Fotografieren in der GK und an der Grenze

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18.12.2011 22:02 (zuletzt bearbeitet: 18.12.2011 22:27)
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#1
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Wie war das bei Euch mit den Fotos? Durfte man privat Fotografieren, gab es offizielle Bilder die dann erworben werden konnten?

Ich selbst habe sehr viel fotografiert, zu Hause bei einem Privatfotograph entwickeln lassen, diese kleine Firma hat mir die Bilder direkt zur GK geschickt und ich habe diese an die Interessenten (auch Offiziere) verteilt.

Warscheinlich durften wir zu meiner Zeit (1964/65) mehr wie dann später !


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18.12.2011 22:09
#2
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Bei uns war photografieren STRENGSTENS verboten!

Theo85/2


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18.12.2011 22:12
avatar  Angelo
#3
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Warum konnte denn dann der Hagen Koch so viele Fotos während seiner Dienstzeit machen ?

http://www.chronik-der-mauer.de/index.php/de/Border/Index


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18.12.2011 22:17
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#4
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Zitat von Angelo
Warum konnte denn dann der Hagen Koch so viele Fotos während seiner Dienstzeit machen ?

http://www.chronik-der-mauer.de/index.php/de/Border/Index



.........................................................................................................................................................................................................
Angelo, vieleicht finden wir das raus!


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18.12.2011 22:24
#5
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Zitat von Angelo
Warum konnte denn dann der Hagen Koch so viele Fotos während seiner Dienstzeit machen ?

http://www.chronik-der-mauer.de/index.php/de/Border/Index



Vielleicht hat er ja nicht gefragt!

Theo 85/2


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18.12.2011 22:26
avatar  Greso
#6
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Also es war grundsätzlich auch zu meiner Zeit 1965-67 verboten zu fotographieren.Aber wir bekamen ja selbst einen Fotoapparat mit
um Fotos zu machen(alles mögliche und wie der Auftrag lautete)und da haben wir uns selbst abgelichtet.Die Filme kamen zum Fotosachverständigen und der teilte in Dienst und Privat.War auch verboten,aber es war ja ein Kumpel von uns.Aber sonst,grundsätzlich VERBOTEN.
Aber ich kannte auch einige,die einen kleinen Fotoapparat mithatten.
Greso


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18.12.2011 22:34
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#7
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hallo erst einmal bei uns ich war in waddekath 1967----1968 an der grenze und wir hatten strengstes verbot sei es in der krenzkopanie sowie im ausgang und auch im dienst zu fotografieren wurde auch regelmäsig kontrollen nach fotoapperaten durchgefürt von seiten politoffiz.
war also keine möglichkeiten an irgend welche fotos ranzukommen schade so hatt mann keine andenken von damals
Alfred 13


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18.12.2011 22:40
avatar  Greso
#8
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Um es mal zu sagen,ich mußte mal 3Filme nur von Zöllner,die mal in ihre Hütte gingen veballern.
Warum,die Bilder wurden in einem Schaukasten als Anschauungsmaterial für Grenzsoldaten eingeklebt.
Greso


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18.12.2011 22:42
avatar  Greso
#9
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Zitat von Alfred13
hallo erst einmal bei uns ich war in waddekath 1967----1968 an der grenze und wir hatten strengstes verbot sei es in der krenzkopanie sowie im ausgang und auch im dienst zu fotografieren wurde auch regelmäsig kontrollen nach fotoapperaten durchgefürt von seiten politoffiz.
war also keine möglichkeiten an irgend welche fotos ranzukommen schade so hatt mann keine andenken von damals
Alfred 13



Alfred,ich habe ne ganze Menge Bilder..


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18.12.2011 23:13
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#10
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In meiner Dienstzeit , 1963 - 1967 war das Fotografieren, soweit ich mich noch erinnern kann, in allen militärischen Bereichen streng verboten. Allerdings habe ich in der Ausb.-Komp. des GR 38 jede Menge Aufnahmen gemacht, auf einem Bild ist sogar der Politstellvertreter der Komp. beim Bierabend abgelichtet. So ernst wurde es damals alo nicht genommen. Später als Schirrmeister in der Stabskompanie des GR 38 hatte ich sogar den Schlüssel für das Fotolabor und konnte meine Bilder selbst entwickeln und Abzüge herstellen. GAKL gab es zu unserer Zeit noch nicht, wurde mal ein Foto gebraucht bzw. gab es Vorkommnisse, holten sich meist die Offiziere einen Apparat von mir. Entwickeln durfte ich diese Bilder aber nicht.
Die wenigsten Bilder aus dieser Zeit sind noch vorhanden, es ist ja auch schon mehr als 45 Jahre her.
Ein paar Bilder will ich auch noch ins Forum stellen, aber leider, Rentner haben niemals Zeit, im Neuen Jahr muss es aber werden, sofern der Scanner noch mitspielt.

Matthias23


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18.12.2011 23:24 (zuletzt bearbeitet: 18.12.2011 23:24)
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#11
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Hallo Angelo !
Ich hoffe, Deine Frage zu Hagen Koch ist ernst gemeint.
Er war hauptamtl.MA des MfS und hat im Auftrag der Staatssicherheit den Grenzverlauf um Berlin kartographiert und fotografiert.
Nachzulesen in WIKIPEDIA !!!

