Ostprodukte im Westregal-Handel mit dem Westen

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31.10.2012 22:59
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#76
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Da die Politik der DDR-Führung, die eigene Wirtschaft an die Wand gefahren hat, lag es schon am politischen System, das die Bürger die "Faxen" dicke hatten. Die Versorgungslage war das Resultat der Politik.


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15.12.2012 00:46 (zuletzt bearbeitet: 15.12.2012 00:48)
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#77
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Da der Link in #1 nicht mehr funzt,stelle ich nochmal 2 Beiträge ein.

http://www.ardmediathek.de/mdr-fernsehen...mentId=12766122

Gruß ek40

Edit:Video gelöscht,da schon durch @W2W eingestellt.


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27.07.2020 19:16 (zuletzt bearbeitet: 31.07.2020 17:21)
#78
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Weil Wolfgang Fischer nun ein Ehemaliger ist, kann er auch aus dem Nähkästchen https://www.mdr.de/zeitreise/ddr/ostprod...jahren-100.html plaudern, jetzt hat er ja nix mehr zu verlieren.

Zitat:
Und dann saß ich am Schreibtisch, die Sekretärin stellte durch und sagte, hier ist die Spar dran, die möchte drei Produkte einlisten. Ich sprang auf, mein Sessel kippte nach hinten um, ein riesen Krach und dann hab ich mich gemeldet und hab gefragt: 'Wie wollen wir es denn machen?' und dann wollten die pro Artikel 25.000 DM. Das waren dann 75.000 Mark, so viel hatten wir gar nicht. Also musste ich meinen Sessel wieder ordentlich hochheben und mich setzen - es war nur eine ganz kurze Freude und Idee, eine Möglichkeit den Absatz zu erhöhen.

Wolfgang Fischer ehemalige Geschäftsführer der Keksfabrik Wikana
Zitat Ende

Mir war es wichtig, mal eine Marke zu bekommen, was da zu zahlen war, um ins Regal zu kommen und solche Zahlen (25.000 DM/ Artikel für die Listung) waren ein Vernichtungsfeldzug der westdeutschen Händler gegen die DDR– Produzenten, der allerdings mit der Kaufblockade der eigenen Bevölkerung begann, die hat niemand auf der Streckbank zu Bahlsen gezwungen.

Die „Keimzeit“ vieler zunächst verschmähten Eigenproduktionen betrug um die 7–8 Jahre, dann kam ein vorsichtiges Revival, das streckenweise (Rondo– Melange....Link) sensationell war, die meisten Ostprodukte erstickten allerdings im Keim, da die Ossis erst sehr spät merkten, was sie mit ihrer Blockade angerichtet hatten.
Übrigens wäre Wolfgang Fischer Ruck Zuck weg vom Fenster des Geschäftsführers gewesen, wenn er diese Preismarke für die Listung gleich genannt hätte, um diese Schweinereien schnell ans Tageslicht zubringen, das hätte anderswo vermutlich geholfen, z. B. beim Kunden,.
Der wäre dann schneller wach geworden, stattdessen war sich jeder selbst der nächste und das Fressen kam eben vor der Moral, und überhaupt beißt man nicht in die Hand, die einen füttert.
Solche Geschichten offenbaren, wie verfault der Kapitalismus schon kurz nach dem Einkauf im Wahljahr war und vielleicht keimt ja der Sozialismus auch schon irgendwo unter der Erde, er ist ein Frostkeimer und wenn es noch kälter wird, geht er auch auf.
Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte.

Viele leben zu sehr in der Vergangenheit.
Aber die Vergangenheit soll ein Sprungbrett sein und kein Sofa.

Der Hahn mag krähen, aber die Hennen legen die Eier.

(Margaret Thatcher)

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27.07.2020 22:14 (zuletzt bearbeitet: 27.07.2020 22:19)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #78
Weil Wolfgang Fischer nun ein Ehemaliger ist, kann er auch aus dem Nähkästchen https://www.mdr.de/zeitreise/ddr/ostprod...jahren-100.html plaudern, jetzt hat er ja nix mehr zu verlieren.

