Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

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02.05.2011 01:26
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#331
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Hallo Mart,

die V2000 hat nicht jeden gleich als IM gehabt. Bei und im GAR kam auch ab und an ein Olt, und hat sich mit uns unterhalten. Ich hab beim ersten Mal auch nicht gleich begriffen/wusste wo der her kann. Hat aber schon ein ganz unverfängliches Gespräch in eine bestimmte Richtung gelenkt, ohne das man es gleich mitbekam. Viel später wurde mir erst klar gemacht was das für Einer war.

Über den Stabschef mussen wir uns noch mal per PM unterhalten.

Übrigens hast du den Schießplatz auf die linke Seite (von Wittenberge aus) der B 189 gelegt. Ich denke aber das wir auf der rechten Seite unseren StÜP mit Lehrgrenze hatten. Habe immer noch die Erinnerung das wir eine ganze Strecke parallel zu der Bundesstraße (damals F-Straße) gefahren sind um den StüP zu erreichen.

Gruß Nomex

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Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."


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02.05.2011 01:37
avatar  Mart
#332
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Zitat von Nomex
die V2000 hat nicht jeden gleich als IM gehabt.


Sonderkapitel. Würde ich erst aufrufen wollen, wenn wir ein eigenes Unterforum haben.
Als GF/Ausbilder hatte man schon ziemlich genau Plan, was da eigentlich ablief - und wer ganz konkret IM (diese Vokabel gab es damals nicht) war.
Ich würde es aber ohne Übertreibungen in die eine oder auch andere Seite halten wollen - also klarer Bericht, was da real war. Das wird kaum in einem solchen Mega-Thread gehen. Also lasse uns mal einige Tage noch warten.

Zitat von Nomex
Über den Stabschef mussen wir uns noch mal per PM unterhalten.


Gern. Sprich mich an.
Ich bin nicht ganz sicher: Irgendwer hatte mich vor ein oder zwei Jahren schon mal angesprochen. Der war ein entfernter Verwandter des Stabschefs. Ggf warst Du das?

Zitat von Nomex
Übrigens hast du den Schießplatz auf die linke Seite (von Wittenberge aus) der B 189 gelegt. Ich denke aber das wir auf der rechten Seite unseren StÜP mit Lehrgrenze hatten.


Negativ. Der StÜP war von Wittenberge kommend linkerhand der Fernverkehrsstraße. Rechterhand war der Schießplatz der "Freunde".
Es ordnet sich übrigens nahtlos in meinen Artikel "Mart als EK" ein: 1984 ist ein Teil des sowj. Schießplatzes ausgegrenzt worden. Dort entstand ein weiterer Schießplatz - nun aber für uns. Das lief in Truppeneigenleistung: Die US durften da für Arbeitsmaßnahmen antreten - und zwar zu meiner EK-Zeit. Das erfuhr ich aber erst vor wenigen Jahren von Nordpol: Das ging völlig an mir vorbei. Ich war EK - und aus unklarem Grund war ich bei diesem Unfug nie.

Nomex, die Koordinate Plastkernschießbahn stimmt definitiv. In der Nähe sind KdP-StÜP, Lehrbaracken und der Lehrführungspunkt.


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02.05.2011 01:42 (zuletzt bearbeitet: 02.05.2011 02:01)
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#333
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Ja das mit dem Stabschef kann schon ich gewesen sein.

Mit dem StüP dachte ich immer das der auf der östlichen Seite der Bundestraße war. Denn da war doch auch die Lehrgrenze. Und nicht weit entfernt die "berühmte Abdeckerei". Das Problem ist auch das ich mich nie an ein Schießen mit Plastkern erinnern kann. Mag es sein das es daran liegt das ich schon 82/83 da war?

Ans Schießen kann ich mich eigentlich nur erinnern an Lübtheen. Die Fahrt hin und zurück waren der Hammer. Das war hinten auf dem W50 wirklich kein Spaß. In Erinnerung ist mir nur der Spruch unseres KC geblieben: " Wenn ihr dahinten der Turm trefft gibts Sonderurlaub". War natürlich Blödsinn weil der auf der anderen Seite der Elbe stand. Aber der KC war eh schon ne besondere Marke. Hatte ja auch einen zu der Zeit berühmten Bruder.

Gruß Nomex

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Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."


