KFZ Kennzeichen der DDR welches gehört wo hin?

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16.05.2009 11:14
avatar  Angelo
#1
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Habe hier ein paar alte KFZ Kennzeichen der DDR gefunden kann jemand erklären zu welchem Bezirk die gehört haben??? Und habt ihr auch noch alte KFZ Kennzeichen der DDR?

16.05.2009 11:17
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#2
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auf den ersten buchstaben kam es immer an.
I - stand für berlin
L und F - für den bezirk erfurt


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16.05.2009 12:01
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#3
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Hallo zusammen,

hier ist alles erklärt:

http://www.meine-auto.info/kfz-kennzeich...ennzeichen.html

Gruß, Augenzeuge


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16.05.2009 13:24 (zuletzt bearbeitet: 16.05.2009 13:24)
avatar  Angelo
#4
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Da frage ich mich aber was hat denn "Z" mit Cottbus zu tun? Oder "Y" mit Dresden? Komische KFZ Zeichen waren das schon oder?
Gab es eigentlich auch einen TÜV in der DDR?

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16.05.2009 13:37
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#5
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nee, einen tüv gab es nicht,
wie auch, einen werkstatttermin zu bekommen
war wie eine audienz beim papst zu bekommen.


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16.05.2009 13:42
avatar  Angelo
#6
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Ja aber dann konnte man ja auch mit den letzten Schrottkarren rumfahren


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16.05.2009 14:07
#7
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Hallo Angelo,

die Kfz.-Kennzeichen galten für die Bezirke der DDR, nicht nur für die Städte. Ich denke, es wurde zunächst ein Kennzeichen für jeden Bezirk festgelegt. Später stellte sich heraus, dass in dem Bereich mehr Zulassungen gebraucht wurden (gerade die Industrialisierung des Lausitzer Raumes dürfte stark für solche Dinge in den Bezirken Cottbus uns Dresden gesorgt haben).

Vergleichbar zum TÜV war in der DDR die TKO (Technische Kontrollorganisation), die Anfang der 60-er Jahre gegründet wurde. Es gab keine zeitliche Regelung für die Überprüfung der Fahrzeuge, so wie heute. Kam allerdings ein Fahrzeug in die Werkstatt, musste es dort, bevor es wieder raus ging, vom Verantwortlichen für die TKO (bei uns auch nur kurz "der TKO" genannt) abgenommen werden. Normalerweise galten dabei die Vorschriften der TGL (Technischen Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen - vergleichbar mit den DIN-Normen). Aber andererseits mussten die Printen auch wieder rollen. Da wurde manchmal mehr als ein Auge zugedrückt. Staatlich gewollt war ja auch, dass die Leute selbst an den Autos rumbastelten. Da gab es eine Menge Handbücher, aber keine Abnahmen. Schlimmstenfalls konnte ein Fahrzeug durch die Polizei als nicht verkehrssicher eingestuft werden, dann musste es in die Werkstatt und dort unterlag es wieder der TKO.

Das schlimmste Beispiel, das ich selbst erlebt habe, war zur Zeit, da ich an Bussen gearbeitet habe (1978/79 im Autohof Ost in Leipzig). Da kam eines Tages ein Fahrer eines alten Ikarus-Busses zu mir und fragte mich, den Lehrling: "Sag mal, die haben mir gesagt, ich hätte Null-Bereifung und müsste die Dinger wechseln. Kannst Du Dir das mal ansehen?" Ich sah es mir an. Bei allen Reifen lag bereits auf der Lauffläche die zweite oder dritte Gewebelage frei - keinerlei Gummi mehr. Ich sagte ihm, er solle das dringend wechseln. Er bot mir für die Beratung einen Kaffee an, den ich allerdings ablehnte. Da hätte ich lieber abgestandenes Kühlwasser getrunken. Der Mann transportierte jeden Tag mit dem Bus hunderte von Leuten. Wie gesagt, ein extremes Beispiel.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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17.05.2009 01:33
avatar  Jens
#8
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Hallo Angelo
wir hatten unsere Autos gepflegt und gehegt, weil Ersatz war echt schwer zu bekommen.
Nur beim Moskwietsch hatte man <Probleme mit Rost gehabt, der war echt schlimm.
Gott sei Dank hatte ich eine Pappe P601 de luxe (himmelblau )gehabt


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17.05.2009 09:51
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#9
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Welche Laufleistungen erreichten eigentlich die Pappe Kisten ? Weit Fahrten waren ja nicht drin.


