Unteroffiziersschule "Egon Schultz" Perleberg

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26.10.2009 18:24 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2011 10:27)
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#31
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Zitat von Grete85
Über die Bu`s läßt sich streiten,


Das sollten wir lassen, das führt zu nix.
An der US war es so, dass recht gute Uschis für die Ausbilderlaufbahn ausgewählt wurden; das gilt sowohl für UaZ als auch für BU. Bei den BU hat sich der eine oder andere als ungeeignet für diese Aufgabe erwiesen; die hat man im Auge. Aber auch bei den UaZ war nicht jeder geeignet: Ein Abi 1,4 garantiert noch lange nicht, dass der nun Menschenführung in die Wiege gelegt bekam. - In den allermeisten Fällen waren diese Kandidaten aber nur für einen Lehrgang da: Wenn klar wurde, dass derjenige nicht geeignet war, wurde er versetzt. Dumm war das natürlich für die Uschis, die einen solchen GF hatten.

Zitat von Grete85

und ich eine Woche später als die Kompanie in VKU fahren durfte (zwecks Verlobung),wurde ich etwas gründlicher beäugt.
Gruß Grete


Ahja.
Sonderkandidat also. Bei derartigen "Behandlungen" war ab und an tatsächlich etwas Schikane dabei nach meiner damaligen Beobachtung. So die Art "warum ist der denn so privilegiert?".

Die Kp fuhr ja geschlossen in den Urlaub. Und schon Tage zuvor war der eine und andere Hormonspiegel durch die Decke geschossen. Von daher lief das eher so: "Kompanie raustreten!" - Urlaubsbelehrung auf dem Flur. Ab, raus!
Die Vorgesetzten waren heilfroh, wenn die Truppe endlich raus war. Wer es da "schaffte" nicht mitzukommen - der hatte sich dann wirklich prasselig angestellt.


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30.10.2009 12:15 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2011 10:27)
avatar  Grete85
#32
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Hallo Mart,

Zitat von Mart

Zitat von Grete85
Über die Bu`s läßt sich streiten,


Das sollten wir lassen, das führt zu nix.
An der US war es so, dass recht gute Uschis für die Ausbilderlaufbahn ausgewählt wurden; das gilt sowohl für UaZ als auch für BU. Bei den BU hat sich der eine oder andere als ungeeignet für diese Aufgabe erwiesen; die hat man im Auge. Aber auch bei den UaZ war nicht jeder geeignet: Ein Abi 1,4 garantiert noch lange nicht, dass der nun Menschenführung in die Wiege gelegt bekam. - In den allermeisten Fällen waren diese Kandidaten aber nur für einen Lehrgang da: Wenn klar wurde, dass derjenige nicht geeignet war, wurde er versetzt. Dumm war das natürlich für die Uschis, die einen solchen GF hatten.
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Du hast Recht, jeder stellt sich so dusselich an wie er kann, mich da nicht aus genommen. Aus damaliger Sicht habe ich das so empfunden.
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Zitat von Grete85

und ich eine Woche später als die Kompanie in VKU fahren durfte (zwecks Verlobung),wurde ich etwas gründlicher beäugt.
Gruß Grete


Ahja.
Sonderkandidat also. Bei derartigen "Behandlungen" war ab und an tatsächlich etwas Schikane dabei nach meiner damaligen Beobachtung. So die Art "warum ist der denn so privilegiert?".

Die Kp fuhr ja geschlossen in den Urlaub. Und schon Tage zuvor war der eine und andere Hormonspiegel durch die Decke geschossen. Von daher lief das eher so: "Kompanie raustreten!" - Urlaubsbelehrung auf dem Flur. Ab, raus!
Die Vorgesetzten waren heilfroh, wenn die Truppe endlich raus war. Wer es da "schaffte" nicht mitzukommen - der hatte sich dann wirklich prasselig angestellt.



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Das mit der"Verlobung" hat sich im nachhinein als Luftnummer raus gestellt.Besagte junge Dame hat es sich anders überlegt.Naja, mußte ja keiner wissen. Nachdem Urlaub gabs nochmal richtig Sackstand, weil mein LMG total verrostet war. Obwohl ich es vor dem Urlaub gereinigt hatte. Nachher stellte es sich raus, das ein US es nach Benutzung einfach so in die Waffenkammer wieder abgegeben hat.

Gruß Grete

--------------------------------------------------
Geschichte ist nichts anderes
als die Unfallchronik der Menschheit.

Chales Talleyrand,französicher
Staatsmann (1754-1838)
--------------------------------------------------
Gedient von Frühjahr 1982 bis Frühjahr 1985 beim
VEB Landesverteidigung, Betriebsteil Grenzsicherung Rhön

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30.10.2009 13:58 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2011 10:28)
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#33
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Hallo Grete,

Zitat von Grete
Mein Gruppenführer war ein prima Kerl.(kam aus dem Raum Dresden)und der Zugführer war auch human.



ich kannte einen Schneider, ehemaliger Kollege von mir, der dort Ausbilder war, aber der war, meiner Einschätzung nach, eher verschärft.

