Alarmstufe Rot 1982

16.10.2011 18:20
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#1
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Im November 1982 ist Breschnew gestorben und in einem Beitrag vom MDR (https://www.youtube.com/watch?v=RFtJfPpTYFM&NR=1) war die Rede davon das bei der Sowjetarmee "Alarmstufe Rot" ausgelöst wurde. Meine Frage: hatte das Auswirkungen auf die NVA bzw. auch auf die Grenztruppen der DDR und in welchem Umfang?

Gruß (und)

Freundschaft


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16.10.2011 19:30
#2
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Zitat von Freundschaft
Im November 1982 ist Breschnew gestorben und in einem Beitrag vom MDR (https://www.youtube.com/watch?v=RFtJfPpTYFM&NR=1) war die Rede davon das bei der Sowjetarmee "Alarmstufe Rot" ausgelöst wurde. Meine Frage: hatte das Auswirkungen auf die NVA bzw. auch auf die Grenztruppen der DDR und in welchem Umfang?

Gruß (und)

Freundschaft



Ja das würde mich auch interessieren, wie es in der SU und jetzt in Russland ist . Ich weiss nur, was Defcon für die USA ist
http://en.wikipedia.org/wiki/DEFCON
http://www.defconwarningsystem.com/
und natürlich auch das Desktop Gagdet auf dem Bildschirm installiert.
http://www.defconwarningsystem.com/files...ngSystem.gadget
Hat zwar für mich keinen Nutzen, aber egal...
Theo


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16.10.2011 20:41 (zuletzt bearbeitet: 16.10.2011 20:47)
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#3
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ich schrieb schon mehrfach dazu das ich die zeit mit machte und wir an der grenze gefechtsmäßige grenzsicherung hatten mit einigen unannehmlichkeiten. aus jedem bat wurde eine kp. abgezogen und wir gingen mit teil 1 an die grenze. zu der zeit etwa bekamen wir auch das AGS-17 was später wieder aus den gt -bestand raus war. ne sch... zeit, wohl war uns nicht.

ek 82/2


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17.10.2011 06:54
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#4
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Ich weiß noch, welche Auswirkungen dieser Tag in Perleberg hatte.
Am Tag der Beerdigung saßen alle Kompanien vor dem Fernseher und durften sich die Liveübertragung anschauen.
Stundenlang.
Ununterbrochen der Trauermarsch.
Wenn ich den heute höre, muss ich an diese Beerdigung denken.
Ich vermute mal, die Schüler sind dabei reihenweise eingeschlafen.

Ich hatte Glück, ich war den Tag GUvD.


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17.10.2011 09:24 (zuletzt bearbeitet: 17.10.2011 11:24)
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#5
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Zitat von Freundschaft
Im November 1982 ist Breschnew gestorben und in einem Beitrag vom MDR (https://www.youtube.com/watch?v=RFtJfPpTYFM&NR=1) war die Rede davon das bei der Sowjetarmee "Alarmstufe Rot" ausgelöst wurde. Meine Frage: hatte das Auswirkungen auf die NVA bzw. auch auf die Grenztruppen der DDR und in welchem Umfang?

Gruß (und)

Freundschaft



Könnte mir maximal vorstellen das erhöhte Gefechtsbereitschaft ausgerufen wurde. Schließlich war der Oberste Befehlshaber (Breschnew) gestorben, der allerdings die Geschicke der UdSSR bestimmt schon seit mindestens 2 jahre nicht mehr selbst leitete aufgrund Krankheit und Alter. Sein Tod war ja auch abzusehen gewesen, wenn man sich ihn auf der Tribüne des Lenin-Mausoleums bei den Paraden zum 7. November und 9. Mai ansah. (Der Witz mit dem Hereintragen des Politbüros und dem Einschalten der Herzschrittmacher kam ja nicht von ungefähr) Wie wir wissen gab´s ja noch das Politbüro und vor allem die Armeeführung dort, welche auf diese Weise ihre Stellung in der Chefetage nochmal zum Ausdruck brachte und die bei der Wahl des neuen Parteichefs immer ein gewichtiges Wort mitzureden hatte. Schließlich ging es dabei auch um die zukünftige Stellung und Ausstattung des sowjet. Militärs für die nächsten Jahre. Man darf auch nicht vergessen das Anfang der 80er der Kalte Krieg in einer erneuten Hochphase war.


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17.10.2011 09:31 (zuletzt bearbeitet: 17.10.2011 09:32)
#6
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Zitat von Freundschaft
... Meine Frage: hatte das Auswirkungen auf die NVA bzw. auch auf die Grenztruppen der DDR und in welchem Umfang? ...


Hallo Freundschaft,

ich war zu diesem Zeitpunkt zu einem Lehrgang in Berlin an der Militärpolitischen Hochschule. Der damalige Kommandeur befahl uns alle, Hochschul- und Diplomkurse, in den großen Vorlesungssaal. Dort hing ein Jugendbild von Breshnew. Dann gab es getragene Trauermusik, der General trat ans Rednerpult und informierte uns un tat noch ein paar persönliche Worte dazu. Er war sichtlich erschüttert. Dann bat (!) er uns, unseren Dienst wieder aufzunehmen. Mehr passierte zunächst nicht. Die Beisetzungen der Generalsekretäre, in den nachfolgenden Jahren konnte man sich ja richtig daran gewöhnen, liefen dann im Fernsehen immer nach demselben Schema ab. Im ersten Programm die komplette Beisetzung mit DDR-Kommentar, im zweiten Programm die komplette Beisetzung mit russischem Originalkommentar.

