Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

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02.05.2012 13:25
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#31
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Gert hier etwas für dich !

"Auch sagt man,wie dasz Trollen in Norwegen sein sollen.Nu hon ich verr durchvarn die Lant,das mir kein Troll nie wart bekant."
Zitat Michael Beheim ,gestorben vor über 500 Jahren.

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02.05.2012 13:29
#32
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Zitat von Gert
Feliks, du hattest das Wort Häftlingseinsatz in der DDR noch nicht in den Mund genommen, da kam schon der stets bekannte Fingerzeig auf die anderen(Länder). Da die DDR nicht auf allen Gebieten mit anderen zu vegleichen war, vor allem nicht im Rechtswesen, spreche ich ihr ( der DDR)diese Vergleichsmöglichkeiten ab, weil sie kein Rechtsstaat war.
Nun zum Inhalt : ich hätte beinahe ironisch gesagt, Feliks stell den Häftlingen noch eine Flachbildschirm in die Zelle. Vor lauter zur Schau gestellten Menschlichkeit wird dich die Stasi noch nachträglich fristlos kündigen- war nämlich nicht in ihrem Sinne.

Zur Häftlingarbeit. Ich habe Gespräche mit Ehemaligen geführt, die haben mir anderes berichtet. Z.B. bei Arbeiten mit stark gesundheitsgefährdenden Klebstoffen ohne jeden Schutz schwere Lungenschäden. Jahre später musste ein Schlauch ständig in der Nase bleiben um Sauerstoff dem Körper zuzuführen. Vor kurzem mit Anfang 60 in Bremerhafen gestorben.
Die von dir so herausgestellte Entlohnung reichte gerade mal, um ein paar Zigaretten zu kaufen. Ein zweiter Augenzeuge berichtet von schweren, körperlich Arbeiten im damaligen Erdölkombinat Schwedt. Sie mussten Eisenbahnschienen schleppen usw.Ich denke dass die Produktivität der Häftlingen nicht sehr hoch war, dass die DDR aber sie immer noch ausbeuten konnten um Profite zu erwirtschaften. Abschließend noch einen Kommentar zu den Politischen, die ja in nicht unerheblicher Zahl unter den Häftlingen waren. Für sie war es bestimmt besonders hart, weil sie für Delikte eingebuchte wurden, die nach internationalem Recht keine Vergehen waren. Dann noch für ein paar Silberlinge für den Staat schuften, der sie weggesperrt, das muss man dann tagtäglich im Kopf erst einmal verarbeite, Einsicht oder Resozialisierung bei diesen Häftlingen im Sinne der SED würde ich gleich 0 ansetzen.Also, die von dir erwähnte Resozialisierung mag vielleicht für Arbeitsscheue oder Kriminelle ein probates Mittel sein, einen Republikflüchtling oder Dissidenten wird das kaum beeindruckt haben.



@Gert, zu den rot gemarkerten Stellen; ja wie denn nun?
Wenn ich etwas nicht vergleichen kann weil es einmalig ist kann ich auch kein "internationales Recht" anrufen.......

Wenn die DDR kein Rechtsstaat war, was Du bestimmt stichhaltig beweisen kannst, warum wurden dann nicht spätesten alle in der DDR gesprochenen Urteile und damit meine ich ausnahmslos alle! ab dem 4.10.1990 vom Bundesgerichtshof kassiert und aufgehoben?
Oder gibt es aus Deiner Sicht etwa ein teilstaatliches Unrecht?

Gruß
Nostalgiker

Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


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02.05.2012 13:45
#33
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Zitat von Zaunkönig
@ Rostocker & Kimble
Das mit Klein Texas wurde bei uns auf der Fähre so genannt. Ob die da wirklich gehaust haben und wo das genau war, weiß ich nicht, da wir in der Werft selber nie zum Landgang waren, sondern nach Warnemünde oder Rostock gegangen oder gefahren sind.
Peter, der Zaunkönig ein Fährschiffer der WARNEMÜNDE



Klein Texas und das Straflager befanden sich damals in unmittelbare Nähe von der Schiffbauhalle-also Richtung Rostock gesehen.Man konnte es auch von der S-Bahn und der Stadtautobahn sehen.


