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#1

Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 16.02.2012 08:06
von Polter (gelöscht)
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Focus:
" Mangelnde Desinfektionen, schlecht vernähte Operationswunden – es gibt viele Ursachen für Komplikationen bei der Versorgung von Patienten. Die Zahl der Todesfälle wegen schlechter medizinischer Betreuung nahm zuletzt deutlich zu.
...
Gestiegene Todesfälle: Desinfektion ist häufig mangelhaft: Ärztepfusch kostet 1712 Patienten das Leben - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/gesundheit/news/desi...aid_714501.html

Wenn das kein Politiker - Pfusch ist?


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#2

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 16.02.2012 08:56
von S51 | 3.763 Beiträge | 113 Punkte
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Die Krankenkassen machen Überschüsse, weil gegenwärtig die Arbeitslosigkeit niedrig ist. Machen wir uns jedoch besser nichts vor, das wird nicht ewig so bleiben. Es gibt kein Gleichgewicht, nicht in der Natur und schon gar nicht in Gesellschaft oder Wirtschaft. Die Schwankungen sind nur mal kleiner und vielleicht sehr bald auch wieder deutlicher.
Mir mißfällt jedoch, dass die Kassen sehr offensichtlich versuchen, Gewinne abzugreifen. Denn wenn sie knapp sind, holen sie sich das Geld doch auch nur von uns per Beitragserhöhungen.
Die Hygienemängel jedoch sind weniger ein politisches als ein menschliches Problem. Sogenannte Kunstfehler der Götter in Weiß auch. Denn sie sind nun mal auch keine Götter sondern Menschen. So, wie ich mir immer mal wieder Fehler leiste (meistens unfreiwillig), so passiert das ihnen eben auch. Es gibt keine absolute Sicherheit, nicht auf See, nicht unter dem Skalpell, eigentlich nirgendwo. Daran ändert keine Politik der Welt etwas.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#3

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 16.02.2012 09:18
von Pit 59Aktivstes Mitglied des Monats
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S51 hat eigentlich schon alles gesagt.Hygienemängel in Krankenhäusern hat doch nun wirklich nichts mit Politik zu tun.Jedes Krankenhaus beschäftigt einen gut Bezahlten Hygiene Beauftragten.Aber auch das ist nur ein Mensch,und kann nicht zur gleichen Zeit Überall sein.
Geschuldet sind diese Mängel auch der Freizügigkeit.Heute gibt es keine Besuchszeiten mehr.Das KH ist eigentlich für Jedermann,und fast Rund um die Uhr für Besucher offen.Wir verlangen von Ärzten das Sie keine Fehler machen,aber welcher Mensch kann das schon.Oder hast Du @polter deine Fenster immer 1A geputzt ?

Gruß aus Thüringen



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#4

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 16.02.2012 12:20
von Mholzmichel | 381 Beiträge | 2 Punkte
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Solche Zeitungsartikel les ich schon nicht aus Prinzip. Wenn ich in`s KH muss geht`s einem sowieso beschissen und da schau ich nicht hinter die Kulissen, sondern bin froh wenn mir geholfen wird. Ich denke als Außenstehender kann man das sowieso nicht beurteilen und schwarze Schafe gibt es bekanntlich überall. Des wegen meine Meinung auf dem Teppich bleiben.
Übrigens lese ich gerade wieder oben FORUM DDR GRENZE und nicht ..........................


EK 81/2
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#5

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 16.02.2012 12:29
von Pit 59Aktivstes Mitglied des Monats
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Übrigens lese ich gerade wieder oben FORUM DDR GRENZE und nicht @Mholzmichel

Ja und warum schreibste dann in dem Tread ?Ausserdem irrst Du,es werden auch Aktuelle Themen aus Wirtschaft,Politik u.s.w. Behandelt



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#6

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 16.02.2012 12:33
von Mholzmichel | 381 Beiträge | 2 Punkte
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fühlst Du dich angegriffen ?


