Wir brauchen einen Solidarpakt West

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22.03.2012 17:26
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Zitat von Gert
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Ich habe das Umlageverfahren sehr wohl verstanden und wenn davon ein Gruppe profitiert, dann sind es unsere "Brüder und Schwestern" und nicht umgekehrt.




Nichts verstanden. Die Ostdeutschen haben prozentual mehr Menschen im arbeitsfähigen Alter eingebracht. Brüder und Schwestern sind Nettozahler. .


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23.03.2012 09:55 (zuletzt bearbeitet: 23.03.2012 09:57)
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Zitat von Gert
PF 75...westdeutschen kommunen schon immer über ihre verhältnisse gelebt haben ?

da gibt es solche und solche, wie überall. Ich lebe in einer rheinischen Großstadt, die schuldenfrei ist. Da ist z.B. der Kindergarten kostenlos.
Es gibt aber auch Städte, die hochverschuldet sind, z.T. unverschuldet in diese Misere geraten z.T. aber auch selbst schuld an der Misere.
Die Städte die jetzt aufgeschrieen habe, habe es zurecht. Es sind überwiegend Städte aus dem Ruhrgebiet, Arbeitslosigkeit bis 20 %, geringe Einnahmen, hohe Soziallasten wie Hartz IV. Denen geht es zum Teil schlechter als den schlechtesten ostdeutschen Kommunen.
In diesem Zustand noch Finanztransfers an die neuen Länder zu leisten, ist unmöglich. Da wird es in Kürze ziemlich krachen, wenn das nicht geändert wird. Ich bin am letzten WE in Brandenburg gewesen und auf der B189 gefahren. Ein solch schöne Strasse habe ich lange nicht mehr gesehen. Das war Soli in feinster Asphaltausführung. Das ist die Realität.





Ja, @Gert, da siehst Du mal wieder die eklatante Unfähigkeit dieser Politiker in einem vereinten Deutschland, wie ich immer so schön sage "Querbeet" durch alle(!) Parteien, hier geziehlt und vor allem effektiv gegenzusteuern. Statt dessen schaut man lieber zu, wie neue Neiddebatten (teilweise nicht völlig zu Unrecht!) in den Beziehungen alte zu den neuen Bundesländern entstehen, geschürt werden.

Die passendsten Argumentationen finden wir doch hierzu in diesem Thread!

Das krasseste Gegenbeispiel ist doch das schnelle Handeln eben dieses Klientels, wenn es u. a. um ihre Diätenerhöhungen oder Gesetze für irgendwelche Interessenverbände, sprich Lobbyisten geht. Wie Diätenerhöhungen problemlos durch das Parlament gehen, aktuell und unverschämt derzeit wieder in Sachsen/ Anhalt zu sehen. Neidebatten, wenn die "kleinen" Leute sich gegenseitig zerfleischen, anfeinden sind doch die besten Ablenkungsmanöver zur Vertuschung dieses, sagen wir mal Betruges am mündigen Bürger, am Wähler.

Ich hatte es erst kürzlich einem User per PM geschrieben, ich zweifele nicht dieses System der sozialen Marktwirtschaft (wenn sie denn aktuel eine wär!) , dieses Grundgesetz, an. Ich habe es mit gewollt, als ich 1989 mit auf der Straße war. Das mir Vieles, gerade mit der schnellen Einführung der DM viel zu schnell ging, ist eine andere Sache.

Ich zweifele aber arg an den Ausführenden, an der Politik, mehrheitlich an den (unseren) Politikern, eben an der systematischen Unterwanderung dieser Grundsätze der sozialen und von meinethalben auch freien Marktwirtschaft. Der Unterwanderung von Grundgesetz und Verfassung! Der Opferung von immer mehr, speziell sozialen Komponenten zu Gunsten von Megareichtum und all seine negativen Facetten für einige Wenige... Simpel erklärt, Verluste sozialisieren, Gewinne privatisieren...!

