Adventliche Stunden in Güstrow - Schmidt-Besuch vor 30 Jahren

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12.12.2011 12:31
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#1
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Am 28. November 1981 erließ der Minister für Staatssicherheit Erich Mielke den Befehl Nr. 17/81 »zur politisch-operativen Sicherung der Vorbereitung und Durchführung der Aktion ›Dialog‹«. Unter diesem Decknamen liefen die »Sicherungsmaßnahmen« für das Treffen von Schmidt und Honecker in Hubertusstock und den abschließenden Besuch in Güstrow. Der Verantwortliche für die Aktion in Güstrow war Werner Korth, Generalmajor und Leiter der MfS-Bezirksverwaltung Schwerin. Korth setzte einen Operativen Einsatzstab (OES) unter Führung seines Stellvertreters Operativ, Oberst Josef Schwarz, ein. Dieser Einsatzstab hatte bereits am 23. November seine Arbeit aufgenommen. Neben der routinemäßigen Inspektion von Fahrbahnen, Gleisanlagen und Ähnlichem ging es um die »politisch-operative Lagebeherrschung«. Dazu war die Bevölkerung zu überprüfen, »aufzuklären«, wie es im Stasi-Jargon hieß, und es waren »feindlich-negative« Kräfte herauszufiltern, von denen Störungen erwartet wurden. Dies galt auch Personen, die als »potentielle Täter für Terror- und Gewaltakte in Frage kommen«.
weiterlesen ... http://www.zeit.de/2006/49/A-Guestrow

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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12.12.2011 12:37
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#2
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schon wieder "stasi" ich kann es bald nicht mehr lesen.
was ist heute wo jeder verdächtige einen roten punkt auf der stirn hat ohne ihn selber zu sehen, scharfschützen auf dächern?
sicherheit ist auch keine erfindung der ddr oder des mfs.
ek 82/2


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12.12.2011 12:44
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#3
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Zitat von EK 82/2
... ich kann es bald nicht mehr lesen.


Wie, Du willst uns verlassen? Fänd ich persönlich schad, auch wenn Du in letzter Zeit recht wenig Content hier einbringst *wink*
Na, egal. Hier mal noch ebes aus der Röhre ...

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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12.12.2011 12:53 (zuletzt bearbeitet: 12.12.2011 13:36)
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#4
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nee 94, ich lese und schreibe hier gerne. auch dich schätze ich als einen sehr gebildeten ein. zumindest kannste besser deutsch schreiben als ich mit meinen gramatik fehlern. aber ist das hier ein grenzforum oder entwickelt es sich langsam zur anklagebank gegen das mfs? das meine ich, und klinke mich aus solchen kommentaren aus weil ich der kommentare einseitiger anklagen müde bin.
mehr aufarbeitung wie ich es mal kannte im forum mit gegenseitiger achtung wäre das ultimative. auch wenn falsches geschrieben wird, sind es doch nur erinnerungen die jeder damals so sah ohne gleich angriffe zu starten. ein staat führte masnahmen durch zum schutz von ereignissen und schon kommt die stasi als unhold ins spiel.
na und? das waren auch nur diener eines regimes. ich bin so frei mir zu erlauben, auch die heutige brd als regime zu bezeichnen, denn regim heist für mich nicht zwangsläufig unterdrückung,sondern gleich system einer ordnung. und ohne ordnung geht nichts.

in freundchaft ek 82/2, also ich nix verlassen forum, sondern mehr auf grenze konzentrieren.


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12.12.2011 14:25 (zuletzt bearbeitet: 12.12.2011 14:26)
avatar  matloh
#5
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[OT]
Ich hab übrigens mal nachgezählt: von den derzeitigen Top 15 Themen hier im Forum beschäftigen sich genau 2 am Rande mit der Grenze, in Wirklichkeit ist es aber nur 1 Thema das in 2 Threads zu finden ist (Wahlhausen).
[/OT]

cheers matloh

Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)


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12.12.2011 15:08
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#6
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@94 danke für die umfassende Info in dem Video. Die Vorbereitungen, die dort gezeigt wurden, waren sehr umfangreich und sorfältig. Man wollte wohl nichts dem Zufall überlassen. Da hat das MfS ganze Arbeit geleistet. Ist ja auch das normalste, was ein Staat in solcher Situation macht. Ich glaube als Erich Honecker 1987 in der Bundesrepublik zu Besuch war, waren die Vorbereitungen und das Briefing der Bürger, die am Rande der Strassen standen, sicher durch unseren Verfassungsschutz und des BND genauso, wie es das MfS in Güstrow gemacht hat. Alles mit deutscher Gründlichkeit.


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12.12.2011 15:47
avatar  Pit 59
#7
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Gert,ich glaube aber nicht das beim Honecker Besuch die Läden neu Aufgefüllt worden sind.Die Sicherheitsmaßnahmen sind alle OK.Typisch sind die Aktionen am Weihnachtsmarkt.