EK 81/2
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#7

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 16.02.2012 15:55
von Polter (gelöscht)
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Das Forum läßt doch aktuelle Politik zu, oder?
Mein Stammtisch interessiert sich auch nicht für alles. Was mich nicht interessiert, da halte ich mich ebend raus.

Bei den obengenannten Toten durch Ärztepfusch handelt es sich um die Toten, die man bereit war zuzugeben. Das Aktionsbündnis
Patientensicherheit e.V. geht von jährlich 17 000 Toten von Ärztepfusch aus.

http://www.noows.de/arztefehler-verursac...desfaelle-34007

Einzelfehler? Sinnvolle Umverteilung der finanziellen Mittel? Untersuchungsausschuß?


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#8

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 16.02.2012 16:41
von Damals87 | 505 Beiträge | 138 Punkte
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Jede Leistung, die bisher seit Beginn des "System Kohl" privatisiert wurde, wurde entweder schlechter oder teurer oder beides.

Zur Zeit grassiert die Privatisierungswelle im Krankenhaussektor mit den üblichen Folgen: Kostenersparnis um jeden Preis, vor allem beim Personal. Lohndumping und Arbeitsverdichtung.
Der Shareholder Value für die Aktionäre von Rhön, Asklepios und Komplizen soll ja stimmen.

Ich kann jedem gesetzlich versicherten nur wünschen, daß er so bald kein Krankenhaus von innen sehen muß.

Wir erleben aber erst die Anfänge! Nach erfolgreicher Zerschlagung des paritätisch finanzierten Sozialversicherungssystems wird es hier ähnlich aussehen wie in USA.

Vorausgesetzt die Menschen wehren sich nicht.

Grüße aus Hessen


„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard


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#9

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 16.02.2012 17:13
von Hackel39 | 3.123 Beiträge | 10 Punkte
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Zitat von Damals87
Jede Leistung, die bisher seit Beginn des "System Kohl" privatisiert wurde, wurde entweder schlechter oder teurer oder beides.

Zur Zeit grassiert die Privatisierungswelle im Krankenhaussektor mit den üblichen Folgen: Kostenersparnis um jeden Preis, vor allem beim Personal. Lohndumping und Arbeitsverdichtung.
Der Shareholder Value für die Aktionäre von Rhön, Asklepios und Komplizen soll ja stimmen.

Ich kann jedem gesetzlich versicherten nur wünschen, daß er so bald kein Krankenhaus von innen sehen muß.

Wir erleben aber erst die Anfänge! Nach erfolgreicher Zerschlagung des paritätisch finanzierten Sozialversicherungssystems wird es hier ähnlich aussehen wie in USA.

Vorausgesetzt die Menschen wehren sich nicht.

Grüße aus Hessen



Das mit den Privatisierungen ist wohl Fluch und Segen zugleich und am Beispiel des Verkaufs des Kreiskrankenhauses in Eisleben
(Erlös 200 Mio. Euro) zeigt, wie schwierig es ist, sich hier zu positionieren.
Wenn man es negativ sieht, würde man sagen:

"Das ist die endgültige Bankrotterklärung, daß eine Stadt das Tafelsilber verscheuern muß"

positiv formuliert aber

"Die Erlöse aus diesem Verkauf (jährlich ca. 1- 2 Mio. ohne Kapitalverzehr) werden an Vereine ausgeschüttet, die Projekte in Angriff nehmen können, die sie anders kaum bezahlen könnten.

Aber die Wahrheit liegt wohl auch hier wieder mal in der Mitte- da ist ein Landrat, natürlich Schwarzkittel, der Jahr für Jahr Geld verteilt und die meisten Vereinsmitglieder und Spendenempfänger wissen nicht, was das für Geld ist, und sehen nur den Wohltäter, der seine Macht sichert und ganz nebenbei kriegt der Merkelstaat ja auch Kapitalertragssteuern, die er sonst nicht hätte.

