KFZ Kennzeichen der DDR welches gehört wo hin?

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26.05.2009 16:48
#16
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Hallo Berliner,

Ossis und Fern-Ossis stehen sich ja auch geografisch näher ... gelle?!

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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26.05.2009 17:23 (zuletzt bearbeitet: 26.05.2009 17:25)
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#17
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Zitat von Rainman2
Ossis und Fern-Ossis stehen sich ja auch geografisch näher ... gelle?!



doch, ist naheliegend.

Adeéle,
Berliner

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26.05.2009 21:31
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#18
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Zitat von Augenzeuge
Zitat von Zermatt
Welche Laufleistungen erreichten eigentlich die Pappe Kisten ? Weit Fahrten waren ja nicht drin.

Nun in der Regel war ein Trabbi mit 120.000 km fertig. Viele waren das aber auch schon mit weniger als 100.000 km.
Spritverbrauch lag bei ca. gut 7 l. Eine Tankanzeige gab es nicht (außer Luxusversion Ende der 80er.)
Nun wusste man nicht, wann der Tank alle war. Man fuhr also rechts ran, öffnete die Motorklappe, nahm eine Meßleiste aus Plastik (DDR-deutsch-Plaste), schraubte den Tankverschluss auf und steckte die Messleiste rein. Dann konnte man an der Markierung ablesen, wieviel Sprit noch drin war. Der Tankinhalt lag bei ca. 28l. Weit konnte man damit nicht fahren. Nicht zu vergessen, der Trabbi hatte wie ein Motorrad einen Spritabsperrhahn. Der befand sich tief unter dem Lenkrad. Man mußte also, um auf "Reserve" zu stellen, sich tief nach unten beugen, in diesem Moment meinte ein eventuell Überholender, das kein Fahrer im Auto sitzt. Alles sehr abenteuerlich.
Schlimm war es im Winter. Die Heizungsluft kam natürlich nur bei voller Fahrt. Ein Gebläse gab es nicht. Im Stau war man nur am Wischen der Scheiben und man fror.
Technische Daten der Trabbi's findet man hier:
http://www.carpassion.com/de/forum/443366-post1.html
Gruß, Augenzeuge


Hallo Augenzeuge,
kleine Berichtigung von meiner Seite aus, der Tankinhalt war 26l und meine Pappe trank gut 8l auf 100 km, hatte aber auch nicht den Sparvergaser und fuhr somit auch über 100 km/h.
Der Trabbitest war übrigens in Thüringen der Jenaer Berg auf der Autobahn A4, wer da noch im 3. Gang hochkam, dessen Pappe war noch in Ordnung.
Den Motor hatte man schneller gewechselt, als den Keilriemen, und es war auch nur der Motor der nach etwas über 100000km etwas abbaute, man konnte das Kurbelwellen- und Pleuellagerspiel richtig hören, da fing der Trabbi an zu rasseln, manchmal machte die Zylinderfußdichtung noch Schlapp,dann war die Vorverdichtung im Eimer, aber dies meißt nur wegen gelockerter Stehbolzenmuttern.
Der Benzinhahn war nicht auf Fahrerseite unter dem Lenkrad sondern fast Fahrzeugmitte etwas über der Filzablage, es gab aber auch Verlängerungen dafür, die bis zur Heizungsreglung reichten, hatte ich persönlich aber nicht,bei mir mußte man sich bücken.
Dafür gab es in meiner Pappe eine Tankanzeige und das legendäre Mäusekino, die Kraftstoffmomentanverbrauchsanzeige, welche bei meiner Fahrweise meißt orange oder gar rot leuchtete, nur bei Ortsdurchfahrt versuchte ich im grünen Bereich zu bleiben.
Den Tank hatte ich durch anschweißen von noch einem halben Trabbitank auf 39l Tankinhalt vergrößert, und ich hatte für die Innenraumheizung und Belüftung ein Gebläse aus einem Skoda eingebaut, dadurch ist er im Winter auch nicht so schlimm von innen angelaufen.
Gut fand ich noch, das Wischintervall einstellbar war, sowas suchte man bei Kleinwagen wie Fiat und den Franzosen auch noch nach der Wende, manchmal auch noch heute.
Gruß nf


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27.05.2009 17:24
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#19
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Hui, 8 Liter ,ganz schön viel Durst der kleine Zwerg,na ja 2 Takter braucht halt immer
etwas mehr.
Wie war es im Winter,bei eisigen Temperaturen,sprang die Kiste schnell an ? Gab es einen Choke ?

War schieben angesagt ?


