Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

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02.05.2012 09:20
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#1
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Dieser Thread soll der eine Diskussion über Häftlingsarbeit bzw. den Arbeitseinsatz von Strafgefangenen im Allgemeinen und dieses Beispiels im Besonderen ermöglichen.

Häftlingsarbeit gibt es ja in verschiedenster Ausprägung in fast jedem Land. In europäischen Kulturkreisen, also auch in der DDR, unterliegt/unterlag sie strengen gesetzlichen Bestimmungen und ist/war als ein Mittel zur Erziehung und Resozialisierung, bzw. Wiedereingliederung der Häftlinge als vollwertiges Mitglied der sozialistischen Gesellschaft gedacht.


Nun bezeichnet man Häftlingsarbeit, die es so wohl auch in jedem EU Land gibt, schon als Zwangsarbeit. http://www.n-tv.de/politik/Ikea-prueft-D...cle6151696.html Scheinbar ist gewissen Kräften in ihrer paranoiden geistigen Umnachtung jedes nur erdenkliche Mittel recht um die DDR zu delegitimieren. Nicht umsonst kreischt auch gleich wieder der, der im Zusammenhang mit Eskimos ja gerichtlich bestätigt als Psychopath bezeichnet werden darf, solang man dies nicht auf eine tatsächliche Erkrankung seinerseits abstellt, gleich wieder am lautesten in seinem Loch und fordert eine Entschädigung von IKEA. http://www.morgenpost.de/wirtschaft/arti...schaedigen.html

Gerade was die Entlohnung betrifft waren die SG im AE der DDR rechtlich wesentlich bessergestellt als die Häftlinge heute in der BRD. Solche Fälle http://www.stern.de/panorama/baden-wuert...hne-642085.html werden ja bei dieser Diskussion gerne ausgeblendet.

Da fragt man sich doch glatt mit welchem Recht es diese gegen soll und ob es dann auch Entschädigungen für die in bundesgermanischen Haftanstalten mehr oder weniger freiwilligen Werktätigen gibt?


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02.05.2012 09:40
#2
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Wann kommen die Klagen gegen die Versandhäuser der BRD welche bekanntlich ebenfalls von der "Zwangsarbeit" in DDR Haftanstalten profitierten?
Wenn schon, denn schon!

Gruß
Nostalgiker


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02.05.2012 09:40
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#3
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Unbestritten ist, das ein Teil der Strafgefangenen schwer arbeiten musste.
Manche das erste Mal in ihrem Leben.
In Buna arbeiten sie "im Chlor"
Ich sah sie jeden Tag auf meinen Weg zum I- Kraftwerk.
Ich musste laufen. Sie wurden mit dem Bus zur Arbeit gefahren.

Während des Studiums traf ich auch welche in Braunkohletagebau. Dort mussten sie die Stromkabel zu den Baggern per Hand zurechtrücken.
Die Kabel waren armdick. Auch eine schwere Arbeit. Sie wurden nur von einem Posten bewacht.
Das fand ich sehr seltsam. Jedoch befanden sich um den Tagebau Wachtürme.
Und es gab nur einen regulären Weg aus dem Tagebau.


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02.05.2012 09:52
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#4
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Nun wissen wir endlich auch noch das die DDR-Knäste die besseren waren.
Man lernt halt nie so richtig aus, gut das es solche Foren gibt.


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02.05.2012 10:09
#5
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Ich denke schon, dass der Käufer wissen soll, ob die Produkte in einer Strafanstalt hergestellt werden. Das hat Auswirkungen auf den Verkauf. Wenn IKEA jetzt kommt und sagt, sie hätten das nicht gewusst, ist das sehr dreist. Für mich ist die jetzige Diskussion um ausgebeutete politische Häftlinge reine Vernebelungstaktik von IKEA.
Strafvollzug ist teuer und deshalb wird man niemals höhe Löhne auszahlen; ein Teil wird einbehalten, um die Kosten des Vollzugs etwas niedriger zu gestalten.
Theo