Wenn es die Helios- Gruppe besser macht als die Stadt, so war es gut, wenn nicht, so bleiben Patienten auf der Strecke.
Das allerdings würde nicht publik werden, weil das Krankenhauspersonal beim privatwirtschaftlichem Arbeitgeber eher nicht offensiv Mißstände anprangern würde, da der Job nicht mehr ganz so sicher ist wie im städtischen Betrieb.
Somit gibt es positive als auch negative Aspekte von Privatisierungen und ich als Privatisierungsopfer der DBAG kann nur hoffen, daß die Helios- Führung keine kleine Mehdorns sind.



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#10

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 16.02.2012 17:31
von Pit 59Aktivstes Mitglied des Monats
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Wenn es die Helios- Gruppe besser macht als die Stadt, so war es gut, wenn nicht, so bleiben Patienten auf der Strecke.@hackel39


Ist Dir bekannt wie lange es schon die Helios Kliniken gibt ?



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#11

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 16.02.2012 17:39
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Zitat von Pit 59
Wenn es die Helios- Gruppe besser macht als die Stadt, so war es gut, wenn nicht, so bleiben Patienten auf der Strecke.@hackel39


Ist Dir bekannt wie lange es schon die Helios Kliniken gibt ?



Tut das was zur Sache ?
Ich wollte nur das Geschäftsmodell des Landrats zur Diskussion stellen und ob so etwas ethisch vertretbar ist, Krankenhäuser hab ich seit meiner Geburt nur noch als Besucher und zum Röntgen betreten.



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#12

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 16.02.2012 17:41
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@Hackel39, praktisch immer bleiben bei Krankenhaus-Privatisierungen Personal und Patienten auf der Strecke. Meist fängt es schon damit an, daß der Kaufpreis unrealistisch niedrig angesetzt wird, mit der Begründung, die übernehmende Aktiengesellschaft hat tolle Investitionszusagen gemacht, die der bisherige öffentliche Träger nicht stemmen könnte.
Es werden auch Bestandsgarantien für die Arbeitsplätze gemacht, für 1-2 Jahre.

Ist dann die Übernahme unter Dach und Fach, sieht alles etwas anders aus. Der Kauferlös ist schnell ausgegeben, die zugesagten Investitutionen erweisen sich "im Nachhinein" im zugesagten Umfang als nicht durchführbar.
Der Druck auf Personal und Qualität wird sofort spürbar. Während der Jobgarantie gibt es zwar noch keine betriebsbedingten Kündigungen, aber alle anderen Möglichkeiten werden genutzt, um die bestehenden Arbeitsverträge loszuwerden. Freiwerdende Stellen werden entweder ga rnicht oder durch Billigkräfte neu besetzt, ganze Tätigkeitsbereiche werden "outgesourced", z. B. Reinigung, Haustechnik etc. Ist die Garantie abgelaufen, hagelt es dann die Änderungskündigungen.

In Gießen und Marburg wurden beide Unikliniken durch die Rhön-AG zu einem Bruchteil des geschätzten Wertes übernommen, eine ganze Reihe Prozesse laufen noch.

Sind 200 Mio für das KKH Eisleben realistisch? (Da habe ich keine Ahnung.)

Grüße aus Hessen


„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard


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#13

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 16.02.2012 18:00
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Zitat von Damals87
@Hackel39, praktisch immer bleiben bei Krankenhaus-Privatisierungen Personal und Patienten auf der Strecke. Meist fängt es schon damit an, daß der Kaufpreis unrealistisch niedrig angesetzt wird, mit der Begründung, die übernehmende Aktiengesellschaft hat tolle Investitionszusagen gemacht, die der bisherige öffentliche Träger nicht stemmen könnte.
Es werden auch Bestandsgarantien für die Arbeitsplätze gemacht, für 1-2 Jahre.

Ist dann die Übernahme unter Dach und Fach, sieht alles etwas anders aus. Der Kauferlös ist schnell ausgegeben, die zugesagten Investitutionen erweisen sich "im Nachhinein" im zugesagten Umfang als nicht durchführbar.
Der Druck auf Personal und Qualität wird sofort spürbar. Während der Jobgarantie gibt es zwar noch keine betriebsbedingten Kündigungen, aber alle anderen Möglichkeiten werden genutzt, um die bestehenden Arbeitsverträge loszuwerden. Freiwerdende Stellen werden entweder ga rnicht oder durch Billigkräfte neu besetzt, ganze Tätigkeitsbereiche werden "outgesourced", z. B. Reinigung, Haustechnik etc. Ist die Garantie abgelaufen, hagelt es dann die Änderungskündigungen.

