Weinholds Mord von Seidel und Lange 1975

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18.12.2020 20:00
#16
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Zitat von andyman im Beitrag #15
Zitat von birx20 im Beitrag #14
Viele Fehler im Text durch blöde automatsche Rechtschreibkorrektur.
Entschuldigung.

Versuchs doch mal mit bearbeiten.
Lgandyman


Da diese Tat hinlänglich bekannt ist, machen die Rechtschreibfehler nichts aus. Jeder weiß trotzdem, was ausgesagt wurde.


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18.12.2020 20:29
avatar  andyman
#17
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #16

Da diese Tat hinlänglich bekannt ist, machen die Rechtschreibfehler nichts aus. Jeder weiß trotzdem, was ausgesagt wurde.

Na,ja macht ja nichts wenn (unabsichlich) Falschinformationen (falscher Name,Seidel wird gar nicht erwähnt)weiterverbreitet werden.
Was sollen interessierte Gäste,die vielleicht erst nach der Wende geboren sind dann damit anfangen?Ein Forum DDR-Grenze darf auch einen Anspruch auf weitgehend stimmende Informationen haben sofern das möglich ist.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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18.12.2020 20:31
avatar  mibau83
#18
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #11

Naja die Gedenkstelle wird ja gepflegt und auch nächstes Jahr noch da sein.


seit etwa 10 jahren pflegen einmal im jahr, im sommer, ehem. grenzer die todesstelle. holzkreuze imprägnieren, gras mähen, blumen pflanzen usw.

das wird auch 2021 wieder der fall sein.


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18.12.2020 20:55
avatar  Gert
#19
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Zitat von birx20 im Beitrag #13
Ja den 19.12.75 habe ich auch noch in furchtbarer Erinnerung.
Wir waren gerade mal 7 Wochen bei der Fahne (Grundausbildung in Eisenach) und dann wurden wir auf dem W50 dorthingekarrt.
Nach dem Bezug der Notquartiere Turnhalle ? ging es raus in den Wald vor der Grenze.
AK 47 wurde durchgeladen und gesichert.
Danach ging es in Schützenfest durch den Wald. Die Waffe wurde entsichert und es hiess auf alles was nach einer Person (Mensch) aussieht ohne Anrufen feuern.
Uns ging die Düsseldorf es war arschkalt in der Nacht so -17 Grad.
Die Suchaktion ging bis ca. 05:00 Uhr.
Irgendwann in der Nacht hörten wir einen Feuerstoss.
Später wurde irgendwo nochmal geschossen.
Am Morgen des anderen Tages wurde uns beim Appell mitgeteilt, dass Lange und Lange durch den Verbrecher Weißgold ermordet wurden.
Dieses Erlebnis hat mich an der Grenze geprägt, immer auch zum Schutz des eigenen Lebens sehr aufmerksam im Grenzdienst zu sein.

@birx20
als Düsseldorfer habe erst verständnislos gestutzt, aber nachdem ich weiter unten deine Klage über die Wortwahl auf Tablets und Smartphones, die manchmal kurios ist, gelesen habe, verstanden. Ich ärgere mich manchmal auch über diese Einrichtung, vor allem bei What's app schreibt der manchmal solche Textkorrekturen, dass es schon peinlich werden kann, der Unsinn
vermute mal du hast geschrieben/diktiert " uns ging die Düse" ??

Stil ist nicht das Ende des Besens.

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18.12.2020 21:15
avatar  Gert
#20
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es ist schon sehr hinterhältig, 2 am bodenliegende hinterrücks zu erschießen. Er hätte sich doch einfach weiterschleichen können und seine Flucht fortsetzen können.
Für den Fall, dass sie ihn später bemerkt hätten, hätte er sich immer noch mit der Waffe verteidigen können. Dieses , sein Vergehen war auch nicht durch bundesdeutsches Recht gedeckt. Dass es nicht zu einer Mordanklage kam, liegt auch daran, dass die DDR Justiz auf höhere Anweisung mauerte und nicht kooperierte. Mit diesem Verhalten wollten sie, die DDR, die staatliche Anerkennung erpressen und das auf dem Rücken der beiden toten Grenzer. Ein ziemlich törichtes und zynisches Verhalten, das auch zeigte, dass es den SED Oberen nicht um den Tod der beiden ging sondern wieder einmal um ihre Komplexe als nicht "anerkannter Staat" Erst als das zur Freilassung des Beschuldigten führte, habe sie sich bequemt Fakten zu liefern und zu kooperieren. Die geforderte Auslieferung kam deshalb nicht zustande, weil ihm in der DDR die Todesstrafe drohte. Diese war bei uns abgeschafft. Eine Kette von unglücklichen Umständen, die ihn verhältnismäßig billig davon kommen ließ. Dass er ein krimineller Typ war, hat er ja später hier auch bewiesen, wo er verschiedentlich mit dem Gesetz in Konflikt kam.
Ich muss aber auch mal fragen, wieso sich beide Grenzer im offenen Gelände zum Schlafen legten, das war ja der Anschein wie man sie auffand. Also ich habe ja auch Grenzdienst gemacht und wir haben auch mal abgemattet aber so riskant kam für mich nicht in Frage. Daher muss man auch die Frage stellen, inwieweit sind sie mitverantwortlich für den tragischen Ausgang dieser Konfrontation ??

