Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

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27.01.2013 20:54
avatar  Mike59
#226
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Zitat von Nick im Beitrag #223
Hattet ihr nachts an der grenze , das zusatsvisir ZVN 64 , für Nachtschißen , hattet ihr überhaupt eins , und wen nicht das hattet ihr ein anderes ?
Und danke greso



Jaaaa - gab es. Nur war das meist nicht lange an der Waffe. Einmal durch eine Buschgruppe durch und die Hälfte von dem Teil war verlustig. Wurde oft nur vor dem Nachtschießen (Ausbildung) ausgegeben und danach wieder eingesammelt. Meine Einschätzung: Für den Grenzdienst unbrauchbar.


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27.01.2013 21:15
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#227
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Das Zusatzvisir war mit Phosphor versehen .nach dem Anleuchten blieb es lange hell.Es wurde aber Anfang 1970 verboten , weil es bei der radioaktiven Messung zu hohe Werte hatte. mfg ratata


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27.01.2013 22:17
avatar  EK89/1
#228
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Zitat von ratata im Beitrag #227
Das Zusatzvisir war mit Phosphor versehen .nach dem Anleuchten blieb es lange hell.Es wurde aber Anfang 1970 verboten , weil es bei der radioaktiven Messung zu hohe Werte hatte. mfg ratata


Da möchte ich mal wissen was wir da in der Ausbildung hatten. Beim Nachtschießen hatten wir die, war doch so ein Teil mit zwei so dünnen Bügeln. Am Kanten hatten wir so was nicht, vielleicht in der W-kammer, gesehen habe ich aber keine.

EK89/I
09/87-01/88 GAR5 Potsdam,GAK 7
01/88-04/89 7.GK "Lutz Meier" Schierke


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27.01.2013 22:24
avatar  Mike59
#229
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Zitat von ratata im Beitrag #227
Das Zusatzvisir war mit Phosphor versehen .nach dem Anleuchten blieb es lange hell.Es wurde aber Anfang 1970 verboten , weil es bei der radioaktiven Messung zu hohe Werte hatte. mfg ratata



Phosphor ist Radioaktiv? Dachte immer das Zeug brennt wie nichts und ist giftig!


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27.01.2013 23:05
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#230
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Sorry ,aber ich weiss auch nur das Phosphor ,brennt wie sau und giftig ist. Dashalb gab es im 2. WK ja auch die Phosphorbomben.


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27.01.2013 23:09 (zuletzt bearbeitet: 27.01.2013 23:14)
avatar  Mike59
#231
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Zitat von ingolf41266 im Beitrag #230
Sorry ,aber ich weiss auch nur das Phosphor ,brennt wie sau und giftig ist. Dashalb gab es im 2. WK ja auch die Phosphorbomben.



So kenne ich das auch - zumal es die ZVN bis zum bitteren Ende gab. Ist bestimmt eine Verwechslung. Hier ein Bild.


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28.01.2013 01:23
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#232
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Zitat von Mike59 im Beitrag #231
Zitat von ingolf41266 im Beitrag #230
Sorry ,aber ich weiss auch nur das Phosphor ,brennt wie sau und giftig ist. Dashalb gab es im 2. WK ja auch die Phosphorbomben.



So kenne ich das auch - zumal es die ZVN bis zum bitteren Ende gab. Ist bestimmt eine Verwechslung. Hier ein Bild.


Im Bild erkennbar, links der Aufsatz für Korn und rechts für die Kimme.
Der Aufsatz fürs Korn verabschiedete sich im GD sehr schnell, aufgrund der Feder, die übers Korn lief und als Halterung diente.
Hartnäckiger war der Aufsatz der Kimme und dieser wurde oft in der WK entfernt, da es keinen Sinn machte und der Nachschub wohl auch nicht so funktionierte, wie er sollte.

