Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

  • Seite 27 von 46
23.08.2013 01:10
avatar  schulzi
#391
avatar

Das kann ich nur bestädigen, den das sind die klassichen DDR- Arbeitshandschuhe gab es gefüttert und ungefüttert.waren beim arbeiten zwar nicht so praktisch wie die heutigen aber sehr robust


 Antworten

 Beitrag melden
23.08.2013 17:00 (zuletzt bearbeitet: 23.08.2013 17:02)
#392
avatar

Zitat von Nick im Beitrag #386
Wie sah den damals sone BA Kammer aus und wie war sie aufbebaut

Hallo Nick,

komplett aus der Erinnerung: Die B/A-Kammer hatte mehrere Aufgaben und war in ihrer Ausstattung sowie Nutzung sehr von der Erfahrung bzw. hier würde ich eher von der Pfiffigkeit des Hauptfeldwebels abhängig.

Erste Aufgabe: Wäschetausch
Das betraf die turnusmäßigen Wechsel von Bettwäsche und Handtüchern. Das Prinzip war einfach: Es gab einen Grundvorrat davon in der B/A-Kammer (gestapelt in Regalen). Der Schreiber der Kompanie bekam von den Zimmern i.d.R. gesammelt die zu tauschende Bettwäsche und die Handtücher und gab entsprechend der abgegebenen Anzahl die neuen Sachen aus. Die alten Sachen kamen in Wäschesäcke. Der Tausch wurde mit einem Eintrag in das B/A-Buch nachgewiesen.

Zweite Aufgabe: Reinigung der Unterwäsche
Ein heikles Thema. Viele nutzten eigene Unterwäsche, viele hatten kein Vertrauen in die Reinigung. In einigen Kompanien wurde das nur in sehr geringen Stückzahlen genutzt. Hier kam die Pfiffigkeit des Hauptfelds ins Spiel: Die Ab- und Rückgabe der gereinigten Unterwäsche wurde genauso in der Einheit nachgewiesen, wie in der Reinigung. Es war also leicht nachzuprüfen, wie das in den Einheiten gehandhabt wurde. Das "Anschissprinzip" dabei war einfach: Stimmten die Zahlen, herrschte Ordnung, stimmten sie nicht, war keine Ordnung. Das war sicher kein bedeutsamer Punkt, aber es konnte der Tropfen sein, der bei einem Vorkommnis (u.a. Grenzdurchbruch) das Fass zum Überlaufen brachte (Merke: Schlechte Ordnung ist auch Ausdruck eines schlechten politisch-moralischen Zustandes - also, auch der Polit war da haftbar).

Dritte Aufgabe: Austausch von beschädigter Bekleidung und Ausrüstung
Es gab einen Grundvorrat von der Uniform, über Stiefel, Mützen bis hin zu Koppeln und Tragegestellen, Kochgeschirren, Trinkflaschen. Wenn also irgendetwas beschädigt UND nicht mehr mit Hilfe des eigenen Nähzeugs zu reparieren war, dann wurde das hier getauscht. Der Schreiber fungierte hier als der verlängerte Arm des Hauptfeldwebels. Wenn die beiden gut harmonierten, hatte der Schreiber in dieser Sache auch ein paar Freiheiten, solange sich der Hauptfeld grundsätzlich auf ihn verlassen konnte.

Vierte Aufgabe: Ausgabe von Reinigungsmitteln
Vom Scheuerlappen über das Putzmittel ... irgendwo musste des lagern. Es gab Kompanien mit Extraräumen dafür, in einigen kam das aber mit in die B/A-Kammer - sozusagen die Allzweckwaffe des Hauptfelds für den Innendienst. Auch Besen, Bohnerkeulen, Bohnerwachs, Geräte für die Außenrevierreinigung (solange sie noch nicht benutzt waren) konnten in der B/A-Kammer gelagert werden.

Fünfte Aufgabe: Lagerung und Ausgabe von Sonderbekleidung
Spontan fallen mir da Arbeitshandschuhe und Schneehemden ein, die in der B/A-Kammer gelagert waren und nur zweckentsprechend bzw. saisonal ausgegeben wurden.