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02.05.2011 02:29
avatar  Mart
#334
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Zitat von Nomex
Mit dem StüP dachte ich immer das der auf der östlichen Seite der Bundestraße war. Denn da war doch auch die Lehrgrenze.


Du irrst.
Bei der Festlegung der Lehrgefechtsgrenze tue ich mich etwas schwer: Die 7. hatte damit ja weniger zu tun. Wir sind da mal aufgelaufen und haben grundsätzliche Abläufe geübt, also faktisch Polizeidienst. Anruf, Hinlegen, Durchsuchung. Vielleicht brauchen wir Nordpol für die Bestätigung der Lehrgefechtsgrenze. Ich möchte meinen, dass sie hier war (Fadenkreuz beachten!):
http://www.wikimapia.org/#lat=53.0425031...08&z=16&l=5&m=b

Zitat von Nomex
Und nicht weit entfernt die "berühmte Abdeckerei".


Die habe ich nie gesehen, nur gerochen. Hier vermutlich:
http://www.wikimapia.org/#lat=53.0422451...05&z=16&l=5&m=b

Zitat von Nomex
Das Problem ist auch das ich mich nie an ein Schießen mit Plastkern erinnern kann. Mag es sein das es daran liegt das ich schon 82/83 da war?


Nein. Das war ja auch meine Zeit.
Dort fand das erste Gewöhnungsschießen statt. Das war die Voraussetzung für den Wachdienst. Wenn Du da zufällig Guffdie warst, warst Du halt nicht dabei. Die Pistolenschießübung - die fand auch auf diesem Schießplatz statt. Direkt NW war eine große Freifläche. Da war die Kasperei mit Platzpatronen: Stehend, kniend. liegend. Lange Feuerstöße. Gegenüber war dann der Handgranatenstand. Hier wohl:
http://www.wikimapia.org/#lat=53.0513748...29&z=19&l=5&m=b

Zitat von Nomex
Ans Schießen kann ich mich eigentlich nur erinnern an Lübtheen. Die Fahrt hin und zurück waren der Hammer. Das war hinten auf dem W50 wirklich kein Spaß.


Oberschenkel gegenseitig verschränkt ... erinnerst? Das Lehrprogramm für den kleinen Schwulen - aber man war ja derart müde, dass man selbst bei solchen Nummern nicht zuckte; bissele gewöhnungsbedürftig war das aber schon.
Bei der 8, hat es einen auf den ersten Blick schlimmen Unfall gegeben:
Es war Tau, ggf auch Raureif. In einer Linkskurve hat der Fahrer überzogen und der W50 überschlug sich. Glücklicherweise lief das sehr glimpflich ab: Es gab zwar Abschürfungen und Beulen. Aber nach meiner Kenntnis keine ernsthaften Verletzungen.
Jetzt kommt's: Die Kameraden sind dann tatsächlich zum Schießen angetreten!

Die 7. war zeitgleich in Lübtheen. Wir rödeln dann so zurück. Ich war damals auch Waffenkammerverantwortlicher und gebe auf dem Flur den Oberaffen beim Waffenreinigen. KC Häxxxx guckt aus seiner Buchte und ruft: Unterfeld, zu mir!
Joh, Cheffe, zu Fehl.
Setz Dich mal. Joh, zu Fehl.
Sag mal, Unterfeld. Der KC der 8. hat die schießen lassen. Sag mal: Was hätten wir denn in so einer Situation gemacht?
Nun, Cheffe. Ich wäre zu Ihnen gekommen und hätte vorgetragen, dass die US auf keinen Fall schießen dürfen. Weil erstens nicht klar ist, ob die Waffen einen Schlag weg haben; die müssen zur Waffenwerkstatt. Zweitens sind die Jungs unter Schock. Die darf man nicht schießen lassen.

Zitat von Nomex
Aber der KC war eh schon ne besondere Marke. Hatte ja auch einen zu der Zeit berühmten Bruder.


Wenn Du etwas nicht sagen willst, darfst Du auch nichts andeuten.


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03.05.2011 00:31
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#335
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Zitat von Mart

Zitat von vs1
daher hab ich mich damals entschlossen abzukohlen, auf 3 jahre.


Ich hoffe mal, dass die Administration uns bald einen eigenen Unterbereich baut: Aufkohlen und Abkohlen müßte im Grunde ein eigener Thread werden. Daher im Moment nur kurz.

