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#21

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.03.2015 18:26
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Zitat von G. Michael im Beitrag #17
[quote=damals wars|p453124]
Von einem Offizier sollte man doch erwarten können, das er den Gefechtsacker nicht mit Leucht- Signalmunition waagerecht überschießt wenn sich
Personen im Gelände befinden. Der Vorgang wurde bis ins Letzte nachgestellt.


Von welchem der beiden Unfälle sprichst Du? Von dem von mir erwähnten ca 82-84 in Glöwen? Oder ein anderer?


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#22

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.03.2015 19:50
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Zitat von Mart im Beitrag #21
Zitat von G. Michael im Beitrag #17
[quote=damals wars|p453124]
Von einem Offizier sollte man doch erwarten können, das er den Gefechtsacker nicht mit Leucht- Signalmunition waagerecht überschießt wenn sich
Personen im Gelände befinden. Der Vorgang wurde bis ins Letzte nachgestellt.


Von welchem der beiden Unfälle sprichst Du? Von dem von mir erwähnten ca 82-84 in Glöwen? Oder ein anderer?



Gab es ein zweites Vorkommnis ähnlicher Art????
Der Verdacht der Vertuschung kommt auf!
Micha


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#23

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.03.2015 20:00
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Zitat von G. Michael im Beitrag #22
[quote=Mart|p453404]
Gab es ein zweites Vorkommnis ähnlicher Art????
Der Verdacht der Vertuschung kommt auf!
Micha

Langsam mit alten Gäulen.

Eher kommt der Verdacht von Missverständnissen auf. Hier werden zwei völlig unterschiedliche Ereignisse parallel besprochen. Da ist dann kein Wunder, wenn jeder etwas anderes versteht. Schade, dass der Ton dann rauer wird.

1. Ereignis: Irgendwann 82-84 Glöwen. Leuchtrakete in Gesicht eines U-Schülers.
Dieses Ereignis beschrieb ich aus meiner Erinnerung. Meine Erinnerung fußt allein auf der Auswertung für die Ausbilder der US VI Perleberg und auf die dortige Gerüchtelage: Eine Leuchtrakete wurde falsch gezogen, nicht der Arm mit dem Zugdeckel wurde von der Leuchtrakete gezogen sondern die Leuchtrakete wurde vom Zugdeckel weggezogen und kam so in die Waagerechte. Auf der "gegenüberliegenden Seite" hätte ein U-Schüler gegähnt und die Leuchtrakete traf seinen Mund, sein Kopf "brannte aus". - Ich schilderte auf der 1. Seite.

2. Ereignis: 1988, unerlaubte Entfernung mit Schusswaffe, mehrfacher Schusswaffengebrauch. Folgend Selbsttötung. - Das war nicht zu meiner Zeit, ich las hier nur davon.

Wir sollten beide Ereignisse nicht vermischen, sonst geht alles schief.

Und falls ich Dir etwas raten darf: Bleib bitte entspannt und sachlich. Nur auf diesem Wege kommen wir näher an die realen Umstände. Es nützt doch nichts, wenn die Atmosphäre aufgeheizt ist und nur noch mit Andeutungen agiert wird.


Autobahngrenzer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#24

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.03.2015 20:08
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Zitat von Mart im Beitrag #23
Zitat von G. Michael im Beitrag #22
[quote=Mart|p453404]
Gab es ein zweites Vorkommnis ähnlicher Art????
Der Verdacht der Vertuschung kommt auf!
Micha

Langsam mit alten Gäulen.

Eher kommt der Verdacht von Missverständnissen auf. Hier werden zwei völlig unterschiedliche Ereignisse parallel besprochen. Da ist dann kein Wunder, wenn jeder etwas anderes versteht. Schade, dass der Ton dann rauer wird.

1. Ereignis: Irgendwann 82-84 Glöwen. Leuchtrakete in Gesicht eines U-Schülers.
Dieses Ereignis beschrieb ich aus meiner Erinnerung. Meine Erinnerung fußt allein auf der Auswertung für die Ausbilder der US VI Perleberg und auf die dortige Gerüchtelage: Eine Leuchtrakete wurde falsch gezogen, nicht der Arm mit dem Zugdeckel wurde von der Leuchtrakete gezogen sondern die Leuchtrakete wurde vom Zugdeckel weggezogen und kam so in die Waagerechte. Auf der "gegenüberliegenden Seite" hätte ein U-Schüler gegähnt und die Leuchtrakete traf seinen Mund, sein Kopf "brannte aus". - Ich schilderte auf der 1. Seite.

