Weiterbestehen der DDR - wie hätte es aussehen können?

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29.12.2011 12:50 (zuletzt bearbeitet: 29.12.2011 12:51)
avatar  matloh
#1
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Wie hätte ein Weiterbestehen der DDR aussehen können wenn es keine Wiedervereinigung gegeben hätte?

Welche Auswirkung hätte das auf die Staats- und Regierungsform gehabt? Wäre man bei der Diktatur geblieben oder hätte auf Republik gewechselt? Hätte es einen Schwenk zur Demokratie gegeben?
Welche Auswirkungen hätte das auf die Wirtschaftsordnung gehabt? Wäre die Wirtschaft weiterhin zentral gelenkt worden? Wären die Produktionsmittel privatisiert worden?
Welche Auswirkung hätte das auf die Volkswirtschaft gehabt? Z.B. Produktionsleistung, BIP, Arbeitslosigkeit, etc.?
Welche Auswirkungen hätte das auf den "Wohlstand" gehabt? Wäre der Wohlstand im Vergleich zu z.B. 1988 gesunken oder gestiegen?

Da es hier immer wieder Stimmen gibt, die die Wiedervereinigung als Fehler bezeichnen, haben sich sicherlich viele schon überlegt, wie es weiter gehen hätte können in "einer besseren DDR".

cheers matloh

ps: Dass wir uns hier im spekulativen Bereich befinden ist klar...

Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)


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29.12.2011 13:00
avatar  glasi
#2
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oh gott. welche vorstellung. mir fällt spontan ein, die häuser und straßen, autobahnen und die umwelt. oh mein gott.gott sei dank ist soweit nicht gekommen.


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29.12.2011 14:35
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#3
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( gelöscht )

Hier mal eine Doku zum Thema:



Richtig cool!


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29.12.2011 14:51
#4
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Zum Thema, einfach die Kristallkugel befragen, in den Kaffeesatz schauen, die Tarotkarten mischen, intensiv die Katze anstarren und wenn das keine "Erkenntnisse" bringt, sich hinterfragen wie man auf solche abwegigen Gedanken kommt.
Telefonnummern für die Bewältigung von Lebenskrisen sind im WEB zu finden.

Schickes fiktives Video.
Wo gab es "Kollektivleiter"? Was ist das für eine Bezeichnung? Gab es sowas in der DDR.
Soweit ich weiß bis '89 jedenfalls nicht.......

Viel Spass beim fabulieren

Gruß
Nostalgiker

Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


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29.12.2011 16:07
avatar  josy95
#5
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Egon Krenz hat man in Dierhagen die Fahräder aus dem Nebengebüde geklaut...!

Wenn die DDR fortbestanden hätte, dann hätte jetzt nicht nur die VP Großalarm gehabt, sondern vermutlich auch das MfS und Sylvester wär in *rsch gewesen, bis diie Drahtesel wieder aufgetaucht wären!

Vermutlich hätte auch nur der Klassenfeind oder idiologisch- subversiv verblendete Jugendliche, die dem Klassenfeind Auge und Ohr geliehen nhatten und durch diesen aufgehetzt wurden, dahinterstecken können!

Die *ild- Zeitung gäbe es vermutlich nicht, denn da stand`s heute drin!


josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...

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29.12.2011 16:10 (zuletzt bearbeitet: 29.12.2011 16:11)
avatar  matloh
#6
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Zitat von Nostalgiker
...Viel Spass beim fabulieren...

Naja, ganz ins Blaue hinein muss man ja nicht fabulieren. Es gibt ja gewisse Anhaltspunkte.
Z.B. könnte man sich an anderen postkommunistischen Staaten orientieren. Beispielsweise könnte man mutmaßen, dass die DDR eine ähnliche Entwicklung wie Tschechien/Slowakei durch gemacht hätte.