Es gab beides. Die Aufkohler waren im Wesentlichen in den Spezialfachrichtungen, die ihren Traum-Beruf gefunden hatten: UaZ kohlten auf BU auf (Freddy hier im Thread), BU kohlten auf Fä. auf (Blacky Schwxxx als Hfw.)

Abkohler müßte man trennen.
Also Olaf Anxxx (ich erzählte in diesem Thread schon) war BU und GF/Ausbilder. Seine Mutter wollte einen Westdeutschen heiraten. Das fand "der Staat" nicht so prima. Und Olaf fand nicht so prima, dass er in Sippenhaftung genommen wurde. Olaf hat abgekohlt. Er hat das ganz konsequent und politisch neutral durchgezogen. Nach 2,5 Jahren war er wieder zu Hause.

Es hat einige US/UaZ gegeben, die abkohlten. Die sind nicht vereidigt worden. Nach meiner Erinnerung wurden die etwa zur Vereidigung wieder nach Hause geschickt. Da das zu meiner Zeit in der 7. nie vorkam, kann ich nicht sagen, welcher Druck und durch wen da ausgeübt wurde.

Dein Fall erscheint mir als Sonderfall - weil Du ja nicht auf Soldat abgekohlt hast. Ich kann mir vorstellen, dass die V2000 genau damit ein Problem hatte: Also Dich als Feind darzustellen - ging nicht. Du wolltest ja immerhin noch drei Jahre.

Soweit ich das recht beobachtet habe, war das eine Spielwiese der V2000. Und offenbar hat es da (wir GT, diese Stasis da) durchaus vorsichtige Solidarisierung mit Abkohlern gegeben - Du beschreibst das ja auch. Der Genosse von V2000 hatte nun nicht so den kompletten Durchgriff auf die Kompanie. Also er hatte seine IM, da würde ich mal schätzen: Einen pro Zimmer im Durchschnitt. Dann hatte er sicher den einen oder anderen GF/Ausbilder. (Ich würde fast denken wollen, dass die absolute Minderheit der GF gleichzeitig IM waren: Die GF hatten die Tricks durchschaut, wie der Genosse V2000 an seine IM zum Gespräche kam; das war ja wegen des strengen Dienstregimes nicht so ganz einfach. Also ein GF als IM wäre den anderen GF sofort aufgefallen. Zweie - kenne ich.) Durchgriff hatte er auch auf KC und Hfw - aber das war es dann auch.




nen fred für auf- oder abkohler kann jeder user eröffnen.

... egal.

ich bekam damals nur den tipp, geh nicht auf grundwehrdienst.
dann bist du am a...h und wirst erst mit 27 gezogen.
die zeit, die du hier warst wird nicht anerkannt und ich dachte mir shit, 1-2 monate für nix.
genau dass war mein fehler, falscher stolz.

egal, ich landete in der 5. kompanie, 1. zug, 1. gruppe.
neu eingekleidet, in felldecke und knobelbecher.
hab dort alles mitgemacht und wurde trotzdem uffz. .

zu meinem erstaunen, landete ich in schierke.
bei den erstgespräch, mit dem zugführer, kam es zur nächsten panne.
er fragte mich doch wahrhaftig, ob ich mir eine längere dienstzeit vorstellen könnte!

gruß vs


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05.05.2011 21:38
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#336
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Halloe,
ich war 11/83-4/84 zur NaUffz Ausbildung da.
Weitervorn hab ich gelesen , dass Na-KC Poer....
1985 nicht Stabsoberfaehnrich sondern Stabsfaehnrich sei..?
oder ob er wohl die Treppe runtergefallen sei...

In meiner Akte steht: sinngemaess:

Poers... vergass wohl in seinem Wahn
jedes Jahr Chef der ,,beste Kompanie,,
zu werden,
seinen eigentlichen Grundauftrag,
naemlich versuchte Fluchten bzw. Grenzdurchbrueche
(aus den eigenen Reihen) zu vereiteln.
Um den Titel zu erreichen wurden hier und da
negative Ereignisse unter den Tisch gekehrt.

