Ausbildung zum DDR Grenztruppen Soldaten

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17.05.2009 18:21von ( gelöscht )
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Ausbildung zum DDR Grenztruppen SoldatenWie war eigentlich die zeitliche Reihenfolge von der Musterung bis zum ersten Dienst an der Grenze bzw. welche Stationen gab es in der Ausbildung?
17.05.2009 18:39von grenzgänger86
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Hallo manudave,

bei mir war es so,daß ich mit 18 jahren gemustert und für tauglich befunden wurde.Dann war 2 Jahre Ruhe,ich mußte zur Nachmusterung und wurde dann im November 85 nach Potsdam für ein halbes Jahr zur Ausbildung eingezogen.Nach dem halben Jahr am 29.04.1986 bin ich dann in den Harz nach Schierke versetzt wurden und am 01.05.1986 habe ich dann das erstemal die Grenze gesehen,an den Tag wurden wir durch den stellv.KC im gesammten Abschnitt eingewiesen.Man konnte sich natürlich nicht alles merken,aber das hat man dann in den nächsten Tagen und Wochen von den "Alten"beigebracht bekommen.
Die Ausbildung hat keinen "Spaß" gemacht,sehr oft Sturmbahn und lange Märsche,dann hatten wir noch Häuserkampf geübt und wurden auf dem SPW ausgebildet,das war der Nähe von Berlin geschuldet,dann hätten die Grenztruppen Berlin schützen müssen(wenn der Gegner kommt),das ist uns jedenfalls damals gesagt wurden.

04/86-04/87 in Schierke

17.05.2009 19:47von ( gelöscht )
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Also mir wurde bei der Musterung so beiläufig gesagt ,wir holen sie mit 19.Knapp ein Jahr später ,Einberufungsüberprüfung(wieder eine Art Musterung)zum Abschluß vor einer Kommision die Frage:Würden Sie mit der Waffe in der Hand Ihr Land verteidigen?Antwort meinerseits:Ja.Darauf der Satz:Dann ziehen wir Sie zum 04.05.1983 zu den Grenztruppen der DDR ein(soviel zum Thema wie man zu den GT der DDR kommt).
Die Ausbildung im ersten Diensthalbjahr,eigentlich eine bessere Mot.Schützen Ausbildung,und immer die Frage,wann geht es endlich an den Kanten.Drei mal während dieser Zeit Einsatz an der Grenze (2x in der Nähe der GÜST Probstzella u. ein mal in der Nähe von der GÜST Hirschberg),aber zu unserer Entäuschung nur am GSZ (Hinterlandzaun).

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17.05.2009 22:13von Rostocker
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Wie soll ich es beschreiben.Musterung zum Mot-Schützen,dann kam die Einberufungsmusterung.Dort wurde mir gesagt,das ich am 4.5.1974 eingezogen werde.Meine Frage daraufhin war--wo geht es denn hin---man sagte zu den Grenztruppen der DDR---ich darauf hin,ja wo denn hin----können wir Ihnen nicht sagen--daraufhin sagte ich--ist gut und tschüß.So bekam ich dann im April74 meinen Einberufungsbefehl,das erste darauf war erstmal fl.Bier und 2 doppelte Korn.Also bin ich in Glöwen zu Grenzdienstausbildung gelandet,die dauerte von Mai bis Oktober.Mit viel Politunterricht,Mot-Schützen-Ausbildung und sehr langen Märschen und was jeden Soldaten ein Greul ist,die Schutzausbildung.Zwischendurch einen 4 Wöchigen Lehrgang für Schießplätze in Bergen (Sachsen Anhalt) gemacht.Ach so ja--kurz vor der Versetzung-kleinen Grenzeinsatz in Dönitz Raum Lenzen am rande des Schutzstreifen.Aber ganz wichtig war noch--3 Wochen soz.Hilfe als Schlosser in einen Betrieb in Glöwen,so bin ich um den Härtetest rum gekommen.Ja und im Oktober74 ging es dann an die Grenze nach Zarrentin GR 6 GK7 bis Oktober 1975

18.05.2009 06:44von ( gelöscht )
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Mit 18 Musterung und ein Jahr später, im September, Einberufungsmusterung.

Dort die dumme Frage: Ach, der Udo, Sie wollen also 3 Jahre machen.
Ich: Nö!
Dann holen wir sie erst mit 26 Jahren.
Dann ist das wohl so.