Andererseits könnte man die Punkte Staatsform/Wirtschaftsform/Volkswirtschaft heranziehen und hier neue Puzzlesteine entwickeln die sich zu einem Gesamtbild zusammenfügen lassen. Z.B. könnte man argumentieren, dass eine Diktatur -spätestens nach der Erstürmung des Geheimdienstes - wohl nicht mehr en vogue war und sich vermutlich eine Demokratie herausgebildet hätte.
Hinsichtlich der Wirtschaftsform dürfte sich in den Jahren davor (und bei anderen Staaten) gezeigt haben, dass eine Wirtschaft, die auf Gütergemeinschaft und - mehr oder weniger - zentraler Planung beruht, gewisse Nachteile mit sich bringt.
Auch bei der Volkswirtschaft hätte es vermutlich einige Änderungen gegeben; Durch die Reisefreiheit wäre vermutlich ein Teil der arbeitenden Bevölkerung weg gebrochen, die (verdeckte!) Arbeitslosigkeit wäre dadurch in einem ersten Schritt zurück gegangen. Allerdings wäre gleichzeitig - durch den Fall anderer kommunistischer Regime und dem damit einhergehenden Zusammenbruch des Marktes für DDR-Produkte - die Wirtschaftsleistung zurück gegangen. Das hätte natürlich einen Rückgang im BIP und dadurch im Steueraufkommen mit sich gebracht. Dadurch wäre es aber notwendigerweise zu einer Kürzung der Stützungen für Wohnungen, Grundnahrungsmittel etc. gekommen. Dadurch wiederum wären die Lebenshaltungskosten gestiegen was wiederum einen - auch aufgrund der rückläufigen Wirtschaftsproduktion - Reallohnverlust bedeuten würde.

Ok, ist alles nur Phantasie und Spekulation, aber so ähnliche Inputs hätte ich mir hier von den Spezialisten erwartet. Als junger Ösi kenn ich mich da natürlich nicht aus.

cheers matloh.

Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)


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29.12.2011 16:51
#7
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Zitat von matloh

Zitat von Nostalgiker
...Viel Spass beim fabulieren...

Naja, ganz ins Blaue hinein muss man ja nicht fabulieren. Es gibt ja gewisse Anhaltspunkte.
Z.B. könnte man sich an anderen postkommunistischen Staaten orientieren. Beispielsweise könnte man mutmaßen, dass die DDR eine ähnliche Entwicklung wie Tschechien/Slowakei durch gemacht hätte.

Andererseits könnte man die Punkte Staatsform/Wirtschaftsform/Volkswirtschaft heranziehen und hier neue Puzzlesteine entwickeln die sich zu einem Gesamtbild zusammenfügen lassen. Z.B. könnte man argumentieren, dass eine Diktatur -spätestens nach der Erstürmung des Geheimdienstes - wohl nicht mehr en vogue war und sich vermutlich eine Demokratie herausgebildet hätte.
Hinsichtlich der Wirtschaftsform dürfte sich in den Jahren davor (und bei anderen Staaten) gezeigt haben, dass eine Wirtschaft, die auf Gütergemeinschaft und - mehr oder weniger - zentraler Planung beruht, gewisse Nachteile mit sich bringt.
Auch bei der Volkswirtschaft hätte es vermutlich einige Änderungen gegeben; Durch die Reisefreiheit wäre vermutlich ein Teil der arbeitenden Bevölkerung weg gebrochen, die (verdeckte!) Arbeitslosigkeit wäre dadurch in einem ersten Schritt zurück gegangen. Allerdings wäre gleichzeitig - durch den Fall anderer kommunistischer Regime und dem damit einhergehenden Zusammenbruch des Marktes für DDR-Produkte - die Wirtschaftsleistung zurück gegangen. Das hätte natürlich einen Rückgang im BIP und dadurch im Steueraufkommen mit sich gebracht. Dadurch wäre es aber notwendigerweise zu einer Kürzung der Stützungen für Wohnungen, Grundnahrungsmittel etc. gekommen. Dadurch wiederum wären die Lebenshaltungskosten gestiegen was wiederum einen - auch aufgrund der rückläufigen Wirtschaftsproduktion - Reallohnverlust bedeuten würde.

