#1184

Minen und SM 70 an der DDR Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.05.2009 19:02
von Augenzeuge • ( Gast )
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Hallo zusammen,

hier habe ich mal ein paar Fragen.

Wie hat man offiziell die Notwendigkeit und den späteren Wegfall von SM 70 und Minen begründet?
Gab es Unfälle innerhalb der GT?
Ist es sicher, das man alle verlegten Minen entfernt hat?
Hatte jemand mal mit Minenopfern zu tun und litt u.U. dann nicht die Überzeugung darunter?


Gruß, Augenzeuge

zuletzt bearbeitet 30.05.2009 06:45 | nach oben springen

#1185

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.11.2018 23:34
von mibau83 | 2.018 Beiträge | 5932 Punkte

ein beispiel noch, beim grenzdurchbruch bei uns in der nacht zwischen den 4. und 5. september 1984, hatte einer der flüchtlinge, 4 sm-70 ausgelöst.

rainman2 hatte dazu auch schon in der mdr-doku "geheimsache mauer" was erzählt.

@Hansteiner, bei uns waren 3 anlagen im kompanieabschnitt. der komplette abschnitt war mit 2 anlagen 501 und einer 701 versehen.




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#1186

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.11.2018 12:09
von bolzo • ( Gast )
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Wo liegt der Unterschied zwischen 501 un 701?
bolzo


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#1187

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.11.2018 13:27
von berndk5 | 2.009 Beiträge | 16869 Punkte

Eine echt gute Frage von @bolzo , wimre waren es Modifikationen, die an den bereits vorhandenen Anlagen vorgenommen wurden ?

Leider ist es zu lange her, und man hat auch den Offizieren nicht Alles verraten (was man zur Erfüllung der Aufgaben nicht brauchte .

Vielleicht kan uns jemand aus dieser "Branche" helfen, der da gearbeitet hat, oder @Thunderhorse hat was in seinem Archiv.

Ich bitte die freundlichen Leser/besonders die Schreiber jedoch darum, nicht gleich jede Erklärung zu zerreißen, nur wenn man anderer Meinung ist ,
oder es wirklich besser weiß.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bis 1990 GR-1 und GKK-304, danach Bundeswehrkommando -OST- Sitz Erfurt; gedient in: Harbke,Lauchröden,Grossensee,Berka/Werra, Ifta, Schnellmannshausen und Treffurt; Mauerabbau in Berlin und Grenzanlagen-Rückbau in Thüringen;



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#1188

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.11.2018 16:16
von Thunderhorse | 5.879 Beiträge | 9036 Punkte

Zitat von bolzo im Beitrag #142
Wo liegt der Unterschied zwischen 501 un 701?
bolzo


Nochmal der Link:
http://www.cold-war.de/showthread.php/43...deutsche-Grenze
Beitrag von:
12.04.2017, 23:01


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#1189

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.11.2018 19:47
von BRB | 464 Beiträge | 4435 Punkte

Weiss jemand von den Fachleuten ,welche Minen mittels Alublättchen an einer Schnur hingen ?

Schade ,daß ich nicht mehr von dieser weissen ca 6mm Schnur mitgenommen haben. Die toppt immer noch alles. Besonders als Anreissleine für Bootsmotoren , Notstromaggregaten und Rüttelplatten.

Gruss Marco


Der Zeitzeuge ist der größte Feind des Historikers.

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#1190

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.11.2018 08:17
von Thunderhorse | 5.879 Beiträge | 9036 Punkte

Zitat von BRB im Beitrag #145
Weiss jemand von den Fachleuten ,welche Minen mittels Alublättchen an einer Schnur hingen ?

Schade ,daß ich nicht mehr von dieser weissen ca 6mm Schnur mitgenommen haben. Die toppt immer noch alles. Besonders als Anreissleine für Bootsmotoren , Notstromaggregaten und Rüttelplatten.

Gruss Marco


PPM-2, mit Schnur gegen Abdriften gesichert.
PMN und PMP-71 auch Minenanker.
Alu-Blättchen war da aber außen nichts.


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#1191

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.11.2018 12:26
von Thunderhorse | 5.879 Beiträge | 9036 Punkte

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #146
Zitat von BRB im Beitrag #145
Weiss jemand von den Fachleuten ,welche Minen mittels Alublättchen an einer Schnur hingen ?