2. Ereignis: 1988, unerlaubte Entfernung mit Schusswaffe, mehrfacher Schusswaffengebrauch. Folgend Selbsttötung. - Das war nicht zu meiner Zeit, ich las hier nur davon.

Wir sollten beide Ereignisse nicht vermischen, sonst geht alles schief.

Und falls ich Dir etwas raten darf: Bleib bitte entspannt und sachlich. Nur auf diesem Wege kommen wir näher an die realen Umstände. Es nützt doch nichts, wenn die Atmosphäre aufgeheizt ist und nur noch mit Andeutungen agiert wird.



Du darfst mir raten und ich bin Deiner Meinung zum Thema Sachlichkeit. Deine Nr.1 meine ich.
88 war ich ebenfalls schon Zivilist.
Micha


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#25

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.03.2015 20:23
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Zitat von G. Michael im Beitrag #24
Zitat von Mart im Beitrag #23

Eher kommt der Verdacht von Missverständnissen auf. Hier werden zwei völlig unterschiedliche Ereignisse parallel besprochen.
...
1. Ereignis: Irgendwann 82-84 Glöwen. Leuchtrakete in Gesicht eines U-Schülers.
...
2. Ereignis: 1988, unerlaubte Entfernung mit Schusswaffe, mehrfacher Schusswaffengebrauch. Folgend Selbsttötung.
...
Und falls ich Dir etwas raten darf: Bleib bitte entspannt und sachlich. Nur auf diesem Wege kommen wir näher an die realen Umstände. Es nützt doch nichts, wenn die Atmosphäre aufgeheizt ist und nur noch mit Andeutungen agiert wird.


Du darfst mir raten und ich bin Deiner Meinung zum Thema Sachlichkeit. Deine Nr.1 meine ich.


Danke Kamerad!
Dann lass' uns das ganz ruhig angehen, vielleicht sogar in einem neuen Thread: Denn die Kollegen mit dem Vorfall von 1988 wollen diesen ja auch aufklären. Das ist doch verständlich.

Der grundsätzliche Vorfall 82-84 ist klar: Leuchtrakete wird waagerecht geschossen und trifft einen U-Schüler im Gesicht. Der U-Schüler stirbt.

Haben wir schon das konkrete Jahr? Haben wir es vielleicht noch genauerm Monat, Tag?

Ich las vorhin mehrere "Täter"-Versionen: Einmal ein junger Offizier, dann mal ein BU. Haben wir das schon klarer?

Jemand bewachte den "Täter": Wo ganz konkret (Perleberg, Glöwen, noch woanders)? Für welchen Zeitraum?

Es gab von jemandem die Andeutung der damaligen Vertuschung, aber nur als Andeutung. Vermutungen darf man zwar äußern - bitte aber als Vermutung kennzeichnen. - Eine Wortmeldung klang nach mehr - kann der Kamerad das bitte genauer ausführen?

Ein Kollege (wenn ich den Nick recht erinnere des MfS) deutete auch falsche Situationsbeschreibung an: Kollege, kannst Du bitte konkretisieren?

Ich schrieb "Täter", weil ich mich nicht an Vorverurteilungen beteiligen möchte. Ich war nicht dabei, ich kann neben meinem Bericht über die Auswertung lediglich Fragen stellen.

Eins noch: Ich wäre bereit, die Fragestellung (82-84) zu moderieren (auf der Nutzerebene, ich bin kein Mod). Ich bin aber sofort weg, wenn jemand einem anderen an die Gurgel springt: Wir sind alle hier, um Geschichte, auch die eigene Geschichte zu verstehen.

Zitat von G. Michael im Beitrag #24

88 war ich ebenfalls schon Zivilist.


Da hatte ich schon Seelinggrad hinter mir. Ich führte eine Gruppe von ungedienten Musikstudenten und lies Halden verteidigen. Auch eine prägende Erfahrung ...