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02.05.2012 15:50 (zuletzt bearbeitet: 02.05.2012 17:02)
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#34
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Ja, und was ist nun der tiefere Sinn der Bemühungen hier?
Die Anfangsabsicht scheint klar zu sein - irgendwas an der DDR muss nun mal gefunden werden was besser ist als in dem Jammerländle hier und nun ist es halt auch noch der Knast.
Und die angedachte Konsequenz daraus, den armen Sündern soll es endlich besser gehen oder wie?
Müsste man ja faktisch so ableiten.


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02.05.2012 16:07
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94

Zitat von Grenzwolf62
Ja, und was ist nun der tiefere Sinn der Bemühungen hier?


Du kommst noch drauf, ein Starlet begründete mal ihr Pro für die Todesstrafe mit folgendem Argument:
"Wer schreckliche Dinge getan hat, muss eine angemessene Strafe bekommen.
So lernt er seine Lektion für das nächste Mal."

Achso, ich komm vielleicht auch noch drauf, aus dem letzten Satz des Eröffnungsbeitrages werde ich bis jetzt auch nicht schlau *grübel*

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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02.05.2012 16:17
#36
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Zitat von damals wars
Da, wie im Beitrag angegeben, die meisten Gefangenen aus der Unterschicht sind, sind sie bemüht, eine Arbeit zu bekommen.
Sie sind einfach auf das Geld angewiesen.
Und sei es nur, um an Vitamine (Obst) und Bohnenkaffee heranzukommen.
Auch Briefe kosten.



Nur mal kurz:
"Unterschicht" wieviele gibt`s denn noch
Meiner Meinung nach ist die Mittelschicht weg, zumindest im Großen und Ganzen

EK 81/2


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02.05.2012 16:59
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@Rostocker

Zitat



Gert--das ist mal wieder dummes gerede von Dir.Aber ist ja nicht anders zu erwarten[/quote]



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02.05.2012 17:00 (zuletzt bearbeitet: 02.05.2012 17:17)
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Zitat von 94

Zitat von Grenzwolf62
Ja, und was ist nun der tiefere Sinn der Bemühungen hier?


Du kommst noch drauf




Na dann, freu mich drauf.
Die 8,50€ bei freier Kost und Logis aufzustocken ließe die Bezieher von H4 bissel dumm dastehen, dann wärs im Knast besser.
Oh Gott, ich hab H4 ins Spiel gebracht, nicht das es wieder ausufert.


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02.05.2012 17:02
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Zitat von Nostalgiker

Zitat von Gert
Feliks, du hattest das Wort Häftlingseinsatz in der DDR noch nicht in den Mund genommen, da kam schon der stets bekannte Fingerzeig auf die anderen(Länder). Da die DDR nicht auf allen Gebieten mit anderen zu vegleichen war, vor allem nicht im Rechtswesen, spreche ich ihr ( der DDR)diese Vergleichsmöglichkeiten ab, weil sie kein Rechtsstaat war.
Nun zum Inhalt : ich hätte beinahe ironisch gesagt, Feliks stell den Häftlingen noch eine Flachbildschirm in die Zelle. Vor lauter zur Schau gestellten Menschlichkeit wird dich die Stasi noch nachträglich fristlos kündigen- war nämlich nicht in ihrem Sinne.

Zur Häftlingarbeit. Ich habe Gespräche mit Ehemaligen geführt, die haben mir anderes berichtet. Z.B. bei Arbeiten mit stark gesundheitsgefährdenden Klebstoffen ohne jeden Schutz schwere Lungenschäden. Jahre später musste ein Schlauch ständig in der Nase bleiben um Sauerstoff dem Körper zuzuführen. Vor kurzem mit Anfang 60 in Bremerhafen gestorben.
Die von dir so herausgestellte Entlohnung reichte gerade mal, um ein paar Zigaretten zu kaufen. Ein zweiter Augenzeuge berichtet von schweren, körperlich Arbeiten im damaligen Erdölkombinat Schwedt. Sie mussten Eisenbahnschienen schleppen usw.Ich denke dass die Produktivität der Häftlingen nicht sehr hoch war, dass die DDR aber sie immer noch ausbeuten konnten um Profite zu erwirtschaften. Abschließend noch einen Kommentar zu den Politischen, die ja in nicht unerheblicher Zahl unter den Häftlingen waren. Für sie war es bestimmt besonders hart, weil sie für Delikte eingebuchte wurden, die nach internationalem Recht keine Vergehen waren. Dann noch für ein paar Silberlinge für den Staat schuften, der sie weggesperrt, das muss man dann tagtäglich im Kopf erst einmal verarbeite, Einsicht oder Resozialisierung bei diesen Häftlingen im Sinne der SED würde ich gleich 0 ansetzen.Also, die von dir erwähnte Resozialisierung mag vielleicht für Arbeitsscheue oder Kriminelle ein probates Mittel sein, einen Republikflüchtling oder Dissidenten wird das kaum beeindruckt haben.