Schade ,daß ich nicht mehr von dieser weissen ca 6mm Schnur mitgenommen haben. Die toppt immer noch alles. Besonders als Anreissleine für Bootsmotoren , Notstromaggregaten und Rüttelplatten.

Gruss Marco


PPM-2, mit Schnur gegen Abdriften gesichert.
PMN und PMP-71 auch Minenanker.
Alu-Blättchen war da aber außen nichts.


P.S.: Fallschirmschnur ist auch sehr gut.


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#1192

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.11.2018 12:37
von 02_24 | 96 Beiträge | 1103 Punkte

Die Menge hätte *Seifhennersdorf* bestimmt nicht noch zusätzlich produzieren/abtreten können 😎😉




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#1193

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.11.2018 21:53
von Schlutup | 5.440 Beiträge | 13015 Punkte

Moin Moin,
Quelle www.fotos-reiseberichte.de

Gelber Kreis: Was ist das eigentlich?


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#1194

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 09.11.2018 21:59
von Thunderhorse | 5.879 Beiträge | 9036 Punkte

Zitat von Schlutup im Beitrag #149
Moin Moin,
Quelle www.fotos-reiseberichte.de

Gelber Kreis: Was ist das eigentlich?



Metallplatte mit Ösen. Dort wurden die Schnüre mittels kleinem Karabinerhacken eingehängt.


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#1195

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.11.2018 02:45
von Hubsi | 52 Beiträge | 319 Punkte

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #132
Zitat von Hubsi im Beitrag #130
Gruß Gott in die Runde,

jetzt hatte ich mich als Buschist ohne große Grenzerfahrung gerade in das Thema rund um den Michael Gartenschläger eingelesen und nun wurde es ohne Vorwarnung gesperrt und ich habe doch da noch einige Fragen.
Nach kurzer Suche fand ich dieses Thema, passt bei technischen Fragen sicherlich auch besser.

Die von Thunderhorse eingestellte Skizze macht mich als damaligen westdeutschen Staatsdiener nachträglich etwas verlegen, nun kann ich verstehen warum erst nach der Aktion von Gartenschläger die Entrüstung über diese Tötungsmaschine einsetzte. Mit der etwas kindlich naiven Zeichnung hätte man wohl nicht den gewünschten Erfolg erzielen können. Zumal auch die Angaben auf der Zeichnung von den, in der technischen Untersuchung gesicherten tatsächlichen Daten erheblich abweichen.



Die technische Untersuchung der von Gartenschläger demontierte Anlage ergab folgende Daten.

-112,07 Gramm Sprengstoff, davon 102,4 Gramm Trinitrotoluol in der Hauptladung.
-118 Stahlwürfel
-4-5 mm Kantenlänge

Dieses die exakten Daten ausgewertet aus der SM70 die am 30. März 1976 im Bereich des Grenzkommando Nord abgebaut wurde.

Ich hoffe doch die Zeichnung stammt nicht vom BGS und hoffentlich auch nicht vom BND, das wäre schon arg peinlich.

Hubsi


Die Untersuchung ergab:
118 Eisen-/Stahlwürfel

118???

Den Beitrag aus dem Spiegel 18/76 kenne ich.

Welche Zeichnung ist den Deinerseits gemeint?
Die im Spiegel 18/76?



Na welche Zeichnung werde ich gemeint haben ? Geht aus meinem Text doch eindeutig hervor .

Die von Dir eingestellte Zeichnung, die als Beleg dafür taugen sollte, der Westen war im Bilde.
War er eben nicht. Wir habe Rückschlüsse gezogen und technische Abläufe vermutet.
War alles NICHT belastbar und für eine Kampagne gegen diese Minen unbrauchbar.

Erst durch die Untersuchung der von Gartenschläger besorgten Anlage kam Gewissheit.

Es wurden bei der Zerlegung 118 Metallsplitter gezählt, nach den vorangegangenen Röntgenuntersuchungen vermutete man ca. 90 Metallsplitter, tatsächlich waren es bei der zerlegten Mine 118 .