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#26

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.03.2015 02:51
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@Mart guckst Du etwas zurück in #13 habe ich beschrieben worum es mir geht.
In #16 Beschreibt uns Hubert die Bewachung des jungen Offz. nix BU in Berlebumms
In # 21 haust Du uns ein zweites Vorkommnis in Glöwen um die Ohren
In #23. verlassen wir Glöwen und sind wieder in Berlebumms und auf einmal war es da kein Unfall sondern ein Suizid, war das Thema??
Wir könnten das jetzt fortsetzen bis #100, wir reden von 2 verschiedenen Ereignissen.
Ach so, irgrndwo erwähntest Du die Herkunft Deiner Kenntnisse, womit wir beim Thema sind "gehört, mir wurde erzählt"
Der Sankra, den Du erwähnst, wo kam der entgegen? An der Schulenburggedächtnisseiche ( hinter vorgehaltener Hand Hitlereiche genannt)
Das hat aber. mit der Entstehung des Standort Glöwen zu tun. Kennst Du denStanort Glöwen?
Erbaut 1936, Außenlager des KZ Sachsenhausen, Quarantänelager für zurückkehrende Kriegesgefangene (zu diesemThema schreibt ein ehem. Mitarbeiter des MfS.), Polizeischule der DGP. Offiziersschule
Artillerie.Unteroffiziersschule der GT, Grenzausbidungsregiment, Mot-Schützenausbildungsstützpunkt des MsAr 29 Burg BW. FuFuTAB 5. BW
Am Anfang gab es in Glöwen die "Deutsche Dynamit AG"
mach Dich mal schlau.1990 wurde das Jägerregiment1 der BW in Glöwen aufgelöst und die Lichter wurden gelöscht, die Bevölkerung war auf den Barrikaden, der amtierende Bürgermeister (Hr.Hering) hat sich aber durchgesetzt.(ach ja Bürgermeister in Glöwen, da war doch mal etwas)
Micha

Arbeitszimmer des Oberoffizier Bewaffnung gefällig? (2014)
Freien Zugang zum H.28 gab es mal

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 04.03.2015 05:38 | nach oben springen

#27

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.03.2015 03:07
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Zitat von G. Michael im Beitrag #26

Am Anfang gab es in Glöwen die "Deutsche Dynamit AG"
mach Dich mal schlau.
Micha

Ich fasse es nicht.
Nein Micha, so wird das nichts.

Wir haben hier (drei) ich muss mich insoweit korrigieren) völlig unabhängige Todesfälle.

1) ca 1982-84 Leuchtrakete Glöwen
2) 1987 Wachvorkommnis mit Todesfolge
3) 1988 unerlaubtes Entfernen mit Todesfolge

Wenn Du das mit dem Nachlesen nicht getrennt bekommst und wenn Du dann auch noch in die Zeit des 2. Weltkriegs hüpfst, wirst Du gar keine Antworten bekommen.


Autobahngrenzer, EK87II, 94 und Pfropfmesser 949 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.03.2015 03:34
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Danke Mart, nu hammer schon 3 Opfer, Geschichte und fragen dazu sind natürlich unwichtig.
Lass es sein, Thema beendet, also von meiner Seite.
Die Kameraden (Genossen) welche hier zum Besten geben was mal gehört wurde, Danke.
Keine Antwort zu erhalten ist ab und zu nützlicher, als na vielleicht ewendudl 100 mal Mist zu hören
#26 hassde noch Gesprächsbedarf zu Glöwen?.
Michlel


zuletzt bearbeitet 04.03.2015 05:19 | nach oben springen

#29

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 05.03.2015 19:42
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Zitat von Mart im Beitrag #23
...
1. Ereignis: Irgendwann 82-84 Glöwen. Leuchtrakete in Gesicht eines U-Schülers.
Dieses Ereignis beschrieb ich aus meiner Erinnerung. Meine Erinnerung fußt allein auf der Auswertung für die Ausbilder der US VI Perleberg und auf die dortige Gerüchtelage: Eine Leuchtrakete wurde falsch gezogen, nicht der Arm mit dem Zugdeckel wurde von der Leuchtrakete gezogen sondern die Leuchtrakete wurde vom Zugdeckel weggezogen und kam so in die Waagerechte. Auf der "gegenüberliegenden Seite" hätte ein U-Schüler gegähnt und die Leuchtrakete traf seinen Mund, sein Kopf "brannte aus". - Ich schilderte auf der 1. Seite.

...



