Einsatzkleidung der DDR Grenztruppen

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14.05.2009 20:08
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#16
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Weißt du wie lang...


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14.05.2009 20:24
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#17
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Hallo zusammen,

Also wir haben es in der Nacht so gehalten, da ging man eine Etage höher aufs Dach. Man musste halt die Windrichtung beachten.
Ging aber nur bei BT 11 (Rund) und kleine Geschäfte. Große wurden unten im Wald erledigt.
Ansonsten haben wir die Anzugsordnung genauso gehalten wie alle anderen.
Im Winter zogen wir halt das Schneehemd noch über alles. Natürlich auch zum Ski fahren bei der K6 .

Gruß Bürger


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14.05.2009 21:54
#18
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Angelo,

Zitat von Angelo
Da habe ich jetzt wieder was gelernt. Der BT Wachturm hatte kein Klo aber dafür eine Heizung


deshalb wurden auch die Grenztruppen - Fichtenscheisser genannt, weil sie ja in
den Wald gingen um Ihr Geschäft zu verrichten.
So machte sich jede Truppengattung irgendwie lustig über die Anderen.

Gruß

Reinhard

=========================================
Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.
Konfuzius


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15.05.2009 07:21 (zuletzt bearbeitet: 15.05.2009 07:22)
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#19
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Ja die Story mit dem in der Schießscharte abgeklemmten kleinen Mann gehört wohl zur Kategorie urban legend. So was wurde sich überall erzählt.
In Marienborn wurde vom BT-11 auch aus den Schießscharten gepinkelt.
Folgender ritueller Bewegungsablauf war erforderlich um alle angewachsenen Bauteile zu schützen:
- Klappe der Schießscharte mit dem Fuß nach oben aufschieben (nicht mit Hand, weil vollgepinkelt)
- Seitengewehr an der Seite in die Öffnung stellen (die Haken zum Arretieren fehlten meist schon und das Seitengewehr passte ganz genau rein, so dass die "Guillotine nicht wieder runterrasseln konnte)
- Regenrolle vor der Schießscharte auf den Boden werfen
- mit einem Knie darauf abknien (macht die Sache etwas bequemer) und loslegen.

Auf's Dach gegangen sind wir nicht, weil überall Kameras waren und man ständig von irgendwo beobachtet werden konnte.
Im Winter konnte das Dach des BT-11 ganz schön gefährlich werden, weil es leicht abschüssig war und ordentlich glatt sein konnte.
Vorne an der Grenzlinie hatten wir diesen riesigen Metallgitterturm. Der hatte auch Schießscharten am Balkon. Da musste man zusätzlich auf die Windrichtung achten, damit man die offenliegende Treppe nicht vollpinkelte. Guter Anhaltspunkt waren immer die Fahnen der Alliierten drüben an der GKSt Helmstedt (Checkpoint Alpha).

Für größere Geschäfte gab es im Abschnitt der SiK Marienborn tatsächlich eine Toilette, von uns "Schei*haus in Süd3" genannt. Das war ein kleines Gebäude was ich während meiner ganzen Dienstzeit nie wahrgenommen hatte, sozusagen nur vom Hörensagen kannte, obwohl ich -zigmal daran vorbeigelaufen bin. Das war ein gemauertes Plumpsklo im leicht bewaldeten südwestlichen Abschnitt der GÜSt. Das Ding steht übrigens heute noch.
Mir persönlich ist kein Fall bekannt, dass das Klo jemals benutzt wurde, das wäre "unehrenhaft" gewesen.
Wie wäre nun der Grenzer vorschriftsmäßig von seinem Postenpunkt (B-Turm) zu diesem Klo gekommen?
Die Kontrollstreife hätte ausrücken müssen. Der Posten der KS hätte zeitweilig den "Delinquenten" an seinem Postenpunkt ersetzt. Der Postenführer der KS hätte den Betreffenden zum Schei*haus in Süd3 gebracht, anschließend wieder zurück und alles auf Anfang.
Natürlich wollte man der KS, insbesondere dem Postenführer, diesen Sackgang ersparen. Die wollten ja auch ihre Ruhe haben und am liebsten die ganze Schicht auf der Führungsstelle rumlungern. Also hat man sich den Anruf gespart und irgendwelche anderen Wege gesucht, die ich hier aber nicht thematisieren möchte.
Das Verlassen der B-Türme war nicht ohne Weiteres möglich, weil in Marienborn die Türen beim unangekündigten Öffnen Grenzalarm ausgelöst hätten. Aber auch dafür hatten wir natürlich "kampferprobte" Mittel und Wege, die man allerdings nur im absoluten Notfall anwendete (z.B. wenn die KS bei widerlichem Wetter Streife laufen musste und einen kleinen Unterschlupf benötigte).

