verhinderter Grenzdurchbruch.

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12.05.2012 11:26
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#16
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Ich will das auf keinen Fall gut heissen "Bewaffnet und Geißelnahme".Aber hätte man den nicht auch einfach gehen lassen können.Die Gefahr das eventuell Unschuldige Verletzt oder getötet werden wäre doch sehr gering oder gleich Null gewesen.Klar dann wären die Tschekisten keine Helden gewesen (für die obrigen) für andere vieleicht schon.


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12.05.2012 11:50
#17
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Zitat von Grenzwolf62
Eine Frage, wie war das allgemein mit dem Gebrauch der Schusswaffe in den Übergangsstellen geregelt?
Es waren ja dort oft Zivilisten vor Ort und auch beim gezieltem Schuss kann es ja z.B. zu Querschlägern kommen wo unbeabsichtigt unbeteiligte zu Schaden kommen konnten, stelle mir vor das die diplomatischen Verwicklungen beim eventuellen Verletzen eines Amerikanischen Millitärangehörigen enorm gewesen wären.
In dem geschilderten Fall hier scheint ja der bewaffnete mit einer Geisel durchbrechen zu wollen ohne vordergründige Tötungsabsicht.
Also war die Premisse eher Durchbruch verhindern auf jeden Fall und mit allen Mitteln, oder eher Zurückhaltung im Schusswaffengebrauch?
Gab es dazu konkrete Dienstanweisungen?



Kann man ersehen in dem Moment,was er für Absichten hatte.Soweit ich gelesen habe,hat doch die Person zuerst die Schußwaffe angewendet auch wenn er nur in die Luft geschossen hat. Würde man so manches auf heute beziehen,könnte man auch sagen--ein Bankräuber oder Flugzeugentführer hat auch keine Tötungsabsichten-sondern in den meisten Fällen nur Forderungen


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12.05.2012 13:01 (zuletzt bearbeitet: 12.05.2012 13:14)
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#18
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Zitat von Rostocker

Zitat von Grenzwolf62
Eine Frage, wie war das allgemein mit dem Gebrauch der Schusswaffe in den Übergangsstellen geregelt?
Es waren ja dort oft Zivilisten vor Ort und auch beim gezieltem Schuss kann es ja z.B. zu Querschlägern kommen wo unbeabsichtigt unbeteiligte zu Schaden kommen konnten, stelle mir vor das die diplomatischen Verwicklungen beim eventuellen Verletzen eines Amerikanischen Millitärangehörigen enorm gewesen wären.
In dem geschilderten Fall hier scheint ja der bewaffnete mit einer Geisel durchbrechen zu wollen ohne vordergründige Tötungsabsicht.
Also war die Premisse eher Durchbruch verhindern auf jeden Fall und mit allen Mitteln, oder eher Zurückhaltung im Schusswaffengebrauch?
Gab es dazu konkrete Dienstanweisungen?



Kann man ersehen in dem Moment,was er für Absichten hatte.Soweit ich gelesen habe,hat doch die Person zuerst die Schußwaffe angewendet auch wenn er nur in die Luft geschossen hat. Würde man so manches auf heute beziehen,könnte man auch sagen--ein Bankräuber oder Flugzeugentführer hat auch keine Tötungsabsichten-sondern in den meisten Fällen nur Forderungen




Schwierige, situationsabhängige Fallentscheidung auf jeden Fall.
Meine Frage bezog sich eher darauf wie das Dienstanweisungstechnisch geregelt war und was Vorrang hatte, die unbedingte Sicherheit der Reisenden oder das Stoppen Durchbruchswilliger.


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12.05.2012 13:11
#19
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Weiss jemand, wann der Slalom entfernt und durch diese bauliche Anordnung (Nr. 1) ersetzt wurde?