Das war im 1. Durchgang der US Glöwen im Ausbildungsjahr 1982/83. Nach meiner Erinnerung im Dezember 1982 auf dem Taktikacker Glöwen. Januar 1983 wäre möglich aber unwahrscheinlich. Aus einem Grunde, den ich als schon rabenschwarze Pointe am Schluß anfüge. Beteiligt waren die US der 13. und 14. UAK und deren Ausbilder. Eine sehr überschaubare Truppe. Zumal nicht alle Züge an dem Tag Taktik hatten. Die US haben Angriff und Verteidigung trainiert.
Alle in einem Graben, die Ausbilder (BU) gegenüber. Unter anderem wurde Gasalarm und verschiedene Szenarien des Angriffes geübt. Simulierte Angreifer waren ein BGS-Zug. Dazu gehörte das Abschießen von Leuchtzeichen durch die Ausbilder. Keiner von den Offizieren hat praktische Ausbildung mit uns durchgeführt. Das geschah ausschließlich durch die Gruppenführer/Berufsunteroffiziere. Die Zugführer oder genauer, einer pro Kompanie waren freilich am Rande dabei. Die Handleuchtzeichen hat ein Stabsfeldwebel/Ausbilder der 13. UAK abgeschossen. Die US standen in teilweise ausgebauten Betonstellungen. Plötzlich kam der Befehl "volle Deckung" und etwas pfiff an uns entlang. Als wir wieder hochguckten stand R. immer noch in der Stellung. Von mir etwa 20 m entfernt, Ich war der Letzte in der Schützenlinie der 14. UAK. R aus der 13. UAK einer meiner nächsten Nachbarn.
Irgendwas war komisch. Er reagierte nicht. Auch nicht auf das einsetzende Gebrüll der Ausbilder. Wir sind also hin und da kippte er uns rückwärts entgegen. Das ganze Gesicht unter und hinter dem Helm war weg... es glühte noch rot unter dem Helm. Glaube ich zumindest im Nachhinein. Denn der Anblick prägt sich ein.
Es war kein Sankra da. Wir hatten außer einer Sanitasche auch nichts für die Erstversorgung mit bei. Sowie praktisch keine Ahnung, was eventuell man noch hätte tun können. Der Motor des Lkw der 13. UAK sprang nicht an und so haben wir ihn auf unseren Lkw geladen und sind in die Einheit. Kurz vor dem Eingang kam uns dann der Sankra entgegen. Ob das am Baum in der Mitte der Straße war, weiß ich nicht mehr. Man sieht es von hinten ja nicht. Vorher jedoch hat er das letzte mal geatmet. Alles danach, der "große Bahnhof" mit Kompaniechef, Leiter med-Punkt, das passierte erst, als alles längst vorbei war.
Den Bericht... da war vieles, was wir so nicht gesehen und nicht erlebt hatten aber der Vorschrift entsprach. Um das mal so zu schreiben.
Die "Pointe":
Kurz vor Weihnachten bekamen wir Ausgang nach Perleberg. Meine Ausgangsuniform, konkret die Hose passte jedoch nicht. Ich bin halt zu klein. Also bekam ich kurz vorher eine neue Hose. Es war die von R..., sein Name stand noch drinnen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


vs1400 und Pfropfmesser 949 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 05.03.2015 22:57
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So hattest Du (oder jemand anders) das schon mal geschrieben. Entweder hier (vielleicht im Perleberg-Thread) oder in einem anderen Forum.

Das Ganze wurde offiziell mit den Ausbildern ausgewertet. Ich beschrieb es oben. Die Leuchtdinger waren ja nicht ungefährlich, mir ist mal eine Leuchtrakete aus der Hand gerutscht. Es war Winter und einer dieser Nachtmärsche zum StÜP. Ich hatte diese Stoffhandschuhe, ziehe den Deckel und der Rückstoß drückt mir die Hülse nach unten aus der Hand. Na prima ... das hätte schwer schief gehen können. Eine meiner ersten Schlussfolgerungen: Ich pfeife auf die DV - ab sofort Lederhandschuhe zur FDU.

Es gab zu meiner Zeit zum Glück nur wenige schwere Unfälle an der US VI. Und noch weniger Tote. Ich bin froh, dass ich das nie miterleben musste, was Du erlebt hast.

BTW: Das war militärisches Grundprinzip: Ausbilder war der Gruppenführer. Er bildete seine Gruppe aus. Der Zugführer war schon Fachlehrer.
Sankra am StÜP kenne ich überhaupt nicht, wozu auch?


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#31

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.03.2015 21:49
von Zucki | 5 Beiträge
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Zitat von Gast im Beitrag #3
Hi Schmuddel,

ich hab da eine andere Version zu gehört.