@Gert, zu den rot gemarkerten Stellen; ja wie denn nun?
Wenn ich etwas nicht vergleichen kann weil es einmalig ist kann ich auch kein "internationales Recht" anrufen.......

Wenn die DDR kein Rechtsstaat war, was Du bestimmt stichhaltig beweisen kannst, warum wurden dann nicht spätesten alle in der DDR gesprochenen Urteile und damit meine ich ausnahmslos alle! ab dem 4.10.1990 vom Bundesgerichtshof kassiert und aufgehoben?
Oder gibt es aus Deiner Sicht etwa ein teilstaatliches Unrecht?

Gruß
Nostalgiker




die Unrechtsurteile sind doch alle aufgehoben worden. Ich habe Bekannte die wegen Republikflucht verurteilt wurde, das Urteil wurde kassiert.


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02.05.2012 17:27
#40
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Zitat von Gert

Zitat von Nostalgiker

Zitat von Gert
Feliks, du hattest das Wort Häftlingseinsatz in der DDR noch nicht in den Mund genommen, da kam schon der stets bekannte Fingerzeig auf die anderen(Länder). Da die DDR nicht auf allen Gebieten mit anderen zu vegleichen war, vor allem nicht im Rechtswesen, spreche ich ihr ( der DDR)diese Vergleichsmöglichkeiten ab, weil sie kein Rechtsstaat war.
Nun zum Inhalt : ich hätte beinahe ironisch gesagt, Feliks stell den Häftlingen noch eine Flachbildschirm in die Zelle. Vor lauter zur Schau gestellten Menschlichkeit wird dich die Stasi noch nachträglich fristlos kündigen- war nämlich nicht in ihrem Sinne.

Zur Häftlingarbeit. Ich habe Gespräche mit Ehemaligen geführt, die haben mir anderes berichtet. Z.B. bei Arbeiten mit stark gesundheitsgefährdenden Klebstoffen ohne jeden Schutz schwere Lungenschäden. Jahre später musste ein Schlauch ständig in der Nase bleiben um Sauerstoff dem Körper zuzuführen. Vor kurzem mit Anfang 60 in Bremerhafen gestorben.
Die von dir so herausgestellte Entlohnung reichte gerade mal, um ein paar Zigaretten zu kaufen. Ein zweiter Augenzeuge berichtet von schweren, körperlich Arbeiten im damaligen Erdölkombinat Schwedt. Sie mussten Eisenbahnschienen schleppen usw.Ich denke dass die Produktivität der Häftlingen nicht sehr hoch war, dass die DDR aber sie immer noch ausbeuten konnten um Profite zu erwirtschaften. Abschließend noch einen Kommentar zu den Politischen, die ja in nicht unerheblicher Zahl unter den Häftlingen waren. Für sie war es bestimmt besonders hart, weil sie für Delikte eingebuchte wurden, die nach internationalem Recht keine Vergehen waren. Dann noch für ein paar Silberlinge für den Staat schuften, der sie weggesperrt, das muss man dann tagtäglich im Kopf erst einmal verarbeite, Einsicht oder Resozialisierung bei diesen Häftlingen im Sinne der SED würde ich gleich 0 ansetzen.Also, die von dir erwähnte Resozialisierung mag vielleicht für Arbeitsscheue oder Kriminelle ein probates Mittel sein, einen Republikflüchtling oder Dissidenten wird das kaum beeindruckt haben.



@Gert, zu den rot gemarkerten Stellen; ja wie denn nun?
Wenn ich etwas nicht vergleichen kann weil es einmalig ist kann ich auch kein "internationales Recht" anrufen.......

