Hilfe für Mütter in der DDR

22.05.2012 18:31
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#1
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Hallo,

ich selbst habe von der DDR nicht so viel mehr mitbekommen. Dennoch hätte ich gern etwas gewusst.

Aus Erzählungen meiner Mutter weiß ich, dass sie mit der Erziehung von mir total überfordert war. Wir haben einmal darüber gesprochen. Dabei erzählte sie mir, dass es bei mir krankheitsbedingt war und es in der DDR keinerlei staatliche Hilfe vom Jugendamt oder so bei der Erziehung gab oder Anlaufstellen, wo man Hilfe bekommen konnte, wie es heute üblich ist.

Wer kann mir weiterhelfen?? Ich hätte gern gewusst, ob es wirklich so war, dass eine Mutter, welche Probleme bei der Erziehung des Kindes hatte und komplett überfordert war, von nirgendwo Hilfe erwarten konnte.

So recht kann ich es nämlich nicht glauben. Vielleicht gibt es ja Menschen, die mir darüber berichten können, wie es zu DDR-Zeiten gewesen war. Ich spreche hier von den letzten neun Jahren, also von 1981 bis 1990.

Für eure Antworten zu diesem Thema bedanke ich mich schon jetzt.

Vielen Dank!!


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22.05.2012 19:21
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#2
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Zitat von DDR-Kind1981
es in der DDR keinerlei staatliche Hilfe vom Jugendamt oder so bei der Erziehung gab oder Anlaufstellen, wo man Hilfe bekommen konnte, wie es heute üblich ist.



Ich möchte deiner Mutter ja nun keine Absicht unterstellen, vielleicht ist es ja eine Art Selbstbetrug um mit eigenen Fehlern besser umgehen zu können, oder auch ganz einfach nur Unwissenheit, aber diese Aussage ist natürlich Unsinn!


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22.05.2012 19:34 (zuletzt bearbeitet: 22.05.2012 19:36)
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#3
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Natürlich gab es auch ein Jugendamt.
War schon damals nicht für Streicheleinheiten bekannt.

Zum Beispiel gab es dort aber auch Hilfen für Kinderreiche Familien. Gerade nach dem VIII. Parteitag (dem DDR Bürger bekannt durch "Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik") setzte die Hilfe für Kinderreiche Familien ein.
Meine Mutter bekam Geld, davon hat sie dann Bettwäsche gekauft.
So was merkt man sich dann.
Mann konnte auch Beihilfen beantragen.
Zum Beispiel zur Jugendweihe.

Auch gab es dann für Kinderreiche kostenloses Mittagessen und Freimilch.
Leider kein Freikakao.
Aber es begann dann zu dieser Zeit auch die Produktion von Fruchtmilch (Erdbeergeschmack und Vanillegeschmack).

Was für ein Kind halt so alles wichtig ist.


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22.05.2012 20:51
#4
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Hallo,

vielleicht versucht Du Dir mal den Film "Bürgschaft für ein Jahr", DEFA 1981 anzusehen.
In diesem Film geht es im weitesten Sinne um die von Dir benannte Problematik und wie damals in der DDR damit umgegangen wurde.

Der Film ist für die Zeit und die damaligen Umstände sehr realistisch was die Schilderung des Lebens und der Probleme der Hauptfigur betrifft.
Nicht umsonst bekam die Hauptdarstellerin des Filmes den Silbernen Bären als beste Hauptdarstellerin der Internationalen Filmfestspiele Berlin(West).

Es gab Jugendamt, es gab Kollegen und es gab wie mein Vorschreiber schon berichtete finanzielle Hilfen, gerade ab den 80ger Jahren.

Nur sollte man nicht den Fehler begehen und heutige Maßstäbe bei der Bewertung damaliger Verhältnisse ansetzen, das funktioniert einfach nicht.

Gruß
Nostalgiker

Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


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22.05.2012 20:59
avatar  Hans55
#5
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22.05.2012 21:32
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#6
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Ich habe dies weniger als Frage nach materieller Unterstützung verstanden.


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05.06.2014 23:45
avatar  Nanni
#7
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Zitat von Gast im Beitrag #1
Hallo,

ich selbst habe von der DDR nicht so viel mehr mitbekommen. Dennoch hätte ich gern etwas gewusst.

Aus Erzählungen meiner Mutter weiß ich, dass sie mit der Erziehung von mir total überfordert war. Wir haben einmal darüber gesprochen. Dabei erzählte sie mir, dass es bei mir krankheitsbedingt war und es in der DDR keinerlei staatliche Hilfe vom Jugendamt oder so bei der Erziehung gab oder Anlaufstellen, wo man Hilfe bekommen konnte, wie es heute üblich ist.

Wer kann mir weiterhelfen?? Ich hätte gern gewusst, ob es wirklich so war, dass eine Mutter, welche Probleme bei der Erziehung des Kindes hatte und komplett überfordert war, von nirgendwo Hilfe erwarten konnte.

So recht kann ich es nämlich nicht glauben. Vielleicht gibt es ja Menschen, die mir darüber berichten können, wie es zu DDR-Zeiten gewesen war. Ich spreche hier von den letzten neun Jahren, also von 1981 bis 1990.

Für eure Antworten zu diesem Thema bedanke ich mich schon jetzt.

Vielen Dank!!


Das ist richtig so,
ich habe meinen Sohn 1980 bekommen und 3 Jahre danach kam es zur Scheidung.....weil ich betrogen wurde, danach zog ich meinen Sohn alleine groß und das nicht ohne Probleme....es gab für mich niemanden, außer meinen Eltern, die mir bei der Erziehung helfen konnten, ich war so gut wie auf mich alleine gestellt.....!!!!!!

LBG Nanni


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05.06.2014 23:51
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#8
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Würdest Du bitte wenn Dir möglich (aus freiem Willen) mehr ins Detail gehen?


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