Funkaufklärung bei der Grenztruppe

18.01.2012 21:24
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#1
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Hallo,

ich habe vor einiger Zeit von einem ehemaligen GT-Angehörigen erfahren, daß Ende der 70ziger bis Ende der 80ziger Jahre aus dem Objekt/Gebäude des II. Grenzbataillons im GR-1 in 5901 Herda (Bez. Erfurt), Am Gottesacker, Postfach 40110, Funkaufklärung betrieben wurde. Lt. seiner Aussage befanden sich auf dem Dachboden die hierfür benötigten Antennen, also super getarnt.
Es gab dort auch einen sogenannten Funkraum. Die Funkaufklärung erfolgte ständig durch 3 Angehörige der GT????
Ein Betreten dieses Raumes war nur mit einer entsprechenden Genehmigung möglich.

Weiß jemand hier im Forum etwas über diese Funkaufklärung,was wurde aufgeklärt, wie wurde aufgeklärt und mit welchen Mitteln/Geräten wurde aufgeklärt?
Vielen Dank für Eure Antworten.

Gruß Willie


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19.01.2012 17:20 (zuletzt bearbeitet: 19.01.2012 17:22)
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#2
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Zitat von willie
Hallo,

ich habe vor einiger Zeit von einem ehemaligen GT-Angehörigen erfahren, daß Ende der 70ziger bis Ende der 80ziger Jahre aus dem Objekt/Gebäude des II. Grenzbataillons im GR-1 in 5901 Herda (Bez. Erfurt), Am Gottesacker, Postfach 40110, Funkaufklärung betrieben wurde. Lt. seiner Aussage befanden sich auf dem Dachboden die hierfür benötigten Antennen, also super getarnt.
Es gab dort auch einen sogenannten Funkraum. Die Funkaufklärung erfolgte ständig durch 3 Angehörige der GT????
Ein Betreten dieses Raumes war nur mit einer entsprechenden Genehmigung möglich.

Weiß jemand hier im Forum etwas über diese Funkaufklärung,was wurde aufgeklärt, wie wurde aufgeklärt und mit welchen Mitteln/Geräten wurde aufgeklärt?
Vielen Dank für Eure Antworten.

Gruß Willie


Hallo Willie,

Wir wussten, daß der Funk bei uns abgehört wurde aber von wo und durch wem entzieht sich meiner Kenntnis. Uns wurde immer wieder eingebleut Funkdisziplin zu halten. Während der Ausbildung wurde meistens auf Funk zurückgegriffen. Im Grenzdienst war diese Art von Kommunikation verpönt und das Grenzmeldenetz (GMN) benutzt. Es gab aber Gerüchte, daß auch das GMN belauscht wurde.
Daß der Polizeifunk des BGS oder der jeweiligen Landespolizei abgehört wurde, ist nicht nur möglich sondern wahrscheinlich, jeder bessere Funkamateur, der die Möglichkeit hatte, hatte auch dienstliche Infos abgehört.

Gruß Hartmut!


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19.01.2012 17:56
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#3
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Hallo Willie
Funkaufklärung wurde betrieben. Bei Frankenheim befand und befindet sich Heute noch "Das Eisenacher Haus".Dort waren Leute stationiert, die Funkaufklärung durchführten. Am Wochenende kam öfter mal einer von denen in die GK Frankenheim um Mittagessen für die im E-Haus arbeitende Leute zu holen. Diese Person trug immer eine Uniform der Grenztruppen. Aber nicht wie bei der Truppe üblich laut Anzugsordnung, nein immer irgend wie, Jacke nicht zu geknöpft usw.
Ab und an gab es auch Informationen über das was über GMN oder Funk bei den GT gesprochen wurde. Vermute Abhörtätigkeit durch diese Kräfte.

Gruß Runkel


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19.01.2012 18:28
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#4
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94

Ich hirne wegen dem Batallionsstab in Herda. War ja manchmal dort, mit dem Nachrichten-Uffz. der Sicherstellungskompanie, ein begnadeter Bastler in Sachen Elektronik trank ich manchen Kaffee. An eine Antennenanlage unterm Dach kann ich mich aber beim besten Willen nicht erinnern. Das muß aber nix bedeuten, nur falls es wirklich 3 AGT zur Funkaufklärung dort gab, dann gehörten die vermutlich nicht zu Tütes Spezialistenhaufen mit der Tarnzahl 68, also zur Sicherstellungskompanie.
Das auch das GMN abgehört und mitgeschnitten wurde, war nicht nur ein Gerücht. Ein blickiger KGSi sollte aber bei so einer Maßnahme seine Posten entsprechen 'vergattert' haben. Sonst konnte man schon mal in einen sogenannten Erklärungsnotstand geraten. Beliebt für den Postenfunk waren auch die Kanäle 11 und 12 auf den Handfunken. Die großen Funkgeräte (KfZ-Einbau und FüSt) hatten ja nur 10 Kanäle. Ein Grund, warum ich gern und möglichst unbemerkt vom Aufzug ein 771er mit auf die 'Hütte' nahm *grins*

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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19.01.2012 18:52
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#5
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Hier gibt es auch diverse Beiträge zum Thema FuAkl. an der Grenze

http://www.nva-forum.de/nva-board/index....pic=12848&st=30

Das mit der Bastelarbeit auf dem Dachboden - da kann ich mich eigentlich nicht so richtig anfreunden.