Matthias23


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18.12.2011 23:35 (zuletzt bearbeitet: 21.12.2011 17:45)
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#12
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Hallo,
ich habe viele Fotos von der Grenze, sehr oft von Grenzsoldaten (diesseits/feindwärts, also vom Bundesgebiet aus gesehen vor dem Metallgitterzaun) gefertigt! Diese wurden dann natürlich auch ausgewertet. Dabei wurde ich auch von meinem "Gegenüber" -
in der Regel von den dort eingesetzten Grenzaufklärern (GAKL) mit der entsprechenden Fotoausrüstung ( Praktica z. T. mit Tele) -
dokumentiert.
Ich habe heute noch einige originale Negative und Positive dieser eingesetzten Kräfte.
Leider konnte ich bis heute kein einziges Foto von mir, welches von der DDR-GrTr. gefertigt wurde endeckten/finden.
Ich wurde mich über jede, auch noch so "unschöne" Aufnahme freuen.
Das wär doch mal ein Weihnachtsgeschenk oder?
Sucht doch mal in Eurer Wühlkiste, bei entsprechendem Bedarf kann ich Euch gern meine "Schätze" per E-Mail zukommen lassen.
Vielen Dank schon mal im Vorraus.
Achso....hab ganz vergessen, ich war oft im Bereich GA33/34/35, also Ifta, Pfersdorf, Wartha, Lauchröden, Sallmannshausen, Untersuhl, Berka, Großsense tätig. Foto von mir und meinem "Gegenüber" folgt.

P.S. Hier nun eine schlechte Aufnahme von damals auf der Autobahn oberhalb von Sallmannhausen....ich stehe vorn links
Gruß Willie


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19.12.2011 01:01
#13
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Also einst weiß ich--ein Foto von mir als Grenzer von 74/75 gibt es nichtund warum.Habe immer die Augen zu gemacht-wenn die aus dem Westen fotografieren --wollten


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19.12.2011 07:51
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#14
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S51

Man muss wohl offiziell und privat trennen.
Offiziell gab es Fotodokumentationen an der Grenze. Auf 13/81 (Feindwärts) sowieso jedoch auch bei Vorkommnissen im eigenen Hinterland. Diese Filme und Fotos gingen über den Bataillions-GAK an den Offizier Grenzaufklärung im Regiment. Manchmal, wenn in der Dunkelkammer im Bataillion entwickelt wurde, konnte man etwas für den eigenen Dienst abzweigen. Ansonsten musste man sich mit dem begnügen, was von Oben zurück kam. An diese Fotos kommt man nicht mehr ran.
Ich selbst wurde auch zahlreich an der Linie von der Gegenseite abgelichtet. Dienstlich und außerdienstlich. Bis auf wenige Ausnahmen bin ich an diese Fotos jedoch auch noch nicht wieder herangekommen. In den Fotosammlungen von Florian Bortfeld sind Fotos von Herrn Jannsen aus dem Jahr 1985 vorhanden, auf denen u.a. ich am feindwärts am Schanzenauslauf/Wurmberg zu sehen bin.
Manchmal wurde in den Kompanien zu Veranstaltungen fotografiert. Diese Fotos wurden in der Kompanie oder wenn es dort wie in Schierke keine Dunkelkammer gab, im Bataillion entwickelt und verließen dann die Kompanie nicht mehr. Wo sich solche Fotos nicht in irgendwelche Chroniken oder Alben gerettet haben werden sie mit der Wende in alle Winde verweht oder eben verrottet sein.
Privat war fotografieren streng verboten, so etwas konnte wegen des Verdachtes der Spionage mit einem Militärverfahren enden. Und wie immer haben wir auch diese Verbote genau befolgt.
Ich habe privat eine Zenit-E und später eine Practika B-100 benutzt. Das Gehäuse passte bequem unter den Deckel der Thermosflasche in der Kartentasche. Das Objektiv in den Deckel. So sah das Ganze immer vorschriftsmäßig aus. Natürlich hat man nur fotografiert, was privaten Erinnerungswert besaß. Ich habe in meinem Fundus also keine Aufnahmen von Grenzsicherungsanlagen oder sensiblen Personen. Entwickelt, ob nun die Negative oder die Positive, habe ich so etwas immer nur in der privaten Dunkelmammer. Erst nur schwarz/weiß, später so ab 1985 auch in Farbe. Dies aber selten, weil es umständlich war und teuer.
Negative und Fotos lagerten die erste Zeit nie lange zu Hause. Immerhin musste man ja doch mal mit ungebetenem Besuch rechnen. Da war mal da, mal dort etwas deponiert. Später, so ab 1986 habe ich ein Album angelegt und wurde etwas leichtsinnig. Während ich in Aschersleben auf Schule war, ereignete sich in meiner Wohnung im Oktober 1989 ein Wasserschaden. Der Schaden war eigentlich gering aber die Mehrzahl der Bilder und Negative sind seitdem weg. Nur das Album und die ausgelagerten Sachen blieben mir. Ich habe sie auch noch nicht wieder bekommen. Mehr ist jedoch nicht passiert, da kam wohl etwas dazwischen.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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19.12.2011 08:09
#15
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Guten Tag zusammen!

Bei uns 6.GK Morsleben war das Fotographieren strengstens verboten! Ich habe einige Fotos bei unserer Zugabgabgsfeier geschossen, habe immer vom Objekt weg Fotos gemacht, da wir in der Nähe des Objektes im Wald auf einer kleinen Lichtung "gefeiert" haben. Die Fotos habe ich daheim von einem Bekannten entwickeln lassen und dachte alles ist OK. Aber nach meinem Urlaub musste ich sofort zum "Alten" rede und Antwort stehen. Habe einen großen Anschiss erhalten und wurde ermahnt, auch musste ich dann aus dem nächsten Urlaub die Negative mitbringen.

Heute glaube ich, dass mich ein GAKL verpetzt hat, vielleicht aber auch ein anderer keine Ahnung.

Grüße von Küche69

Wünsch allen Mitgliedern des Forum jetzt schon schöne und ruhige Weihnachtsfeiertage!!!!!!!!!!
___________________

"Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn!"


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