Im nächsten Zimmer sagte man mir dann, dass ich mich auf Anfang November einrichten soll.
So war es dann auch. Grenztruppentauglichkeit wurde auch bei mir mit der berühmten Frage:
Sind Sie bereit, die DDR mit der Waffe zu verteidigen?
geklärt.
Udo

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18.05.2009 08:16von sentry
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..irgendwann bei Musterung gefragt worden: "Würden Sie auch zu den Grenztruppen gehen?"
Ich: "Is' mir egal." ("Ja" wollte ich nicht sagen, ich war nicht sonderlich heiß drauf, "Nein" wollte ich nicht sagen, weil ich auch nicht sonderlich heiß drauf war, in Egessin wochenlang durch den Sand zu gleiten.)

In der DDR zu meiner Zeit ('86) mußte der Wehrdienst vor dem Studium abgeleistet werden. Damit war zumindest die Zeitschiene keine Lotterie, wie bei vielen anderen.
Ursprünglich hatte ich mich zu 3 Jahren (Uffz. auf Zeit) verpflichtet, weil auch ich der Meinung war, das wäre bei der Studienplatzvergabe zumindest hilfreich. Irgendwann nach einem kleinen Schlüsselerlebnis ging ich jedoch zum WKK um "abzukohlen". Ich dachte, wenn man gut ist in der Schule muss das auch so klappen, also müssen 18 Monate Armee reichen.
Das einzige Widerwort im WWK war: "Ach, auf einmal?!?"
Ich: "Ja, auf einmal!"
Ich musste irgendwas unterschreiben und hatte 18 Monate gewonnen. Ansonsten lief alles fahrplanmäßig, die beliebte Schikane des Wartenlassens ging ja nicht - ich hatte meinen Studienplatz schon sicher.
6 Monate Grundausbildung in Halberstadt: viel Polit, viel Schutz, viel Laufschritt, aber glücklicherweise wenig lange Märsche, wenig Sturmbahn, kein Feldlager, ansonsten genau so, wie die Kollegen es hier schon beschrieben haben.
Erst sehr kurz vor Ablauf der 6 Monate erfuhren wir, wo es hingehen sollte. Marienborn galt unter den zu vergebenden GÜSten (denn dafür wurde unsere Kompanie ausgebildet) als das Härteste, was möglich war- keiner wollte da hin. Es gab haufenweise Gerüchte, was das für eine Hölle wäre und dass sich der Kommandant seine Zukünftigen persönlich aussuchen würde und sie auch abholen würde. Gesehen habe ich ihn in Halberstadt nicht. Aber das änderte nichts an der Tatsache, das mich das große Los getroffen hatte.
Mein bester Kumpel in HBS wurde zwar nach Oebisfelde verfrachtet, aber trotzdem sind eine Menge bestätigte Typen mit mir nach Marienborn gekommen, was das Leben dort erheblich erleichtert hat. Das war ein Ort, wo Freunde gerade am Anfang enorm wichtig waren (schade, dass ich zu keinem mehr Kontakt habe).

Anfangs haben wir die eigenartigen Typen in den schicken Uniformen bestaunt ("Was sind das denn für welche?"), einige meiner frischen Kameraden haben sogar vor den Gefreiten salutiert, weil sie nicht realisierten, dass da auch bloß Soldaten in den Stiefelhosen steckten. Das gab immer gut Gelächter (auch später als unsere zukünftigen Posten eintrafen).
Dann wurden wir eingekleidet und waren ab sofort auch welche von "denen". Dann ging auch schnell der Grenzdienst und das große Gelerne los - und es gab viel zu lernen. Aufzeichnungen waren verboten und im Gegensatz zu vielen anderen Einheiten wurden auch keine geführt, also musste alles während der Schichten aufgenommen und gespeichert werden: -zig Zaunfelder (von wo bis wo), Gassen, Abschnitte, Postenpunkte, Beobachtungs- und Schusssektoren, was ist wem wie zu melden, Einheitenkennzeichen auf der Westseite, Bewaffnung, Tarnzahlen, GMN- und Funkkennzahlen, wo stehen Signalmittel im Abschnitt, Telefonnummern, dabei nie Parole und Gassenzahl vergessen, das eigenartige Vokabular der SiK-Soldaten, Verhaltensweisen, das (inoffizielle) "operative Zusammenwirken" der Posten untereinander und, und und. ...und dabei immer alles auch gleich ausführen. Man durfte nichts übersehen währenddessen.
Mein Grenzdienst begann am Tag nach der Ankunft in Marienborn als es hell wurde. Ich musster mit meinem Zugführer (Ultn.) K6-Streife einmal rund um die Autobahn-GÜSt laufen. Das werden wohl so 5 km gewesen sein. Mittags ging ich dann auf meine erste Spätschicht auf den Postenpunkt A1 ganz vorn an der Grenzlinie. Da oben war man immer zu dritt. Natürlich war das der Punkt, wo es am meisten zu lernen, aber auch am meisten zu sehen gab. Mir wurde eine halbe Stunde eingeräumt, alles aufzunehmen und ein bisschen zu staunen und zu gaffen wohin ich wollte (der Westen, starke Autos und Motorräder, die unglaublich gewaltige und beeidruckende Anlage der GÜSt Marienborn), sozusagen freigestellt von allen Grenzerpflichten und danach ging der Ernst des Lebens in der Postenecke los...die erste von 297 Schichten im nächsten Jahr, die erste von 49 Schichten da oben auf dem "Schiff", dem Postenpunkt, wo ich am 26.04.1988 in der Nachtschicht zum 27.04. auch meinen letzten Grenzdienst ableistete. Einen Tag später ging's nach Hause...gedient bis zum letzten Tag, welcher Mucker in Egessin konnte das schon von sich behaupten!?!