Der Mann war in Ordnung...
unfaehr ihm so nen Strick zu drehn.
nur mM


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11.05.2011 18:56
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#337
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Hallo Perleberger!
Ich war Mai 76 bis Oktober 76 in Perleberg. damals waren wir, und es war der gesamte Mittelblock Fachrichtung 3. kurz gesagt
Kantenlatscher. ich war ganz oben es müsste 5. oder 6. Stock gewesen sein. das schönste war immer zum Essen die Treppen runter und natürlich nach dem Essen, Treppen in Laufschritt wieder hoch. war man oben und zu langsamm, dass selbe Spiel noch mal. Oder ihr werdet es auch noch kennen, am Samstag, Mittagessen im Kochgeschirr.
Alles was schon geschrieben wurde kannte ich auch, ob das Schulungsgebäude, Freunde mit Frühsport oder der Stüp alles kommt in der Erinnerrung wieder. Ausgang war ich ca. 3 oder 4 mal, es hat sich einfach nicht gelohnt Raus zu gehen.
Komme aus dem Süden, also um die Gegend von Plauen/ Vogtland. Ihr könnt euch ja vorstellen wenn es damals VKU gab, wann ich in der Heimat war. Aus unserer Komp. waren 2 Mann von dort Unten. Wir waren am Bahnhof von Perleberg, da waren die von der Gegend um Perleberg schon besoffen. Ich war so gegen 03:00 Uhr in der Heimat und am Montag nach dem Mittagessen gings wieder zurück, so war ich 05:00 auf der Komp. und um 06:00 gings mit Frühsport wieder weiter.
Aber das halbe Jahr war so schnell vorbei, die Versetzung hat bei mir auch noch 2 Tage gedauert. über Nordhausen gings ins Gr. 10 das war Plauen( Heimat), weiter nach Wiedersberg das 3.Gb. 10.Gk.
ich wurde an einem Sonnabend abgeholt, wir waren 3 Uffze. es ging nach Schlegel in die 4.Gk. 1.Gb.10Gr. so war mein Anfang bei den Grünen Baretts. Schön war auch der Streifen am linken Arm." Grenztruppen der DDR".
Wünsch allen noch einen schönen Abend, Tschüss euer Gunter


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12.05.2011 17:42
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#338
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Hallo Perleberger
Ich war von Mai 1980 bis Oktober 1980 in Perleberg.
Dritte Kompanie ,vierter Zug,zweite Gruppe.
Geschützführerausbildung SPG 9
Samstag bin ich nicht mehr Mittagessen gegangen,gab eh nichts gescheites habe mir auf der Bude lieber Büchse Fleisch auf gemacht.
Mittagessen auf den Stüp wenn wieder mal die Abdeckerei Tiere verbrannte war immer lecker,da verging ein das Essen.
Ich schreibe gerade ein Buch über meine Erlebnisse an der Grenze,Perleberg kommt natürlich auch im Buch nicht zu kurz.
Ich bin ende Oktober nach Eishausen/Thüringen versetzt worden.GR 09 10. GK
Wie wir immer sagten "Perleberg Grab meiner Jugend"
Bis in die Tage Jörg/ EK Seppel 83/1


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13.05.2011 00:47
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#339
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Eines müssen wir Mart lassen, er beleuchtet das Leben in Perleberg aus beiderlei Sicht, der des US und des GF. War er mir zu Anfang dieses Threats etwas suspekt, wegen der "Nähe" zu meinem Schleifer Ufw., so kann ich mittlerweile das System der Ausbildung erkennen und ihn verstehen. Das System hat funktioniert!!!

Eines kann ich aber nicht verstehen, Du (@Mart) sprichst auch von 3 geklauten Jahren, warum hast Du Dich dann auf den Reserveoffizierslehrgang eingelassen? Bekanntlich wurden alle Reserveoffz. alle zwei Jahre für 3 Monate einberufen.

Klar, mit Einschreiben beim Studium mussten wir uns alle für eine Reserveoffiziersausbildung verpflichten, aber ich hatte noch 3 Jahren Grenze derart mit dem System abgeschlossen, dass ich kein Offz. mehr wurde. Wie.... bei Bedarf mehr..... Sehlingstedt ist sowieso ein Thema wert!!!

Wie ging es bei Dir dann weiter?


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13.05.2011 02:30
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#340
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Zitat von Seppel
Ich schreibe gerade ein Buch über meine Erlebnisse an der Grenze,Perleberg kommt natürlich auch im Buch nicht zu kurz.