Wenn die DDR kein Rechtsstaat war, was Du bestimmt stichhaltig beweisen kannst, warum wurden dann nicht spätesten alle in der DDR gesprochenen Urteile und damit meine ich ausnahmslos alle! ab dem 4.10.1990 vom Bundesgerichtshof kassiert und aufgehoben?
Oder gibt es aus Deiner Sicht etwa ein teilstaatliches Unrecht?

Gruß
Nostalgiker




die Unrechtsurteile sind doch alle aufgehoben worden. Ich habe Bekannte die wegen Republikflucht verurteilt wurde, das Urteil wurde kassiert.




Ich hatte mal einen Kollegen.der wusste alles--man konnte sich über sonst was unterhalten,der wusste alles.Wir nannte ihn,den 100 Jährigen oder Wanderprediger Aber hier gibt es einen mit der Glaskugel--der ist noch ein Stück besser


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02.05.2012 17:30
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Zitat von Rostocker

Zitat von Gert

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Zitat von Gert
Feliks, du hattest das Wort Häftlingseinsatz in der DDR noch nicht in den Mund genommen, da kam schon der stets bekannte Fingerzeig auf die anderen(Länder). Da die DDR nicht auf allen Gebieten mit anderen zu vegleichen war, vor allem nicht im Rechtswesen, spreche ich ihr ( der DDR)diese Vergleichsmöglichkeiten ab, weil sie kein Rechtsstaat war.
Nun zum Inhalt : ich hätte beinahe ironisch gesagt, Feliks stell den Häftlingen noch eine Flachbildschirm in die Zelle. Vor lauter zur Schau gestellten Menschlichkeit wird dich die Stasi noch nachträglich fristlos kündigen- war nämlich nicht in ihrem Sinne.

Zur Häftlingarbeit. Ich habe Gespräche mit Ehemaligen geführt, die haben mir anderes berichtet. Z.B. bei Arbeiten mit stark gesundheitsgefährdenden Klebstoffen ohne jeden Schutz schwere Lungenschäden. Jahre später musste ein Schlauch ständig in der Nase bleiben um Sauerstoff dem Körper zuzuführen. Vor kurzem mit Anfang 60 in Bremerhafen gestorben.
Die von dir so herausgestellte Entlohnung reichte gerade mal, um ein paar Zigaretten zu kaufen. Ein zweiter Augenzeuge berichtet von schweren, körperlich Arbeiten im damaligen Erdölkombinat Schwedt. Sie mussten Eisenbahnschienen schleppen usw.Ich denke dass die Produktivität der Häftlingen nicht sehr hoch war, dass die DDR aber sie immer noch ausbeuten konnten um Profite zu erwirtschaften. Abschließend noch einen Kommentar zu den Politischen, die ja in nicht unerheblicher Zahl unter den Häftlingen waren. Für sie war es bestimmt besonders hart, weil sie für Delikte eingebuchte wurden, die nach internationalem Recht keine Vergehen waren. Dann noch für ein paar Silberlinge für den Staat schuften, der sie weggesperrt, das muss man dann tagtäglich im Kopf erst einmal verarbeite, Einsicht oder Resozialisierung bei diesen Häftlingen im Sinne der SED würde ich gleich 0 ansetzen.Also, die von dir erwähnte Resozialisierung mag vielleicht für Arbeitsscheue oder Kriminelle ein probates Mittel sein, einen Republikflüchtling oder Dissidenten wird das kaum beeindruckt haben.



@Gert, zu den rot gemarkerten Stellen; ja wie denn nun?
Wenn ich etwas nicht vergleichen kann weil es einmalig ist kann ich auch kein "internationales Recht" anrufen.......

Wenn die DDR kein Rechtsstaat war, was Du bestimmt stichhaltig beweisen kannst, warum wurden dann nicht spätesten alle in der DDR gesprochenen Urteile und damit meine ich ausnahmslos alle! ab dem 4.10.1990 vom Bundesgerichtshof kassiert und aufgehoben?
Oder gibt es aus Deiner Sicht etwa ein teilstaatliches Unrecht?

Gruß
Nostalgiker




die Unrechtsurteile sind doch alle aufgehoben worden. Ich habe Bekannte die wegen Republikflucht verurteilt wurde, das Urteil wurde kassiert.