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15.05.2009 11:43
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#20
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Hallo sentry,
deine Schilderung der Anzugsordnung trifft wohl mehr auf die Strassen GüSt zu. Bei uns an der Eisenbahn-GüSt hatten wir die Normalausstattung mit Felddienst usw. Den "schicken Zwirn" hatte bei uns nur der Aufführende der dann im Führungspunkt war. Da wir meißt irgendwo in B-Türmen u.a. Postenhäuschen hockten, war das auch ok so.
Zum Thema Objektwache- 100% Übereinstimmung! Blöd war auch, dass das 24h Dienst war und auch aufgrund der 4h Schlaf die man nur abgekriegt hat, nicht sonderlich beliebt war.


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15.05.2009 13:14
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#21
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In Marienborn wurde der Zwirn auch auf der Eisenbahn-GÜSt angelegt, unabhängig davon ob die Chance bestand, dass der Soldat gesehen wird oder nicht.
Vielleicht wollte man vor dem Publikumsverkehr und vor allem vor den Westalliierten auf der Durchreise den "Kampfanzugs-Look" vermeiden.
Felddienst im regulären Grenzdienst zogen wir nur im härtesten Winter und im Wald an, sprich: auf USM-Streife, auf Zusatzposten bei Nebel oder Lagen usw.

Ich trug diese Uniform übrigens sehr gern, weil ich sehr groß bin und mir das ganze Gebammel zur Felddienst, insbesondere das Tragegestell viel zu kurz und zu unpraktisch war.
Im Sommer an der Autobahn hoch oben auf dem Turm in der Sonne nur mit Bluse oben rum, Waffe an die Wand gelehnt, Zigarettchen an war die reinste Wohltat und schon fast wieder Freiheit
Knobelbecher trug bei uns sowieso keiner. Es wurden immer die "Reitstiefel" angezogen, die zu dem Edelzwirn gehörten. Selbst bei Kälte wurde zweimal überlegt, was das größere Übel ist: kalte Füße oder hässliche Russenstiefel.


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15.05.2009 14:26
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#22
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Naja, viel Publikumsverkehr hatten wir bei uns nicht. Die Strecke Frankfurt/M - Berlin war wohl nicht ganz so gefragt. Bei uns war ne Menge Güterverkehr und ausserdem hat man uns nicht wirklich zu sehen bekommen, außer die Bewohner der Umgebung und denen war's sicher Wurst wie wir rumrennen.
Mir persönlich war die Watte-Felddienst lieber. Die war wärmer, bequemer und dreckig schmieren war auch kein Problem. Dazu konnte man sich im Dunkeln prima unsichtbar machen, wenn mal Streife laufen angesagt war. Bei Kälte dann noch die Ohrenklappen der BäFo runter und es gleich viel besser auszuhalten.


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15.05.2009 21:00
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#23
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Kennt einer eigentlich die Panzer von West und Ost im Vergleich von innen. Mein Vater war ja zwischenzeitlich mal Panzerkomandant der NVA und hatte ja immer diese lustige dicke Gummikappe auf. War die denn so nötig?
Blöde Frage - aber in so einen durfte ich nie rein.