Mit Grüßen
Tine


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30.10.2009 20:08 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2011 10:28)
avatar  Mart
#34
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Zitat von Tine

ich kannte einen Schneider, ehemaliger Kollege von mir, der dort Ausbilder war, aber der war, meiner Einschätzung nach, eher verschärft.


Meinst Du jetzt die Berufsbezeichnung - oder den Nachnamen?
Als Nachname ist das nun nicht so selten.

Ein Schneider war so 1981 mit DG Ufw/Fw der Hauptfeld der 7. Kp.
Ihm ging das Gerücht voraus, dass er die 10. Klasse mit 1,0 abgeschlossen hatte - und nun gram war, dass er sich für 10 Jahre verpflichtet hatte. Schneider war die Ruhe insich: Der ganze Trubel hob ihn nie an. Und 16:40 stand er mit Sommermantel an der Tür. Man hatte den Eindruck, dass er bzgl seiner Entscheidung, BU zu werden nicht so sehr glücklich war. - Später wurde er der Leiter des BA-Lagers der US-VI.


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31.10.2009 13:15 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2011 10:28)
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#35
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Hallo Mart,

na ich meinte den Familiennamen.

Er war nur 3 Jahre, aber hatte meines Wissens den nächsthöheren Dienstgrad nach "Unteroffizier" erreicht.

Mit Gruß
Tine


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01.11.2009 07:25 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2011 10:29)
avatar  a1 otti
#36
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Hallo Tine,

kann das sein, dass dieser Schn** im Zeitraum 84/85 in Perleberg war, und so ein ziemlich schmaler Kerl (sowohl von der Statur als auch vom Geiste) war?

Wenn ja, dann war das vermutl. einer meiner Ausbilder. Der war damals gerade frisch mit der U-Schule fertig und wurde auf uns Uschis losgelassen. Kam mir damals bissel vor wie so'n Gutsherr, hat uns auch ganz schön schikaniert


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01.11.2009 10:19 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2011 10:29)
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#37
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Hallo Otti,

nee, eher so zwischen 79 und 82, wenn ich länger drüber nachdenke. 1983 bekam ich meine Tochter und da war er wieder da.

Mit Gruß
Tine


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01.11.2009 14:51 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2011 10:30)
avatar  Mike59
#38
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kann das sein, dass dieser Schn** im Zeitraum 84/85 in Perleberg war, und so ein ziemlich schmaler Kerl (sowohl von der Statur als auch vom Geiste) war?

Kann es sein das sich diese Type in einer Zeitschleife bewegt? So einen hatten wir 79/I auch, allerdings als frischgebackener BU.

Mike59


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01.11.2009 16:14 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2011 10:30)
avatar  a1 otti
#39
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Zitat von Mike59
kann das sein, dass dieser Schn** im Zeitraum 84/85 in Perleberg war, und so ein ziemlich schmaler Kerl (sowohl von der Statur als auch vom Geiste) war?
Kann es sein das sich diese Type in einer Zeitschleife bewegt? So einen hatten wir 79/I auch, allerdings als frischgebackener BU.
Mike59



Ja, der war bestimmt der Geist eines verwunschenen Grenzers, der spukte dann jahrelang in unterschiedlichen Ausbildungseinheiten rum

Aber ich denke, solche Leute gab es immer wieder, waren zwar eher die Ausnahme, aber es gab sie halt. Der UfW den ich meine, war 3-Ender und hatte scheinbar Freude am Leid anderer. Nur mal so als Beispiel: Im Winter 84/85 (der war ziemlich kalt )immer zum Frühsport: Alles stand frierend und noch müde vor dem UfW. Der (mit Mantel, Handschuhen usw natürlich ) stand vor uns, wippte selbstzufrieden auf den Stiefelspitzen und warf uns ein fröhliches "Guten Morgen, Genossen Unteroffiziersschüler!" entgegen. Die Antwort: ein müde murmelndes "M.rn 'nossse Unnrfldwlll" Kurze Pause; selbstzufriedenes Lächeln: "Das war nichts. Noch mal - Guten morgen Gen....."
Das Spielchen wurde so oft wiederholt, bis der Gen. UfW zufrieden war.
Besonderen Heidenspaß schien ihm auch zu bereiten, wenn die Uschis z.B. Liegestütze bei Null- oder leichten Minusgraden auf dem Ex-Platz verrichten durften. (War ziemlich angenehm an den Händen). Naja, es hat niemanden umgebracht, aber besonders menschlich war es nicht gerade.

Ralf


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01.11.2009 16:31 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2011 10:31)
avatar  Nomex
#40
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Zitat von a1 otti
Der UfW den ich meine, war 3-Ender und



Wie ein UaZ ist in der aktiver Dienstzeit Ufw. geworden? Das wurde man doch erst zum Heimgang, und nur wenn man schön lieb war. Es konnte theoretisch sein das der Jugendfreund als Resi auf der U-Schule war was ich aber für unwarscheinlich halte. Alledings würde das erklären warum er so zickig war. Sich als Resi. mit ner Bande US rumärgern ist sicher Sackstand gewesen.

Gruss

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."


