Auch Tote haben Stasi-Akten

  • Seite 2 von 6
12.03.2012 11:22
avatar  werner
#16
avatar

Ja, @Gert, da ist wieder die Schere zwischen dem täglichen Leben und dem, was in den Medien so rübergebracht wird.

So, wie im täglichen Leben in der DDR das MfS anscheinend längst keine so große Rolle gespielt hat, wie man es heute in einigen Medien glauben machen will. Das hat nichts mit Kleinreden zu tun, sondern mit einer realistischen, vernünftigen Sicht auf die Dinge.

Du hast es ja selbst schon genannt, es ist mittlerweile eine regelrechte „Aufarbeitungs- Industrie“ entstanden. Die vertritt natürlich ihre nicht geringen wirtschaftlichen Interessen. Diese werden mit einem Interesse der Menschen verbrämt, das es in dieser Größe möglicherweise gar nicht gibt. Denn die vielen Menschen, die Akteneinsicht angefordert haben und dann feststellen mussten, dass eigentlich nichts wirklich Wichtiges drin steht, kommen ja nicht zu Wort- weil sich das eben medial nicht verwerten lässt.

Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984

 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2012 11:34
avatar  ( gelöscht )
#17
avatar
( gelöscht )

Zitat von werner


So, wie im täglichen Leben in der DDR das MfS anscheinend längst keine so große Rolle gespielt hat, wie man es heute in einigen Medien glauben machen will. Das hat nichts mit Kleinreden zu tun, sondern mit einer realistischen, vernünftigen Sicht auf die Dinge.




Und um diese realistische Sicht auf die Dinge auch zu behalten ist es gut, das die unheimlichen Akten des heimlichen Dienstes auch weiterhin unheimlich bleiben.


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2012 11:41
avatar  Alfred
#18
avatar

Zitat von Grenzwolf62

Zitat von werner


So, wie im täglichen Leben in der DDR das MfS anscheinend längst keine so große Rolle gespielt hat, wie man es heute in einigen Medien glauben machen will. Das hat nichts mit Kleinreden zu tun, sondern mit einer realistischen, vernünftigen Sicht auf die Dinge.




Und um diese realistische Sicht auf die Dinge auch zu behalten ist es gut, das die unheimlichen Akten des heimlichen Dienstes auch weiterhin unheimlich bleiben.





Geht es noch eine Nummer GRÖßER ...


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2012 11:49
avatar  werner
#19
avatar

@Grenzwolf, das eine Problem ist, dass die Akten eben nicht vollumfänglich offen gelegt werden, sondern nach dem Gusto der politisch herrschenden nur die politisch gewollten zugänglich sind, nämlich die, die geeignet sind, ein möglichst schlechtes Licht auf die Geschehnisse in der DDR zu werfen.

Auch eine Art "Brot und Spiele fürs Volk"

Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984

 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2012 11:53
avatar  ( gelöscht )
#20
avatar
( gelöscht )

aufarbeitung und akteneinsicht fand ich ja richtig, aber langsam kommt es mir wie ein politspektakel vor, um den bösen wolf sozialismus allen generationen vor den augen zu halten, damit sie nicht auf den gedanken kommen das ein soziales system besser sein könnte als das momentane.
schlimm finde ich, das sich wie oben schon erwähnt wurde langsam ein neues denunziantentum entwickelt mit anrufen in firmen oder ähnliches. wenn das demokratie ist das denunziantentum gefördert wird, könnte ich auch weiter in der ddr leben. reisen konnte ich dort auch.

gruß andy


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2012 12:30 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2012 12:32)
avatar  ( gelöscht )
#21
avatar
( gelöscht )

Zitat von werner
@Grenzwolf, das eine Problem ist, dass die Akten eben nicht vollumfänglich offen gelegt werden, sondern nach dem Gusto der politisch herrschenden nur die politisch gewollten zugänglich sind, nämlich die, die geeignet sind, ein möglichst schlechtes Licht auf die Geschehnisse in der DDR zu werfen.