18.05.2009 11:58von moesi
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Hallo manudave,
bei meiner Musterung wurde ich auch gefragt ob ich irgendwelche Wünsche hätte,
alles außer Mot.-Schützen,war mein Antwort.
Die nächste Frage war die mit der Waffe die DDR verteidigen,also Grenzdienst.
Na ja meinte ich ,ich habe doch Westverwandtschaft(Onkel,Tante,Großeltern)
,dies sei kein Problem.Was mich doch sehr gewundert hat,letztendlich hätte ich ja die Gelegnheit nutzen können.
Nun auf jeden Fall nach einer Pause wurde mir mitgeteilt,ich werde zum MKF im Grenzdienst ausgebildet.
Den Führerschein für LKW bekam ich somit über die GST gesponsert,mehr später.
Mit 19 Jahren wurde ich tatsächlich gezogen.
Grüße Mario.

18.05.2009 17:03von küche69
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Möchte mich heute wieder einmal zu Wort melden und auch zum Thema Ausbildung etwas sagen. Auch ich wurde mit guten 18 Jahren das Erstemal gemustert, mit den üblichen Fragen ob ich länger in die NVA möchte ect.. Das verneinte ich aber und da sagten sie mir dann können sie noch eine lange Zeit warten, so war es dann auch, ich wurde erst mit 23 Jahren gezogen. Die Ausbildung lief ab wie bei allen anderen, nur das diese nur ca. 4 Wochen gedauert hat und dann wurden wir versetzt ich erst einmal nicht, da ich mit einer Beinverletzung in Potsdam im Krankenhaus lag.Da ich dann doch versetzt wurde in die 6.GK-Morsleben und für den Grenzdienst nicht tauglich war, so habe ich, da ich ja Maler von Beruf bin, in der Kompanie die Speiseräume und sämtliche Stühle und Hocker gestrichen. Das war dann beendet und ich half dem Schreiber bei seinen Aufgaben, schrieb Urlaubsscheine, Postentabellen und Einsatzpläne ect.. Da diese Aufgabe mich aber nach Ansicht der Offiziere ganz ausfüllte, so lernte ich noch die Akku`s zu laden und die Batterien der Handlampen, machte die Wäschekammer usw.. Aber dann kam ich in die Küche und dort blieb ich die letzten 15 Monaten und fuhr sehr gut dabei, aber davon habe ich schon geschrieben.

18.05.2009 20:15von ( gelöscht )
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In Antwort auf:
Sind Sie bereit, die DDR mit der Waffe zu verteidigen?


Und wenn man gar nicht schiessen wollte, gings es dann zu den Bausoldaten?