Ich zweifele aber arg an der Redlichkeit von Personen, die in Verantwortung für dieses Land, seiner Politik, seiner Menschen stehen. Die ihrer verfassungsmäßigen Pflicht, ihrem Eid "...nur ihrem Gewissen verpflichtet und nur im Intersse der Wähler..." zu handeln kaum noch nachkommen. Die in eine gesellschaftsfeindliche Selbstbedienungsmentalität verfallen sind, die langsam aber sicher an den Grundfesten dieses, unseres Landes nagt.



josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...


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23.03.2012 14:44
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Zitat von damals wars

Nichts verstanden. Die Ostdeutschen haben prozentual mehr Menschen im arbeitsfähigen Alter eingebracht. Brüder und Schwestern sind Nettozahler. .



Man sollte die Dinge in der Gesamtheit betrachten, wenn man ein wahres Urteil treffen möchte.

Die Kontoführung zwischen Ost und West läuft getrennt ab. Die Differenz zwischen den Beitragseinnahmen der Rentenkasse Ost und den „Rentenzusagen für die Ostrentner“ wird durch den sogenannten West-Osttransfer ausgeglichen. So floss zum Bp. schon 2003 über diesen Transfer 14 Milliarden Euro von der Rentenkasse West in die Rentenkasse Ost. Dieser Transfer, der ausschließlich innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung GRV abgewickelt wird, gilt bei der Politik als der Ausdruck „systemimmanenter Solidarität“. Das bedeutet im Klartext, dass „ die Rentenzusagen für die Ostrentner „( für die ja keine Beitragseinnahmen in der GRV eingezahlt wurden), ausschließlich von den Beitragszahlern der GRV West aufgebracht werden muss!
jenny


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23.03.2012 15:46
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Zitat von damals wars
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Zitat von Gert
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Ich habe das Umlageverfahren sehr wohl verstanden und wenn davon ein Gruppe profitiert, dann sind es unsere "Brüder und Schwestern" und nicht umgekehrt.




Nichts verstanden. Die Ostdeutschen haben prozentual mehr Menschen im arbeitsfähigen Alter eingebracht. Brüder und Schwestern sind Nettozahler. [lachen].




So, dann lies mal den Post von Jennyblo, genau das was sie da in fachlich sehr guter Weise darstellt ist es, was ich meinte.

Alles klar ?


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23.03.2012 15:59 (zuletzt bearbeitet: 23.03.2012 15:59)
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Zitat von jennyblo


Man sollte die Dinge in der Gesamtheit betrachten, wenn man ein wahres Urteil treffen möchte.




Na, dann fang mal bei Dir damit an, denn Dein Urteil ist alles andere als wahr, und zeugt von Unkenntnis der Ökonomie.

Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984

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23.03.2012 17:21
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Zitat von Gert
[quote="damals wars"]][quote="Gert"][
So, dann lies mal den Post von Jennyblo, genau das was sie da in fachlich sehr guter Weise darstellt ist es, was ich meinte.



Schmückst Dich mit fremden Federn.
Die Überweisungen werden von den Ostdeutschen erarbeitet, die Richtung Westen auswandern mussten.
Immerhin 3 Millionen im Arbeitsfähigen Alter.
Und der " Überschuss" landet unter anderem mit auf Deinem Konto.


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23.03.2012 18:12
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( gelöscht )

Zitat von damals wars

Zitat von Gert
[quote="damals wars"]][quote="Gert"][
So, dann lies mal den Post von Jennyblo, genau das was sie da in fachlich sehr guter Weise darstellt ist es, was ich meinte.



Schmückst Dich mit fremden Federn.
Die Überweisungen werden von den Ostdeutschen erarbeitet, die Richtung Westen auswandern mussten.
Immerhin 3 Millionen im Arbeitsfähigen Alter.
Und der " Überschuss" landet unter anderem mit auf Deinem Konto.