Auch eine Art "Brot und Spiele fürs Volk"



Meine war mir jedenfalls zugänglich und ich habe darin nichts gefunden was den Anschein eines Spieles hatte.


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2012 12:34 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2012 12:40)
avatar  ( gelöscht )
#22
avatar
( gelöscht )

Zitat von Grenzwolf62

Zitat von werner
@Grenzwolf, das eine Problem ist, dass die Akten eben nicht vollumfänglich offen gelegt werden, sondern nach dem Gusto der politisch herrschenden nur die politisch gewollten zugänglich sind, nämlich die, die geeignet sind, ein möglichst schlechtes Licht auf die Geschehnisse in der DDR zu werfen.

Auch eine Art "Brot und Spiele fürs Volk"



Meine war mir jedenfalls zugänglich und ich habe darin nichts gefunden was den Anschein eines Spieles hatte.
Ich würde mir auch mal eine anschauen die ein gutes Licht auf die Geschehnisse wirft, gibt es solche überhaupt?
Jemand hat doch in Auszügen bestimmt was da, stellt mal was konkretes ein.
Aber nicht sowas wie operativer Vorgang "Milch", also Meldung das am Dienstag die Milch alle war, eher was wirklich interessantes.



 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2012 12:40
avatar  werner
#23
avatar

Zitat von Grenzwolf62

Zitat von werner
@Grenzwolf, das eine Problem ist, dass die Akten eben nicht vollumfänglich offen gelegt werden, sondern nach dem Gusto der politisch herrschenden nur die politisch gewollten zugänglich sind, nämlich die, die geeignet sind, ein möglichst schlechtes Licht auf die Geschehnisse in der DDR zu werfen.

Auch eine Art "Brot und Spiele fürs Volk"



Meine war mir jedenfalls zugänglich und ich habe darin nichts gefunden was den Anschein eines Spieles hatte.




Ich habe mehr auf die ursprüngliche Bedeutung von "Panem et circenses" abgestellt . . .

Und die "Personenakten", die jeder einsehen kann, gehören zu "Brot und Spiele" .

Das, wo andere Musik spielt, wird fein unter der Decke, geheim gehalten. Warum wohl?

Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984

 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2012 13:21 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2012 13:23)
avatar  ( gelöscht )
#24
avatar
( gelöscht )

Zitat von werner

Zitat von Grenzwolf62

Zitat von werner
@Grenzwolf, das eine Problem ist, dass die Akten eben nicht vollumfänglich offen gelegt werden, sondern nach dem Gusto der politisch herrschenden nur die politisch gewollten zugänglich sind, nämlich die, die geeignet sind, ein möglichst schlechtes Licht auf die Geschehnisse in der DDR zu werfen.

Auch eine Art "Brot und Spiele fürs Volk"



Meine war mir jedenfalls zugänglich und ich habe darin nichts gefunden was den Anschein eines Spieles hatte.




Ich habe mehr auf die ursprüngliche Bedeutung von "Panem et circenses" abgestellt . . .

Und die "Personenakten", die jeder einsehen kann, gehören zu "Brot und Spiele" .

Das, wo andere Musik spielt, wird fein unter der Decke, geheim gehalten. Warum wohl?