In meiner Erinnerung war das wohl so, das der US auf dem STÜP als Wachtposten eingesetzt war und seinen Posten verlassen hatte.
Er soll wohl psychisch labil gewesen sein, hat wohl von UaZ aufgekohlt auf BU, dann sich bequatschen lassen, nochmal ausgeholt und
auf Fähnrich aufgestockt, auf Grund dessen hat seine Freundin mit ihm Schluss gemacht, das, so sagte man uns, soll der Auslöser gewesen sein.
Als das aufflog, wurde Gefechtsalarm ausgelöst und die komplette Uffz.Schule musste mit raus, inklusive Bewaffnung mit scharfer Munition, den STÜP abriegeln. Es wurde eine Hundestaffel auf ihn angesetzt, da er nicht zu finden war, bei der Grösse kein Wunder.
Nach ca. 4-6h, gefühlt ganzer Tag, wurde Entwarnung gegeben, da man ihn mittlerweile gefunden hatte, durch die Hundestaffel.
Der US hatte sich selbst entleibt, mit der AK in den Kopf geschossen. Also kein Unfall, Selbstmord war die Ursache.
Zu seiner Labilität zu sagen bleibt noch, das er auf der Flucht einen Dumper "entführt" hat, als dieser, der ja auf Langstecke nicht ausgelegt ist, den Geist aufgab, er ein volles Magazin auf ihn abgefeuert hat, er dann immer mal wieder um sich feuernd irgendwann hinlegte und sich selbst erschoss.
Das ist meine Info zu diesem Vorfall.

Gruß DBozz





Ganz genau so kenne ich den Vorfall auch und diese Informationen stammten aus den Oberen Reihen.



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#32

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.03.2015 21:58
von Zucki | 5 Beiträge
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Zitat von Pfropfmesser 949 im Beitrag #7
mir ist auch ein vorfall bekannt.
ich war von mai bis oktober 87 an der unteroffiziersschule perleberg.
es wurde nur hinter vorgehaltener hand darüber geredet.
ein unteroffiziersschüler hat sich oder einen kameraden im wachgebäude erschossen.
ein abprallschuss/querschläger hat einen der beiden getroffen.
ob der schuss absichtlich oder versehentlich abgegeben wurde, weiß ich nicht.
ich meine mich aber erinnern zu können, dass über selbsttötung gesprochen wurde.





meine Information diesbezüglich belaufen sich auf Spielerei während des Wachdienstes. Es soll sich im Gebäude abgespielt haben. Der eine Posten hat wohl rumgespielt und hatte das Magazin noch drin soll dem anderen Posten zugerufen haben halt stehenbleiben und durchgerissen und den Finger gleich am Abzug.



Pfropfmesser 949 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.08.2015 10:21
von praeceptor507 | 234 Beiträge | 28 Punkte
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Wenn ich das hier lese, wie es auf der Uffz-Schule zugegangen ist, wundert es mich nicht mehr über das Verhalten der neuen Uffze in der Grenzkompanie. Die meisten fühlten sich als die Größten und dachten die Grenzer lassen sich unsinnige Befehle erteilen und schikanieren.
Nach ein paar Wochen an der Grenze (Streife gehen), hatten sie aber begriffen wie es in der GK lief.


Komm'se mal zurück Genosse Gefreiter! Könn'se denn nich grüßen?
vs1400, EK 70 und Ehli haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 16.01.2018 20:53
von Jera | 10 Beiträge | 13 Punkte
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Der "Vorfall" 1988 korrekt wiedergegeben. War mit ihm auf Stüp auf Wache und er war mein stubengenosse.


zuletzt bearbeitet 16.01.2018 20:57 | nach oben springen

#35

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.01.2018 16:06
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Ich war von November 1987 - April 1988 zur Ausbildung auf der Unteroffiziersschule "Egon Schultz" in Perleberg. In diesem Zeitraum kam es dann zu diesem tragischen Vorfall.

