Dreiländereck BRD-DDR-CSSR

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12.05.2012 23:06von ( gelöscht )
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THW1976 ( gelöscht )
Dreiländereck BRD-DDR-CSSR

Was mich interessiert, gibt es hier jemanden welcher im Dreiländereck gewesen ist. Interessant wäre mal zu wissen, wie dort die Grenzanlagen bzw. das Zusammenwirken zwischen den Grenzanlagen CSSR + DDR zur BRD ausgesehen hat. Bisher habe ich im www. nichts gefunden.

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23.03.2015 15:26von Kalubke
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Der Verlauf der tschechischen Grenzanlagen ist auf der Karte in http://pohranicnik.blogspot.cz gut zu sehen. Dort ist auch etwas über das System der Grenzsicherung im Dreiländer-Eck zu erfahren. Die tschechischen und die DDR-Grenzanlagen gingen an der Grenze CSSR/DDR am Grenzstein 13/9 (SE Papstleithen) nahtlos ineinander über. Der ca. 2 km lange und max. 700 m breite CSSR-Gebietstreifen vom Grenzstein 13/9 bis zum Grenzstein 1/1 bzw GSä 2735 (Dreiländereck) (siehe TK 25 AS unten) war von tschechischer Seite aus (1. GK Trojmezi) ungesichert und unbewacht. Die Bewachung wurde von der GK Posseck übernommen. Dazu wurden alle in diesem Gebiet befindlichen Waldbestände gerodet.

Gruß Kalubke



p.s. weitere Karten und Fotos aus dem tschechischen Grenzer-Blog:

grenztaktische Karte der 1. GK Trojmezi

Nahtstelle der Grenzanlagen am Grenzstein 13/9
(gut im Hintergrund sichtbar das Waldstück auf der Höhe 601,4 SW Papstleithen)

Grenze CSSR/BRD nahe des Dreiländer-Ecks

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23.03.2015 16:25von ( gelöscht )
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Interessant das Tarnnetz am Turm.
Theo

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eisenringtheo ( gelöscht )
23.03.2015 17:08von Kalubke
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Ob das wirklich wind- und wetterfest war?

Gruß Kalubke

23.03.2015 17:28von furry
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Zu spezielle Fragen zu dem von mir eingestellten Link könnte der User @Pohranicnik Auskunft geben, der diese Webseite wohl betreibt.

23.03.2015 19:21von ( gelöscht )
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Durften die Tschechen eigentlich ab 9.November 89 auch nach "drüben" reisen ?
Ansonsten hätte doch eine besondere Einreiseregelung für die Tschechen in die DDR erschaffen werden müssen, damit keiner über die DDR in die BRD abhaut. ?

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Schakal ( gelöscht )
23.03.2015 21:51von Grenzläufer
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Zitat von Schakal im Beitrag #20
Durften die Tschechen eigentlich ab 9.November 89 auch nach "drüben" reisen ?
Ansonsten hätte doch eine besondere Einreiseregelung für die Tschechen in die DDR erschaffen werden müssen, damit keiner über die DDR in die BRD abhaut. ?



>>> Ab 5. Dezember wurde der Stacheldraht an der Grenze zu Österreich entfernt, ab 11. Dezember wurden die Grenzbefestigungen zur Bundesrepublik Deutschland abgetragen.<<<

http://de.wikipedia.org/wiki/Samtene_Revolution

23.03.2015 23:16von Grenzläufer
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aus der Geschichte des Dreiländerecks:

>>>An der Grenze zu Sachsen, Böhmen und Bayern liegt Kaiserhammer, von wo es noch andere Motive gibt. Dieser Punkt wurde auch Dreiköngisecke genannt. An dieser Grenze stand ein "Gasthaus der Drei-Länder-Ecke", welches ein beliebter Ausflugsort war.

Zu sehen sind auf den zwei Motiven sowohl das Gasthaus, als auch die Grenzsteine und eine Brücke, eingehüllt in eine verschneite Landschaft. Diese Karte ist 1928 entstanden<<<

http://www.zollgeschichte.de/monatskarte...html?09_03.html

ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

>>>Das Dreiländereck hat seinen Namen von den drei hier zusammenführenden Ländern, den ehemaligen Königreichen Bayern, Sachsen und Böhmen, später Bundesrepublik Deutschland / Bayern, Deutsche Demokratische Republik und Tschechoslowakische Republik (CSSR, CSFR). Bei dieser bedeutsamen und wichtigen Grenzstelle steht der Landesgrenzstein Nr.1. An dem großen, wuchtigen Grenzstein ließen sich früher gern Grenzbesucher und auch Grenzbeamte in ihren unterschiedlichen Uniformen als bayerische, sächsische und böhmische Grenzer fotografieren. Am Grenzstein Nr.1 beginnt die 356km lange bayerisch-tschechische Landesgrenze. Heute ist die deutsch-tschechische Grenze durch die sächsisch-tschechische Grenze erheblich länger geworden. Direkt am Dreiländereck, auf böhmisch-tschechischem Boden, stand viele Jahre die Untere Mühle, auch Hofmannsmühle genannt.

Diese ehemalige Mühle war wegen ihres originellen Standortes und der guten Bewirtschaftung ein weithin bekanntes und viel besuchtes Grenzwirtshaus. Hier kehrten die Grenzer aus drei Ländern ein. Aus dem ganzen Umland kamen die Besucher zur Einkehr in die Grenzschänke. Auch viele Schulklassen suchten mit ihren Lehrern bei Schulausflügen das Gasthaus am Dreiländereck gerne auf.

Zum Andenken an die am 10.5.1881 erfolgte Trauung des österreichischen Kronprinzen Rudolf mit der Prinzessin Stefanie wurden damals am Dreiländereck die "Kronprinz-Rudolf-" und die "Stefanie-Eiche" gepflanzt. Die Hofmannsmühle wurde 1946 von den Tschechen in Brand gesteckt und die Ruine später dem Erdboden gleichgemacht. Heute erinnern nur noch Strauch- und Buschwerk mit Brennesselgestrüpp an das einstige beliebte Grenzwirtshaus. <<<

http://www.suehnekreuz.de/sachsen/texte/bucka1992.html

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24.03.2015 15:35von ( gelöscht )
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Zitat von Schakal im Beitrag #20
Durften die Tschechen eigentlich ab 9.November 89 auch nach "drüben" reisen ?
Ansonsten hätte doch eine besondere Einreiseregelung für die Tschechen in die DDR erschaffen werden müssen, damit keiner über die DDR in die BRD abhaut. ?


Bürger der CSSR durften schon vor 1989 Reisen ins NSW (Voraussetzung Devisenzusage der CS-Staatsbank) durchführen, da diese im Westen ein Bürger der CSSR schon damals einen Asylantrag stellen mußte (es sei denn, er hatte deutsche Vorfahren) und nicht einfach wie ein DDR-Bürger einen Ausweis bekam.

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StabsfeldKoenig ( gelöscht )
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