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17.05.2009 10:36
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#10
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Zitat von Zermatt
Welche Laufleistungen erreichten eigentlich die Pappe Kisten ? Weit Fahrten waren ja nicht drin.


Nun in der Regel war ein Trabbi mit 120.000 km fertig. Viele waren das aber auch schon mit weniger als 100.000 km.
Spritverbrauch lag bei ca. gut 7 l. Eine Tankanzeige gab es nicht (außer Luxusversion Ende der 80er.)
Nun wusste man nicht, wann der Tank alle war. Man fuhr also rechts ran, öffnete die Motorklappe, nahm eine Meßleiste aus Plastik (DDR-deutsch-Plaste), schraubte den Tankverschluss auf und steckte die Messleiste rein. Dann konnte man an der Markierung ablesen, wieviel Sprit noch drin war. Der Tankinhalt lag bei ca. 28l. Weit konnte man damit nicht fahren. Nicht zu vergessen, der Trabbi hatte wie ein Motorrad einen Spritabsperrhahn. Der befand sich tief unter dem Lenkrad. Man mußte also, um auf "Reserve" zu stellen, sich tief nach unten beugen, in diesem Moment meinte ein eventuell Überholender, das kein Fahrer im Auto sitzt. Alles sehr abenteuerlich.
Schlimm war es im Winter. Die Heizungsluft kam natürlich nur bei voller Fahrt. Ein Gebläse gab es nicht. Im Stau war man nur am Wischen der Scheiben und man fror.

Technische Daten der Trabbi's findet man hier:
http://www.carpassion.com/de/forum/443366-post1.html


Gruß, Augenzeuge


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17.05.2009 14:01
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#11
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Danke
immerhin 100000 Km für einen kleinen Zweitakter ist ja gar nicht mal so schlecht,mein erster
Kadett(1970) war nach 170000 reif für die Presse.


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17.05.2009 16:30
#12
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Hallo Zermatt,

einzelne Trabis konnten, wenn sie in die richtigen Hände geraten waren, auch länger durchhalten. Wir haben bei einer Veranstaltung 1994 mal einen mit sage und schreibe 333.333,33 km außer Dienst gestellt (Der Fahrer war vorher extra noch ein paar Runden um den Block und noch ein paar Meter hin und her gefahren, um die ganaue Zahl hinzukriegen). Der Trabi bekam das große Abziehbild einer Verdienstmedaille auf die Motorhaube.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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17.05.2009 20:34
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#13
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Meines Wissens nach wurden die KfZ-Kennzeichen in der DDR von Norden nach Süden runter vergeben.
Für die einzelnen Bezirke also angefangen bei A für Bezirk Rostock im Norden bis Y Dresden im Süden.

Wir lesen uns,
Thomas.


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26.05.2009 16:19
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#14
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S51

Zumindest zum Teil wurden auch die Buchstaben aus der Zeit der Weimarer Republik bzw der Nazizeit beibehalten. Berlin hatte damals auch schon ein "I". Leipzig übrigens ein "S".
Meine blaue Rennpappe habe ich anno 1998 mit 234 000 km außer Dienst gestellt und gegen einen Japaner eingetauscht.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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26.05.2009 16:38 (zuletzt bearbeitet: 26.05.2009 16:41)
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#15
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Zitat von S51
Meine blaue Rennpappe habe ich anno 1998 mit 234 000 km außer Dienst gestellt und gegen einen Japaner eingetauscht.


Hi S51,

ich bin einmal 1998 nach Dresden mit Freunden gefahren (meinem ehmaligen Gruppenleiter in D). Mir ist gleich aufgefallen dass, die "Ossis" viele Autos fahren dass es sonst viel weniger im "Westen" vorhanden waren, z.B. Isuzu, Suzuki, auch Renault.
In USA sind die japanischen Autos sehr beliebt, in Deutschland (Stuttgart) wo ich damals wohnte, fast ueberhaupt nicht, ich fuhr einen VW.

Berliner

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