Phosphor brennt wohl, so einigen ist bestimmt noch die Kampfmittelbahn im Sinne und da brannte es sehr heftig.
Doch kann dieser Stoff ja auch gemischt werden und daher haben hier einige auch Recht, in ihrer Annahme.
Ähnlich der günstigen Ruhla Taschenuhren, lies die Leuchtkraft der ZVN mit der zeit nach.
Vermehrt wurden Sie vor dem Kompanieschießen ausgetauscht und waren, wie bereits erwähnt, für den GD nicht wirklich brauchbar.
http://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtfarbe#Nachleuchtfarben

MFG kator


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28.01.2013 11:03 (zuletzt bearbeitet: 28.01.2013 11:08)
avatar  94
#233
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94

Kurze Anmerkung, der Begriff 'phosphorizierend' ist schon das Eigenschaftswort zu Phosphoreszenz. Abgelitten von einer Eigenschaft des weißen Phosphors, beschreibt es damit das Nachleuchten ohne Strahlungsquelle, aber nicht nur für diesen Stoff *wink*.
Wie z.B. für die Nachtvisiere der 'Kaschi'. Etwas giftig dieses Zinksulfid, aber nicht radioaktiv!

Anders die diversen Strichplattenbeleuchter, zum Fernglas zum Beispiel hieß es in der 'Gebrauchsanweisung':
Achtung!
Das Tritiumelement der Strichplattenbeleuchtung ist schwach radioaktiv und im eingebauten Zustand nicht gesundheitsschädigend. Für das EDF 7x40 liegt die Strahlenschutzbauartzulassung SBZ 17 12 80 des SAAS der DDR vor.
Die Einrichtung wurde mustergetreu gefertigt.
Das Öffnen des Gerätes durch den Nutzer ist verboten!
Bei Beleuchtungsausfall ist das Gerät ungeöffnet der Instandsetzung zuzuführen.

Quelle: http://home.arcor.de/thuernagel/radio.htm

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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28.01.2013 20:04
avatar  jecki09
#234
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Im Grenzdienst hatten wir die - wie bereits mehrfach erwähnt, auf Grund der Gefahr Waffenzubehörteile zu verlieren - auch nicht.

Es hätte auch keinen tieferen Sinn gehabt, bei einer möglichen Verfolgung eines Grenzverletzres in der Nacht, dieses ZVN erst dann anzuleuchten, um dann den GV - sofern alles Andere nicht helfen sollte - mittels Anwendung der Schusswaffe am GDB zu hindern.


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03.02.2013 14:39
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#235
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was musste ein Grenzer zur Streife mitzuführen haben ?

UFT 771 , Postentasche , Bajonett , Wasserflasche , Magatasche , Tasche für HLZ , Regen umhang ?
Was den ?


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03.02.2013 15:11
avatar  94
#236
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94

Naaaa? Was hamm'r vergessen, hä *breites_fragendes_grins*

Ansonsten war das Bajonett ein Seitengewehr und die Trinkflasche sehr selten dabei, geschweige dann sogar am Koppel. Und gewöhne Dir mal ganz flink diese SFGA-mäßigen Pseudoabkürzungen ab, danke!

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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04.02.2013 11:42
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#237
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Bei uns wurde das Seitengewehr nicht mitgeführt.Wir hatten keine,zu mindestens waren keine in der Waffenkammer sichtbar aus welchen Grund auch immer.Ein Teil weniger mitschleppen.Unsere Nachbarkompanie hat das Seitengewehr im GD mitgeführt.