Zitat:
Und dann saß ich am Schreibtisch, die Sekretärin stellte durch und sagte, hier ist die Spar dran, die möchte drei Produkte einlisten. Ich sprang auf, mein Sessel kippte nach hinten um, ein riesen Krach und dann hab ich mich gemeldet und hab gefragt: 'Wie wollen wir es denn machen?' und dann wollten die pro Artikel 25.000 DM. Das waren dann 75.000 Mark, so viel hatten wir gar nicht. Also musste ich meinen Sessel wieder ordentlich hochheben und mich setzen - es war nur eine ganz kurze Freude und Idee, eine Möglichkeit den Absatz zu erhöhen.

Wolfgang Fischer ehemalige Geschäftsführer der Keksfabrik Wikana
Zitat Ende

Mir war es wichtig, mal eine Marke zu bekommen, was da zu zahlen war, um ins Regal zu kommen und solche Zahlen (25.000 DM/ Artikel für die Listung) waren ein Vernichtungsfeldzug der westdeutschen Händler gegen die DDR– Produzenten, der allerdings mit der Kaufblockade der eigenen Bevölkerung begann, die hat niemand auf der Streckbank zu Bahlsen gezwungen.

Die „Keimzeit“ vieler zunächst verschmähten Eigenproduktionen betrug um die 7–8 Jahre, dann kam ein vorsichtiges Revival, das streckenweise (Rondo– Melange....Link) sensationell war, die meisten Ostprodukte erstickten allerdings im Keim, da die Ossis erst sehr spät merkten, was sie mit ihrer Blockade angerichtet hatten.
Übrigens wäre Wolfgang Fischer Ruck Zuck weg vom Fenster des Geschäftsführers gewesen, wenn er diese Preismarke für die Listung gleich genannt hätte, um diese Schweinereien schnell ans Tageslicht zubringen, das hätten anderswo vermutlich geholfen, z. B. beim Kunden,.
Der wäre dann schneller wach geworden, stattdessen war sich jeder selbst der nächste und das Fressen kam eben vor der Moral, und überhaupt beißt man nicht in die Hand, die einen füttert.
Solche Geschichten offenbaren, wie verfault der Kapitalismus schon kurz nach dem Einkauf im Wahljahr war und vielleicht keimt ja der Sozialismus auch schon irgendwo unter der Erde, er ist ein Frostkeimer und wenn es noch kälter wird, geht er auch auf.
Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte.