BROT und SPIELE gefällt mir, gut getroffen, war doch irgendwie ein begriff aus den arenen des römischen reiches, oder? noch früher enstand der begriff: halte dein volk dumm und du wirst ewig regieren. genau dies erleben wir heute im nachmittagsprogramm der privatfernsehsender und die leute glauben es sogar wie mir bekannt ist.
das ddr volk war ebend zu schlau und das mit staatlicher förderung.

andy


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2012 14:02
avatar  ( gelöscht )
#25
avatar
( gelöscht )

Zitat von EK 82/2
(...)BROT und SPIELE gefällt mir, gut getroffen, war doch irgendwie ein begriff aus den arenen des römischen reiches, oder? noch früher enstand der begriff: halte dein volk dumm und du wirst ewig regieren. genau dies erleben wir heute im nachmittagsprogramm der privatfernsehsender und die leute glauben es sogar wie mir bekannt ist.
das ddr volk war ebend zu schlau und das mit staatlicher förderung.

andy


Wie sich die Zeitalter ähneln: Früher: "Panem et Circenses" - Heute: "Hartz4 und Sat1 und das Volk ist glücklich". Die modernen Gladiatoren sind hochgeachtet - ganz im Gegensatz zu den Politikern.

Theo


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2012 16:34
avatar  ( gelöscht )
#26
avatar
( gelöscht )

eisenringtheo wie passt das video nun zu den wortspielen der vergangenheit? ein ausschnitt der nicht vielsagend ist finde ich.
andy


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2012 16:47
avatar  ( gelöscht )
#27
avatar
( gelöscht )

Ok. Wieder zurück zu den Stasiakten...
Theo


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2012 16:56
avatar  ( gelöscht )
#28
avatar
( gelöscht )

Zitat von Angelo
Immer mehr junge Menschen wollen mit Hilfe der Stasi-Unterlagen-Behörde klären, ob ihre Familien in die Aktivitäten des DDR-Geheimdienstes verstrickt oder von ihnen betroffen waren. Das teilte Behördenleiter Roland Jahn dieser Zeitung mit.
„Die zunehmende Zahl von Anträgen auf Akteneinsicht von Verstorbenen zeigt, dass die nächste Generation wissen will, wie ihre Eltern und Großeltern gelebt haben“, sagte er. Dies sei nachvollziehbar. Anträge auf Akteneinsicht seien meist auch berechtigt, weil die Betroffenen in 60 Prozent aller Fälle erfasst seien.

Hier weiterlesen
http://www.fr-online.de/politik/einblick...6,11877296.html


um mal wieder zum anfangsthema zu kommen zitierte ich es.
ob es die jugend wirklich wissen will bezweifel ich, denn wenn sie ein gutes verhältnis zu ihrer familie haben sagen ihnen die älteren angehörigen wie sie lebten und was sie machten. hier erkenne ich eher schon wieder heuschelei mit hasstiraden. es wird immer so weiter gehen. ein kind das gut erzogen wurde forscht hinter den eltern nach um zu erfahren ob es gute oder schlechte eltern waren? na toll, für wie blöd halten einige das volk?
andy


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2012 18:03
avatar  Alfred
#29
avatar

Hallo,

es sollte der Leserschaft wenigstens der Begriff "erfasst" erklärt werden.

Würde man dies aber machen, wäre die Enttäuschung für einige groß.


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2012 19:06
avatar  SCORN
#30
avatar

Zum Thema erlaube ich mir mal zwei treffende Leserbriefe aus dem Spiegel einzustellen:


„der Herr Jahn hat noch viele, viele Jahre Arbeit in dieser Staats-ABM.
(anschließend natürlich Bundespräsident)
Postenbeschaffungsmaßnahme für ehemalige DDR Oppositionelle - weiter ist das nichts.
Dafür werden dann im Gegensatz zu der Bewahrung dieses, nach mehr als 20 Jahren, vollig unnützen Papierkrams die gesamten Sozialversicherungsunterlagen aus der ehemaligen DDR geschreddert.“


„Und wenn die Kinder dann die Ergebnisse haben, egal wie diese ausgefallen sind, was bringt das dann?
Es ist beschriebenes Papier, dass auf Echtheit nicht verifiziert werden kann, und vor allem die Situation der Betroffenen nicht wiedergibt.........
Diesen familiären und oder parteipolitisch motivierten Geschichtsvoyeurisms sollte man schleunigst beenden.“


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!