Ich brauche mich nicht mit fremden Federn schmücken, denn ich habe lediglich auf Jennyblos Post verwiesen. Du musst endlich mal anfangen, von vorne zu lesen. Nun ziehst du wieder einen neuen Joke aus dem Hut, nachdem der alte nicht mehr zog . Stelle fest, bist einfach beratungsrestistent.

So ich ziehe mich nun aus deiner verbalen Krabbelstube zurück


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23.03.2012 18:55
avatar  Mike59
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Zitat von jennyblo

Zitat von damals wars

Nichts verstanden. Die Ostdeutschen haben prozentual mehr Menschen im arbeitsfähigen Alter eingebracht. Brüder und Schwestern sind Nettozahler. .



Man sollte die Dinge in der Gesamtheit betrachten, wenn man ein wahres Urteil treffen möchte.

Die Kontoführung zwischen Ost und West läuft getrennt ab. Die Differenz zwischen den Beitragseinnahmen der Rentenkasse Ost und den „Rentenzusagen für die Ostrentner“ wird durch den sogenannten West-Osttransfer ausgeglichen. So floss zum Bp. schon 2003 über diesen Transfer 14 Milliarden Euro von der Rentenkasse West in die Rentenkasse Ost. Dieser Transfer, der ausschließlich innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung GRV abgewickelt wird, gilt bei der Politik als der Ausdruck „systemimmanenter Solidarität“. Das bedeutet im Klartext, dass „ die Rentenzusagen für die Ostrentner „( für die ja keine Beitragseinnahmen in der GRV eingezahlt wurden), ausschließlich von den Beitragszahlern der GRV West aufgebracht werden muss!
jenny




In welche Rentenkasse zahlen denn nun eigentlich die paar verbliebenen Arbeitnehmer in Ostdeutschland ein? Gibt es da auch unterschiedliche Rentenkassen?

Zitat
Das bedeutet im Klartext, dass „ die Rentenzusagen für die Ostrentner „( für die ja keine Beitragseinnahmen in der GRV eingezahlt wurden), ausschließlich von den Beitragszahlern der GRV West aufgebracht werden muss!
jenny



Das hört sich an, als ob in der Vergangenheit so Kohle auf Halde gelegt wurde und nur darauf wartete das der Beitrags(ein)zahler zum Beitragsempfänger wurde.
So funktioniert das deutsche Rentensystem doch eher nicht. Die Gelder die eingezahlt werden, werden auch an die berechtigten Empfänger ausgezahlt. Wer sich alles zu den Empfänger zählen darf, wird politisch geregelt.

Oder habe ich da was falsch verstanden?

Mike59


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23.03.2012 23:36
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#39
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Das passt aber nicht in Gert gebildetes Weltbild:

Arme aufopfernde Wessis,
schmarozende Ossis.


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23.03.2012 23:41
avatar  Pitti53
#40
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Zitat von damals wars
Das passt aber nicht in Gert gebildetes Weltbild:

Arme aufopfernde Wessis,
schmarozende Ossis.




Aufopfernde Wessis?

Wo sind sie?

Ich kenn ein paar Freaks die meinen Naturleute zu sein und uns das natursein dazubringen zu müssen

Aber wenns an ihre Kohle geht,ist Feierabend


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24.03.2012 18:46
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#41
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24.03.2012 19:00
avatar  Mike59
#42
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Zitat von damals wars
So sieht die Realität aus:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/so...n-11695440.html



Zitat
Was die Heranziehung der Westkommunen für den Aufbau Ost konkret heißt, hat der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, am Beispiel von Gelsenkirchen öffentlich vorgerechnet: Die Stadt im Ruhrgebiet, deren Bürgermeister zu denen gehört, die sich öffentlich kritisch zum Solidarpakt geäußert haben, hat einen Haushalt von 845 Millionen Euro. Für Sozialleistungen benötigt sie 170 Millionen Euro. Ihr Beitrag zum Solidarpakt sind 10 Millionen Euro.



Na mit Mathematik und Statistik kann ich viel erklären. Da kommt bestimmt auch gleich eine Gegenrechnung. Was bringt das nun? Nur die Gewissheit, das ein Hemd näher ist wie der Rock.