In Gießen und Marburg wurden beide Unikliniken durch die Rhön-AG zu einem Bruchteil des geschätzten Wertes übernommen, eine ganze Reihe Prozesse laufen noch.

Sind 200 Mio für das KKH Eisleben realistisch? (Da habe ich keine Ahnung.)

Grüße aus Hessen



Danke, nun hast Du es geschafft.
http://www.klinikbewertungen.de/klinik-f...rstadt-eisleben
Die Bewertung der Patienten ist schon mal eine Katastrophe, wenngleich es nur neun Beurteilungen gab, die nicht besonders schmeichelhaft sind, so daß ich beschlossen habe, besser nicht krank zu werden.
Ob solche Portale bei dieser Datenmenge überhaupt nützlich sind, bezweifle ich fürs erste, aber auch mit Deiner Vermutung zum Personaloutsourcing hast Du Recht im Zusammenhang mit Deiner Vermutung, hier gab es im Bereich der Krankentransporte auch schon böses Blut in der Presse (MZ).
Aber nochmal, eigentlich geht es mir um die Art und Weise des Umgangs mit ehemaligem Volksvermögen.



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#14

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 16.02.2012 18:09
von damals wars | 13.419 Beiträge | 1986 Punkte
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Wie schon geschrieben, wollen die Neoliberalen die Krankenkassen zugunsten der Banken(rettung) plündern.
Also das, was sie immer machen.
Reine Klientelpolitik.

Den privaten Krankenkassen werden die Profite natürlich nicht beschnitten.

Soll ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben, weil meine Kasse gut wirtschaftet?
So weit kommt es noch.
Der Lügenpropaganda dieser Bundesregierung glaube ich nicht.


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#15

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 16.02.2012 18:35
von Damals87 | 505 Beiträge | 138 Punkte
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Hallo,
in unseren schönen neoliberalen Zeiten erleben wir das "Absterben des Staates" wie es Marx (oder war es Lenin?) in anderem Zusammenhang postuliert hat. Der Staat zieht sich nach und nach aus allen seinen Tätigkeitsbereichen zurück und verramscht sein (unser!) Vermögen. Seine letzte verbleibende Aufgabe ist die einer Service- und Umverteilungsagentur für die Aktiengesellschaften.
Wir werden erleben, daß sich sogar hoheitliche Aufgaben privatisieren lassen.
Die USA machen es vor mit Söldnern und weiterem Outsourcen von militärischen Aufgaben. Vielleicht werden eines Tages Hell's Angels die Castor-Transporte sichern, während Bandidos den Werkschutz für Gorleben übernehmen.

Nur konsequent ist die Zerschlagung der bismarckschen SV-Systeme. Derzeit erleben wir die schleichende Abschaffung der hälftig zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilten Finanzierung. Die Zukunft ist ein allmählicher Bankrott dieser Systeme.

Die Freiheitsapostel mögen jubilieren, endlich Schluß mit der Bevormundung, wer Sicherheit will, soll sie kaufen, desgleichen, wer Gesundheit, Bildung, Infrastruktur oder was auch immer will. Wer die Leistung nicht bezahlen kann, der will und braucht sie auch nicht.

Da bin ich froh, daß ich keine Kinder habe.

Grüße aus Hessen


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#16

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

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Zitat von Damals87
Hallo,
in unseren schönen neoliberalen Zeiten erleben wir das "Absterben des Staates" wie es Marx (oder war es Lenin?) in anderem Zusammenhang postuliert hat. Der Staat zieht sich nach und nach aus allen seinen Tätigkeitsbereichen zurück und verramscht sein (unser!) Vermögen. Seine letzte verbleibende Aufgabe ist die einer Service- und Umverteilungsagentur für die Aktiengesellschaften.
Wir werden erleben, daß sich sogar hoheitliche Aufgaben privatisieren lassen.
Die USA machen es vor mit Söldnern und weiterem Outsourcen von militärischen Aufgaben. Vielleicht werden eines Tages Hell's Angels die Castor-Transporte sichern, während Bandidos den Werkschutz für Gorleben übernehmen.