Ok, ist alles nur Phantasie und Spekulation, aber so ähnliche Inputs hätte ich mir hier von den Spezialisten erwartet. Als junger Ösi kenn ich mich da natürlich nicht aus.

cheers matloh.




@matloh,

ohne dir nahetreten zu wollen; hätte, könnte, wollte, wäre, ..... das sind alles Spekulationen über eine Entwicklung welche so nicht eingetreten ist.
Die "DDR" wollte und konnte nicht mehr, die Wirtschaft der BRD bekam das "Tafelsilber"; soweit sie wollte (bekanntlicherweise haben einige Konzerne dankend abgewinkt....), die "alten" Bundesländer bekamen die "neuen" zugeschlagen, alle waren glücklich.
Wieso über einen "Sonderweg" der DDR nachdenken?
Wir haben, historisch gesehen, im deutschsprachigem Raum, Deutschland, Österreich und in Teilen der Schweiz Läner in denen "Deutsche" leben, wozu also noch ein weiters künstliches Gebilde welches sich noch nichtmal als eigenständiges Staatsvolk verstehen würde und permanent zum Nachbarn "BRD" schielt?
Im Gegensatz zur SU waren die DDR nie ein Vielvölkerstaat. Es bestand also keine Notwendigkeit das sich wie dort die Baltischen Staaten in eine politische und weitgehendst unabhängige Staatsform begeben und ihr "Glück" allein versuchten. Was ja weitgehenst geklappt hat.

Der "DDR-Bürger" hat sich während der realen Existenz der DDR zum übergroßen Teil nie als "DDR-Bürger" verstanden sondern mehr als Deutscher.
Erst nach der "Wiedervereinigung", dem unsensiblen Umgang der "Sieger" mit den Tafelsilber der Brüder und Schwestern kam irgendwann diese Trotzhaltung hoch; hallo, wir sind doch auch wer.....
Nur ist es dafür zu spät. DDR Nostalgie kann ich gerne auf Folkloreabenden ausleben, da kann ich mir erzählen wie schön und vor allem anders das Leben vor 30 Jahren war. Dummerweise war es vor 30 Jahren fast überall anders.

Es ist also müßig darüber nachzudenken was wäre wenn und wie würde es wenn es so wäre heute aussehen.....


Um kurz auf Deine Spekulation und Phantasie einzugehen.
Du glaubst doch nicht ernsthaft das einem Staatsvolk welches dem Staat abhanden kommt das dableiben mit weiteren, einschneidenden Maßnahmen welche den Lebensstandard spürbar senken, zum dableiben bewegt?

Im Gegensatz zur christlichen Heilversprechung, Leben im Paradies nach dem Tode (wenn keine Sünde), war das "Versprechen" dass das Paradies auf Erden ausbreche, ein durchaus diesseitiges. Nur wurde nie gesagt wann diese paradiesischen Zeiten anbrechen.

Es gab in der DDR eine Losung: So wir heute arbeiten, so werden wir morgen Leben." Der Volksmund setze da hinten dran: bloß nicht!

Was "zentrale Planung" betrifft. Bedürfnisse des Konsumenten können nicht "geplant" werden, sie sollten geweckt werden. Ein Punkt den die staatliche Plankommision nie so richtig kapiert hat.
Außenhandelsmonopol des Staates .....
Nettogewinnabführung......
"verdeckte Arbeitslosigkeit", das waren genau die Stellen welche Heute in der europäischen Wirtschaft nicht gebraucht werden. Und ich glaube kaum das sich massenhaft gering qualifizierte DDR Bürger in andere Länder gegangen wären.

Ich meine nur, es ist Spekulation und Zeit totschlagen um über solch ein Thema nachzudenken.