Hab die Sendung gesehen. Ich habe es sehr bald gewußt, was sich da entwickelt. Mein Vater z.B. hat konsequent die Supermärkte gemieden, die keine Ostprodukte im Angebot haben. Meine Kunden im Osten merkten es auch sofort und ich hatte einen Bonus bei ihnen, weil ich zwar auch Westkleber anbot, aber gleichzeitig auch unsere bekannten und bewährten Erzeugnisse und außerdem, daß noch im Osten produziert wurde und nicht nur der Vertrieb existierte. Bis dahin, daß ich erst mal etliche Biersorten aus dem Westen probierte, um dann doch wieder beim Köstritze Schwarzbier zu landen, habe ich schon überlegt, wo ich mein Geld lasse, ob im Supermarkt, beim Tanken oder übernachten, wenn ich die Wahl hatte. Ich würde sagen, nicht mal ein Teil, es waren die Meisten, die eine zu lange Zeit so weit gedacht haben wie ein Schw....sch..t. Sie haben ihren eigenen Firmen nicht den Atem gegeben, sich zu stabilisieren. Ich halte es heute noch so. Nudeln ? Nur die Riesaer , um mal ein simples Beispiel zu nennen. Altbundies mögen es mir übelnehmen, aber ihre Landsleute an den Hebeln der Macht haben da zu viel das Gegenteil von "unsere lieben Brüder und Schwestern" praktiziert. In einem anderen Beitrag hatte ich das Beispiel meines Schwiegervaters schon mal erzählt. Er hatte sich einige Jahre vor der Wende selbständig gemacht und in einem großen Gewächshaus Grünzeug gezogen. Tomaten, Gurken meist. Die Ware wurde ihm im Frühjahr auf dem Markt in Köthen aus den Händen gerissen. Dann kamen die Holländer mit ihren geraden gleichmäßigen in Folie eingepackten Gurken und Tomaten, die sich glichen, als wären sie alle von einer geklont. Mein Schwiegervater blieb auf seiner Ware sitzen, bis ein Händler von drüben ihm alles abnahm, es in seine Kisten packte und schon wurde es gekauft. Und das war im Frühjahr 1990, also zu einer Zeit, in der es die Meisten hier eigentlich schon begriffen haben müßten, daß das Zeug aus Holland nur nach Wasser schmeckt.
Bei der Zusammenlegung der Produktpalette von Forbo Erfurt GmbH und Forbo Helmitin Gmbh (Pirmasens) wurde entschieden, die meisten Hauptprodukte aus Erfurt sterben zu lassen. "Wir haben ja was Besseres zu bieten" Großer Irrtum. Es hat einen Kampf gekostet, den Chefs klarzumachen, daß das Markenprodukte sind und die bisher diese Produkte kaufenden Kunden werden einen Dreck tun, nun das Produkt aus PS zu kaufen. Die würden dann irgendein anderes Produkt eines anderen Herstellers kaufen. Wie gesagt, Patriotismus wirkte. Die hätten mir gesagt, Herr XYZ, wir kaufen beim ihnen, weil das Produkt gut ist und weil es VON HIER ist. Wenn Sie das nicht mehr abieten können, werden sich viele von uns bei anderen Herstellern bedienen, deren Vertreter ihnen gleichfall die Bude einrennen.
Erst als sich die Chefs mal die Umsatzzahlen angeschaut hatten, wurde entschieden, das Erfurter Produkt weiter zu produzieren. Also war es eine ganz willkürlich Entscheidung vom Grünen Tisch. Es war ein Ostprodukt, also taugt es nichts. Andere große Konzerne hatten da weiter gedacht. Henkel hat z.B. die Marke Spee beibehalten und so ich weiß, auch fast das Originalprodukt darin.


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27.07.2020 23:31
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Also, das Henkel die Marke Spee beibehalten hat, ist richtig. Allerdings ist auch richtig, dass Henkel die Produktion in Genthin geschlossen und nach Düsseldorf verlagert hat. Aber gut, Düsseldorf gehört ja auch zu Neufünfland:-))).

Das Problem , das in dem Beitrag vor Deinem angesprochen wurde, sind eher die Listinggebühren. Da sind ja alle Ketten groß drin. Man muss sich nur mal das Tiefkühlgemüse ansehen - Iglo ohne Ende, und das garantiert nicht, weil es keine anderen gleichwertigen Erzeuger gibt, sondern deshalb, weil Iglo die Möglicheit hat, entsprechend Kohle an den Einzelhandel weiterzureichen....

Schönes Beispiel sind auch Riesaer Nudeln - durch Zufall hatte ich die mal hier im Supermarkt bekommen, die sind ja ungemein lecker, wurden aber aufgelistet, Barilla zahlt mehr.

Nun bin ich bei Lidl-Nudeln gelandet - die sind auch lecker und, man glaubt es kaum, aus Erfurt. Weil ich mich ja gerne informiere, habe ich gegoogelt und so erfahren, dass es in Erfurt die älteste Nudelfabrik Deutschlands gibt - besteht seit 1792, wenn ich mich recht erinnere...


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28.07.2020 15:00
#81
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Zitat
Also, das Henkel die Marke Spee beibehalten hat, ist richtig. Allerdings ist auch richtig, dass Henkel die Produktion in Genthin geschlossen und nach Düsseldorf verlagert hat. Aber gut, Düsseldorf gehört ja auch zu Neufünfland:-))).



Der Henkeltrick hat nicht nur beim Betrug am Ostvolk funktioniert, auch hier https://www.handelsblatt.com/unternehmen...F5nXfdpaVSf-ap6 hat der Waschmittelkonzern jede Menge Dreck zu Tage gefördert, wahrscheinlich brauchen sie deshalb auch eine ganze Waschmittelfabrik, um sich reinzuwachsen.
Der haftet deren Managern sogar noch an, wenn sie schon über alle Berge sind.
Das mit der Demontage der Flüssigwaschmittelanlage in Genthin haben die sich von den Russen abgeguckt, diese Reparationsleistung war überfällig, immerhin ist man ja unverschuldet in den Zweiten Weltkrieg geraten und hatte auch mit Hitler nichts am Hut, deshalb holte man sich in Genthin zurück, was einem schon gehörte.