Mike59


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27.03.2012 20:20
#43
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Zitat von Gert

Zitat von damals wars

Zitat von Gert

Du hast wohl von nix 'ne Ahnung und davon viel



Sagt jemand, der so etwas schreibt

"@damals
die Rente habe ich nicht von den Bewohnern der ex DDR geschenkt bekommen, sondern in der Bundesrepublik erarbeitet"

So etwas kann man nur schreiben, wenn man das Umlageverfahren nicht verstanden hat.
Geht aber vielen im Westen so.




Ich habe das Umlageverfahren sehr wohl verstanden und wenn davon ein Gruppe profitiert, dann sind es unsere "Brüder und Schwestern" und nicht umgekehrt. Aber das ist gut so, das gehört mit zum Preis der Einheit.




All diese Transfers und Geschenke unserer Brüder und Schwestern hätte man sich sparen können, wenn man uns Ossis im Monopolyspiel Deutsche Einheit auch Würfel mit 1-6 gegeben hätte und keine mit lauter Einsen.
Man hat uns Wasserwerke und Bahnhöfe gebaut, uns an einem Teil der Mieten von der Schloßalle beteiligt und zur Ablenkung ein paar Politbürobonzen ins Gefängnis gesteckt und geglaubt, alles würde sich zum Guten wenden.

Was nun auch Ulrich Blum vom Institut für Weltwirtschaft in Halle (...Saale -!- wie kommt denn das dort hin ???) http://www.mz-web.de/servlet/ContentServ...Id=987490165154
zum tatsächlichen Grund für das Auseinanderdriften der Republik äußert, ist genau das, worüber man gern als ungeduldiger Nörgler und Neidhammel aus dem Osten abgestempelt wird- Es geht um nicht mehr und nicht weniger als um die Ansiedlung großer Firmensitze und die endlich durchzusetzende Beteiligung von erbschaftsgeschwängerten Passivkapitalisten an den Projekten des Gemeinwesens.
Aktuell steht es in diesem Ranking 493:7für den Westen- von den 500 größten deutschen Unternehmen sitzen nur sieben im Osten und das ist gewollt !

Die Volksparteien haben ihre disziplinierten Statthalter in Form der ehemaligen Blockparteien für diese Zwecke optimal eingestellt und die werden sich ums Verrecken nicht mit ihren Parteizentralen anlegen, um hier was zu ändern.
Das würde sie den Job kosten- im Bereich der Bürgermeister, die schon reihenweise ihre Shuttlepartei abgeschüttelt haben, geht das noch- da steht nicht viel auf dem Spiel- im Bereich der Landräte und Landespolitiker ist das nicht mehr so einfach- da geht es um Listenplätze, Diäten und Parteidisziplin und das ist das Problem.

Kohl & The Gang wußten bereits 1990, wie leicht diese Blockflöten im SED- Apparat manövrierbar waren, warum sollte das im neuen Herrschaftsgebiet nicht auch funktionieren, notfalls konnte man ja noch ein paar Stasiakten herauskramen, falls doch mal einer aufzuckt.
Nein- ein guter Wirtschaftsminister der ostdeutschen Länder, oder vielleicht noch der aus der de Maiziere- Regierung hätte z.B. die Allianz zum Umzug nach Dresden verdonnert, wenn sie tatsächlich die gesamten Versicherungskunden der staatlichen Versicherung der DDR zugeteilt bekommen, ohne erst ihre Kloppertruppen los schicken zu müssen.

7:493 ist einfach nur Waterloo ob mit oder ohne Quotenmarionetten Gauck, Merkel, Thierse und was weiß ich wem.
Die Big Points sind vergeben und wir kommen mit diesen Vasallen nicht mehr ins Spiel und solange das so ist bleiben wir am Tropf, wir Morgenthau- Ossis.

Viele leben zu sehr in der Vergangenheit.
Aber die Vergangenheit soll ein Sprungbrett sein und kein Sofa.

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