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02.05.2012 10:33
#6
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Auch in der Warnowwerft waren Strafgefangene beschäftigt. Sie wohnten in einem Barackenlager (Klein Texas) in der Nähe ihrer "Arbeitsstätte". Auf den Schiffen wurden sie vor allem für die Drecksarbeit, auch Tanks reinigen (nicht nur für Treibstoff, sondern auch für Ballstwasser), eingesetzt. Auch das Entrosten des Unterwasserschiffs mit Hand im Dock wurde von ihnen gemacht. War wohl bei den Werftarbeitern selber nicht so beliebt, weil fast nur gebückt und noch Überkopf gearbeitet wurde. Später hat sich die Werft dazu eine Maschine entwickelt, die aber auch noch intensive Nacharbeit erforderte. Die Strafgefangenen hatten normale Arbeitskluft an mit einem gelben Streifen auf dem Rücken und den Ärmeln. Unter uns Seeleuten hießen sie nur die Maikäfer.
Peter, der Zaunkönig, der fast jedes Jahr einmal für etwa 2 Monate mit der Fähre in der Werft war


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02.05.2012 10:54
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#7
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Zitat von Grenzwolf62
Nun wissen wir endlich auch noch das die DDR-Knäste die besseren waren.



Könnte man so sehen wenn man das ganze nur oberflächlich gelesen hat, oder polemisieren will.

Zitat
Gerade was die Entlohnung betrifft waren die SG im AE der DDR rechtlich wesentlich bessergestellt als die Häftlinge heute in der BRD.



Das Wort Entlohnung hast Du sicherlich nur zufällig überlesen! Absicht, um den Inhalt zu entstellen, will ich ja niemanden unterstellen.

Sicherlich kannst Du mir die Frage beantworten welchen Prozentsatz des Durchschnitts aller Einkommen ein SG der DDR als Entlohnung erhielt und welchen Prozentsatz ein Häftling heute erhält? Ich erwarte deine Antwort!


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02.05.2012 11:04
avatar  Mike59
#8
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Da habe ich
Hier was zu lesen

Mike59


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02.05.2012 11:39
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#9
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Da, wie im Beitrag angegeben, die meisten Gefangenen aus der Unterschicht sind, sind sie bemüht, eine Arbeit zu bekommen.
Sie sind einfach auf das Geld angewiesen.
Und sei es nur, um an Vitamine (Obst) und Bohnenkaffee heranzukommen.
Auch Briefe kosten.


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02.05.2012 11:46
avatar  Mike59
#10
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Zitat von damals wars
Da, wie im Beitrag angegeben, die meisten Gefangenen aus der Unterschicht sind, sind sie bemüht, eine Arbeit zu bekommen.
Sie sind einfach auf das Geld angewiesen.
Und sei es nur, um an Vitamine (Obst) und Bohnenkaffee heranzukommen.
Auch Briefe kosten.



Das sehe ich auch so, die Frage ist halt, wo beginnt eine eventuelle Ausbeutung der Häftlinge und wer hat den nutzen. Das einfache Wegsperren kann es ja nicht sein, das wäre eine Verschwendung von Steuergeldern sonders gleichen.

Mike59

P.S. Ist etwas umfangreicher, aber die Seiten 7 - 10 sind informativ

http://evakreisky.at/2003-2004/staat-krieg/referat12_b.pdf


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02.05.2012 11:48
avatar  Pit 59
#11
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Da, wie im Beitrag angegeben, die meisten Gefangenen aus der Unterschicht sind,@damals

Was issen ne Unterschicht? Im Beitrag steht nichts davon.


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02.05.2012 11:53
avatar  Mike59
#12
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Zitat von Pit 59
Da, wie im Beitrag angegeben, die meisten Gefangenen aus der Unterschicht sind,@damals

Was issen ne Unterschicht? Im Beitrag steht nichts davon.