Ich hatte mal einen Kollegen.der wusste alles--man konnte sich über sonst was unterhalten,der wusste alles.Wir nannte ihn,den 100 Jährigen oder Wanderprediger Aber hier gibt es einen mit der Glaskugel--der ist noch ein Stück besser




Rostocker sprichst du jetzt von dir ?


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02.05.2012 17:34
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Zitat von Gert

Zitat von Nostalgiker

Zitat von Gert
Feliks, du hattest das Wort Häftlingseinsatz in der DDR noch nicht in den Mund genommen, da kam schon der stets bekannte Fingerzeig auf die anderen(Länder). Da die DDR nicht auf allen Gebieten mit anderen zu vegleichen war, vor allem nicht im Rechtswesen, spreche ich ihr ( der DDR)diese Vergleichsmöglichkeiten ab, weil sie kein Rechtsstaat war.
Nun zum Inhalt : ich hätte beinahe ironisch gesagt, Feliks stell den Häftlingen noch eine Flachbildschirm in die Zelle. Vor lauter zur Schau gestellten Menschlichkeit wird dich die Stasi noch nachträglich fristlos kündigen- war nämlich nicht in ihrem Sinne.

Zur Häftlingarbeit. Ich habe Gespräche mit Ehemaligen geführt, die haben mir anderes berichtet. Z.B. bei Arbeiten mit stark gesundheitsgefährdenden Klebstoffen ohne jeden Schutz schwere Lungenschäden. Jahre später musste ein Schlauch ständig in der Nase bleiben um Sauerstoff dem Körper zuzuführen. Vor kurzem mit Anfang 60 in Bremerhafen gestorben.
Die von dir so herausgestellte Entlohnung reichte gerade mal, um ein paar Zigaretten zu kaufen. Ein zweiter Augenzeuge berichtet von schweren, körperlich Arbeiten im damaligen Erdölkombinat Schwedt. Sie mussten Eisenbahnschienen schleppen usw.Ich denke dass die Produktivität der Häftlingen nicht sehr hoch war, dass die DDR aber sie immer noch ausbeuten konnten um Profite zu erwirtschaften. Abschließend noch einen Kommentar zu den Politischen, die ja in nicht unerheblicher Zahl unter den Häftlingen waren. Für sie war es bestimmt besonders hart, weil sie für Delikte eingebuchte wurden, die nach internationalem Recht keine Vergehen waren. Dann noch für ein paar Silberlinge für den Staat schuften, der sie weggesperrt, das muss man dann tagtäglich im Kopf erst einmal verarbeite, Einsicht oder Resozialisierung bei diesen Häftlingen im Sinne der SED würde ich gleich 0 ansetzen.Also, die von dir erwähnte Resozialisierung mag vielleicht für Arbeitsscheue oder Kriminelle ein probates Mittel sein, einen Republikflüchtling oder Dissidenten wird das kaum beeindruckt haben.



@Gert, zu den rot gemarkerten Stellen; ja wie denn nun?
Wenn ich etwas nicht vergleichen kann weil es einmalig ist kann ich auch kein "internationales Recht" anrufen.......

Wenn die DDR kein Rechtsstaat war, was Du bestimmt stichhaltig beweisen kannst, warum wurden dann nicht spätesten alle in der DDR gesprochenen Urteile und damit meine ich ausnahmslos alle! ab dem 4.10.1990 vom Bundesgerichtshof kassiert und aufgehoben?
Oder gibt es aus Deiner Sicht etwa ein teilstaatliches Unrecht?

Gruß
Nostalgiker




die Unrechtsurteile sind doch alle aufgehoben worden. Ich habe Bekannte die wegen Republikflucht verurteilt wurde, das Urteil wurde kassiert.




Ja Gert,

selbst Spione die für BND und Co arbeiteten wurden entschädigt.
Selbst diese wurden von der DDR zu UNRECHT verurteilt.

Das ist dann der Rechtsstaat BRD.


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02.05.2012 17:44
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Zitat von Alfred

Zitat von Gert

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Zitat von Gert
Feliks, du hattest das Wort Häftlingseinsatz in der DDR noch nicht in den Mund genommen, da kam schon der stets bekannte Fingerzeig auf die anderen(Länder). Da die DDR nicht auf allen Gebieten mit anderen zu vegleichen war, vor allem nicht im Rechtswesen, spreche ich ihr ( der DDR)diese Vergleichsmöglichkeiten ab, weil sie kein Rechtsstaat war.
Nun zum Inhalt : ich hätte beinahe ironisch gesagt, Feliks stell den Häftlingen noch eine Flachbildschirm in die Zelle. Vor lauter zur Schau gestellten Menschlichkeit wird dich die Stasi noch nachträglich fristlos kündigen- war nämlich nicht in ihrem Sinne.