Unteroffiziersschüler Axel Stahnke

Im Rahmen seiner Ausbildung an der Unteroffiziersschule „Egon Schultz“ in Perleberg bewachte Axel Stahnke am 12. Februar 1988 ein Übungsgelände bei Perleberg. Als die Wachablösung ihn um 17.30 Uhr nicht auf seinem Posten antraf, wurde Großfahndung ausgelöst. Ein Suchtrupp entdeckte die Leiche des Unteroffiziersschülers am frühen Morgen des folgenden Tages in einer nahe gelegenen Parkanlage. Er hatte sich mit seiner Maschinenpistole selbst getötet.

geboren am 12. Januar 1969 in Rostock
Suizid am 12. Februar 1988
Ort des Zwischenfalls: Park in Schilde, Kreis Perleberg (Brandenburg)

Nach dem Schulabschluss an der Polytechnischen Oberschule „Wilhelm Wolff” in Dargen auf der Insel Usedom erlernte Axel Stahnke den Beruf eines Facharbeiters für Pflanzenproduktion. Er gehörte der Arbeitsgemeinschaft ‚Junge Sanitäter‘ an, war DRK-Helfer sowie Mitglied der Deutsch-Sowjetischen Freundschaftsgesellschaft SF und der GST-Sektion Sportschießen. Das Wehrkreiskommando Malchin warb ihn zum Dienst bei den DDR-Grenztruppen an. Am 3. November 1987 trat er seinen Dienst an. Er kam zur Ausbildung auf die Unteroffiziersschule der DDR Grenztruppen nach Perleberg, die seit 1973 den Ehrennamen des an der Berliner Mauer ums Leben gekommenen Grenzers „Egon Schultz” trug. Wie sich erst nach dem Ende der DDR herausstellte, war Unteroffizier Egon Schultz 1964 nicht von West-Berliner Fluchthelfern, sondern von eigenen Leuten aus Versehen erschossen worden.

Vorgesetzte beurteilten Axel Stahnke überwiegend gut. Er sollte im April 1988 zum Unteroffizier befördert werden. Er nehme „einen positiven politischen Standpunkt” ein und besitze „ein ausgeprägtes positives Wehrmotiv für den Dienst als Berufsunteroffizier”. Gegen Befehle, deren Sinn er nicht einsah, sei er jedoch impulsiv und teilweise unbeherrscht aufgetreten. Auch verhalte er sich mitunter noch kindlich und verspielt. In der Nacht vom 11. zum 12. Februar 1988 führte Unteroffiziersschüler Stahnke mit seinem Ausbilder Rainer G. eine Wachkontrolle durch. Am Morgen fiel die Frühstücksversorgung aus, worüber Axel Stahnke sich derart aufregte, dass er die weitere Dienstdurchführung verweigerte. Aus Protest verließ er seinen Postenbereich. Nachdem der Ausbilder Unteroffizier Rainer G. ihn zurückgerufen und mit Bestrafung gedroht hatte, äußerte Stahnke, „daß ihm das alles egal ist und er sowieso macht, was er will”.

Am 12. Februar 1988 trat Axel Stahnke um 13.30 Uhr seinen Wachdienst auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes der Unteroffiziersschule „Egon Schultz” bei Perleberg an. Dort brach er einen Bauwagen auf, entwendete die Zündschlüssel für ein abgestelltes Baufahrzeug (Dumper) und fuhr damit ziellos auf dem Standortübungsplatz umher. Er beschädigte dabei ein Gassentor des zu Ausbildungszwecken dort errichteten Grenzzauns I/83 und fuhr das Fahrzeug in einem Waldstück fest. Wohl um das Gerät in Brand zu schießen, feuerte er wütend aus seiner Maschinenpistole 38 Schüsse auf das Fahrzeug ab. Dann entfernte er sich in Richtung des Ortes Schilde und verscharrte am Waldrand einen Teil seiner Ausrüstungsgegenstände und den Grenzmeldehörer im Erdreich. Außerdem verbrannte er seinen Wehrdienstausweis. Gegen 18.45 Uhr und 19.20 Uhr sahen ihn Anwohner im Ort Schilde. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits drei Kompanien der Grenztruppen die Gegend gemeinsam mit Einheiten der Volkspolizei abgeriegelt. Die Fahndung nach dem verschwundenen Unteroffizier dauerte bis zum nächsten Morgen an. In einer Parkanlage von Schilde, Kreis Perleberg, entdeckte gegen 8.25 Uhr ein Suchtrupp etwa 2,5 Kilometer vom Truppenübungsplatz entfernt seine Leiche. Wie die spätere medizinische Untersuchung ergab, muss sich der 19-Jährige am Vorabend mit seiner Maschinenpistole, die auf Dauerfeuer gestellt war, durch zwei Schüsse in den Kopf selbst getötet haben.