Hubsi


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#1196

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.11.2018 10:52
von BRB | 464 Beiträge | 4435 Punkte

Zitat von Schlutup im Beitrag #149
Moin Moin,
Quelle www.fotos-reiseberichte.de

Gelber Kreis: Was ist das eigentlich?


Genau solche Alublättchen meinte ich .


Der Zeitzeuge ist der größte Feind des Historikers.

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#1197

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.11.2018 11:34
von Thunderhorse | 5.879 Beiträge | 9036 Punkte

Zitat von BRB im Beitrag #152
Zitat von Schlutup im Beitrag #149
Moin Moin,
Quelle www.fotos-reiseberichte.de

Gelber Kreis: Was ist das eigentlich?


Genau solche Alublättchen meinte ich .


Na denn!
S. 150


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#1198

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.11.2018 11:39
von Thunderhorse | 5.879 Beiträge | 9036 Punkte

Zitat von Hubsi im Beitrag #151

Die Untersuchung ergab:
118 Eisen-/Stahlwürfel

118???

Den Beitrag aus dem Spiegel 18/76 kenne ich.

Welche Zeichnung ist den Deinerseits gemeint?
Die im Spiegel 18/76?



Na welche Zeichnung werde ich gemeint haben ? Geht aus meinem Text doch eindeutig hervor .

Die von Dir eingestellte Zeichnung, die als Beleg dafür taugen sollte, der Westen war im Bilde.
War er eben nicht. Wir habe Rückschlüsse gezogen und technische Abläufe vermutet.
War alles NICHT belastbar und für eine Kampagne gegen diese Minen unbrauchbar.

Erst durch die Untersuchung der von Gartenschläger besorgten Anlage kam Gewissheit.

Es wurden bei der Zerlegung 118 Metallsplitter gezählt, nach den vorangegangenen Röntgenuntersuchungen vermutete man ca. 70 Metallsplitter, tatsächlich waren es bei der zerlegten Mine 118 .

Hubsi[/quote]

Der Westen (die zuständigen Behörden und die Politische Ebene))wußte Bescheid!
Ab 1969, da gab es bereits die ersten Infoirmationen mit Angaben zum Aufbau.

Zu den Splittern, gabs da beim Zerlegen anscheinend etwas Bruch???
Anhang aus den Unterlagen der DDR / GT / NVA. Die Sperranlagen 501 und Ihr aufbau.


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Angefügte Bilder:
Splitter MIne SM 70 kc.jpg

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#1199

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.11.2018 13:09
von Thunderhorse | 5.879 Beiträge | 9036 Punkte

Zitat von Hubsi im Beitrag #151
.

Die von Dir eingestellte Zeichnung, die als Beleg dafür taugen sollte, der Westen war im Bilde.
War er eben nicht. Wir habe Rückschlüsse gezogen und technische Abläufe vermutet.
War alles NICHT belastbar und für eine Kampagne gegen diese Minen unbrauchbar.

Erst durch die Untersuchung der von Gartenschläger besorgten Anlage kam Gewissheit.
Hubsi
A bisserl was zu:

Januar 1970, Info an die GSK des BGS über den zu erwartenden Bau von Anlagen mit Selbstschussgeräten, Info ging kurz darauf an die GSA en des BGS an der damaligen Grenze zur DDR.
Diese Info ging auch an andere Behörden.

November 1970, Beginn der ersten Arbeiten.

März 1971, erster Bericht in der Presse mit Fotos. Pressemitteilung des BMI.

1972 detaillierte Hinweise zu dem System 501/SM70 durch geflüchteten Pionier der zum Bau dieser Anlagen eingesetzt wurde.
Erhielt u.a. Einweisung an der Versuchsanlage.
Dadurch auch erste Skizzen zu der Mine (Funktion) und dem Aufbau/Montage, Beschaltung, etc..

1972 weiterer Bericht in der Presse mit Fotos/Skizzen.

April 1973 großer Bericht mit Skizzen in "Die Welt".

1973 Umbau der bereits vorhandenen Anlagen SM70.
Durch intensive Beobachtung/Aufklärung westlicherseits konnte die Struktur der Installationsmassnahmen/Aufbau des Systems festgestellt bzw. bestätigt werden.

1974 weiterer detaillierter Bericht in der Presse.