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04.02.2013 14:47
#238
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zu meiner Zeit wurde zum Grenzdienst nur eine Braut (deine Kaschie mit ausklappbaren Halter),ein volles?Magazin inklusive zum Grenzdienst mitgenommen.
ansonsten deine Tasche mit Tee,sowie deine Dienstkarte mit kennwörtern usw.
Wir waren keine Rambos oder bis zu den Zähnen bewaffnet.
Eine Ausnahme gab es ,wenn du im Hinterland als Postenstreife mit einen Hund warst.
Der Hund war da!

das System funktioniert weil du funktionierst

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04.02.2013 16:40
avatar  S51
#239
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S51

Zitat von Mike59 im Beitrag #231
...So kenne ich das auch - zumal es die ZVN bis zum bitteren Ende gab. Ist bestimmt eine Verwechslung. Hier ein Bild.


Zu meiner Zeit war es in Schierke auf allen MPi und LMG montiert. Die Wirksamkeit ging schnell durch Einwirkung des Waffenöls verloren.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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04.02.2013 17:05 (zuletzt bearbeitet: 04.02.2013 17:07)
avatar  S51
#240
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S51

Zitat von Nick im Beitrag #235
was musste ein Grenzer zur Streife mitzuführen haben ?

UFT 771 , Postentasche , Bajonett , Wasserflasche , Magatasche , Tasche für HLZ , Regen umhang ?
Was den ?




Jeweils ab Koppelschloß rechts:
Posten: Magazintasche mit einem Reservemagazin (zweites in der Waffe), Regenrolle (hinten mitte), LMG-Tasche mit HLZ (selten)
am Tragegestell das UFT, in der Hand die "Futtertasche" mit zwei Thermosflaschen und den Stullen o.ä. darin.
Postenführer: Magazintasche mit einen Reservemagazin, Regenrolle (hinten mitte).
am Tragegestell den "Knochen" - Hörer für das GMN
GAK: Magazintasche mit einem Reservemagazin (nur bei Lagen oder "feindwärts" Schutzstreifen), Pistolentasche, Regenrolle (hinten mitte).
am Tragegestell (nur "feindwärts" Schutzstreifen!) das UFT und den "Knochen". Manchmal eine Kartentasche (im Hinterland oder als GMK), als Doku-Posten die Fototasche mit Fotoapparaten und Wechselobjektiven.

Im Hinterland hatte der GAK auch als UaZ normalerweise kein Tragegestell außer, es herrschte wieder mal Dienstvorschriftsfimmelzeit (Sackstand wegen irgendwelcher "Beulen" aus dem Regiment oder höher). Das UFT wurde dann entweder (meistens) auf der rechten Schulter getragen oder in der Kartentasche transportiert (mit der Variante hatte ich wohl Alleinstellungsstatus, gab der Antenne wegen immer wieder Ärger). Der "Knochen" (Hörer vom GMN) in einer Beintasche oder hinter das Koppel geklemmt, wo er eben am wenigsten störte.
Die Pistolentasche (schwarz für UaZ, braun für Berufssoldaten und OaZ) trugen wir in Schutzstreifen und ganz vorne auch auf der linken Seite mit dem Griff nach vorne. Das war aber wegen gewisser geschichtlicher Vergleichsmöglichkeiten gar nicht gerne gesehen. Eigentlich verboten. Manchmal trugen wir die Pistole auch in der eingenähten Pistolentasche der FDU vorne. Da fiel sie halt nur gerne zur Unzeit raus - also eher eine Ausnahme.
Zu besonderen Einsätzen gab es für die Pistole eine Unterschnalltasche. Ähnlich der vom MdI/Polizei. Die hatten aber nur Berufssoldaten. Wenn wir UaZ für derartiges eingeteilt wurden, bekamen wir diese Tasche (dann unter der linken Achsel zu tragen) vom ZF oder einem GF ausgeliehen.
Seitengewehr (umgangssprachlich "Bajonett") hatten wir im Grenzdienst nicht.
Grundsätzlich gab es bei GT immer mal individuelle Unterschiede zur Dienstvorschrift. Individuell heißt von Kompanie zu Kompanie unterschiedlich. Allgemeingültig war nur die Magazintasche rechts neben dem Koppelschloß. Alles andere mal da und mal da und oft gar nicht...

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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