Hallo Jörg,
falls Du da bei Einzelheiten Hilfe benötigst: Hier sind derzeit fünf UAZ/Ausbilder sowie ein UaZ, der sicherstellend in Perleberg diente.
Zweifelsfragen bzgl. Perleberg sollten sich also klären lassen.


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13.05.2011 02:48
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#341
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Zitat von Ladehugo
Eines müssen wir Mart lassen, er beleuchtet das Leben in Perleberg aus beiderlei Sicht, der des US und des GF.


Wie gnädig.
Ja, ich habe beide Seiten erlebt. Und wenn es beliebt, berichte ich darüber.
Ich habe das System damals schon kritisch gesehen. Offen gesagt: Ich habe als Ausbilder Dinge gesehen, die (gelegentlich ggf. zu besprechen) mir jungem Erwachsenen schlagartig klar machten: So wird das mit dem Sozialismus nichts.

Zitat von Ladehugo
War er mir zu Anfang dieses Threats etwas suspekt, wegen der "Nähe" zu meinem Schleifer Ufw., so kann ich mittlerweile das System der Ausbildung erkennen und ihn verstehen. Das System hat funktioniert!!!


Ja, das hat es.
Im Grunde war es (ich werde bei der weiteren Beschreibung der Tage nach der Einberufung darauf zurückkommen) realistisch Gehirnwäsche. Zu weiten Teilen (nicht immer) war das ausnehmend erfolgreich - also im Sinne der DDR.

Ehe Du zu hochnäsig auf mich blickst: Nicht nur ich war ein Teil des Problems - auch Du warst ein Teil des Problems: An völlig anderer Stelle hast Du dann als Uffz mitgespielt.

Zitat von Ladehugo
Eines kann ich aber nicht verstehen, Du (@Mart) sprichst auch von 3 geklauten Jahren, warum hast Du Dich dann auf den Reserveoffizierslehrgang eingelassen?


Meine Überlegung war ziemlich simpel: Da willst Du eigentlich nie wieder hin. Aber wenn Du dann hin musst, dann bitteschön mit möglichst hohem Dienstgrad! Also nicht als Feldwebel sich mit gelangweilten Reservisten rumärgern - dann doch lieber im Stab (meine Verwendung: Nachrichten/Funk) als Offizier Kaffee trinken.

Zitat von Ladehugo
Bekanntlich wurden alle Reserveoffz. alle zwei Jahre für 3 Monate einberufen.


Dass höre ich zum ersten Mal.
Meine Überlegung war anders: Die ziehen Dich immer mal wieder ein. Dann aber lieber als Offz - als als Fw.

Zitat von Ladehugo
Klar, mit Einschreiben beim Studium mussten wir uns alle für eine Reserveoffiziersausbildung verpflichten, aber ich hatte noch 3 Jahren Grenze derart mit dem System abgeschlossen, dass ich kein Offz. mehr wurde. Wie.... bei Bedarf mehr..... Sehlingstedt ist sowieso ein Thema wert!!!


Ja (dazu unten).
Du wirst lachen: Ausgerechnet mich wollten sie dann nicht als Offz in Seelinggrad. Ich spielte dort den GF vor Gefreiten.

Der Thread wird übrigens unlesbar - viel zu lang, viel zu viele Themen. Ich hatte die Administration gebeten, dem Thema US VI ein eigenes Unterforum einzuräumen. Das wurde erstmal so auch günstig aufgenommen - weitere Aktivitäten der Administration kann ich aber leider nicht erkennen.
Vielleicht werden wir uns was anderes ausdenken müssen.

Zitat von Ladehugo
Wie ging es bei Dir dann weiter?


Ich studierte.
Und dann kam die Wende.
Notwendigerweise.


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13.05.2011 04:14
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#342
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Zitat von Mart
Ehe Du zu hochnäsig auf mich blickst: Nicht nur ich war ein Teil des Problems - auch Du warst ein Teil des Problems: An völlig anderer Stelle hast Du dann als Uffz mitgespielt



Das ist wohl das Problem von Uffzen die an der Grenze waren zu denen die in Perleberg geblieben sind. Eigentlich alle die selbe Aufgabe. Die Uffze die dann z.B. ans GAR gegangenen sind haben die ähnliche Probleme gehabt. Jeder ist in seinem Kosmos gewesen. Ich hatte das große Glück (oder so) das ich auch mal am Kanten war. Das ist meines Wissens ein ein Sonderfall gewesen. Aber da habe ich erst mal gesehen wie groß der Unterschied von Ausbildungsregimentern zum tatsächlichen Dienst ist.