Ich glaube das nennt sich heute "Bildungsferne Schichten"

Mike59


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02.05.2012 12:02
#13
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Zitat von Zaunkönig
Auch in der Warnowwerft waren Strafgefangene beschäftigt. Sie wohnten in einem Barackenlager (Klein Texas) in der Nähe ihrer "Arbeitsstätte". Auf den Schiffen wurden sie vor allem für die Drecksarbeit, auch Tanks reinigen (nicht nur für Treibstoff, sondern auch für Ballstwasser), eingesetzt. Auch das Entrosten des Unterwasserschiffs mit Hand im Dock wurde von ihnen gemacht. War wohl bei den Werftarbeitern selber nicht so beliebt, weil fast nur gebückt und noch Überkopf gearbeitet wurde. Später hat sich die Werft dazu eine Maschine entwickelt, die aber auch noch intensive Nacharbeit erforderte. Die Strafgefangenen hatten normale Arbeitskluft an mit einem gelben Streifen auf dem Rücken und den Ärmeln. Unter uns Seeleuten hießen sie nur die Maikäfer.
Peter, der Zaunkönig, der fast jedes Jahr einmal für etwa 2 Monate mit der Fähre in der Werft war



Möchte nur hinzufügen,es gab auch Strafgefangene--die in der Sektion Doppelbodenbau als Schweißer arbeiteten.Die bekamen wie wir als Werftarbeiter das gleiche Werkessen und jeden Tag ihre Fl.Milch.Manchmal kamen die zu Arbeit,nur von so einen alten Rentner bewacht oder nur mit ihren Vorarbeiter.Ich sagte dann immer zu meinen Kollegen--das sind die leichten Fälle--die haben nur den alten Leuten den verkehrten Weg zu Rentenstelle gezeigt.
Zaunkönig--das Wort --klein Texas--hat aber nichts mit dem Straflager zu tun gehabt.Das bezog sich damals auf das ehm.Arbeiterwohnheim.Das andere Arbeiterwohnheim was sich am Rande von Warnemünde Richtung Dierhagen befand--nannte man Bullenkloster..
Hab 16 Jahre auf der Warnowwerft gearbeitet. Gruß Rostocker


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02.05.2012 12:10
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#14
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Zitat von Feliks D.

Zitat von Grenzwolf62
Nun wissen wir endlich auch noch das die DDR-Knäste die besseren waren.



Könnte man so sehen wenn man das ganze nur oberflächlich gelesen hat, oder polemisieren will.

Zitat
Gerade was die Entlohnung betrifft waren die SG im AE der DDR rechtlich wesentlich bessergestellt als die Häftlinge heute in der BRD.



Das Wort Entlohnung hast Du sicherlich nur zufällig überlesen! Absicht, um den Inhalt zu entstellen, will ich ja niemanden unterstellen.

Sicherlich kannst Du mir die Frage beantworten welchen Prozentsatz des Durchschnitts aller Einkommen ein SG der DDR als Entlohnung erhielt und welchen Prozentsatz ein Häftling heute erhält? Ich erwarte deine Antwort!




Dein Argument der fast fürstlichen Entlohnung der fleißigen, wie hast du sie genannt, SG der DDR, kann ich natürlich nicht entkräften, wie auch, die oft von dir geschilderten, manigfaltigen mildtätigen Taten der DDR für ihre glücklichen Bewohner sind nun einmal geschichtliche Realität an der man einfach nicht vorbei kommt.
Es ist wichtig im immerwährenden Kampfe dem Imperialismus seine Larve der Menschlichkeit vom Gesicht zu reissen und den unbedarften Menschen seine wahrhaftig hässliche Fratze zu präsentieren.
Die hunderttausenden Ochsen und Esel haben einfach nicht verstanden was für ein unerschöpfliches Füllhorn der Güte über sie ausgeschüttet wurde, nicht einmal die SG der DDR.
Ihre bundesrepublikanischen Leidensgenossen fallen nun in den dunklen kapitalistischen Kerkern der nackten Ausbeutung anheim.
Ein Aufschrei des Entsetzens muss durchs Land klingen!


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02.05.2012 12:14
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#15
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Dem Ausfluss deiner geistigen Diarrhö entnehme ich dass Du auf der Sachebene nichts beizutragen hast und zu diesem Thema nur dummschwatzen kannst! Andere Mitglieder bezeichnen solche Personen dann auch gerne mal als Troll.


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