Hotel Neptun in Rostock Luxus Urlaub für Stasi Offiziere

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24.05.2009 12:27
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#1
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Jeder kennt es,das Hotel Neptun in Rostock.Es war die Hochburg für Luxus-Urlaub für Hochrangige Stasi Offiziere.In diesem Hotel gab es alles was der normale Bürger der DDR niemals zu Gesicht bekommen hat.Dieses Video zeigt das Leben im Hotel Neptun. Nur verdiente Bürger der DDR sind jemals in den Genuss von Luxus und West-Flair gekommen



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24.05.2009 14:11
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#2
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Ein interessantes Video. Wer hat das geahnt? Toll wie im MfS-Film Eva eingesetzt wird. So haben wir eine staatlich dokumentierte Prostitution, klasse. Und die Stasi freut sich über den geschenkten Lada vom West-Geschäftsmann. Ob die am 8. März auch einen Blumenstrauss bekommen hat?

Danke sagt Augenzeuge


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24.05.2009 19:20 (zuletzt bearbeitet: 24.05.2009 19:30)
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#3
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Hier muss ich wieder insistieren, Angelo, tut mir leid!
Du hast den Beitrag wahrscheinlich nicht richtig angeschaut. 58% Auslastung war nur für FDGB-Urlauber, also aus dem Freien Deutschen Gewerkschaftsbund.
Ganz normale Leute, "verdient" für damalige Verhältnisse, aber durchaus Normalbürger, die mit diesem Urlaubsplatz als Anerkennung für Ihre Leistungen
ausgezeichnet wurden. Die wenigsten davon werden Mitarbeiter der Staatssicherheit gewesen sein, denn die Staatssicherheit hatte Ihre eigenen
Ferienheime.

Dass dort verdeckte Mitarbeiter (IM) der Staatssicherheit wie im Falle "Eva" "gearbeitet" haben bzw. eingesetzt waren, ist eine andere Sache, da dieses Hotel ein "Interhotel" war, also wie im Beitrag erwähnt, auch vom westdeutschen Bürger (meist Geschäftsreisende) gebucht wurde.

Die Geheimdienstaktivitäten waren also sehr groß im Hotel, aber die Urlauber und Gäste waren das nicht. Die waren echt aus dem Volk.

Wir lesen uns,
Thomas.

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24.05.2009 19:52
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#4
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Stimmt mit den eigenen Ferienheimen,wie zum Beispiel das "Am Rennsteig" in Masserberg,da hab ich Mitte der 80er selbst noch mitgebaut.Da gabs dann als Bauleiter einen vom WBK Suhl und einen direkt von der Stasi.Und um auf die Baustelle zu kommem brauchte man einen Baustellenausweiß,das hab ich davor und danach nie wieder so erlebt.

Gruß maja64


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24.05.2009 21:17
#5
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Hallo Angelo,

ich bestätige hiermit die Feststellungen von Bunkerkommandant mit den FDGB-Urlaubern. Meine Mutter hat es mit zwar nicht in OInterhotels, wie das "Neptun" geschafft, aber von ihr weiß ich, dass FDGB-Urlaubsplätze auch in Form von Prämien vergeben wurden. Da hat man mit dem Betreffenden in der Regel vorher mal gesprochen, wo er gern hinwollte und dann wurde das Urlaubskontingent gewälzt, was davon zum Wunsch passen könnte.

Zu einer Geschichte wie der mit Eva hat uns ja turtle bereits einen Bericht aus Leipzig abgeliefert. Es war eine "legitime Form" der "Observation", oder so ...

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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24.05.2009 21:26
avatar  Pitti53
#6
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also das war schon zu ddr zeiten bekannt,daß das neptun der größte puff der ddr war(neben leipziger messe).nach der wende war die bar im obergeschoß auch nicht anderers(puff)die damen machten einfach weiter


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27.05.2009 01:49
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#7
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ein Clip aus dem mdr TV-Doku "Damals in der DDR" zur Diskussion: Neptun


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27.05.2009 07:40
#8
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Hallo Berliner,

danke für den Clip. Bei dem Hoteldirektor kommen einem ja glatt die Tränen. Da bereitet er sich vor, die große weite Welt zu empfangen und dann gilt für die schöne Textzeile von Knorkator:
"Stattdessen seh ich jeden Tag
erbärmliches Proletenpack."


