Heute vor 20 Jahren - Kommunalwahlen in der DDR

07.05.2009 19:47 (zuletzt bearbeitet: 08.05.2009 04:59)
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#1
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Heute vor 20 Jahren waren Komunalwahlen in der DDR. Ein weiterer Anfang vom Ende in der DDR:


-Th

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07.05.2009 19:50
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#2
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Hierzu könnt ihr dann beim Besuch im Point Alpha eine Videodoku in der gestern eröffneten neuen Ausstellung sehen.


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07.05.2009 19:53
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#3
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Zitat von manudave
Hierzu könnt ihr dann beim Besuch im Point Alpha eine Videodoku in der gestern eröffneten neuen Ausstellung sehen.

Naja, ich halt leider nich...

Ich hoffe das ihr irgendwo in Eisenach einen Internetanschluss findet und da fleissig Bilder (und Video?) fuer die daheimgebliebenen postet.
-Th


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07.05.2009 19:58
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#4
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Gute Idee,

falls jemand eine gescheite Kamera hat, könnten wir vom Treffen auch was filmen und nur für uns bei youtube einstellen.


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08.05.2009 17:32
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#5
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Grüss dich manudave
seit 20 Jahren bin ich im Wahlvorstand,eine Videodoku.über dieses Thema-da bin ich gespannt.


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29.05.2019 08:28 (zuletzt bearbeitet: 29.05.2019 08:44)
#6
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Dreißig Jahre später ist alles möglich, nicht nur bei Toyota.

https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/landes...einden-100.html

Eine CDU, die in Blankenheim keine sieben Prozent schaffte, anderswo aber vier Mal die 50%– Marke.
Ich glaube 6,4% hatten die 1989 auch schon als sie noch in der Nationalen Front die Blockflöte spielten.
Waren die zu lange im Tunnel, wo es besonders schwarz ist, auch am Tage?
In einer Gemeinde im Burgenlandkreis war die Linke dort am Schwächsten wo die höchste Wahlbeteiligung war...also besser keine Werbung zur Wahlteilnahme ?
Fast jeder dritte wollte in meinem Nachbardorf Schraplau die AfD, lag es am Kalkwerk der Felswerke AG ?
In Klostermansfeld fast 50% für die Wählergemeinschaft der Feuerwehr– dort brennt wohl schon der Kittel?
Es scheint fest zu stehen, daß alles mit den Kandidaten steht und fällt.
Mich persönlich hat der Wahlsieg des CDU– Kandidaten von Eisleben sehr gefreut, obwohl ich die Schwarzkittel eigentlich nicht mag, der Initiator des Genossenschaftsbahnhofs Eisleben und Retter der Mansfelder Bergwerksbahn hat es sich aber verdient.
Zweiter war hier übrigens der Chef der Weibersauna (Stadtrat R. Gerlach, als solcher auch im ersten Film „Im Banne der Rouladenkönigin“) aus dem letzten Film von Elsterglanz, damit will ich heute aber hier nicht noch mal kommen, aber Schauspieler haben es wohl am leichtesten in der Politk, siehe Reagan oder Schwarzenegger....


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29.05.2019 08:53 (zuletzt bearbeitet: 29.05.2019 08:54)
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#7
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Ach Männer (und Frauen), wenn Wahlen irgendetwas verändern würden, sie wären schon lange verboten! Da hat sich wirklich gar nichts geändert.
Aber das Wahlvolk hat sich verändert. Der Bildungsnotstand fordert Raum. Die "Grünen" haben Auftrieb. Ökofaschisten , die "erneuerbare" Energien puschen
ohne Sachkenntnis weil Naturwissenschaften abgewählt. Sowas wird uns bald bestimmen?!!!! Das ist der Ausweg der Enttäuschten dieses Jahr, tolle Wahl!
Man kann garnicht soviel fressen, wie man kotzen müsste....