Die Beisetzung Axel Stahnkes fand am 18. Februar 1988 auf dem Friedhof in Dargun statt. Seine Dienststelle entsandte Ehrenposten, Sarg- und Kranzträger sowie einen Grabredner. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch das Stabsmusikkorps des Militärbezirkes. Eine Ehrenformation der Grenztruppen kam auf Wunsch der Angehörigen nicht zum Einsatz.



Wir waren im selben Block untergebracht. Beim Essen im großen Speiseraum, saß er immer am Nachbartisch. Das war schon ein komisches Gefühl, als er nach seinem Suizid dann nicht mehr am Tisch saß.

Ich habe ihn bildlich noch genau vor Augen, als wenn es erst gestern gewesen ist und werde diesen tragischen Vorfall auch nie vergessen.


"Durch Anerkennung und
Aufmunterung kann man in einem
Menschen die besten Kräfte mobiliesieren"

(Charles M. Schwab, amerikanischer Industrieller 1862-1939)
Schlutup, EK87II, Rothaut und Pfropfmesser 949 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.01.2018 17:14
von Lutze | 9.383 Beiträge | 6988 Punkte
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Fiel in Perleberg öfters mal die Frühstücksversorgung aus?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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#37

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.01.2018 17:20
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Zitat von Lutze im Beitrag #36
Fiel in Perleberg öfters mal die Frühstücksversorgung aus?
Lutze



Die Frage sollte eher lauten warum wurde an diesem Morgen kein Frühstück vom Objekt zum Stüp angeliefert...


"Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten." ( Johann Wolfgang von Goethe )
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#38

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.01.2018 17:26
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Entschuldigt aber ich lese:

"Ein Suchtrupp entdeckte die Leiche des Unteroffiziersschülers am frühen Morgen des folgenden Tages in einer nahe gelegenen Parkanlage. Er hatte sich mit seiner Maschinenpistole selbst getötet."
textauszug ende

Und dann feuert der Junge noch mit ....wieviel waren das 38 Schuss, also mit einmal Magazinwechsel auf nen alten Dumper. Und da hat Keiner was gehört? Ich weiß nicht so recht?

Rainer-Maria



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#39

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.01.2018 18:57
von RudiEK89 | 2.095 Beiträge | 715 Punkte
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Nicht alles in Frage stellen, Rainer. Keiner etwas gehört, du kennst das Gelände nicht und warst nicht dabei.
Der Rest ist spekulativ. Traurige Geschichte, die Hintergründe der Tat werden wir nie erfahren.

Gruß Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode


Fußballer 66 und Rainer-Maria Rohloff haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: perleberg

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.01.2018 23:47
von vs1400 | 3.802 Beiträge | 7330 Punkte
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Zitat von Niederlausitzer im Beitrag #35
Ich war von November 1987 - April 1988 zur Ausbildung auf der Unteroffiziersschule "Egon Schultz" in Perleberg. In diesem Zeitraum kam es dann zu diesem tragischen Vorfall.

Unteroffiziersschüler Axel Stahnke

Im Rahmen seiner Ausbildung an der Unteroffiziersschule „Egon Schultz“ in Perleberg bewachte Axel Stahnke am 12. Februar 1988 ein Übungsgelände bei Perleberg. Als die Wachablösung ihn um 17.30 Uhr nicht auf seinem Posten antraf, wurde Großfahndung ausgelöst. Ein Suchtrupp entdeckte die Leiche des Unteroffiziersschülers am frühen Morgen des folgenden Tages in einer nahe gelegenen Parkanlage. Er hatte sich mit seiner Maschinenpistole selbst getötet.

geboren am 12. Januar 1969 in Rostock
Suizid am 12. Februar 1988
Ort des Zwischenfalls: Park in Schilde, Kreis Perleberg (Brandenburg)

Nach dem Schulabschluss an der Polytechnischen Oberschule „Wilhelm Wolff” in Dargen auf der Insel Usedom erlernte Axel Stahnke den Beruf eines Facharbeiters für Pflanzenproduktion. Er gehörte der Arbeitsgemeinschaft ‚Junge Sanitäter‘ an, war DRK-Helfer sowie Mitglied der Deutsch-Sowjetischen Freundschaftsgesellschaft SF und der GST-Sektion Sportschießen. Das Wehrkreiskommando Malchin warb ihn zum Dienst bei den DDR-Grenztruppen an. Am 3. November 1987 trat er seinen Dienst an. Er kam zur Ausbildung auf die Unteroffiziersschule der DDR Grenztruppen nach Perleberg, die seit 1973 den Ehrennamen des an der Berliner Mauer ums Leben gekommenen Grenzers „Egon Schultz” trug. Wie sich erst nach dem Ende der DDR herausstellte, war Unteroffizier Egon Schultz 1964 nicht von West-Berliner Fluchthelfern, sondern von eigenen Leuten aus Versehen erschossen worden.