Zitat aus http://www.verbrechen-der-wirtschaft.de/...du_sseldorf.htm

1933–1945 – Henkel entwickelte sich zu einem nationalsozialistischen Musterbetrieb. In dem Gesetz zur Ordnung der Arbeit aus dem Jahre 1934 wurde festgelegt, dass der Betriebsführer und die Gefolgschaft eine Betriebsgemeinschaft bilden. Gewerkschaften wurden zerschlagen. Hugo Henkel, der Betriebsführer traf die Entscheidungen »zum Wohle der Gefolgschaft«, die ihrerseits dem Betrieb zur Treue verpflichtet war, so auch zur Teilnahme an den Betriebsappellen der Deutschen Arbeitsfront (DAF). „„Der Geist der Gefolgschaft“, ihre kämpferische Haltung und Einsatzbereitschaft für den Nationalsozialismus [wurden] besonders gewürdigt« [3] und mit Sozialleistungen wie Altersversorgung, Ausbildungswesen, Kinderfürsorge etc. belohnt.


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(Margaret Thatcher)

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28.07.2020 16:06
avatar  Gert
#82
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Zitat


Zitat
und dann wollten die pro Artikel 25.000 DM. Das waren dann 75.000 Mark, so viel hatten wir gar nicht. Also musste ich meinen Sessel wieder ordentlich hochheben und mich setzen - es war nur eine ganz kurze Freude und Idee, eine Möglichkeit den Absatz zu erhöhen.


haha @DoreHolm das Beispiel taugt ja nun gar nicht für deine ständige Ost/West Agitation. Warum? weil es diese Listungsgebühren im Einzelhandel schon gab, dachte noch kein Mensch daran , dass ihr auch mal"Westen" werdet. So wird ein Schuh daraus.

Stil ist nicht das Ende des Besens.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Umgang mit Idioten!


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28.07.2020 16:11 (zuletzt bearbeitet: 28.07.2020 16:30)
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Ich finde diese Listungs-Gebühren nicht soo schlimm, der Händler stellt sein Netzwerk zur Verfügung und wenn du als Lieferant drin bist, nun ich denke mal dein Umsatz steigert sich enorm.
Die Ostprodukte nach der Wende, nun ja, die Leute waren halt erst mal neugierig auf das früher fast unereichbare, eigentlich auch normal.
Und die Planwirtschaft war halt den Berg runter gerollert, nach dem Ergebnis der ersten freien Wahl wollten die meisten Leute die Marktwirtschaft und haben sie halt dem entsprechend auch bekommen.
Die Ketten stellen sich ins Regal was sie wollen, der Solidaritätsgedanke gehört nicht so zu den herausragenden Tugenden des Kapitals.


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28.07.2020 16:30
avatar  Gert
#84
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Zitat
1933–1945 – Henkel entwickelte sich zu einem nationalsozialistischen Musterbetrieb. In dem Gesetz zur Ordnung der Arbeit aus dem Jahre 1934 wurde festgelegt, dass der Betriebsführer und die Gefolgschaft eine Betriebsgemeinschaft bilden. Gewerkschaften wurden zerschlagen. Hugo Henkel, der Betriebsführer traf die Entscheidungen »zum Wohle der Gefolgschaft«, die ihrerseits dem Betrieb zur Treue verpflichtet war, so auch zur Teilnahme an den Betriebsappellen der Deutschen Arbeitsfront (DAF). „„Der Geist der Gefolgschaft“, ihre kämpferische Haltung und Einsatzbereitschaft für den Nationalsozialismus [wurden] besonders gewürdigt« [3] und mit Sozialleistungen wie Altersversorgung, Ausbildungswesen, Kinderfürsorge etc. belohnt.