Quelle: Güst Friedrichstraße/ Zimmerstraße
Theo


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12.05.2012 14:18
#20
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Zitat von Grenzwolf62

Eine Frage, wie war das allgemein mit dem Gebrauch der Schusswaffe in den Übergangsstellen geregelt?
Es waren ja dort oft Zivilisten vor Ort und auch beim gezieltem Schuss kann es ja z.B. zu Querschlägern kommen wo unbeabsichtigt unbeteiligte zu Schaden kommen konnten, stelle mir vor das die diplomatischen Verwicklungen beim eventuellen Verletzen eines Amerikanischen Millitärangehörigen enorm gewesen wären.
In dem geschilderten Fall hier scheint ja der bewaffnete mit einer Geisel durchbrechen zu wollen ohne vordergründige Tötungsabsicht.
Also war die Premisse eher Durchbruch verhindern auf jeden Fall und mit allen Mitteln, oder eher Zurückhaltung im Schusswaffengebrauch?


Gab es dazu konkrete Dienstanweisungen?


Frage wurde von mir schon einmal im Thread "Jenseits der Mauer "beantwortet !

3. Bei dem versuchten Durchbruch liefen sofort mehere "Grenzer" mit Kalaschnikows ins Bild und und schossen Dauerfeuer. So ein Unsinn. Als Dienstwaffe trugen die männlichen Angehörigen der Grenzabfertigung (Zoll und PKE) nur die PM 9. In den Gruppenführerbereich ( Gesamt 3 in Marienborn) standen im Waffenschrank je 2 AKM 47. Bei Alarmauslösung wurden durch 2 festgelegte MA neuralgische Punkte der Güst mit der Langwaffe gesichert. Bei einem versuchten Grenzdurchbruch wurde nur Alarm ausgelöst, damit die Kfz.-Sperren geschlossen werden konnten. Der Einsatz der Schusswaffe war auf dem Gelände einer Güst verboten. Die PM 9 diente nur dem persönlichen Schutz des MA und der Reisenden bei eventuellen terroristischen Handlungen auf dem Gelände der Güst.

passport


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12.05.2012 19:07
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#21
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Zitat von passport




Frage wurde von mir schon einmal im Thread "Jenseits der Mauer "beantwortet !

3. Bei dem versuchten Durchbruch liefen sofort mehere "Grenzer" mit Kalaschnikows ins Bild und und schossen Dauerfeuer. So ein Unsinn. Als Dienstwaffe trugen die männlichen Angehörigen der Grenzabfertigung (Zoll und PKE) nur die PM 9. In den Gruppenführerbereich ( Gesamt 3 in Marienborn) standen im Waffenschrank je 2 AKM 47. Bei Alarmauslösung wurden durch 2 festgelegte MA neuralgische Punkte der Güst mit der Langwaffe gesichert. Bei einem versuchten Grenzdurchbruch wurde nur Alarm ausgelöst, damit die Kfz.-Sperren geschlossen werden konnten. Der Einsatz der Schusswaffe war auf dem Gelände einer Güst verboten. Die PM 9 diente nur dem persönlichen Schutz des MA und der Reisenden bei eventuellen terroristischen Handlungen auf dem Gelände der Güst.

passport



Huch, Entschuldigung vielmals, wenn ich so alt wäre wie meine Kinder jetzt wär ich sicher fitter im Suchen von alten Beiträgen
Trotzdem danke, somit ist meine Frage beantwortet.


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16.05.2012 11:28
#22
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Wie hieß dass so schön in den sechziger Jahren während der Zeit des Vietnamkrieges von offiziellen Seiten und einer bestimmten Presse in der Bundesrepublik?:
Die Freiheit von West-Berlin wird in Vietnam verteidigt!
Merke also, nur der Westen durfte aus "übergeordneten Gründen" und im Namen der Freiheit töten.

Jeder Mauertote ist Einer zuviel, aber es sollte nicht immer krampfhaft so getan werden als ob Unrecht nur in der DDR und anderen sozialistischen Staaten passierte und das was in der westlichen Welt, 'wir bomben Nordvietnam in die Steinzeit zurück' geschah waren/sind bedauerliche Ausrutscher und haben überhaupt nicht das entfernteste mit dem System zu tun.