Zur Häftlingarbeit. Ich habe Gespräche mit Ehemaligen geführt, die haben mir anderes berichtet. Z.B. bei Arbeiten mit stark gesundheitsgefährdenden Klebstoffen ohne jeden Schutz schwere Lungenschäden. Jahre später musste ein Schlauch ständig in der Nase bleiben um Sauerstoff dem Körper zuzuführen. Vor kurzem mit Anfang 60 in Bremerhafen gestorben.
Die von dir so herausgestellte Entlohnung reichte gerade mal, um ein paar Zigaretten zu kaufen. Ein zweiter Augenzeuge berichtet von schweren, körperlich Arbeiten im damaligen Erdölkombinat Schwedt. Sie mussten Eisenbahnschienen schleppen usw.Ich denke dass die Produktivität der Häftlingen nicht sehr hoch war, dass die DDR aber sie immer noch ausbeuten konnten um Profite zu erwirtschaften. Abschließend noch einen Kommentar zu den Politischen, die ja in nicht unerheblicher Zahl unter den Häftlingen waren. Für sie war es bestimmt besonders hart, weil sie für Delikte eingebuchte wurden, die nach internationalem Recht keine Vergehen waren. Dann noch für ein paar Silberlinge für den Staat schuften, der sie weggesperrt, das muss man dann tagtäglich im Kopf erst einmal verarbeite, Einsicht oder Resozialisierung bei diesen Häftlingen im Sinne der SED würde ich gleich 0 ansetzen.Also, die von dir erwähnte Resozialisierung mag vielleicht für Arbeitsscheue oder Kriminelle ein probates Mittel sein, einen Republikflüchtling oder Dissidenten wird das kaum beeindruckt haben.



@Gert, zu den rot gemarkerten Stellen; ja wie denn nun?
Wenn ich etwas nicht vergleichen kann weil es einmalig ist kann ich auch kein "internationales Recht" anrufen.......

Wenn die DDR kein Rechtsstaat war, was Du bestimmt stichhaltig beweisen kannst, warum wurden dann nicht spätesten alle in der DDR gesprochenen Urteile und damit meine ich ausnahmslos alle! ab dem 4.10.1990 vom Bundesgerichtshof kassiert und aufgehoben?
Oder gibt es aus Deiner Sicht etwa ein teilstaatliches Unrecht?

Gruß
Nostalgiker




die Unrechtsurteile sind doch alle aufgehoben worden. Ich habe Bekannte die wegen Republikflucht verurteilt wurde, das Urteil wurde kassiert.




Ja Gert,

selbst Spione die für BND und Co arbeiteten wurden entschädigt.
Selbst diese wurden von der DDR zu UNRECHT verurteilt.



Das ist dann der Rechtsstaat BRD.




richtig Alfred, man muss halt nur aufpassen dass man immer auf der richtigen Seite steht


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02.05.2012 18:00 (zuletzt bearbeitet: 02.05.2012 18:02)
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Zitat von Grenzwolf62
Ja, und was ist nun der tiefere Sinn der Bemühungen hier?
Die Anfangsabsicht scheint klar zu sein - irgendwas an der DDR muss nun mal gefunden werden was besser ist als in dem Jammerländle hier und nun ist es halt auch noch der Knast.
Und die angedachte Konsequenz daraus, den armen Sündern soll es endlich besser gehen oder wie?
Müsste man ja faktisch so ableiten.







http://www.spurensicherung.org/texte/Band2/rothe.htm#top

Hier beschreibt eine Zeitzeugin unter dem Titel: Häftlinge und Helden das Verhalten von Häftlingen am 17. Juni 1953
" Übrigens hatte der Leiter der Haftanstalt die Zellentüren öffnen lassen und den Häftlingen freigestellt, hinauszugehen. Es ist aufschlußreich, daß nicht einer von ihnen diese Möglichkeit nutzte. „Mit der Sache wollen wir nichts zu tun haben", erklärten sie"

Wenn es den Häftlingen so schlecht ging, warum sind die eigentlich nicht auf das Angebot eingegangen? Der Weg nach Westberlin oder in den Westen war da doch leicht möglich.