ich will das nicht kleinreden, @Hackel39 , aber welcher Betrieb war nicht NS unterwandert im WK II ? Die wurden alle gleichgeschaltet oder sie waren weg vom Fenster, wie es Gewaltregime und Diktaturen so praktizieren. Oder war es in der nachfolgenden SED Dikatatur
anders ? Da waren die Betriebe noch mehr von der Staatspartei "in den Clinch" genommen, die SED Funktionäre hockten in den Betrieben und kontrollierten jede Schraube, obendrein ließen sie sich von den kontrollierten Betrieben noch aushalten wie ein Hu..
Nach deinen ideologischen Bocksprüngen hätte ja das Leunawerk dem Erdboden gleich gemacht werden müssen. Es war der Nazibetrieb par excellance, IG Farbenindustrie. Nein, die SED hat das Werk auch noch nach dem Proll Ulbricht benannt, einem Schreiner der von Tuten und Blasen keine Ahnung hatte, von der Großchemie schon gar nicht. Damit war Leuna entnazifiziert, hahahaha @Hackel39 ich lach mich tot über deine Salti.
Was nun Henkel nach dem Kriege angeht, so ist er der bedeutendste Arbeitgeber in D'dorf. Und was für einer , eine Anstellung dort bedeutet sehr gute Bezahlung, sehr gute Betriebsrenten, sehr gute Arbeitsbedingungen, moderne Produktion und ein hohes Ansehen. Ich wohne nicht weit vom Henkelwerk und in meiner Wohnsiedlung sind viele Henkelaner wohnhaft. Dadurch bin ich gut durch Nachbarn informiert.
Ja, das Werk Genthin, ein Henkelwerk gegründet so glaube ich in den 20erJahren wurde leider geschlossen. Sehr bedauerlich für die dortigen Mitarbeiter. Es wurde Henkel aber auch in der Enteignungswelle nach dem Kriege entschädigungslos enteignet. Also die sozialistische Form des Diebstahls. Das war also für Henkel abgeschrieben und daher haben sie vermutlich bei der Produktionsverlagerung zunächst mal an ihr Hemd gedacht und nicht an die Genthiner Hose. Man trifft sich im Leben eben im Leben immer 2 x, ein Spruch in dem viele Wahrheit liegt, wie ich in meinem nun schon langen Leben gelernt habe.

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28.07.2020 16:46
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Zitat
das Beispiel taugt ja nun gar nicht für deine ständige Ost/West Agitation. Warum? weil es diese Listungsgebühren im Einzelhandel schon gab, dachte noch kein Mensch daran , dass ihr auch mal"Westen" werdet. So wird ein Schuh daraus



Somit ist es eine eingeschleppte Krankheit mit einem klaren Trend zur Korruption, da der Kunde ja nicht primär das beste Produkt zum besten Preis bekommt, sondern das provisionsträchtigste aus der Perspektive des Handels für den ja eigentlich die Marge zwischen Einkaufs– und VerkaufsKosten der Indikator für einen erfolgreichen Geschäftsbetrieb sein sollte.
So zumindest lernen es die Schüler oder werden die etwa genauso verarscht wie die FDJler im Studienjahr ?
Wie setzen die solche Ausgaben eigentlich von der Steuer ab und wie wird diese Einnahme auf der anderen Seite ausgewiesen ?
Ich meine Werbungskosten müssen doch auch einen regulären Effekt bezüglich der Gewinnsituation das Händlers haben wenn aber das Produkt auch irgendwo anders auch zu diesem Preis verkauft wird, bleibt doch außer Bereicherung nichts übrig.
Das von mir stammende Zitat hatte ausnahmsweise mal keinen Ost– West– Hintergrund sondern diente der Feststellung des Verwesungsstandes der Marktwirtschaft allgemein, eben einer Standortbestimmung der Funktionalität dieses Wirtschaftswesens, bei dem ja der Tüchtige immer das Glück an seiner Seite haben soll.
Aber auf eine Enttäuschung mehr oder weniger kommt es heute auch nicht mehr an.

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28.07.2020 16:54
#86
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Zitat
Nach deinen ideologischen Bocksprüngen hätte ja das Leunawerk dem Erdboden gleich gemacht werden müssen. Es war der Nazibetrieb par excellance, IG Farbenindustrie. Nein, die SED hat das Werk auch noch nach dem Proll Ulbricht benannt, einem Schreiner der von Tuten und Blasen keine Ahnung hatte, von der Großchemie schon gar nicht. Damit war Leuna entnazifiziert, hahahaha @Hackel39 ich lach mich tot über deine Salti.



