verhindern.
Wie sagt ein Sprichwort ? " Wo kein Kläger......................"

Gruß
Herbert


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