Stil ist nicht das Ende des Besens.

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18.12.2020 21:26
avatar  mibau83
#21
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wurde schon öfters hier beschrieben,

wenn der körper nicht mehr kann, holt er sich selber den schlaf.

die leute dort waren schon mehrere tage in 12 h schichten im einsatz. mit dienstvor-und nachbereitung blieb da nicht mehr viel ruhezeit übrig.

damals gab es die bat.-sicherung, da waren teilweise lange anfahrtswege von der gk bis in den grenzabschnitt.

seidel und lange waren auf der gk eishausen, die todesstelle lag im abschnitt der gk veilsdorf,


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18.12.2020 21:28 (zuletzt bearbeitet: 18.12.2020 21:30)
avatar  Fall 80
#22
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Zitat von Gert im Beitrag #20
es ist schon sehr hinterhältig, 2 am bodenliegende hinterrücks zu erschießen. Er hätte sich doch einfach weiterschleichen können und seine Flucht fortsetzen können.
Für den Fall, dass sie ihn später bemerkt hätten, hätte er sich immer noch mit der Waffe verteidigen können. Dieses , sein Vergehen war auch nicht durch bundesdeutsches Recht gedeckt. Dass es nicht zu einer Mordanklage kam, liegt auch daran, dass die DDR Justiz auf höhere Anweisung mauerte und nicht kooperierte. Mit diesem Verhalten wollten sie, die DDR, die staatliche Anerkennung erpressen und das auf dem Rücken der beiden toten Grenzer. Ein ziemlich törichtes und zynisches Verhalten, das auch zeigte, dass es den SED Oberen nicht um den Tod der beiden ging sondern wieder einmal um ihre Komplexe als nicht "anerkannter Staat" Erst als das zur Freilassung des Beschuldigten führte, habe sie sich bequemt Fakten zu liefern und zu kooperieren. Die geforderte Auslieferung kam deshalb nicht zustande, weil ihm in der DDR die Todesstrafe drohte. Diese war bei uns abgeschafft. Eine Kette von unglücklichen Umständen, die ihn verhältnismäßig billig davon kommen ließ. Dass er ein krimineller Typ war, hat er ja später hier auch bewiesen, wo er verschiedentlich mit dem Gesetz in Konflikt kam.
Ich muss aber auch mal fragen, wieso sich beide Grenzer im offenen Gelände zum Schlafen legten, das war ja der Anschein wie man sie auffand. Also ich habe ja auch Grenzdienst gemacht und wir haben auch mal abgemattet aber so riskant kam für mich nicht in Frage. Daher muss man auch die Frage stellen, inwieweit sind sie mitverantwortlich für den tragischen Ausgang dieser Konfrontation ??


@Gert
Das die Beiden sich dort schlafen gelegt haben halte ich für eine Unterstellung. Irgendwo stand ja schon mal wie lange sie an dem Tag schon im Dienst waren. Manchmal fallen einem sogar beim beobachten die Augen zu. Bewusstes schlafen und noch dazu bei so einer Lage und der Kälte halte ich für ausgeschlossen.

Ob es stimmt weis ich nicht, aber uns wurde im Nachhinein gesagt, dass Weinhold schon zwei Postenpaare aufgeklärt und bereits umgangen hatte bevor er auf Seidel und Lange getroffen ist.

Weiterhin funkte es im Busch, dass bei der Aktion noch mehr Opfer durch eigene Kräfte gegeben hätte. Ob da auch gegen die Schützen ermittelt wurde? Eine Abriegelung mit so vielen uneingespielten verschiedenen Kräften birgt hohe Risiken. Besser wäre es gewesen wenn in dieser Nacht alle Grenzer in ihren Betten gelegen hätten.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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18.12.2020 21:36
avatar  Gert
#23
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Zitat von mibau83 im Beitrag #21
wurde schon öfters hier beschrieben,

wenn der körper nicht mehr kann, holt er sich selber den schlaf.

die leute dort waren schon mehrere tage in 12 h schichten im einsatz. mit dienstvor-und nachbereitung blieb da nicht mehr viel ruhezeit übrig.

damals gab es die bat.-sicherung, da waren teilweise lange anfahrtswege von der gk bis in den grenzabschnitt.

seidel und lange waren auf der gk eishausen, die todesstelle lag im abschnitt der gk veilsdorf,


@mibau83 wie weit auseinander ?