Gruß
Nostalgiker

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_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


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29.12.2011 17:21
avatar  PF75
#8
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Eine große Rolle in einer weiterbestehenden DDR hätte sicherlich auch die Einmischung seitens der BRD gespielt (war ja bei den letzten "freien Wahlen") gespielt.Ich glaube kaum das man der Bevölkerung der DDR es "zugemutet" hätte sich einen eigenen weg zu suchen bzw. auszu probieren.Nach dem Anschluß mußte ja alles alte und auch teilweise bewährte durch die westliche traditionen ersetzt werden und es wurden wieder die fehler gemacht die früher schon im westen gemacht wurde.


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29.12.2011 17:33
#9
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Vermutlich hätte sich die DDR ähnlich weiterentwickelt wie die anderen postkommunistischen Staaten, aber vielleicht etwas schneller: Wegen der BRD Politik von 1949-1989 (Ziel der Einheit) wäre anfangs sehr viel Entwicklungshilfegeld in die DDR geflossen. Hätte es sich ergeben, dass ein Anschluss an die BRD von der DDR Bevölkerung abgelehnt würde, wäre wahrscheinlich von der DDR und der BRD ein schneller Beitritt zur EG angestrebt worden, um die Fördergelder aus der EU Kasse statt allein von Bonn zu beziehen. Das hätte gute Chancen gehabt: da die DDR im Gegensatz zu anderen sozialistischen Staaten in einer relativ guten wirtschaftlichen Verfassung war, wäre es als EU Beitrittskandidat allseits sehr begrüßt worden.
Theo


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29.12.2011 17:42
avatar  josy95
#10
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Zitat von eisenringtheo
Vermutlich hätte sich die DDR ähnlich weiterentwickelt wie die anderen postkommunistischen Staaten, aber vielleicht etwas schneller: Wegen der BRD Politik von 1949-1989 (Ziel der Einheit) wäre anfangs sehr viel Entwicklungshilfegeld in die DDR geflossen. Hätte es sich ergeben, dass ein Anschluss an die BRD von der DDR Bevölkerung abgelehnt würde, wäre wahrscheinlich von der DDR und der BRD ein schneller Beitritt zur EG angestrebt worden, um die Fördergelder aus der EU Kasse statt allein von Bonn zu beziehen. Das hätte gute Chancen gehabt: da die DDR im Gegensatz zu anderen sozialistischen Staaten in einer relativ guten wirtschaftlichen Verfassung war, wäre es als EU Beitrittskandidat allseits sehr begrüßt worden.
Theo





@Theo,


dann hätte jetzt garantiert Europol oder gar Interpol auch nach Egon`s Fahrädern fahnden müssen...!

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...

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29.12.2011 20:01
avatar  ( gelöscht )
#11
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( gelöscht )

Also die Wirtschaftsordnung wäre wahrscheinlich transformiert worden von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft. Dann hätten die DDR Betriebe sich dem internationalen Wettbwerb stellen müssen. In dem Zustand, in dem die meisten Betriebe waren, wären sie heute nicht mehr am Markt. Ganz einfach, weil sie nämlich auch kein Kapital für Modernisierungsinvestitionen hatten. Kapitalbeschaffung jedoch wäre mit hoher Staatsverschuldung und hohen Zinsen verbunden: Die Folge : z.B. hohe Arbeitslosigkeit. ALG II hätte sich die DDR wahrscheinlich auch nicht leisten können. D.H. nach einem halben bis 1 Jahr ALG I wäre ein AN ohne Einkommen. Die Folge : breite Verarmung der Bevölkerung + oder Abwanderung in andere Staaten und Gegenden, wo es Arbeit gibt. Weiterhin wären evtll. soziale Unruhen eingetreten, die Folge instabile politische Verhältnisse mit all den Nachteilen, die ein solch schwacher Staat bietet.So oder so ähnlich sehe ich das. Aber es ist wirklich wie Kaffesatzlesen, sich so etwas auszumalen.