Mike59


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19.01.2012 19:13
avatar  94
#6
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94

Naja, möglich ist's schon. Auf die Schnelle habsch ein Photo im NVA-Forum gefunden. Ich kenne nur den Dachboden der einen Gebäudehälfte (hinten auf dem Bild), wimre waren da Unterkünfte. Keine Ahnung was auf der andern Bühne war?
Die Lage wäre auf jeden Fall für diesen Zweck nicht schlecht gewesen ...
http://maps.google.de/maps?q=50.949534,10.097471

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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19.01.2012 19:21
avatar  Mike59
#7
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Zitat von 94

Die Lage wäre auf jeden Fall für diesen Zweck nicht schlecht gewesen ...



Ohne zu behaupten das ich von der Funkerei Ahnung habe - die Lage scheint gut auszusehen. :)

Mike59


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20.01.2012 11:22
#8
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Bodo Wegmann hat in seinem Buch "Die Militäraufklärung der NVA", Verlag Dr. Köster, einiges über die Funkaufklärung der GT geschrieben.
Historiker 84


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25.04.2014 22:22 (zuletzt bearbeitet: 25.04.2014 22:25)
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#9
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Zitat von willie im Beitrag #1
Hallo,

ich habe vor einiger Zeit von einem ehemaligen GT-Angehörigen erfahren, daß Ende der 70ziger bis Ende der 80ziger Jahre aus dem Objekt/Gebäude des II. Grenzbataillons im GR-1 in 5901 Herda (Bez. Erfurt), Am Gottesacker, Postfach 40110, Funkaufklärung betrieben wurde. Lt. seiner Aussage befanden sich auf dem Dachboden die hierfür benötigten Antennen, also super getarnt.
Es gab dort auch einen sogenannten Funkraum. Die Funkaufklärung erfolgte ständig durch 3 Angehörige der GT????
Ein Betreten dieses Raumes war nur mit einer entsprechenden Genehmigung möglich.

Weiß jemand hier im Forum etwas über diese Funkaufklärung,was wurde aufgeklärt, wie wurde aufgeklärt und mit welchen Mitteln/Geräten wurde aufgeklärt?
Vielen Dank für Eure Antworten.

Gruß Willie



Bis 1986 war auf dem Dachboden vom Stabsgebäude GB Herda ein gesonderter Bereich für die Funkaufklärung.
Geführt vom Stfä Hannes Schn. ( ehem. Spiess der GK Großensee ). Sein Stellvertreter war der Stfw. Bir... ( ehem. GK Berka W )
Ein Trupp mit 4 Soldaten gehörte dazu.
Diese Truppe war auch im gesonderten Unterkunftszimmer. Die Tätigkeit war abgeschirmt. Als KFZ Technik hatte man einen B 1000 sowie
LO Koffer.

1986 erfolgte der Umzug nach Schnellmannshausen, man führte täglich Funkaufklärung auf dem Heldrastein durch.
Die Unterbringung u Versorgung erfolgte im Objekt 12 . GK Schnellmannshausen.

Der Stfä Hannes Schn. starb vor 2 Jahren im Wohnort Großensee... der Stfw B. zog nach Creuzburg und verstarb ebenfalls


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25.04.2014 22:48 (zuletzt bearbeitet: 25.04.2014 22:53)
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#10
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Im Feb. 2014 organisierte ich mir vom Dachboden Stab Herda noch einen GT Spind und fand dabei auch diese abgebildete Halterung von der
einstigen Funküberwachung


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25.04.2014 22:51
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hier die Detailaufnahme von dem verstellbaren Scalenring


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25.04.2014 23:07
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#12
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Im ehem. Stabsgebäude GB Herda war aus Rtg. Kasernentor gesehen, der linke Dachbodenbereich für die FuAufkl. . Darunter war der OpD.
Es gab ebenfalls noch einen VS Bereich sowie Fernschreibstelle. Bis zum Neubau der U 67 - massiver Barackenbau für die KpSST , waren im rechten
Dachbereich Stabsgebäude auch Unterkünfte für Pio Zug u Na Zug sowie Wachgruppe.

Hatte schon viele Fotos dazu im NVA Forum eingestellt, auch das Bild, wo die Kompanie Sicherstellung GSi vor dem Stabsgebäude angetreten ist.
Jedoch geht der gemeine Bildurheberrechtsklau um und entfernt auch mal schnell das Kürzel vom Urheber...


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