Über eine erhöhte Gefechtsbereitschaft bei der Sowjetarmee weiß ich nichts. Unvorstellbar ist es allerdings nicht, denn es gab durchaus den Drang nach Machtkämpfen. Der Verteidigungsminister, Marschall Ustinow, war ein Mann Andropows. Allerdings stand die Wahl Andropows auf der Kippe, da sein Gesundheitszustand wohl schon kritisch war. Unter Breshnew gab es zwar gesellschaftlich eine große Stagnation und die Apparatschiks hatten sich etabliert. Aber innen- und machtpolitisch war es die ruhigste Phase in der Sowjetunion. Andropow drängte nun auf Reformen, das war bekannt. Es war nicht bekannt, wie der Apparat auf ihn reagieren würde, wenn er tatsächlich die Macht ergreift. Ich denke mal, Ustinow und sein Stellverteter Sokolow wollten hier "nichts anbrennen" lassen. Ist aber nur Mutmaßung. Wir selbst haben, wie gesagt, nichts von einer erhöhten Stufe der Gefechtsbereitschaft mitbekommen.

ciao Rainman2

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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17.10.2011 09:48
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#7
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Zitat von EK 82/2
ich schrieb schon mehrfach dazu das ich die zeit mit machte und wir an der grenze gefechtsmäßige grenzsicherung hatten mit einigen unannehmlichkeiten. aus jedem bat wurde eine kp. abgezogen und wir gingen mit teil 1 an die grenze. zu der zeit etwa bekamen wir auch das AGS-17 was später wieder aus den gt -bestand raus war. ne sch... zeit, wohl war uns nicht.

ek 82/2


oh jetzt machte ich bockmist. was ich meinte war ja die polenkrise 1881 und nicht der tod brechnew`s. entschuldigt meinen fehler bitte.

ek 82/2


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17.10.2011 09:51
avatar  Alfred
#8
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Hallo,

es sollte nicht vergessen werden, dass Andropow vorher rund 15 Jahre Chef des Geheimdienstes war.


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17.10.2011 09:56
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#9
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Zitat von Alfred
Hallo,

es sollte nicht vergessen werden, dass Andropow vorher rund 15 Jahre Chef des Geheimdienstes war.



So wie der deutsche Außenminister Kinkel. Nur war der es nicht so lange.


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17.10.2011 20:08
#10
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die Beerdigung des Generalsekretärs der SU L. Breschnew, sah sich unser Dienst-Kollektiv gemeinsam im extra Fernsehprogramm an.
Dazu eine kleine pietätlose Geschichte. Nachdem der Sarg ziemlich unbeholfen in die Grube gesenkt wurde, machte die Kamera einen Schwenk. Dabei erfasste sie eine vorbeifliegende Krähe. Darauf dezent eine Stimme im Raum: " da, seine Seele". Um Haaresbreite wäre die Trauerstimmung umgeklappt- es war nur noch reine Körperbeherrschung

Von der Polenkrise '81 habe ich in meiner Dienststelle nichts gravierendes erkennen können. Allerdings wurden zahlreiche Resevisten mobil gemacht, mit Hubschraubern zum Flughafen Barth geflogen (dort ein Feldlager errichtet) und von dort nach Usedom verbracht. Alle Teilnehmer waren "scharf" ausgerüstet!!!


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17.10.2011 20:13 (zuletzt bearbeitet: 17.10.2011 21:19)
avatar  GZB1
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War es nicht so das Breschnews Sarg in die Grube an der Kremlmauer plumste?


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17.10.2011 20:22
#12
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Zitat von GZB1
War es nicht so das Breschews Sarg in die Grube an der Kremlmauer plumste?


Hallo GZB1,

ja, das ging ziemlich schnell da runter. Ich glaube, da hatten nur 2 Leute die Haltebänder in der Hand und einem rutschte eines der Bänder wohl weg. Es sah so aus, als wollten sie ihn schnell weg haben.

ciao Rainman2

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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17.10.2011 20:40
#13
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Zitat von Rainman2

ja, das ging ziemlich schnell da runter. Ich glaube, da hatten nur 2 Leute die Haltebänder in der Hand und einem rutschte eines der Bänder wohl weg. Es sah so aus, als wollten sie ihn schnell weg haben.

ciao Rainman2



Ja damals gab es die technische Möglichkeit für den "Broadcast delay" bei Live Übertragungen noch nicht...
http://en.wikipedia.org/wiki/Broadcast_delay
http://www.ifim.de/aktuell/news/06.02%20usa_zensur.htm
Heutzutage wäre diese Szene nicht live übertragen worden.
Theo


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17.10.2011 21:42
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#14
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Von einer "Alarmstufe Rot" zu Breschnews Tod kann ich nichts berichten,da es diese "Alarmstufe" bei uns nicht gab.
Zur Polenkrise sah das ganz anders aus,da saßen wir eine gefühlte Ewigkeit schon mit der vollen Ausrüstung auf den LKW's und waren froh,dass es dann doch nicht gen Osten ging!
Ausser einiger ganz scharfer Spinner die dort unbedingt hinwollten,um die "Konterrevolution" zu zerschlagen......und den Polen wieder "Ruhe und Ordnung" beibringen wollten.
Doch zur Polenkrise gibt es hier schon einen eigenen Thread glaub ich.
Zurück zu Breschnew .
Anbei noch bewegte Bilder zu seiner Trauerfeier / Bestattung.






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