1977 durch die Flucht eines Pioniers der PIK 27 (zuständige Einheit für die Montag der Anlagen 501/701 im GK Süd),
weiterte Details insbesondere zur Umrüstung der Anlagen ab 1976.

1970er Jahre und später, durch geflüchtete Angehörige GT und deren Hinweise konnten Zeichungen zu den Schaltanlagen in den Führungsstellen angefertigt werden.

Westlicherseits, Aufklärung des Systems und den Markierungen zu den Zonen, Abschnitten der jeweiligen Anlagen 501/701.


Informationen wurden an die jeweiligen Behörden (u.a. GSAen verteilt)


Ab 1976ff gelangten immer mal Geräte in den Besitz der westlichen Behörden. Es gab ja noch andere die da manches abmontierten.
http://www.cold-war.de/showthread.php/89...4a8aa2c511e7f34


Der Westen wußte nichts!!!


Durch G. gab es letzlich eine Bestätigung (Gewissheit) der bis 1975/76 vorhandenen Erkenntnisse.

P.S.: Erstaunlich wie wenig Wissen davon auch oder gerade zum Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre bei manchem der auf westlicher Seite an der Grenze tätig war vorhanden war. In so manchem Zeitdokument in Form von Filmmaterial (u.a. bei Youtube vorhanden) wird im Bezug auf die Anlagen SM70 mehr oder weniger rum gedruckst.

P.P.S.: U.a. zur Technik der Anlagen 501/701 gab es im einstigen NVA Forum dazu einige informative sachliche Stränge.


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#1200

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.11.2018 18:50
von Hubsi | 52 Beiträge | 319 Punkte

Mit Deiner Auflistung bestätigst Du meine Aussage.

Daß wir gesehen haben was da am Zaun hing ist doch klar, daß wir wußten der obere und untere Draht diente als Vogelabweiser, der mittlere Draht dient der Auslösung der Mine war uns ebenso klar wie auch die elektr. Zündung.

Nur genaue Details und belastbare, als Beweis nutzbare Fakten gab es NICHT.

Es waren Vermutungen, die sicherlich auch in dem ein oder anderen Fall durch geflüchtete Greso bestätigt wurden, es blieben aber Vermutungen.
Denn wie unterschiedlich die Aussagen innerhalb der Grenztruppenangehörigen über die Anlage 501 sind sieht man hier und in anderen Foren.

Wenn ein geflüchteter Greso eine Zeichnung des Innenlebens einer Führungsstelle anfertigte, dann war das sicherlich eine interessante Erkenntnis für uns, vermittelte jedoch keinen vollständigen Funktionsplan der verbauten Anlagen.

Erst durch die von M.G. beschaffte Anlage gab es den Beweis.

Und ob ab 1976ff noch andere Anlagen beschafft würden ist ohne Belang.

Die erste Anlage kam durch Michael Gartenschläger in den Westen.

Hubsi.


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#1201

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.11.2018 14:04
von Thunderhorse | 5.879 Beiträge | 9036 Punkte

Zitat von Hubsi im Beitrag #156
Mit Deiner Auflistung bestätigst Du meine Aussage.

Daß wir gesehen haben was da am Zaun hing ist doch klar, daß wir wußten der obere und untere Draht diente als Vogelabweiser, der mittlere Draht dient der Auslösung der Mine war uns ebenso klar wie auch die elektr. Zündung.

Nur genaue Details und belastbare, als Beweis nutzbare Fakten gab es NICHT.

Es gab schon vor G. genaue Details/Kenntnisse. Mit jeder neuen Information (Steinchen für Steinchen) wurde das Bild kompletter.
Wimre gelangte auch eine DV Minensperren in den Westen.
Fakten; gab es!


Es waren Vermutungen, die sicherlich auch in dem ein oder anderen Fall durch geflüchtete Greso bestätigt wurden, es blieben aber Vermutungen.
Denn wie unterschiedlich die Aussagen innerhalb der Grenztruppenangehörigen über die Anlage 501 sind sieht man hier und in anderen Foren.

Wie schon geschrieben, das Bild immer besser, die Vermutungen/Spekulationen im Bezug auf die Anlagen immer weniger.
Bezüglich der Aussagen in den unterschiedlichsten Foren (zu allen möglichen Thematiken), auf deren Qualität wurde schon mehrfach hingewies[/rot[rot]]en
.