Wunderschön realsozialistisch ist die Vergabepraxis beschrieben: Keiner will ins Interhotel, also wird die Chefsekretärin zur Kranfahrerin. Ja, das sind Clips, in denen ich meine "Verblichene" wiedererkenne.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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27.05.2009 08:34
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#9
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Hallo Berliner,
informatives Video. 2 Wochen Vollpension für 300 Mark, toll. Für das Geld konte man ja nichts investieren.
Klare Worte des Direktors, schließe mich hier Rainman ganz an, da hat er nun studiertes Personal mit Fremdsprachenkenntnissen und dann brauch man nur eine Fremdsprache, sächsisch. Schön! Für mich fast unglaublich, das keiner für das Geld ins Interhotel fahren wollte, ob das wirklich stimmt? Naja.

Gruß, Augenzeuge


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27.05.2009 15:38 (zuletzt bearbeitet: 27.05.2009 15:52)
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#10
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Hallo Rainman, Hallo Augenzeuge.

ich bin immer wieder aufs neue ueberrascht, wie in diesem Forum auf die damaligen Verhaeltnisse reagiert wird.

Als guter "Imperialist", bzw. "Kapitalist", haette ich mich vielleicht auch auf die Seite des Hoteldirektors gestellt. Aber als Neuling, der sich zum ersten Mal die ganze, durch die Dokus vorhandene, Propagandawelle ueber sich ergehen laesst, "rueckt" auch eine Seite in mir. Mir fehlen natuerlich die Erfahrungen aus dem real-existierenden Sozialismus, die Ihr besitzt. Das ist das ausschlaggebende.


Hier ein Clip aus der DVD Die Honeckers, wo einige der Hintergruende die, zu dieser Entscheidung gefuehrt haben, erlaeutert werden: weisser Hirsch


Berliner

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27.05.2009 19:15
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#11
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Hallo Augenzeuge,
Na ich hoffe Du hast nichts gegen die Weltsprache sächsich. Immerhin sprechen nur die Sachsen richtiges deutsch.Alle anderen sprechen Dialekt! Also ich kann sächsisch! Ich denke im Hotel "Merkur" in Leipzig waren die Verhältnisse ähnlich wie im "Neptun" Gruß Peter(Turtle)


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27.05.2009 20:44
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#12
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"Neptun"

Da hab ich mal ne Frage !

Ich habe 1980 in einem privatem Handwerksbetrieb meine Lehre begonnen und meine Tätigkeit dort auch bis weit nach 1990 weitergeführt.
Den Mitarbeitern, die ja sowieso lohnmäßig das Letzte gegenüber staatlichen Betrieben waren, wurden solche Urlaube nicht angeboten.
Während ich damals 650,- DDR-Mark erhielt und dafür ganz schön schuften musste, haben Handwerker im selben Beruf in einem staatlichen Betrieb schon 1100,- DDR-Mark verdient.
Die haben uns ausgelacht.
Die haben das Mat. für ihre Schwarzarbeit auch noch in ihren Betrieben geklaut und dann noch mal Kohle gemacht.
Das ist auch ein Punkt, den man nicht vergessen sollte.
Wer "wollte"(und Beziehungen hatte) hat damals in einem privaten Betrieb sehr viel gelernt - aber finanziell hatte man die A....karte.
In das "Neptun" bin ich nie rein gekommen !!!

Da musste man schon für seinen Staat so oder oder so sein.


Oss`n


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27.05.2009 21:14
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#13
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Zitat von turtle
Hallo Augenzeuge,
Na ich hoffe Du hast nichts gegen die Weltsprache sächsich. Immerhin sprechen nur die Sachsen richtiges deutsch.Alle anderen sprechen Dialekt! Also ich kann sächsisch! Ich denke im Hotel "Merkur" in Leipzig waren die Verhältnisse ähnlich wie im "Neptun" Gruß Peter(Turtle)


Hallo turtle, du weißt doch das ich in Halle geboren bin und schon deshalb kann ich gegen sächsisch nichts haben.
(Auch wenn dort nur Dialekt gesprochen wird, wie du es nennst). Im Merkur war ich übrigens auch. Da gab/gibt es doch das japanische Restaurant. Habe da mehrfach toll gegessen, aber was horizontales habe ich nicht gesehen....aber ich hatte auch nicht danach geschaut.

So mei dörtel- nun noch was of säksch. Wir Sachsen wir sin helle- bei uns jeht nischt of de schnelle!
Awwer in Eisenach machn wir doch eenen droff, - nu glar.

Gruß, Augenzeuge


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27.05.2009 21:16
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#14
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( gelöscht )

Zitat von Oss`n
"Neptun"
Da hab ich mal ne Frage !



Lieber Oss'n-

du hast völlig recht. Aber wo war denn nun eigentlich deine Frage?

Gruß, Augenzeuge


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27.05.2009 21:26
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#15
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Warum durfte ich nicht mal dort sein ???


Oss`n


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