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02.05.2012 18:06
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Zitat von Gert

Zitat von Alfred

Zitat von Gert

Zitat von Nostalgiker

Zitat von Gert
Feliks, du hattest das Wort Häftlingseinsatz in der DDR noch nicht in den Mund genommen, da kam schon der stets bekannte Fingerzeig auf die anderen(Länder). Da die DDR nicht auf allen Gebieten mit anderen zu vegleichen war, vor allem nicht im Rechtswesen, spreche ich ihr ( der DDR)diese Vergleichsmöglichkeiten ab, weil sie kein Rechtsstaat war.
Nun zum Inhalt : ich hätte beinahe ironisch gesagt, Feliks stell den Häftlingen noch eine Flachbildschirm in die Zelle. Vor lauter zur Schau gestellten Menschlichkeit wird dich die Stasi noch nachträglich fristlos kündigen- war nämlich nicht in ihrem Sinne.

Zur Häftlingarbeit. Ich habe Gespräche mit Ehemaligen geführt, die haben mir anderes berichtet. Z.B. bei Arbeiten mit stark gesundheitsgefährdenden Klebstoffen ohne jeden Schutz schwere Lungenschäden. Jahre später musste ein Schlauch ständig in der Nase bleiben um Sauerstoff dem Körper zuzuführen. Vor kurzem mit Anfang 60 in Bremerhafen gestorben.
Die von dir so herausgestellte Entlohnung reichte gerade mal, um ein paar Zigaretten zu kaufen. Ein zweiter Augenzeuge berichtet von schweren, körperlich Arbeiten im damaligen Erdölkombinat Schwedt. Sie mussten Eisenbahnschienen schleppen usw.Ich denke dass die Produktivität der Häftlingen nicht sehr hoch war, dass die DDR aber sie immer noch ausbeuten konnten um Profite zu erwirtschaften. Abschließend noch einen Kommentar zu den Politischen, die ja in nicht unerheblicher Zahl unter den Häftlingen waren. Für sie war es bestimmt besonders hart, weil sie für Delikte eingebuchte wurden, die nach internationalem Recht keine Vergehen waren. Dann noch für ein paar Silberlinge für den Staat schuften, der sie weggesperrt, das muss man dann tagtäglich im Kopf erst einmal verarbeite, Einsicht oder Resozialisierung bei diesen Häftlingen im Sinne der SED würde ich gleich 0 ansetzen.Also, die von dir erwähnte Resozialisierung mag vielleicht für Arbeitsscheue oder Kriminelle ein probates Mittel sein, einen Republikflüchtling oder Dissidenten wird das kaum beeindruckt haben.



@Gert, zu den rot gemarkerten Stellen; ja wie denn nun?
Wenn ich etwas nicht vergleichen kann weil es einmalig ist kann ich auch kein "internationales Recht" anrufen.......

Wenn die DDR kein Rechtsstaat war, was Du bestimmt stichhaltig beweisen kannst, warum wurden dann nicht spätesten alle in der DDR gesprochenen Urteile und damit meine ich ausnahmslos alle! ab dem 4.10.1990 vom Bundesgerichtshof kassiert und aufgehoben?
Oder gibt es aus Deiner Sicht etwa ein teilstaatliches Unrecht?

Gruß
Nostalgiker




die Unrechtsurteile sind doch alle aufgehoben worden. Ich habe Bekannte die wegen Republikflucht verurteilt wurde, das Urteil wurde kassiert.




Ja Gert,

selbst Spione die für BND und Co arbeiteten wurden entschädigt.
Selbst diese wurden von der DDR zu UNRECHT verurteilt.



Das ist dann der Rechtsstaat BRD.




richtig Alfred, man muss halt nur aufpassen dass man immer auf der richtigen Seite steht






Gert,

dies darf jeder mit sich selbst ausmachen.
Ich bin der festen Überzeugung, dass sich bei einer Lageveränderung wieder genügend " GEZWUNGENE" finden werden, die heute "oben schwimmen" oder heute auch wieder dieses oder jenes "mussten".


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