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15.05.2009 21:20
#24
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Hallo manudave,

mit Panzern hast Du bei uns alten Grenzern wenig Glück. Aber ich kann ersatzweise mit meiner Erfahrung aus dem SPW dienen. Als Bordschütze im Turm des PSH oder 60PB hatte man die "lustige dicke Gummikappe" auch auf. Und glaub mir, ich war froh, dass ich sie aufhatte. Die Federung dürfte bei diesen Rad-SPW besser gewesen sein, als bei den Panzern. Angeschnallt bist Du nicht und die Sitze widerspiegeln nicht wirklich den höchsten ergonomischen Standard. Um Dich herum ist einfach alles verdammt hart und eventuell auch noch mit ebenso harten Kanten versehen. Wenn es richtig durchs Gelände geht, ist der Kopf schnell mal irgendwo angestoßen. Mit einem Stahlhelm hätte man nicht die Bewegungsfreiheit für den Kopf gehabt und das wäre vielleicht auch gefährlich für das empfindlichste Gerät an Bord - das Panzerfunkgerät. Auch an die Zieloptik oder die Spiegel wäre man nicht gut mit dem Kopf rangekommen. Und außerdem wäre man duch die andauernden "Boing"-Geräusche des eigenen und der Stahlhelme der anderen Besatzungsmitglieder verrückt geworden.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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16.05.2009 15:36
#25
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Hallo zusammen,

im halben Jahr Ausbildung in Potsdam,wurden wir auch auf dem SPW ausgebildet,9 Mann Besatzung in dem "Eisenschwein".Wobei ich sagen muß,das die 6 Mann(ich war einer von ihnen)hinten auf ganz kleinen Pritschen saßen und immer den Stahlhelm auf setzen mußten.Der Fahrer,der Richtschütze und der SPW-Kommandant hatten auch nur die "Gummikappe" auf.In dem kleinen Innenraum wars aber besser mit Helm,man hätte sich ständig irgendwo die "Birne" angeknallt und an die "Boing-Geräusche"hat man sich gewönnt.Nur die Fahrt von Potsdam zum Truppenübungsplatz war echt ätzend,2 Stunden Fahrt im SPW man konnte sich nicht bewegen und war super steif als man ankam.

04/86-04/87 in Schierke


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25.11.2012 21:04
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#26
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Hallo ,
was war eigentlich in der linken und der rechten beintasche drin ?




Nick


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25.11.2012 21:43
avatar  jecki09
#27
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in der linken Beintasche sollten normalerweise - wie sicher auch bei der NVA - die 2 Med-Päckechen und rechts (sollte) das Waffenreinigungsgerät sein. Darauf wurde immer bei einem Gefechtsalarm geachtet und nach dem Antreten erfolgte auch die Kontrolle.

Zum Grenzdienst war meine re. Beintasche aber mit der Postentabelle und dem GMN-hörer belegt. Das UFT 700 kam auf Streifen durch das Gelände auch noch in die Linke Tasche, so dass es nicht rumbaumelte. Zudem wurde manchmal der Trageriemen auch noch unter dem Gurtkoppel durchgezogen. Dann baumelte garnichts mehr herum.


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26.11.2012 14:38
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#28
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Danke schön ,
aber gab es nicht bei manchen Maga. - Taschen rechts ein fach , dort war doch das waffenreinigungsgerät drin ,
oder ? Und wen nicht was war dan dort drin ?

Nick


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26.11.2012 14:50
avatar  GZB1
#29
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Das an die Magazintasche angenähte Fach für das Waffenreinigungsgerät gab es nur beim letzten Modell was wohl 89/90 nicht mehr zur Auslieferung kam.


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26.11.2012 14:53 (zuletzt bearbeitet: 26.11.2012 15:19)
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#30
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doch die Kompanie von einem Freund meines Onkel's , die hatten schon diese taschen.

Nick


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