Das alles war in Regalen gestapelt bzw. im Falle der Schmutzwäsche in Säcken verpackt. Die Ordnung in der B/A-Kammer und im B/A-Buch war ein wichtiges Thema für die Bewertung des Hauptfeldwebels und somit für die Bewertung des gesamten Innendienstes in der Kompanie. Hatte der Kompaniechef einen erfahrenen/pfiffigen Hauptfeldwebel, dann konnte er in dieser Richtung schonmal ruhig schlafen. In der Frage des Wäschetauschs, der Reinigung, der Lieferung von Tauschreserven oder Sonderbekleidung fand die Abstimmung nach meinem Wissen direkt mit dem Regimentsstab statt. Dort waren der Stellvertreter des Regimentskommandeurs RD (Rückwärtige Dienste) und sein Offizier B/A die entsprechend verantwortlichen. Dabei gab es eine Turnusplanung für Abholungen und Anlieferungen für die LKW aus dem Regimentsstab. In Fragen des Ersatzes von Bekleidung und Ausrüstung im Rahmen bestimmter Kontingente stimmten sich die Hauptfeldwebel auch direkt mit dem B/A-Lager des Regiments ab.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


 Antworten

 Beitrag melden
23.08.2013 17:38 (zuletzt bearbeitet: 23.08.2013 17:55)
avatar  ( gelöscht )
#393
avatar
( gelöscht )

Stichwort Unterwäsche ,es war Teilweise Ekelerregend ,da haette gleich Mueller mit Schulze tauschen können.


 Antworten

 Beitrag melden
23.08.2013 17:47
#394
avatar

Ich denke da an den ersten Tag auf der US-NDH. Wir mussten in die UW den Namen u. Kp-Nr. einsticken
Dabei haben sich manche bald die Hände gebrochen ! Damit jeder auch seine eigene UW wieder bekommt.
Was natürlich nie passiert ist.

H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


 Antworten

 Beitrag melden
23.08.2013 17:54
avatar  ( gelöscht )
#395
avatar
( gelöscht )

Zitat von Hansteiner im Beitrag #394
Ich denke da an den ersten Tag auf der US-NDH. Wir mussten in die UW den Namen u. Kp-Nr. einsticken
Dabei haben sich manche bald die Hände gebrochen ! Damit jeder auch seine eigene UW wieder bekommt.
Was natürlich nie passiert ist.

H.

Genau !
Ich habe dann lieber meine Home Manufaktur angeworfen ,Bergeweise nach Hause geschickt.
Lief wie geschmiert,es waren ja auch noch andere leckerli eingepackt.
Nur den Zeitpunkt durfte man nicht verpassen,man musste immer genügend Vorrat haben.


 Antworten

 Beitrag melden
23.08.2013 18:33
avatar  schulzi
#396
avatar

Zitat von grenzgänger81 im Beitrag #395
Zitat von Hansteiner im Beitrag #394
Ich denke da an den ersten Tag auf der US-NDH. Wir mussten in die UW den Namen u. Kp-Nr. einsticken
Dabei haben sich manche bald die Hände gebrochen ! Damit jeder auch seine eigene UW wieder bekommt.
Was natürlich nie passiert ist.

H.

Genau !
Ich habe dann lieber meine Home Manufaktur angeworfen ,Bergeweise nach Hause geschickt.
Lief wie geschmiert,es waren ja auch noch andere leckerli eingepackt.
Nur den Zeitpunkt durfte man nicht verpassen,man musste immer genügend Vorrat haben.


genau so lief das bei mir,war doch auch neben dem Leckerli war auch oft ein Briefumschalg mit ein paar Mark drin


 Antworten

 Beitrag melden
23.08.2013 18:55
#397
avatar

Zu dem was grenzgänger81, Hansteiner und Schulzi hier schrieben:
Genau deswegen brauchte man den pfiffigen Hauptfeldwebel, denn die Kontrolle des Innendienstes ging davon aus, dass alles jenseits der Kompanie richtig ablief und eine zu geringe Anzahl an "gereigter" Unterwäsche auf Unordnung schließen ließ. Allerdings nur mal nebenbei: Ein erfahrener Hauptfeldwebel ließ sich auch nicht ständig mangelhaft gereinigte Unterwäsche zurückliefern. Der hat notfalls auchmal Rabatz gemacht. Gab es aber nicht viele davon ...

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


 Antworten

 Beitrag melden
23.08.2013 19:08
avatar  schulzi
#398
avatar

Raiman so einfach war es auch nicht den unser Hauptfeld verlangte beim Wäschetausch von jeden Wäsche also hat Mutti 6 mal Unterwäsche gekauft so das der Wechsel hin und her kein Problem war.Getauscht wurde nur die Volkseigne Unterwäsche


 Antworten

 Beitrag melden
23.08.2013 19:13
#399
avatar

Manchmal hat man beim Wäschetausch einfach aus dem Spind die "volkseigene" saubere abgegeben.
Hauptsache die Stückzahl am Ende hat gestimmt !

H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


 Antworten

 Beitrag melden
23.08.2013 19:50 (zuletzt bearbeitet: 23.08.2013 19:52)
avatar  ( gelöscht )
#400
avatar
( gelöscht )

Zitat von grenzgänger81 im Beitrag #393
Stichwort Unterwäsche ,es war Teilweise Ekelerregend ,da haette gleich Mueller mit Schulze tauschen können.


