Doppelmord im Niemandsland? -Republikflucht mit Folgen

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06.04.2012 10:09
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#16
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Gut,dass dieser Film der Nachwelt erhalten geblieben ist.Den Prozess könnte man sicher noch mal genauer aufdröseln.Was wäre eigentlich passiert,wenn man die unmittelbaren Zeugen hätte anreisen lassen? ZB,den damaligen Führenden? Hätte man diese nicht eventuell verhaftet bei Grenzübertritt oder hatte man Angst,dass diejenigen dann nicht mehr heimkehrten?
Alles andere ist ja ausführlich und lange debattiert worden.Die abscheuliche Tat ist geschehen. Was bleibt,Gedenken an zwei Kameraden von uns,die hinterrücks erschossen wurden.


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06.04.2012 11:30
#17
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Zitat von Pit 59
und da tuckert ein bewaffneter Fahnenflüchtiger noch über 100 Km gen Grenze, hab ich nie richtig nachvollziehen können.
Bei jedem Kartoffelklau in einer LPG hätts eine Großfahndung gegeben.@grenzwolf

Da haste wohl Recht,und Verstopft waren die Strassen zu der Zeit nun wirklich nicht.Es bleiben bei aller Tragik des Vorfalles trotzdem noch einige Fragen offen,welche wir aber nicht Beantworten können,da gibt es nur einen.



Es gab aber ein Gesetz zum Schutz der Staatsgeheimnisse. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, brauchte die Volkspolizei für die Fahndung Infos über Weinhold. Diese waren aber klassifiziert und es ging mehrere Stunden, bis die Freigabe erfolgte. Wäre Vergleichbares in einem zivilen Betrieb geschehen, zb. wenn sich zum Beispiel ein Bergbauarbeiter mit viel Dynamit von der Arbeisstelle entfernt hätte, dann hätte die VP die nötigen Infos vom Personalbüro verlangt und die hätten sie ohne weiteres auch bekommen. Wenn allerdings höhere Staatsinteressen ins Spiel kommen, kann auch die Polizei ausgebremst werden.
Theo


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06.04.2012 12:11
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#18
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Zitat von eisenringtheo

Zitat von Pit 59
und da tuckert ein bewaffneter Fahnenflüchtiger noch über 100 Km gen Grenze, hab ich nie richtig nachvollziehen können.
Bei jedem Kartoffelklau in einer LPG hätts eine Großfahndung gegeben.@grenzwolf

Da haste wohl Recht,und Verstopft waren die Strassen zu der Zeit nun wirklich nicht.Es bleiben bei aller Tragik des Vorfalles trotzdem noch einige Fragen offen,welche wir aber nicht Beantworten können,da gibt es nur einen.



Es gab aber ein Gesetz zum Schutz der Staatsgeheimnisse. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, brauchte die Volkspolizei für die Fahndung Infos über Weinhold. Diese waren aber klassifiziert und es ging mehrere Stunden, bis die Freigabe erfolgte. Wäre Vergleichbares in einem zivilen Betrieb geschehen, zb. wenn sich zum Beispiel ein Bergbauarbeiter mit viel Dynamit von der Arbeisstelle entfernt hätte, dann hätte die VP die nötigen Infos vom Personalbüro verlangt und die hätten sie ohne weiteres auch bekommen. Wenn allerdings höhere Staatsinteressen ins Spiel kommen, kann auch die Polizei ausgebremst werden.
Theo




Ich bezog mich mehr darauf das nähe dem heutigen Chemnitz ein bewaffneter der Richtung Grenze unterwegs ist, eine Polizeisteife abwehrt.
Was braucht es da weitere Informationen?
Die VP-Motorräder waren mit Funk ausgerüstet und in der ehemaligen DDR gab es sicher mehr, schnell einsatzbereites Sicherheitspersonal jeder Art, als in vielen anderen Staaten.
Du meinst die VP durfte/wollte in diesem Fall nicht eigenständig handeln?


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06.04.2012 12:23
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#19
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Viele ehemalige Kameraden werden sich an Lagen mit abgängigen Angehörigen der GSSD erinnern, die oft schwer bewaffnet ebenfalls in Richtung Grenze unterwegs waren.
Meist wurden diese Lagen von der Sowjetarmee eigenständig beendet, inklusive abschießen von SPW vor erreichen der Grenze.