ohne Gruß


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29.05.2019 09:29
#8
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Im Prinzip richtig, nicht die Parteien sondern Vereine, private Geldgeber, Firmenaktivitäten und Einzelinitiativen sind in der Kommune die tragenden Elemente.
Mit Parteien hat es schlichtweg nichts mehr zu tun, was dort passiert.
Hier an der Basis zeigt sich, wie überflüssig die wirklich sind.
Bei den Grünen kommt die Natur aus dem Rechner, die öffentlichen Wissenschaftler lesen die Schriften ihrer Kollegen, verbreiten und interpretieren sie und weil Privatsphäre und Datenschutz ehrliche Bestandsaufnahmen aus den Abläufen in der Wirtschaft behindern ist alles in Beton gegossen, eine bleierne Zeit wie vor 30 Jahren auch schon.
Es gab beim letzten Arbeitseinsatz am Angelteich giftige und aggressive Diskussionen um zukünftige naturschutzbedingte Einschränkungen unseres Hobbyausübung, vorauseilender Gehorsam allerorten.
Der Gipfel ist der „digitale Frühjahrsputz“ wonach unsere Oberorganisation den Begriff „ Sport“ im Zusammenhang mit dem Hobby auslöschen will– so weit ist das schon!
http://www.asg-eisleben.de/news-aktuelles.html
Ich kotze mit und weiß einmal mehr die Freiheit der DDR postum zu schätzen.


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29.05.2019 12:55
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#9
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Doch laßt uns nicht "verzweifeln", wie früher haben wir heute wieder unsere Blockflöten und da kann man wählen zwischen "ganz richtig" und "fast richtig" und wieder wird uns wie damals von den Systemmedien erklärt, wer in "unserem Staat" Gutes will und wer die pööösen sind. Und auch wieder wie früher, auf anders Denkende wird medial und bis zur privaten und beruflichen Ächtung systematisch Druck ausgeübt!
Nur eines ist anders, die heutigen Politdiktatoren müssen eine Konkurrenz dulden, eine Konkurrenz denen sie sich stellen müssen!
Und noch eine Änderung, der Bürger sieht die Möglichkeit der "Wahl", nicht nur noch zwischen den Blockflöten (ganz großes Übel oder großes Übel), sondern er kann seine Stimme geheim für die Partei abgegeb, welche seiner Meinung dem Land den meisten Nutzen bringt! Wir sind nicht verpflichtet aus falscher "Solidarität" und "Selbsthaß" den eigenen Untergang zu wählen!
Das mit dem "geheim" hat den riesigen Vorteil, wer früher eine Wahlkabine benutzte, der war schon "anrüchig" die Pööösen zu wählen. Doch heute ist die Nutzung Pflicht und das ist gut so, so kann trotz mancher Umfrage hier der "abtrünige" Wähler das Kreuzchen richtig setzen. So entstehen auch gravierende Unterschiede in den Ergebnissen von Befragungen und Realität.
Ich kann mir vorstellen das unter Merkel und dem Wahldebakel das Stichwort "Wahlkabine" nicht so gut kommt, als alte FDJ-lerin kennt sie doch bestimmt noch das Sprichwort von "Freunden lernen heißt siegen lernen"
Oh wie schün wäre es doch für diese "Demokraten", wenn sie ihren moralischen und politischen Druck auch im Wahlraum ausüben könnten.


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29.05.2019 19:52
avatar  Mike59
#10
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Ich verstehe die Aufregung nicht -
die Wahl ist doch genau so gelaufen wie sich das 1989 alle im Osten gewünscht hätten - nun ist es auch nicht recht. Offensichtlich liegt das Dilemma nicht im Wahlvorgang als solches, sondern im Wahlergebnis.

Man kann eben nicht alles haben.

Demokratie bedeutet eben auch das man sich einer Mehrheit beugen muss - wer das nicht kann/will ist der Demokratie nicht würdig. Was ein geiler Satz - floß einfach so aus meiner Tastatur.
Na wem es nicht passt - an der Grenze wird (im Normalfall) nicht mehr geschossen - auf gehts.


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29.05.2019 20:51
avatar  GKUS64
#11
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Nicht 20 sondern 30 Jahre sind es her,

98 % waren Egons Plan oder sogar mehr?

Dem Bürger gefiel das jedoch gar nicht mehr.

Sie protestierten dann sehr heftig und viele wunderten sich,

hat alles keinen Zweck, wir verlassen das sinkende Schiff.