Vorgesetzte beurteilten Axel Stahnke überwiegend gut. Er sollte im April 1988 zum Unteroffizier befördert werden. Er nehme „einen positiven politischen Standpunkt” ein und besitze „ein ausgeprägtes positives Wehrmotiv für den Dienst als Berufsunteroffizier”. Gegen Befehle, deren Sinn er nicht einsah, sei er jedoch impulsiv und teilweise unbeherrscht aufgetreten. Auch verhalte er sich mitunter noch kindlich und verspielt. In der Nacht vom 11. zum 12. Februar 1988 führte Unteroffiziersschüler Stahnke mit seinem Ausbilder Rainer G. eine Wachkontrolle durch. Am Morgen fiel die Frühstücksversorgung aus, worüber Axel Stahnke sich derart aufregte, dass er die weitere Dienstdurchführung verweigerte. Aus Protest verließ er seinen Postenbereich. Nachdem der Ausbilder Unteroffizier Rainer G. ihn zurückgerufen und mit Bestrafung gedroht hatte, äußerte Stahnke, „daß ihm das alles egal ist und er sowieso macht, was er will”.

Am 12. Februar 1988 trat Axel Stahnke um 13.30 Uhr seinen Wachdienst auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes der Unteroffiziersschule „Egon Schultz” bei Perleberg an. Dort brach er einen Bauwagen auf, entwendete die Zündschlüssel für ein abgestelltes Baufahrzeug (Dumper) und fuhr damit ziellos auf dem Standortübungsplatz umher. Er beschädigte dabei ein Gassentor des zu Ausbildungszwecken dort errichteten Grenzzauns I/83 und fuhr das Fahrzeug in einem Waldstück fest. Wohl um das Gerät in Brand zu schießen, feuerte er wütend aus seiner Maschinenpistole 38 Schüsse auf das Fahrzeug ab. Dann entfernte er sich in Richtung des Ortes Schilde und verscharrte am Waldrand einen Teil seiner Ausrüstungsgegenstände und den Grenzmeldehörer im Erdreich. Außerdem verbrannte er seinen Wehrdienstausweis. Gegen 18.45 Uhr und 19.20 Uhr sahen ihn Anwohner im Ort Schilde. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits drei Kompanien der Grenztruppen die Gegend gemeinsam mit Einheiten der Volkspolizei abgeriegelt. Die Fahndung nach dem verschwundenen Unteroffizier dauerte bis zum nächsten Morgen an. In einer Parkanlage von Schilde, Kreis Perleberg, entdeckte gegen 8.25 Uhr ein Suchtrupp etwa 2,5 Kilometer vom Truppenübungsplatz entfernt seine Leiche. Wie die spätere medizinische Untersuchung ergab, muss sich der 19-Jährige am Vorabend mit seiner Maschinenpistole, die auf Dauerfeuer gestellt war, durch zwei Schüsse in den Kopf selbst getötet haben.

Die Beisetzung Axel Stahnkes fand am 18. Februar 1988 auf dem Friedhof in Dargun statt. Seine Dienststelle entsandte Ehrenposten, Sarg- und Kranzträger sowie einen Grabredner. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch das Stabsmusikkorps des Militärbezirkes. Eine Ehrenformation der Grenztruppen kam auf Wunsch der Angehörigen nicht zum Einsatz.



Wir waren im selben Block untergebracht. Beim Essen im großen Speiseraum, saß er immer am Nachbartisch. Das war schon ein komisches Gefühl, als er nach seinem Suizid dann nicht mehr am Tisch saß.

Ich habe ihn bildlich noch genau vor Augen, als wenn es erst gestern gewesen ist und werde diesen tragischen Vorfall auch nie vergessen.





hmm, die quelle wurde wohl leider vergessen erwähnt zu werden.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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