Gruß Gert


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29.12.2011 22:46
avatar  Pitti53
#12
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Zitat von Gert
Also die Wirtschaftsordnung wäre wahrscheinlich transformiert worden von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft. Dann hätten die DDR Betriebe sich dem internationalen Wettbwerb stellen müssen. In dem Zustand, in dem die meisten Betriebe waren, wären sie heute nicht mehr am Markt. Ganz einfach, weil sie nämlich auch kein Kapital für Modernisierungsinvestitionen hatten. Kapitalbeschaffung jedoch wäre mit hoher Staatsverschuldung und hohen Zinsen verbunden: Die Folge : z.B. hohe Arbeitslosigkeit. ALG II hätte sich die DDR wahrscheinlich auch nicht leisten können. D.H. nach einem halben bis 1 Jahr ALG I wäre ein AN ohne Einkommen. Die Folge : breite Verarmung der Bevölkerung + oder Abwanderung in andere Staaten und Gegenden, wo es Arbeit gibt. Weiterhin wären evtll. soziale Unruhen eingetreten, die Folge instabile politische Verhältnisse mit all den Nachteilen, die ein solch schwacher Staat bietet.So oder so ähnlich sehe ich das. Aber es ist wirklich wie Kaffesatzlesen, sich so etwas auszumalen.

Gruß Gert




na ja,fast so ist es ja auch durch den "Beitritt"gekommen


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29.12.2011 23:30
#13
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Zitat von josy95
Egon Krenz hat man in Dierhagen die Fahräder aus dem Nebengebüde geklaut...!
[...]

Die *ild- Zeitung gäbe es vermutlich nicht, denn da stand`s heute drin!

josy95


Heute stand das erst drin...der Diebstahl ereignete sich doch schon vor zwei Wochen.

Ari

P.S.: Ich war es nicht. Einem Besuch von H. Krenz wäre ich aber nicht abgeneigt.

Alles wird gut!

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30.12.2011 07:09 (zuletzt bearbeitet: 30.12.2011 07:10)
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#14
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( gelöscht )

Zitat von glasi
oh gott. welche vorstellung. mir fällt spontan ein, die häuser und straßen, autobahnen und die umwelt. oh mein gott.gott sei dank ist soweit nicht gekommen.



Mir fällt spontan ein: Arbeitsämter, Sozialämter, Hartz IV. Jugoslawienkrieg, Afghanistankrieg.


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21.01.2012 12:33 (zuletzt bearbeitet: 21.01.2012 12:50)
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#15
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( gelöscht )

Zitat von matloh
Wie hätte ein Weiterbestehen der DDR aussehen können wenn es keine Wiedervereinigung gegeben hätte?




Warum soll eine Diskussion zu solch einem Thema überflüßig sein?

Voraussetzung für eine solche Diskussion ist es 1. Man kennt die Geschichte, die Fakten der damaligen Zeit und
2 man geht vorurteilsfrei an das Thema.

Dann lassen sich viele Varianten durch diskutieren und es werden einzelne Erkenntnisse sichtbar, die für die Vergangenheitsbewältigung von nutzen sein können.

Diese Herangehensweise ist Grundlage vieler Findungsprozesse im Leben der Gesellschaft. Wieviel Theorien hat z.B. Otto Lilienthal geprüft und wieviel praktische Versuche hat er unternommen, bis er zum ersten mal in die Lüfte steigen konnte. Auf dem Weg dahin hat er vieles gedacht und diskutiert, was er später nicht gebrauchen konnte oder anders, was nutzlos war. Aber es hat ihn und die Menschheit nach vorn gebracht. Auch das Scheitern des Sozialismus, in der von uns erlebten Form, sollte die Menschheit weiter voranbringen.

Und ich gebe einigen Recht, wenn sie heute sagen, der Weg der anderen ehemaligen sozialistischen Staaten, wäre auch der Weg der DDR gewesen.
Ob wir besser dastehen würden als z. B. Polen oder die Tschechei. Da glaube ich @Theo. Durch die engere Verwurzelung mit der BRD, wären die Hilfen für die DDR größer gewesen.

Ob das nun besser gewesen wäre oder nicht? Ich kann es nicht beantworten, habe aber eine Meinung.


Gruß

Landwind.


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