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10.04.2012 10:01
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#20
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94

Die 'Zusammenarbeit' war erstaunlich gut, ich möchte da mal die 'Dresdner Protokolle' erwähnen.
Das W. mit sogar 360 Schuß abgängig war, kam laut @wuschel erst bei den Ermittlungen zu Tage, war also während seiner Flucht nicht bekannt?

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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10.04.2012 10:30 (zuletzt bearbeitet: 10.04.2012 10:31)
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#21
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Zitat von Grenzwolf62
Viele ehemalige Kameraden werden sich an Lagen mit abgängigen Angehörigen der GSSD erinnern, die oft schwer bewaffnet ebenfalls in Richtung Grenze unterwegs waren.
Meist wurden diese Lagen von der Sowjetarmee eigenständig beendet, inklusive abschießen von SPW vor erreichen der Grenze.


muß ich mit negativ beantworten, denn wenn eine flucht oder der versuch zu spät erkannt wurde war ein abschießen nicht mehr möglich. in meiner zeit hatten wir eine festnahme eines einzelnen kraftfahrers im ural am gsz. der ural war voller munition bis hin zu RPG`s. der fahrer hatte sich nur verfahren wie er angab und wurde bis zum eintreffen der russischen kommandantur im kompaniebereich festgehalten. da ich ihn bewachen muste, ging mir schon die muffe, denn er hatte bis zur abholung (es war wie ein viehtransport als er auf den lkw geworfen wurde) freien raum sich innerhalb des kompaniegeländes zu bewegen. ich bewachte ihn in einigen abstand mit entsicherter mpi.
zum fall weinhold gibt es ja nun schon genug beiträge und keiner bringt weiter als die erkentnis welche schon existieren. mal so nebenbei, fahnenflucht ist und war auch in der brd strafbar und mit waffengewallt erzwungen wäre die strafe heute für einen soldaten der bundeswehr sicher höher als die für weinhold. republikflucht lasse ich mal bewust weg. zum thema "niemandsland", kann mir jemand sagen wo dieses land liegt? dort baue ich mir dann ein haus und zahle nie wieder steuern.
andy


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10.04.2012 10:51
#22
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Wie schon oft erwähnt, wird unter "Niemandsland" in der Umgangsprache ein Gebiet verstanden, das an der Grenze zwischen zwei Staaten liegt und nur unter besonderen Bedingungen betreten werden (meist nur mit spezieller Berechtigung).
Theo


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10.04.2012 11:03 (zuletzt bearbeitet: 10.04.2012 11:03)
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#23
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Zitat von eisenringtheo
Wie schon oft erwähnt, wird unter "Niemandsland" in der Umgangsprache ein Gebiet verstanden, das an der Grenze zwischen zwei Staaten liegt und nur unter besonderen Bedingungen betreten werden (meist nur mit spezieller Berechtigung).
Theo


theo was man bezeichnet und was existiert sind 2 verschiedene schuhe. der begriff "niemandsland" ist irreführend. eher würde ich "verbotenes land" akzeptieren, denn die grenzsteine zeigten auf den zentimeter genau wer wo das sagen hat.
andy


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10.04.2012 11:42 (zuletzt bearbeitet: 10.04.2012 11:44)
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#24
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Zitat von EK 82/2

Zitat von eisenringtheo
Wie schon oft erwähnt, wird unter "Niemandsland" in der Umgangsprache ein Gebiet verstanden, das an der Grenze zwischen zwei Staaten liegt und nur unter besonderen Bedingungen betreten werden (meist nur mit spezieller Berechtigung).
Theo


theo was man bezeichnet und was existiert sind 2 verschiedene schuhe. der begriff "niemandsland" ist irreführend. eher würde ich "verbotenes land" akzeptieren, denn die grenzsteine zeigten auf den zentimeter genau wer wo das sagen hat.
andy




"Niemandsland" war eher ein in westlichen Medien gebräuchlicher Begriff.
Gab ja nur das Hoheitsgebiet der DDR oder der BRD und zwischendrin gab es nichts.