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18.05.2009 20:20von ( gelöscht )
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Nein David, man muß da differenzieren.
totaler Waffenverweigerer = Bausoldat
die bunte Mitte = NVA
die Waffe in Friedenszeiten zur Sicherung einsetzen = GT
Gruß nf

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18.05.2009 22:22von moesi
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Schicht beendet ,der zweite Teil meiner Ausführung.
Nun mußte ich also den LKW-Führerschein machen,auf einem W50,das im Harz auf engen Strassen,u.a.war auch ein Umzug zu fahren.Die Fahrschule selbst kostete 60,-Mark ,zuzüglich 6,-Mark für den Erste Hilfe Kurs.
Nun mit knapp 19 Jahren wurde ich dann eingezogen.
9:17 Uhr bin ich durch das Tor der Kaserne in Halberstadt gegangen,kurioserweise weiss ich die Uhrzeit bei der Entlassung nicht mehr so genau.
Aufstellung auf dem Appellplatz,Einkleidung,Schutzzeug ausprobieren in einem geschlossenenem Raum ,ich nehme an dass dort eine Art Tränengas gesprüht wurde,schon wußte man ob die Gasmaske dicht war.
Gegen 14:00 Uhr ging es mittels LKW nach Ilsenburg an der Stapelburger Strasse.
Zimmer beziehen,Betten bauen,Soldat sein müssen ,der 1.Tag war so was von ätzend.
Wir hatten af jeden Fall nur 4 Wochen Grundausbildung ,weitere 4 Wochen noch einmal Fahrschulausbildung auf L.O. ,mit Lehrbahn usw.
Dann ging es auf die verschiedenen Kompanien,in meinem Fall war das wieder Halberstadt,Stab Nachrichtenkompanie Funkzug,Gaz69 fahren und Funken lernen,-morsen-.
Als Knolle hatte man schon einige Aufgaben,neben den Revieren ,verschiedene Dienste wie dem E' Kaffee kochen ect.,war ja noch das Funken zu lernen.
Dazu gab es Hörkassetten mit den Funkgruppen in unterschiedlichen Tempos,und eben selber Tasten fi.....
Der Funkzug machte regelmäßig Antennentraining ,an-und abbauen der unterschiedlichsten Antennen nachZeit.
Dann wurde man eventuell in Kabelzug gesteckt ,am Kanten Gräben ausheben für den GSZ:
Manchmal fuhr ic Kurierdienst,oder eben Offiziere an den Kanten.
Küchendienst,Parkdienst,Fahrzeugwartung,es gab soviel Abwechselung sollte man gar nicht glauben.
Einmal im halben Jahr war Schießübung ,in dem Fall in Tanne.
Alle halbe Jahr gab es die Kupferübung,oder auch Strahlenschutzübung,das war dann schon stressig,gab es meines Wissens nur im Stab.
Tja so hat man seine Zeit abgedient,es gab gute und schlechte Tage so ist das Leben.
Grüße aus Bayern Mario.

18.05.2009 22:40von PF75
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Bei der musterung war ich noch fürs KFZ-Wesen vorgesehn,aber ein halbes jahr später hieß es ab nach Potsdam,war ja verkehrstechnisch noch gut gelegen.Ausbildung war vorwiegen Mot.-schützenmäßig. wir hatten ja noch glück der schießplatz und undere spielwiese lage außerhalb von potsdam und da konnten wir immer mit dem Auto hin,30 mann rauf auf den W50 mit sack und pack und ab gings.duften auch ab und zu mal nach Glöwen fahren den Regiementsstab bewachen,wae aber doof da die hattenja noch ofenheizung und da mußten man den ersten tag losziehen und irgendwo kohlen klauen.nach der grundausbildung war in Glöwen sammelpunkt und da wurde man eingeteilt für die einzelnen GK.war schon komisch mitten in der nacht irgendwo im nirgengwo anzukommen unsere GK lag genau zwischen 2 dörfern mitten auf dem acker.

19.05.2009 16:20von Pitti53
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hi sentry,
kann deine erfahrungen in der sik marienborn nur bestätigen,wenn aus anderer sicht.war dort zugführer und polit.aber genau wie bei dir mußte ich erstmal viiiiel lernen.und ich habe von den soldaten gelernt.einigen war es eine ehre m i r was beizubringen.
übrigens der kommandant hat die soldaten wirklich selbst ausgesucht.aber nur nach personalakte.der kc und polit fuhren 6 wochen vor der versetzung nach halberstadt und suchten sich die kandidaten aus.zu meiner zeit(1976-1983)ging es auch nach der größe.unter 1,80 ging gar nicht.später mußten wir kompromisse mangels personal machen

19.05.2009 16:26von sentry
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...ick 1,90 m

19.05.2009 16:30von Pitti53
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dann warste genau die richtige wahl..der kurioste soldat bei uns wurde übrigens in peking geboren..oder der sohn eines professors.bekannt aus das "neue leben".der hat mich mal fast umgebracht

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