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27.05.2009 17:34
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#20
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S51

Wenn die Batterie durchhielt, sprang der Trabbi immer an. Wenn nicht, half anschieben. Das konnte man bei offenem Fahrerfenster bzw. offener Fahrertür auch selber machen (nicht ganz ohne Risiko). War dann allerdings der Leerlauf zu hoch eingestellt, mußte man gut zu Fuß sein.
Und einen Choke hatte er auch. Das war ein Zugknopf mit Bowdenzug, der wiederum den Startvergaser betätigte. Zu langes Einschalten trieb den Spritverbrauch aber ordentlich hoch und sorgte für eine Art Nebeleffekt. Ich bin viel Langstrecke gefahren, hatte nie Probleme. Nicht mal mit Rost. Zum Schluß aber hielten die Fensterdichtungen nicht mehr richtig dicht und die Scheiben auf Fahrer- und Befahrerseite klapperten.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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27.05.2009 17:38
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#21
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Hallo Zermatt,

ja der Verbrauch war natürlich unterschiedlich, wie das heute auch ist. Der nightforce hat aus dem Trabbi ja ein richtiges Auto gemacht, super! Ich habe allerdings nur 2 Wochen Wintererfahrung mit dem Auto, aber bei mir sprang es immer an. Einen Choke gab es natürlich, aber wenn ich dann losgefahren bin, dachten die hinter mir es wäre Nebel. Bei der heutigen Automenge wäre das eine Katastrophe. Das Anlaufen der Scheiben war allerdings immer ein größeres Problem.

Gruß, Augenzeuge


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28.05.2009 12:21 (zuletzt bearbeitet: 28.05.2009 12:24)
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Der gute "alte Trabbi" hat mich nach der Wende sogar noch bis nach Dänemark gebracht.Die erste Urlaubsreise in ein Nachbarland und gleich in den hohen Norden.Er hat es ohne größere Blessuren alles prima gemeistert.Ich hatte auch fast alles was zur Zündung gehörte als Ersatz dabei.Nur beim Tanken war es halt ungewohnt das man zum bleifrei noch ein Zweitaktadditiv zuschütten mußte.Hat freude gemacht das alles durcheinander zu bringen.Wie mit dem Mixer.
Dann kam die Zeit des Abschiedes mit etwas Wehmut haben wir ihn nach Holland verkauft.Der Holländer hatte uns in Dänemark kennengelernt und ihm gefiel das Teil schon damals sehr.Unser Trabbi hatte Glück.Andere endeten dann so :

78er

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28.05.2009 12:28
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#23
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Da wir ja kein Auto hatten, kenne ich mich bei den Kisten nicht so gut aus. Wie hat eigentlich das Tanken funktioniert - es gab doch sicher nicht so Zapfhähne wie heute?


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28.05.2009 18:16
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#24
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Hallo manudave,
klar Zapfhähne gab es. Beim Trabbi machte man die Motorhaube auf, schraubte den Tankdeckel ab uns los ging es.
Natürlich ging das nicht automatisch, man musste schon permanent den Zapfhahn drücken, man konnte ihn ja nicht einhängen.

Gruß, Augenzeuge


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28.05.2009 18:43 (zuletzt bearbeitet: 28.05.2009 18:44)
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#25
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Tag manudave

meinst du ,die haben das Benzin mit der Giesskanne eingefüllt ?

Zapfhähne gab es schon länger,viel länger .

Bis dann.

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28.05.2009 19:22
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#26
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Zitat von Zermatt

meinst du ,die haben das Benzin mit der Giesskanne eingefüllt ?



Hallo zermatt,

du wirst es nicht glauben, aber genau das habe ich 1983 in Russland gesehen.

Gruß, Augenzeuge


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28.05.2009 19:44
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#27
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Glaube ich dir gerne.


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28.05.2009 19:51
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#28
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Ihr Schnukkis,

ich habe eigentlich genau diese Zapfhähne gemeint, wie man sie eben kennt.

Also Dauerstellung beim Tanken, automatische Absaugung der Dämpfe und automatisches Stoppen, wenn Tank voll.
Zumindest die Absaugung gab es sicher nicht, denn wenn ich an unserer Minol (so hieß das glaub ich) vorbei gelaufen bin, da hat es gemufft.


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28.05.2009 20:31
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#29
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Zitat von Augenzeuge
du wirst es nicht glauben, aber genau das habe ich 1983 in Russland gesehen.


ich habe vor kurzer Zeit in Mexiko gesehen wie einer an der Tankstelle eine 2l Cola-Flasche mit Benzin fuellt. Ihm ist wohl der Sprit ausgegangen, rumliegende Cola-Flaschen gibt's genug.

Berliner


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28.05.2009 20:32
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#30
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Vita-Cola ?


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