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10.04.2012 11:56
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#25
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ich weis grenzwolf. aber wird dieser begriff "niemandsland" noch weitere jahre verwendet, dann frage mal heute schon jugentliche wo es die genaue grenze gab? die antworten doch heute schon das die DDR in russland war. geschichte sollte schon real überliefert werden und nicht nur die böse hexe.
andy


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07.08.2013 16:21
#26
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Moin Moin!

Da das Video im Beitrag nicht mehr geht, hier mal ein neuer Link:


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07.08.2013 18:57
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#27
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #22
Wie schon oft erwähnt, wird unter "Niemandsland" in der Umgangsprache ein Gebiet verstanden, das an der Grenze zwischen zwei Staaten liegt und nur unter besonderen Bedingungen betreten werden (meist nur mit spezieller Berechtigung).
Theo



Hallo,

Widerspruch, Niemansland passt hier wirklich nicht, weder wa es für die Grenzaufklärer ein Problem oder eine Gefahrensitutation mit den Fußspitzen bis auf einen Millimeter sich der Bundesrepublik zu nähren noch umgekehrt, wenn sich BGS und GAK gegenüberstanden, dann hielt man in der Praxis den menschlichen Höflichkeitsabstand ( Knoblaudistanz ) kommentarlos ein.


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07.08.2013 20:41
#28
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Zitat von SET800 im Beitrag #27
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #22
Wie schon oft erwähnt, wird unter "Niemandsland" in der Umgangsprache ein Gebiet verstanden, das an der Grenze zwischen zwei Staaten liegt und nur unter besonderen Bedingungen betreten werden (meist nur mit spezieller Berechtigung).
Theo



Hallo,

Widerspruch, Niemansland passt hier wirklich nicht, weder wa es für die Grenzaufklärer ein Problem oder eine Gefahrensitutation mit den Fußspitzen bis auf einen Millimeter sich der Bundesrepublik zu nähren noch umgekehrt, wenn sich BGS und GAK gegenüberstanden, dann hielt man in der Praxis den menschlichen Höflichkeitsabstand ( Knoblaudistanz ) kommentarlos ein.




Welch gravierende Erkenntnis!

Ähm; "d" wird vermißt.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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07.08.2013 21:22
#29
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Möglicherweise einfach nur ein (westlicher) Begriff aus dem "Kalten Krieg. Die Bezugnahme auf "heisse Kriege" mit umkämpften Gebiet zwischen der Front (wie hier 1917):

http://en.wikipedia.org/wiki/File:Aerial...y_1917.jpg#file
Damit sollte wohl die kriegerische und aggressive Natur des Kommunismus propagansistisch betont werden.
Theo


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07.08.2013 23:10 (zuletzt bearbeitet: 07.08.2013 23:11)
#30
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #29
Möglicherweise einfach nur ein (westlicher) Begriff aus dem "Kalten Krieg. Die Bezugnahme auf "heisse Kriege" mit umkämpften Gebiet zwischen der Front.
Damit sollte wohl die kriegerische und aggressive Natur des Kommunismus propagansistisch betont werden.
Theo





Die Begrifflichkeit "Niemandsland" an der einstigen innerdeutschen Grenze und in Berlin hatte nichts mit militärischen Begrifflichkeiten oder dem Kalten Krieg oder mit einer bestimmten Betonung zu tun.

Die Bezeichnung entstand zunächst insbesondere unter der Bevölkerung im Grenznahen Raum.
Insbesondere zu Ende der 50er, in den 60er und Anfang der 70er Jahre wurde das Gelände zwischen dem Grenzzaun (Stacheldraht oder Metallgitter) bis zum Grenzverlauf fast nicht genutzt.

Auch Kräfte der DGP, NVA-Kdo Grenze, Grenztruppen bestreiften nur selten/sporadisch den Bereich "feindwärts" der Sperranlage.
Es gab nur sehr wenige Gassen in den Abschnitten mit MS61, 62 oder 66, die nicht vermint waren.
Die Streifen liefen in Grenznähe mit Masse östlich des 10-Meter Streifen bzw. späterhin auf dem Kolonnenweg.
Schwerpunkte für Aktivitäten waren i.d.R. die Besucherbereiche. Von dem Bau der Sperranlagen und der Markierung der Grenze mal abgesehen.

"Mobility, Vigilance, Justice"

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