Nun wählen wir endlich in der Kabine,

und wieder keine frohe Mine.

Der Wähler ist ein komisch Wesen,

das bleibt so, oder ich fress einen Besen!


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29.05.2019 21:51
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#12
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #8
Ich kotze mit und weiß einmal mehr die Freiheit der DDR postum zu schätzen.


@Hackel39 das kann doch nicht wahr sein was du hier schreibst. Ich gebe dir recht, dass in diesem Staat das eine und das andere zu kritisieren ist, dein Gezänk im Anglerverein und die Wut auf die Bürokratie ok, ich kenne mich da nicht so aus es wird wohl so sein. Ich habe hier auch schon manchen Anfall bekommen wegen bürokratischer Auswüchse, aber das ist ja wohl kein Systemfehler sondern ein typisch deutsches/preußisches Getue, welches beide deutsche Staaten befallen hat.
Unterm Strich ist doch aber die Lebensqualität in der Bundesrepublik deutlich bessser und über die Freiheit brauchen wir gar nicht zu reden, die ist einfach da.Du kannst machen wonach dir gelüstet, wenn du deinen Nachbarn nicht belästigst. Da hört natürlich die ungebremste Freiheit auf, aber das ist doch in jedem Land der Erde so.


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29.05.2019 22:05
avatar  Mike59
#13
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Na @Hackel39 du hast schon recht, mit Parteien hat das nichts mehr gemein.

Wenn die Politiker es schaffen würden sich als "Volksvertreter" zu verstehen, die Wähler bereit wären nach der Wahl auch weiter Aktiv zu sein - wäre schon viel gewonnen. Das heiß für mich auch, dass die Politiker nach der Wahl keine Schonzeit haben dürfen - wer Scheiße ist, gehört entsorgt, sofort.


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01.06.2019 10:43
#14
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Zitat von Gert im Beitrag #12
Zitat von Hackel39 im Beitrag #8
Ich kotze mit und weiß einmal mehr die Freiheit der DDR postum zu schätzen.


@Hackel39 das kann doch nicht wahr sein was du hier schreibst. Ich gebe dir recht, dass in diesem Staat das eine und das andere zu kritisieren ist, dein Gezänk im Anglerverein und die Wut auf die Bürokratie ok, ich kenne mich da nicht so aus es wird wohl so sein. Ich habe hier auch schon manchen Anfall bekommen wegen bürokratischer Auswüchse, aber das ist ja wohl kein Systemfehler sondern ein typisch deutsches/preußisches Getue, welches beide deutsche Staaten befallen hat.
Unterm Strich ist doch aber die Lebensqualität in der Bundesrepublik deutlich bessser und über die Freiheit brauchen wir gar nicht zu reden, die ist einfach da.Du kannst machen wonach dir gelüstet, wenn du deinen Nachbarn nicht belästigst. Da hört natürlich die ungebremste Freiheit auf, aber das ist doch in jedem Land der Erde so.