Mit dem kleinen aber feinem Unterschied, daß man die ehemaligen Besitzer zum Teufel gejagt hat und es zu Volkseigentum wurde oder sollen wir die Rohre und Flansche auspeitschen und die Anschlußgleise vor lauter Wut in den Hochofen schmeißen ?

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28.07.2020 17:41
#87
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Zitat
Es wurde Henkel aber auch in der Enteignungswelle nach dem Kriege entschädigungslos enteignet. Also die sozialistische Form des Diebstahls.



Die "Enteignungswelle", die Betriebe wie Henkel betraf, wurde von den Alliierten im Potsdamer Abkommen beschlossen, war also in diesem Fall nicht "die Form des sozialistischen Diebstahls"!


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28.07.2020 18:11
avatar  Gert
#88
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Zitat von Gast 2016 im Beitrag #87

Zitat
Es wurde Henkel aber auch in der Enteignungswelle nach dem Kriege entschädigungslos enteignet. Also die sozialistische Form des Diebstahls.


Die "Enteignungswelle", die Betriebe wie Henkel betraf, wurde von den Alliierten im Potsdamer Abkommen beschlossen, war also in diesem Fall nicht "die Form des sozialistischen Diebstahls"!



nach meinen Recherchen ist ein solcher Passus nicht zu finden im Potsdamer Abkommen. Es gibt wohl einen Beschluß über Zahlung von Reparationen, die die Siegermächte in ihrer jeweiligen Besatzungszone selbst durchführen sollten. Das haben die Russen und ihre ostdeutschen Vasallen wohl sehr wörtlich genommen und alles geplündert, was sie auf den LKW bekamen. Die Westall. habe solche Plünderungen nicht oder kaum vorgenommen. Es bleibt abschließend zu bemerken, dass Persil keine wie auch immer geartete Waffentauglichkeit hat und somit Henkel kein Waffenproduzent war. Waffenproduktion sollte nämlich nach dem Abkommen auch komplett still gelegt werden.

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28.07.2020 18:25 (zuletzt bearbeitet: 28.07.2020 18:36)
avatar  Gert
#89
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Zitat
Das von mir stammende Zitat hatte ausnahmsweise mal keinen Ost– West– Hintergrund sondern diente der Feststellung des Verwesungsstandes der Marktwirtschaft allgemein, eben einer Standortbestimmung der Funktionalität dieses Wirtschaftswesens, bei dem ja der Tüchtige immer das Glück an seiner Seite haben soll.
Aber auf eine Enttäuschung mehr oder weniger kommt es heute auch nicht mehr an.



@Hackel39 Verwesungszustand, Bereicherung etc, das Vokabular der SED im ideologischen Kampf gegen alle die nicht ihrer Meinung waren.
Die Gewinnmargen im Einzelhandel sollen sich bei 8% befinden, ich kann es nicht beweisen, da ich vom Einzelhandel nicht viel weiß.
Ich weiss aber auch, dass die Einzelhandelskaufleute die am schlechtesten bezahlten Kaufleute sind. Sie arbeiten offenbar für Gewinne, da würdest du als Lokführer morgens nicht dein Haupt vom Kissen erheben.
Und wenn wir gerade über Verdienste sprechen, Verdienste des Handel mal im Vergleich zur soz. Planwirtschaft

TV Gerät in der DDR 6000 Mark, ein Wartburg, desse Herstellungs- und Vertriebskosten bei 8000 Mark gelegen hätten wurde zu irgendeinem Kurs über 20.000 Mark aufgerufen. @Hackel was hältst du denn von solche Wucherpreisen und Gewinnen ? Ich glaube da hättest du hier ein Gerichtsverfahren wegen Preiswucher am Hals. Dort war es rechtens.
Letzlich, wo und wann die Verwesung stattfand hat die geschichtliche Entwicklung eindeutig gezeigt.

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28.07.2020 18:32
avatar  94
#90
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94

Bis jetzt dacht ich immer P3 wäre eine Erfindung aus der DDR, aber nu gugge da ...

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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