Geschichtlich Zusammenhänge kann ich tapfer leugnen, negieren und ausblenden, trotzdem sind sie vorhanden.

Gruß
Nostalgiker

Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


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16.05.2012 18:51
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#23
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Zitat von passport
Zitat von Grenzwolf62

Eine Frage, wie war das allgemein mit dem Gebrauch der Schusswaffe in den Übergangsstellen geregelt?
Es waren ja dort oft Zivilisten vor Ort und auch beim gezieltem Schuss kann es ja z.B. zu Querschlägern kommen wo unbeabsichtigt unbeteiligte zu Schaden kommen konnten, stelle mir vor das die diplomatischen Verwicklungen beim eventuellen Verletzen eines Amerikanischen Millitärangehörigen enorm gewesen wären.
In dem geschilderten Fall hier scheint ja der bewaffnete mit einer Geisel durchbrechen zu wollen ohne vordergründige Tötungsabsicht.
Also war die Premisse eher Durchbruch verhindern auf jeden Fall und mit allen Mitteln, oder eher Zurückhaltung im Schusswaffengebrauch?


Gab es dazu konkrete Dienstanweisungen?


Frage wurde von mir schon einmal im Thread "Jenseits der Mauer "beantwortet !

3. Bei dem versuchten Durchbruch liefen sofort mehere "Grenzer" mit Kalaschnikows ins Bild und und schossen Dauerfeuer. So ein Unsinn. Als Dienstwaffe trugen die männlichen Angehörigen der Grenzabfertigung (Zoll und PKE) nur die PM 9. In den Gruppenführerbereich ( Gesamt 3 in Marienborn) standen im Waffenschrank je 2 AKM 47. Bei Alarmauslösung wurden durch 2 festgelegte MA neuralgische Punkte der Güst mit der Langwaffe gesichert. Bei einem versuchten Grenzdurchbruch wurde nur Alarm ausgelöst, damit die Kfz.-Sperren geschlossen werden konnten. Der Einsatz der Schusswaffe war auf dem Gelände einer Güst verboten. Die PM 9 diente nur dem persönlichen Schutz des MA und der Reisenden bei eventuellen terroristischen Handlungen auf dem Gelände der Güst.

passport



Welche Dienstwaffe trugen Frauen bei PKE (und Zoll) in der DDR? Bei der VP wurden von Frauen in Uniform PM 9 getragen.


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16.05.2012 19:34
avatar  Icke
#24
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Mir ist nicht bekannt gewesen das es besondere Befehle für die Anwendung der Schusswaffe an der GÜST gab und sie direkt verboten war. Ging ja auch nicht das war ja auch Grenze. Natürlich alles im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Die DDR sichert die gesamte Grenze zur BRD und WB und an den GÜST wird freundlich durchgewunken? Hätte das nicht den Druck auf die Grenze an den sensiblen Stellen erhöht und das war wohl nicht gewollt. Egal wo im GD bei einer Gefährdung von dritten war die Anwendung der Schusswaffe nicht die Richtige Wahl.


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16.05.2012 20:22
#25
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Welche Dienstwaffe trugen Frauen bei PKE (und Zoll) in der DDR? Bei der VP wurden von Frauen in Uniform PM 9 getragen

Frauen wurden an der PM 9 ausgebildet. Im Dienst trugen die weiblichen MA des Zolls und der PKE keine Waffen.

Zur Anfrage von Icke :

Die PM 9 war eine Dienstwaffe zur Selbstverteidigung. Auf Grund der Größe der Güst Marienborn/A. gab es andere Varianten um GV zu stoppen.

passport


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17.08.2015 20:11
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#26
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Innerhalb des Kontrollterritoriums wurden normalerweise keine Schusswaffen mitgeführt. Trotz Beschwerden seitens des PKE haben wir die Wachablösung an der Ramme, in der Regel bewaffnet über das Kontrollterritorium entlang der B71 abgewickelt. Eigentlich hätten wir an der Flanke entlang marschieren müssen. Der Kommandeur der GÜST hatte aber keine Einwände gegen diese Praxis. Allerdings sind wir aber auch nie direkt über die Kontrollstrecke gegangen sondern rechts an den Garagen entlang.