Stil ist nicht das Ende des Besens.

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18.12.2020 21:41 (zuletzt bearbeitet: 18.12.2020 21:41)
avatar  Gert
#24
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Zitat
Das die Beiden sich dort schlafen gelegt haben halte ich für eine Unterstellung.





ich schrieb von Anschein, das hat nichts mit unterstellen zu tun. Wenn ich zwei Tote auf dem Bauch liegend auffinde, die Waffen nicht mal entsichert und geladen, das ist doch seltsam oder wie würdest du es bezeichnen? Die haben sich doch nicht eine Sekunde gewehrt obwohl auch bewaffnet.

Stil ist nicht das Ende des Besens.

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18.12.2020 21:43
#25
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Als ich von diesen Doppelmord an Seidel und Lange erfuhr, war ich knapp 2 Monate vom Kanten wieder zu Hause. Man war doch etwas bedrückt. Und empört war man über das milde Urteil im Westen.


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18.12.2020 21:44
avatar  mibau83
#26
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gut in diesen fall nicht allzuweit, es gibt eine direkte straße zwischen eishausen und veilsdorf. die todesstelle liegt südlich von harras, also noch ein stück weiter in richtung eisfeld.


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18.12.2020 22:00
#27
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ich schrieb von Anschein, das hat nichts mit unterstellen zu tun. Wenn ich zwei Tote auf dem Bauch liegend auffinde, die Waffen nicht mal entsichert und geladen, das ist doch seltsam oder wie würdest du es bezeichnen? Die haben sich doch nicht eine Sekunde gewehrt obwohl auch bewaffnet.
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Gert--die Waffen waren geladen--Unterladen. Und wenn man eine Stellung bezieht, legt man sich mit Sicherheit nicht auf dem Rücken. Sondern legt sich hin oder hockt ab. Und übrigens, wenn man bewaffnet aus dem Hinterhalt kommt, hat man meistens den Vorteil auf seine Seite. Ich vermute mal--nur eine Vermutung--das dieser Doppelmörder--die beiden schon im Visier hatte, als sie die Stellung bezogen haben.
PS: Ich bin während meiner Dienstzeit nie mit entsicherte Waffe durch den Abschnitt gelaufen.


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18.12.2020 22:05 (zuletzt bearbeitet: 18.12.2020 22:10)
avatar  Ehli
#28
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Bitte, es gab das Thema schon, hier sind viele Beiträge hinterlegt.
Fall Weinhold, Grenzdurchbruch, Mord an Seidel & Lange (29)
Schreibt doch bitte hier weiter und wer es noch nicht kennt, dann einfach mal die Beiträge lesen.
Admin, macht doch bitte aus 2 - 1 Beitrag.
Ehli

Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

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18.12.2020 22:11
#29
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Zitat von andyman im Beitrag #17
Zitat von DoreHolm im Beitrag #16

Da diese Tat hinlänglich bekannt ist, machen die Rechtschreibfehler nichts aus. Jeder weiß trotzdem, was ausgesagt wurde.

Na,ja macht ja nichts wenn (unabsichlich) Falschinformationen (falscher Name,Seidel wird gar nicht erwähnt)weiterverbreitet werden.
Was sollen interessierte Gäste,die vielleicht erst nach der Wende geboren sind dann damit anfangen?Ein Forum DDR-Grenze darf auch einen Anspruch auf weitgehend stimmende Informationen haben sofern das möglich ist.
Lgandyman


Hast recht. Ich bin fälschlicherweise davon ausgegangen, daß hier vorrangig Altgediente lesen und schreiben. Fehler sind ja schon im nachhinein klargestellt worden.


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18.12.2020 22:36
avatar  Fall 80
#30
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Zitat von Gert im Beitrag #24

Zitat
Das die Beiden sich dort schlafen gelegt haben halte ich für eine Unterstellung.




ich schrieb von Anschein, das hat nichts mit unterstellen zu tun. Wenn ich zwei Tote auf dem Bauch liegend auffinde, die Waffen nicht mal entsichert und geladen, das ist doch seltsam oder wie würdest du es bezeichnen? Die haben sich doch nicht eine Sekunde gewehrt obwohl auch bewaffnet.



@gert Das Auffinden der beiden legt nahe, dass sie wahrscheinlich eingenickt waren. Du hattest aber geschrieben, dass sie sich schlafen gelegt hätten und das ist schon etwas anderes.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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