Musstet ihr auch in den ersten Tagen euren Namen einsticken?
War eine gute Handarbeitsübung aber mehr auch nicht, die Teile kamen in einen Sack und aus einem andern gab es Ersatz.
Bremsspuren waren aber keine drin, denk ordentlich chemisch gereinigt


 Antworten

 Beitrag melden
23.08.2013 19:53
avatar  furry
#401
avatar

Mal ein Blick kurz zur BePo. Wenn auch außen grün, innen war wie bei den Grenzern weiß und lang.
Unsere Unterwäsche haben wir mit Wäschzeichnungstiften bemalt, mit Namen und anderem Unfug. Das Zeug kam immer ordentlich gewaschen zurück und fand auch seinen Eigentümer problemlos.
Nur während der Grundausbildung, als wir noch nicht so genau wussten, wie das funktioniert und private Wäsche noch nicht vorrätig war, hätte man die Unterwäsche auch über die Felddienstuniform ziehen können, was bestimmt nicht aufgefallen wäre.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


 Antworten

 Beitrag melden
14.09.2013 15:04 (zuletzt bearbeitet: 14.09.2013 15:27)
avatar  Grete85
#402
avatar

Zitat von Grete85 im Beitrag #385
Zitat von Schlutup im Beitrag #307
Zitat von Grete85 im Beitrag #159
Zitat von 94 im Beitrag #153

Eigenmächtig? Ab dem 1. November und bis zum 15. April war die gefütterte FDU doch sowieso die vorgeschriebene Anzugsordnung zum Grenzdienst. Eigenmächtig ersetzen vielleicht einige Kontrollstreifen die Watte mit der normalen Felddienst. Auch im befohlenen Winter gabs laue Tage, Dezember 1977 sogar mit bis zu 17°.
Aber ich sah mal die Kombination Sommer-FDU mit Webpelzkragen, könnte im Spiegel vor der UvD-Buchte gewesen sein.




Hallo 94,

so wie meiner einer bei Kontrolle Sicherheit nach dem Grenzdienst. Für den Pelzkragen mußte man nur zwei Knöppe annähen.


Gruß Grete



Hallo @Grete85,
hast du das Bild auch in Groß und wo wurde es aufgenommen?
Danke und gruß schlutup


Hallo schlutup,

das ist nur ein Ausschnitt. Ist bei der Kontrolle Sicherheit nach dem Grenzdienst in Spahl/Rhön aufgenommen. Muß ich noch mal bearbeiten.

Gruß Grete



Hallo Schlutup,

hier mal das "Orschinal", mit Datenschutzbeabeitung.




Man beachte im Hintergrund den "Rockenstuhl".

Gruß Grete

--------------------------------------------------
Geschichte ist nichts anderes
als die Unfallchronik der Menschheit.

Chales Talleyrand,französicher
Staatsmann (1754-1838)
--------------------------------------------------
Gedient von Frühjahr 1982 bis Frühjahr 1985 beim
VEB Landesverteidigung, Betriebsteil Grenzsicherung Rhön

 Antworten

 Beitrag melden
14.09.2013 17:01
avatar  Lutze
#403
avatar

die Fotos von euch schaue ich mir immer wieder gerne an,
mir ist oft aufgefallen,gerade bei den Gruppenfotos,
einige tragen Stiefel,und andere Schuhe,
meine Frage dazu,konnte man sich das aussuchen,
welches Schuhwerk man anzieht?
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


 Antworten

 Beitrag melden
14.09.2013 17:04
avatar  PF75
#404
avatar

Zitat von Lutze im Beitrag #403
die Fotos von euch schaue ich mir immer wieder gerne an,
mir ist oft aufgefallen,gerade bei den Gruppenfotos,
einige tragen Stiefel,und andere Schuhe,
meine Frage dazu,konnte man sich das aussuchen,
welches Schuhwerk man anzieht?
Lutze


solange sich keiner beschwert hat(von derFührung) wurde es einfach so gemacht


 Antworten

 Beitrag melden
14.09.2013 17:12
avatar  Lutze
#405
avatar

Zitat von PF75 im Beitrag #404
Zitat von Lutze im Beitrag #403
die Fotos von euch schaue ich mir immer wieder gerne an,
mir ist oft aufgefallen,gerade bei den Gruppenfotos,
einige tragen Stiefel,und andere Schuhe,
meine Frage dazu,konnte man sich das aussuchen,
welches Schuhwerk man anzieht?
Lutze


solange sich keiner beschwert hat(von derFührung) wurde es einfach so gemacht

da hat wirklich keiner drauf geachtet?,
gab es da keine Dienstvorschrift?
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!