Wenn ein geflüchteter Greso eine Zeichnung des Innenlebens einer Führungsstelle anfertigte, dann war das sicherlich eine interessante Erkenntnis für uns, vermittelte jedoch keinen vollständigen Funktionsplan der verbauten Anlagen.

Es gab vollständige Darstellungen der Funktion (wiederhole mich, schon vor der Aktion des Täters G.), in Form von Skizzen, Beschreibungen anhand von vorgelegten Fotos, etc. (Detailaufnahmen der Mine und Halterungen, C-Kästen, etc.).
Dazu die eigene Aufklärung durch intensive Beobachtung der Arbeiten.


Erst durch die von M.G. beschaffte Anlage gab es den Beweis.
Wie schon geschrieben, durch die gestohlene Mine wurden die damaligen bereits bekannten Erkenntnisse bestätigte, dazu gab es u.a. weitere
Detailinformationen im Bezug auf den verwendeten Sprengstoff.
Im Spiegelbeitrag wurde aber dennoch weiter Spekuliert.


Und ob ab 1976ff noch andere Anlagen beschafft würden ist ohne Belang.
Nun, immerhin wurden ja bauliche Veränderungen ab Herbst 1976 an den Anlagen durchgeführt.
Aber wenn dies nicht von Belang ist, einfach in die Tonne klopfen.


Die erste Anlage kam durch Michael Gartenschläger in den Westen.

Nur soviel: Der Westen war nicht nur die damalige Bundesrepublik.
Dazu:
Schon 1973ff war bekannt wo die Teile für die Anlagen 501 in der damaigen DDR gebaut wurden.
Seit 1969, wo diese im Auftrag der DDR entwickelt wurde.

Hubsi.



Vielleicht kommt ja jetzt noch die eine oder andere Sachinfo im Bezug auf die Anlagen 501/701.


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#1202

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.06.2019 16:10
von henning194902 | 223 Beiträge | 1466 Punkte

Hallo Ihr Minenspezialisten
Ich habe da mal eine Frage zu den Bodenminen und SM 70-Anlagen.
Diese Minen wurden ja von den Pionieren verlegt bzw.montiert.
Mußte diese Arbeit jeder der in einer Pioniereinheit war ausüben?
Es war ja ein äußerst gefährlicher Job.
Oder waren es vielleicht "Freiwillige" ?
Tödliche Unfälle und Schwerstverletzte soll es ja genügend gegeben haben.
mfG henning




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#1203

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.06.2019 18:36
von zweedi04 | 779 Beiträge | 3108 Punkte

@henning194902
Zum Verlegen der Bodenminen kann ich dir keine Auskunft geben, aber da ich Truppführer bei der Minenräumung war, kann ich sagen, dass bei uns in der Pik8/GR8 alles Freiwillige waren. Es war ein begehrter Job bei uns, weil Sonderverpflegung, verkürzte Arbeitzzeit und als Bonus noch Minengeld.

Da ich nach der Räumung mit der Installation der Anlage 501 (SM70) beauftragt wurde, kann ich dazu sagen, dass es bei uns in den 70gern so war:
Es gab 2 Trupps. Der eine geschulte Trupp hat in der Kompanie Verkabelungs- und Lötarbeiten durchgeführt und der andere Trupp hat alle Arbeiten im Grenzabschnitt durchgeführt. Zum verkabelungstrupp möchte ich mich heute nicht mehr festlegen ob das Freiwillige waren, aber die Im Grenzabschnitt waren alles Freiwillige. Die Vergünstigungen gab es natürlich auch für die Truppe am Zaun.


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Lebenskunst ist - "Im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen"

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#1204

RE: Minen und SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.06.2019 20:10
von stabsfunkmeister | 797 Beiträge | 4953 Punkte

Ich war ein Nachrichtenmann, ich weiß aber, daß keiner gezwungen wurden mit Minen umzugehen, Verlegung wie auch Räumung. Diese Soldaten wie
auch Unteroffiziere wurden gut ausgebildet. Die meisten machten dies so glaube ich, weil eine Zulage gezahlt wurde. Wann und vieviel kann ich nicht
sagen, da gibt es bestimmt Forumsmitglieder die besser Bescheid wissen.
Gruß Frank


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