Nur konsequent ist die Zerschlagung der bismarckschen SV-Systeme. Derzeit erleben wir die schleichende Abschaffung der hälftig zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilten Finanzierung. Die Zukunft ist ein allmählicher Bankrott dieser Systeme.

Die Freiheitsapostel mögen jubilieren, endlich Schluß mit der Bevormundung, wer Sicherheit will, soll sie kaufen, desgleichen, wer Gesundheit, Bildung, Infrastruktur oder was auch immer will. Wer die Leistung nicht bezahlen kann, der will und braucht sie auch nicht.

Da bin ich froh, daß ich keine Kinder habe.

Grüße aus Hessen



Ja dieses Problem wird heiß diskutiert und das Schlimme daran ist, daß wohl niemand so recht erkennt, wie brisant diese Verramschung von vormaligem Staatsbesitz dort ist, wo noch gesellschaftliche Verpflichtungen dahinter stehen, wie eben dem Gesundheitswesen, der Infrastruktur und der inneren Sicherheit.
Es gibt aber trotz allem noch die Chance, über die Wählerstimme etwas zu stoppen, das jetzt noch zu stoppen wäre, eben über das Wählerabo für die Linkspartei.
Niemand sonst positioniert sich so energisch gegen solche Tendenzen und Gysis Truppe würde im Westen noch viel weniger punkten, wenn Wähler das nicht längst begriffen hätten, übrigens auch im Zusammenhang mit Kriegsexporten, Finanzkasino und Niedriglohnterror...
Vielleicht würde sogar eine Krankenversicherung für die BRD Sinn machen, aber die kann keiner mehr bezahlen.



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#17

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 16.02.2012 19:15
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Durch die gegenwärtige technische Revolution (Industrielle Produktion/Buchdruck zu Informationsverarbeitung/semantische Netze) ist/wird der Nationalstaat obsolete. Das sind nur die Anfänge. Die Schaffenskraft des Proletariats ist für diese Vorgänge nicht mehr notwendig und deswegen wird Gesundheit das, was sie schon (eigentlich) immer war ... Luxus.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#18

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 17.02.2012 09:56
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Oft genug legen die Krankenkassen Ihr Veto ein,insbesondere wenn es für Gerätschaften für chronisch Kranke,Behinderte oder Unfallopfer geht! Entscheidungen werden von unwissenden Sachbearbeitern getroffen.Hier gibt es genug Möglichkeiten. Aber die zeiten werden sich wohl wieder ändern, immer mehr Beschäftigungsverhältnisse ohne Sozialabgaben!


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#19

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 17.02.2012 10:52
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Übrigens, es gibt auch Überlebende, wie mich.

Die Dank der Kunst der Ärzte, der Hilfe der Schwestern und der hilfreichen Krankenkasse eine sehr schwere Krankheit überstanden haben.

Danke noch mal.

In der ganzen Zeit im Krankenhaus habe ich nur einmal erlebt, das dort jemand verstorben ist.
Und der Patient war drogenabhängig.
Und die Schwestern und Ärzte haben sich wirklich bemüht.
Sie sind beim Alarm im wahrsten Sinne des Wortes gerannt, um ihn zu retten. Aber es war zu spät.


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
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#20

RE: Krankenkassen - Milliarden Plus? Dafür Tote und Hygienemängel

in Themen vom Tage 30.07.2012 18:23
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Da in dem Thema Hatte die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem? Einiges nicht sooo ganz zur Kategorie Mythos DDR und Grenze passen will, hole ich mal diesen Diskussionsfaden wieder hoch. Schade nur, das sich ein Insider nicht mehr in diesem Forum äußern möchte. Aber anderenorts ist auch ein passendes Thema wieder aktiv *wink*


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