Wer Perleberg erlebt hat und dann am Kanten war, hat dort eine ganz andere Welt erlebt. Wir in den Ausbildungsregimentern waren zwar näherer am Soldaten hatten aber trotzdem keine Ahnung was draußen läuft.

Mart kann zwar hier von seiner Zeit in Pbg, bereichten, was ich gut finde, wird aber nie davon schreiben mit der AK 47 und 60 Mumpeln am Kanten gestanden zu haben. Das sind zu unterschiedliche Situationen.

Gruß Nomex

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14.05.2011 01:28
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#343
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@Mart

Sorry, gnädig sein ist nicht mein Ding und auf Dich herab blicken schon gar nicht! Ich habe Deine Post's positiv gewertet, da bist Du nun die Sissi, die das böse aufgefasst hat!

Ich habe meine Erfahrungen als US gegen Deinen Alltag in Perleberg gestellt. Nach diesen 6 Monaten war ich genau wie Du ein funktionierendes Rädchen im real existierenden Grenzregime. Nomex hat das schon richtig dargestellt, wir waren dann in einer anderen Welt! Aber auch wir haben mitgespielt. Grenze (Kanten) war Realität, waren zwei Leute, die mit je 60 Mumpeln rausgingen, kannten sich kaum, war Langeweile, waren Ausgänge im Grenzgebiet mit Alkohol bis zur Abholung liegend auf einem LO!

Will damit sagen, Deine Beiträge über Perleberg sind auch für mich noch überaus interessant, jetzt verstehe ich auch die Sytematik der Gehirnwäsche, und jetzt wo Du dies bestätigst, fühle ich mich auch in meinen Erfahrungen in Perleberg bestätigt.

Schreib bitte weiter über Perleberg, ich bin ganz Ohr!!!! Im positven Sinne javascript:returnTag('')


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28.05.2011 14:36
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#344
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Ich war ja auch in Perleberg ab Mai 86. Als ich dann 6 Monate später ins GR24 kam dachte ich, und dass wohl alle Uffze mit mir, wir sind die größten. So wird es einem zuvor ja monatelang eingetrichtert.
Es dauert zwei -drei Tage dann weisst du wie der Hase in der Truppe läuft. Wer es nicht geschnallt hat wurde ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Was zählte war nicht der Dienstgrad sondern die Dienstzeit (Erfahrung) und ob man sich in die bestehende Truppe integriert.
Selbst zwischen den GR und den GK gab es einen Unterschied. Der Ton war mM etwas rauher in den GK.
Nachdem ich zwei Jahre alle möglichen GK erlebt hatte, (wir waren mit dem Kabelbautrupp ständig unterwegs um Störungen,Gerätetausch,Reparaturen und vor allem die häufig defekten Kabel des GMN zu flicken) hatte ich dann ein eigenes Zimmer im BU-Wohnheim Salzwedel bekommen.

Und es kam wie es kommen musste, einer meiner ehemaligen Ausbilder von PB wurde bei uns im Wohnheim untergebracht für ein paar Taage.
Die sollten wohl auch mal die Realität kennen lernen. Ich habe mich mit ihm unterhalten und dabei festgestell das die Ausbilder
eben vom Leben in der Truppe keine Ahnung hatten. Woher auch. Ist kein Vorwurf !

Da kommt der alte Spruch wieder: Man trifft sich immer zweimal im Leben
Ich hatte damals auch überlegt in PB als Ausbilder zu bleiben, bin aber froh es nicht gemacht zu haben.
Aber nichts gegen die Ausbilder, die haben eben auch nur ihren Job gamacht.
Ofw


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02.06.2011 18:54
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#345
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( gelöscht )

* mart - Hammer für deine Zeilen und natürlich von den anderen...Geschichte pur,Erlebt aber fast gelöscht - nur der Grenzabschnitt ist abrufbar

ja so ist das mit dem Leben....


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