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01.11.2009 16:40 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2011 10:31)
avatar  a1 otti
#41
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Zitat von Nomex

Wie ein UaZ ist in der aktiver Dienstzeit Ufw. geworden? Das wurde man doch erst zum Heimgang, und nur wenn man schön lieb war.



Hallo Nomex

ich weiß nicht, wie das in Perleberg war, bei uns an der SiK Marienborn war es aber üblich, dass die Uffze im letzten DHJ Ufw wurden und dann als FW d.R. nach haus geschickt wurden. Für ganz besonders liebe soll es sogar die (noch vorzeitigere) Beförderung zum Ufw im 5. DHJ und im letzten DHJ dann zum FW gegeben haben. Hab ich aber persönlich nicht erlebt.
Ich selbst war anscheinend nicht so lieb, da ich Uffz geblieben bin und noch nicht mal Ufw d.R. geworden bin. Selbst bei der VP wurde ich dann als OWM eingestellt. Und das, obwohl ich mir eigentlich nie was ernsthaftes zu schulden kommen ließ. Naja, wer weiß.


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01.11.2009 21:30 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2011 10:31)
avatar  Mart
#42
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Zitat von Nomex

Wie ein UaZ ist in der aktiver Dienstzeit Ufw. geworden?


Aber natürlich - ich zum Beispiel.

Die Ausbilderplanstellen waren BU-Planstellen (genauer: StFw-Planstellen). Nur reichten die BU nicht. Und daher waren so ca. die Hälfte der Ausbilder UaZ. Weil es die Planstelle hergab, wurde auch befördert. Nach dem 3. DHJ wurde man planmäßig Ufw. Und zum Heimgang wurde man Fw.


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24.11.2009 21:38 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2011 10:32)
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#43
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Joh, hier ist ein ehemaliger Perleberger! Habe dort 1986 bei den Nachrichtenkompanien meine Grundausbildung gemacht! Bin dann bis Ende 1988 als Ausbilder (teilweise auch für die weiblichen Angehörigen) geblieben! Damals war Hptm Häreth noch mein KC . Vielleicht hilft dir das ein bisschen weiter. Kannst mich über alles fragen!


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25.11.2009 00:38 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2011 10:32)
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#44
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Perleberg war schon eine Erfahrung....
Ich glaub' ich war in der 8. Kompanie 82/2 - 83/1 Nachrichtenuffz. Klar, die 7. waren die Tastenf.... An Ausgänge kann ich mich kaum erinnern. Aber dafür an unsere "Silvesterfete" (oder war es Weihnachten?). Es war damals bekannt geworden dass ich Discotheker bin, also durfte ich mein Tonbandgerät mitbringen und für die Kompanie Musik machen. Zu späterer Stunde liefen da Songs, die gar nicht so zum establishment passten, keiner merkte etwas. Zudem hatte ich noch 200 ml Tonkopfreiniger mitgebracht (96% Alkohol), den ich mir dann so nach und nach in die Cola kippte......
Uffze und KC hatten unabhängig voneinander eh an ihren Flaschen genippt, sodass ein voller US kaum auffiel.

Ansonsten hab' ich in Perleberg das "Arsch an die Wand" gelernt, wo es einen Abschissposten gab, den hab ich mir gekrallt (Schutzfunktion). Bibliotheksdienst (kein Stuben- und Revierreinigen) und vor allem Tischdienst! Ich musste keinen Tag Frühsport machen, da der Tischdienst davon befreit war. Dafür hatte mein Tisch jeden Morgen 4 statt 3 Brötchen pro Nase.
Das Kuriose in der Bibliothek war, die hatten sogar West-Schallplatten, gab es im Osten meines Wissens nach nicht, die hatten eine von Manfred Man's Earth Band. Ich hätte die ja gern geklaut, wie gesagt Discotheker, aber das war mir dann doch zu heiß.


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25.11.2009 01:04 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2011 10:32)
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#45
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Ein kleiner Nachtrag...
Mein Ausbilder in der 8. Kompanie war ein ganz scharfer Ufw. (UAZ). Auf seinen "Wunsch" hin durfte ich jeden Abend 3000 m um den Ex-Platz laufen. Der Grund war einfach der, dass mein EOS-Klassenlehrer damals in meine Beurteilung geschrieben hatte: "...physisch hoch belastbar..." Der Ufw. dachte, ich bin die Sportskanone vor dem Herrn, dabei war ich eher mittelmäßig. Der dachte, ich will ihn verarschen. Jedenfalls trimmten die mich so lange, bis ich alle Soldatenabzeichen an der Jacke hatte! Damals war ich fit wie nie! Ich war mit meinen 19 Jahren sogar noch stolz auf das Lametta.
Nach 3 Jahren Grenzdienst in Untersuhl hatte sich meine Freundschaft mit Grenze und Staat abgekühlt! Abgeschlossen hatte ich mit dem System, als ich 87 zum Reserveoffizierslehrgang nach Seelingstedt sollte. Da habe ich bei der Musterung Krankheiten erfunden, um kein Lt. der Reserve zu werden. Gelandet bin ich dann dort in der Küche...... doch das ist eine andere Geschichte....

Ich bin als Uffz in den Westen entlassen worden!


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