Gruß Hartmut!


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17.08.2015 20:46
#27
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Zitat von utkieker im Beitrag #26
Innerhalb des Kontrollterritoriums wurden normalerweise keine Schusswaffen mitgeführt. Trotz Beschwerden seitens des PKE haben wir die Wachablösung an der Ramme, in der Regel bewaffnet über das Kontrollterritorium entlang der B71 abgewickelt. Eigentlich hätten wir an der Flanke entlang marschieren müssen. Der Kommandeur der GÜST hatte aber keine Einwände gegen diese Praxis. Allerdings sind wir aber auch nie direkt über die Kontrollstrecke gegangen sondern rechts an den Garagen entlang.

Gruß Hartmut!



Naja @utkieker , die PM 9 oder die AKM sind keine Schusswaffen ? Auch der Techniker (Sik) des DHO der Güst trug bei senen Rundgang über die Güst seine Dienstpistole.
Wenn Du aber die Sik allgemein meinst betrat Diese (Güst Marienborn / A.) den Abfertigungsbereich überhaupt nicht.



passport


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17.08.2015 23:10
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#28
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Nun @passport, Marienborn war sicherlich ein anderes Kaliber als die GÜST in Salzwedel, selbst wenn ich Gehilfe vom Dienst war bin ich nie direkt durch die Kontrollstrecke zur Führungsstelle gegangen. Der DHO hat die Führungsstelle nie verlassen und als Gehilfe hatte ich dann (unbewaffnet) Botengänge zu erfüllen.

Gruß Hartmut!


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07.11.2015 14:51
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#29
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Hallo ich hätte da mal ein Anliegen an passport oder pitti. Da ich für Deutrans unterwegs war bin ich des öfteren über Helmstedt Marienborn wieder in die DDR eingereist. In den 80er Jahren ich glaube es war 1987,ist mir folgendes widerfahren.
Wir durften ja nur im begrenzten Rahmen im Ausland tanken, so kam es wie es kommen musste. Mein Kraftstoff war etwas eng bemessen, da der LKW an der Helmstedter Zollrampe schräg stand zog der Motor Luft ins Kraftstoff System. Ich kam gerade noch bis zum weißen Strich und der Motor versagte seinen Dienst. Ja Kupplung getreten und nur noch rollen gelassen, in der senke an der Kfz Sperre war Schluss. Es hat nicht lange gedauert stand ein Postenpaar neben mir,frage was sei denn los, antwort kein Sprit mehr. Umgehend haben sie den nächsten DDR LKW angehalten und ich mußte aus dessen Tank Diesel entnehmen um weiter fahren zu können. Meine Frage, ist das eine Situation die irgendwo schriftlich festgehalten wurde und welche Einheit war dafür zuständig Sik oder Pke.
Ich denke mal das passport mir dazu bestimmt etwas sagen könnte.

Gruß oelprinz50


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08.11.2015 11:15
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#30
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Zum Thema versuchter Grenzdurchbruch hätte ich da noch ein Erlebnis. Es muss so 1983/84 gewesen sein genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Jedenfalls bin ich mal wieder von einer Tour zurück gekommen. Also den Kontrollpunkt Helmstedt in Richtung Marienborn verlassen beim erreichen des ersten Kontrollpunkt Marienborn bemerkte ich das auf der Militärspur die Schranke Richtung Osten verborgen war.
Ich dachte grenzdurchbruch Richtung Osten das kann ja wohl nicht sein, nach ca. 2 Stündiger Abfertigungspause ging es dann weiter.
Beim verlassen der GÜST bemerkte ich einen mit Sichtschutz umstellten PKW auf der Militärspur liegen, es war nur noch ein Schrotthaufen.
Vielleicht kann ich von Euch näheres über diesen Vorfall erfahren.

Gruß oelprinz50


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