Wahrscheinlich bin ich einfach nur zu preußisch für dieses Deutschland, da ist sehr viel Wahres dran, Stichwort Treue, Kadavergehorsam, Disziplin.
Ich hätte bereits 2005 den totalen Ausstieg vornehmen können, hätte dann wahrscheinlich nicht mal Internet und müßte ganz sicher auch nicht nach Nordkorea auswandern.
Es war schlichtweg Zufall, daß es noch einen Arbeitgeber im Ausland gab, der die Eisenbahn als Vision erkannt hat, mutig und ohne Ehrfurcht den Güterverkehr auf Schienen neu erfand (Lkw- Speditionen waren Teilhaber an Eisenbahnverkehrsunternehmen, hier Hupac, Privatpersonen Hauptgesellschafter) und zusammen mit anfangs ähnlich konzipierten EVU der Staatsbahn fast 30 % ihres ehemaligen Marktanteils abjagten, und eben dieser Arbeitgeber Interesse an meiner Mitarbeit hatte.
Was danach kam war Kampf und Arbeitsfreude zugleich, das kann ich hier nicht leugnen, die Erinnerung daran, bei der DB nur geduldet gewesen zu sein und bei jeder Lohnerhöhung erneut um den Job zu zittern war Ekel ohne Ende, da man damals schon sah, wie die Privaten alles aufmischten und die Vorschläge der eigenen (DB-) Mitarbeiter zum Gegenschlag verpufften und ignoriert wurden aus Gründen, die ich hier unmöglich aufzählen kann, diese Erinnerung führte u.a. zu dieser desolaten Bewertung der Jetztzeit, da solche Vorgänge nicht eisenbahntypisch sind.
Hätte es diese berufliche Chance damals nicht gegeben und wäre ich seit 14 Jahren Privatier, ohne Internet und mit nur marginalen TV- Konsum, wäre ich vielleicht sogar Merkel- Fan, da es mir an nichts fehlen würde, Netto- Mieteinnahmen im Bereich meines damaligen DB- Einkommens, fünf Jahreslöhne im Aktiendepot als Altersvorsorge, eine kleine Landwirtschaft zwecks Eigenversorgung mit 2-3 Schweinen im Stall, eben allem was der Aussteiger so braucht waren als Alternativkonzept lösbar, da gehe ich mit Deiner Bewertung durchaus mit.
Nun bin ich aber im Gegensatz zum Stalltier mit wachen Augen unterwegs und sehe selbst produzierte und absolut vermeidbare Mißstände, sehe Lügen und Schönfärberei, Betrug und Täuschung, unzählige Dinge, die es auch in der DDR schon gab.
Aber war man nicht einst angetreten, es besser zu machen ?
Ist diese ohne staatliche Eingriffe nicht überlebensfähige Wirtschaftsordnung jener in der DDR überhaupt überlegen, ich meine in der totalen Bilanz ?
Mich nerven einfach nur die vertanen Chancen im Großen und Ganzen, eben, daß mehr drin gewesen wäre.
Aber meine Privatbahnzeit ist inzwischen ein Deja- vu mit der DDR- Zeit, da unsere Firma inzwischen über neue Inhaberstrukturen wie so viele andere private Konkurrenten zurück im Staatsbesitz ist (hier 45% SNCF über die Beteiligung der französischen Staatsbahn an BLS).
Die Vision, Verkehre aus einer Hand unter einer Flagge von der Nordsee nach Süditalien abzuwickeln ist inzwischen überwiegend an der Verkommenheit der Fahrpersonale, eben mangelnder preußischer Tugenden bezüglich Firmentreue, Disziplin und Flexibilität gescheitert.
Diese Tugenden kann man genauso wenig verordnen wie den Sozialismus und wenn wir erst wieder vollständig im Staatsbesitz zurück gekehrt sind, schließt sich ein Kreis und wir werden erleben, daß wieder einmal alles seinen Preis hat.
Trotzdem war beides eine großartige Idee, die es wert gewesen wäre zu Ende gelebt zu werden.


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02.11.2020 17:41 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2020 20:27)
#15
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Im Vorfeld der letzten DDR– Kommunalwahl war ein Filmteam unterwegs, um den unaufgeregten Alltag der Thüringer Kleinstadt Eisenberg in Wort und Bild festzuhalten.

Das einzige Gegentor fiel in der 38. Minute, als der Wahlleiter drei durchgestrichene Wahlzettel für ungültig erklärte, das könnte man mit der 5 in der Klassenarbeit auch so machen, aber der Reporter zeigte ihm den richtigen Weg, nützte aber trotzdem nichts, wie wir erst Monate später erfahren sollten.

Die Stadt hat übrigens eine bemerkenswerte Geschichte, z.B. als Aufnahmelager für Asylbewerber aus aller Welt und frühes Widerstandsnest gegen die SED- Diktatur.
Von denen sah man aber niemanden, und auch keine Neger.

Die Zwänge der Funktionäre, ihr stiller Appell an die Bürger daß Sozialismus Mitmachen bedeutet und der verzweifelte Versuch, über den Werdegang einer jungen Blockflöte von der LDPD eine pluralistische Gesellschaft darzustellen wurde dokumentiert, gelang aber nicht so recht.
Aber war sie das im Kleinen nicht tatsächlich ?


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