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12.12.2011 15:54
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#8
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Die »Klärung« erfolgt unter Einsatz gängiger »Methoden«, Schlafentzug ist eine davon. Nach drei Tagen weiß der »Zugeführte« nicht mehr, ist es Tag oder Nacht, wie lange bin ich schon hier?


Wer behauptet das, Herr B. selbst?


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12.12.2011 17:00
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#9
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Zitat von Feliks D.
Die »Klärung« erfolgt unter Einsatz gängiger »Methoden«, Schlafentzug ist eine davon. Nach drei Tagen weiß der »Zugeführte« nicht mehr, ist es Tag oder Nacht, wie lange bin ich schon hier?


Wer behauptet das, Herr B. selbst?




Locker war mein Aufenthalt in der U-Haft sowie im Vollzug nun nicht grad, man konnte es aushalten. Bis auf - vom Wärter ab und zu mal was auf`s Maul bekommen und vom Arzt ins Gesicht geschlagen zu bekommen, ging es mir recht gut.

Willst du Felix es immer noch nicht wahr haben was weit ab von deiner MfS-Welt geschehen ist?


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12.12.2011 17:29
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#10
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Da kann ich noch dran erinnern...verstärkte Grenzsicherung und täglich Politunterricht vor der Schicht...
Danach gings weiter damit...Polen war zu...aber das ist schon wieder eine andere Geschichte

Gruß bendix


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12.12.2011 17:38 (zuletzt bearbeitet: 12.12.2011 17:39)
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#11
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94

Zitat von Gert
Ich glaube als Erich Honecker 1987 in der Bundesrepublik zu Besuch war, waren die Vorbereitungen und das Briefing der Bürger, die am Rande der Strassen standen, sicher durch unseren Verfassungsschutz und des BND genauso, wie es das MfS in Güstrow gemacht hat.


Hätte man mal lieber, so wäre vielleicht die Ankündigung der (Wieder-)Vereinigung durch Honni unterblieben. Zitat:
"Die Lage ist doch so", sagt er "als alter Neunkirchener" auf einmal so spontan, als rede er im vertrauten Kreise: Daß es zwei deutsche Staaten gebe, sei ja allen bekannt, und daß sie in zwei Blöcken eingebunden seien, auch. Und "daß die Grenzen nicht so sind, wie sie sein sollten, ist nur allzu verständlich". Nun aber habe man ja in Bonn das Kommunique unterzeichnet, und wenn alles im gewünschten Sinne verwirklicht werde, "dann wird auch der Tag kommen, an dem Grenzen uns nicht mehr trennen, sondern uns vereinen".
Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13524210.html

Doch nun weiter zum Güstrower Weihnachtsmarkt; für Honnis Westbesuch, zu dem auch die Verstärkte Grenzsicherung angesagt war, ist dieser Thread wohl besser geeignet ... Hatte Erich Honecker Westverwandschaft?

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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12.12.2011 18:29
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#12
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( gelöscht )

Ja das war eine schöne Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt. Schmidt wusste Bescheid und machte eine nette Mine zu diesem Trauerspiel.Es wimmelte von treuen Staatsdienern auf dem Markt...Mfs Leute und Parteigenossen."Erich,Erich "und auch vereinzelt "Helmut,Helmut "Rufe klangen derart plump und klobig..einfach peinlich.Hoencker jedenfalls griff nach den Händen der Bürger-Darsteller..die richtigen Bürger hatten ihren Platz in ihren Häusern..nichts sollte das Schauspiel stören.


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12.12.2011 18:33
avatar  PF75
#13
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ist zwar OT aber in Stralsund bei Bush und Merkel waren auch nur handverlesene parteimitglieder und "bezahlte schreihälse "


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12.12.2011 18:53 (zuletzt bearbeitet: 12.12.2011 19:31)
avatar  Alfred
#14
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Zitat von Zermatt
Ja das war eine schöne Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt. Schmidt wusste Bescheid und machte eine nette Mine zu diesem Trauerspiel.Es wimmelte von treuen Staatsdienern auf dem Markt...Mfs Leute und Parteigenossen."Erich,Erich "und auch vereinzelt "Helmut,Helmut "Rufe klangen derart plump und klobig..einfach peinlich.Hoencker jedenfalls griff nach den Händen der Bürger-Darsteller..die richtigen Bürger hatten ihren Platz in ihren Häusern..nichts sollte das Schauspiel stören.




Auch heute ist es so, dass bei Staatsbesuchen nicht jeder machen darf was er möchte. Jeder Staat sichert seine Staatsbesuche so ab wie er es für richtig hält. "Nur die DDR muss sich heute" für alles rechtfertigen, dies ist ein Treppenwitz der Geschichte.


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12.12.2011 19:22
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#15
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Erfolge werden durch Beifall honoriert und Beifall wird sogar in Lifesendungen des Fernsehens für die Zuschauer daheim organisiert.
Warum soll dies nicht auf der politischen Bühne möglich sein? Viel Vorhänge gibt es da eh nicht.


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