7. Oktober 2011 - Zum Gedenken

  • Seite 2 von 5
07.10.2011 13:08 (zuletzt bearbeitet: 07.10.2011 13:10)
avatar  ( gelöscht )
#16
avatar
( gelöscht )

Wir sollten die geschichtlichen Ereignisse akzeptieren und diese als solche auch respektieren. Und man darf NIEMANDEM seinen Stolz nehmen in Bezug auf das Land, in dem er geboren wurde, in dem er aufgewachsen ist, gelebt und ggf. auch gedient hat. KEINER kann etwas dafür! Wenn ich damals nur wenige Kilometer weiter östlich das Licht der Welt erblickt hätte, dann wäre auch ich ein Bürger der DDR gewesen (und auch stolz darauf). Weniger stolz können und sollten wir auf manche Politiker sein, die uns in schwieriges Fahrwasser gebracht und uns gegeneinander aufgehetzt haben. Demjenigen (auch Soldaten!), der so gehandelt hat, wie es die Gesetze von ihm verlangt haben, trifft meines Erachtens keine Schuld - warum auch? Schuldig machen wir uns, wenn wir die Tatsachen absichtlich verdrehen und versuchen, die Geschichte (und damit die Wahrheit) zu verbiegen. Insofern ist "political correctness" (was für ein besch... Bezeichnung!) Gift für WAHRHEIT und Gerechtigkeit! Und wir haben dieses Gift nicht erst seit der heißen Phase des "Kalten Krieges" eingenommen - die "Sieger" von damals haben es uns schon 1945 verabreicht. Leider ist kaum noch jemand willens oder in der Lage, zu erkennen, dass nicht alles, was heute in den Büchern steht, sich genauso zugetragen hat. Also: nicht alles glauben, was gedruckt steht. Nicht immer so handeln, wie es "erwünscht" ist. Grips einschalten und nachdenken (auch mal recherchieren, soweit möglich)! Damit fährt man gut (wenn auch nicht immer zur Zufriedenheit von anderen Leuten).


 Antworten

 Beitrag melden
07.10.2011 13:16
avatar  ( gelöscht )
#17
avatar
( gelöscht )

Zitat von Rainman2
10:00 Uhr - Karl-Marx-Allee - "Glockenschlag" - "Ehrenparade stillgestanden!" ...



Zitat (bei 1:31):
"... diese Parade ist ... Ausdruck des Stolzes der sozialistischen deutschen Streitkräfte auf ihren Beitrag zu der längsten Friedensperiode in der europäischen Geschichte."

Das hätte für mich damals bereits kitschig geklungen, fasst es aber im Wesentlichen auch zusammen. Das war ein Teil des Stolzes, der mich da hat mitmachen lassen.

ciao Rainman2


PS: Teilnehmer an den Ehrenparaden 1979 -1981


Kann man darauf stolz sein? Militarismus pur!!! Egal welche Flagge oder Ideologie vorangetragen wird. Mir drehte es dabei als DDR-Bürger schon den Magen um. Stechschritt, Schnitt der Uniform............


 Antworten

 Beitrag melden
07.10.2011 13:33
avatar  ( gelöscht )
#18
avatar
( gelöscht )

wiki:
Als Militarismus wird die Dominanz militärischer Wertvorstellungen und Interessen in der Politik und im gesellschaftlichen Leben bezeichnet, wie sie etwa durch die einseitige Betonung des Rechts des Stärkeren und

die Vorstellung, Kriege seien notwendig oder unvermeidbar,

zum Ausdruck kommen oder durch ein strikt hierarchisches, auf Befehl und Gehorsam beruhendes Denken vermittelt werden.

Also, Militarismus ist es schon mal nicht.
Aber Militär, gedient in fremden Heeren, das seinen Namen auch verdient. Da würde ich voll mitgehen.


 Antworten

 Beitrag melden
07.10.2011 14:39 (zuletzt bearbeitet: 07.10.2011 14:40)
#19
avatar

Zitat von Zaunkletterer

Zitat von Rainman2
... Zitat (bei 1:31):
"... diese Parade ist ... Ausdruck des Stolzes der sozialistischen deutschen Streitkräfte auf ihren Beitrag zu der längsten Friedensperiode in der europäischen Geschichte."

Das hätte für mich damals bereits kitschig geklungen, fasst es aber im Wesentlichen auch zusammen. Das war ein Teil des Stolzes, der mich da hat mitmachen lassen. ...


Kann man darauf stolz sein? Militarismus pur!!! Egal welche Flagge oder Ideologie vorangetragen wird. Mir drehte es dabei als DDR-Bürger schon den Magen um. Stechschritt, Schnitt der Uniform............



Hallo Zaunkletterer,

es ist der Kontext meines Stolzes damals: "Ich leiste einen Beitrag für den Frieden".

Ob nun dazu eine Parade gehört hätte oder nicht, ob wir tatsächlich einen Beitrag zum Frieden geleistet haben oder nicht, ob dieses Land und diese Zeit gut oder schlecht waren, das möge jeder für sich selbst entscheiden. Die Fakten sind einfach: Es gab den 7. Oktober als Feiertag, es gab diese Paraden, ich war dreimal dabei und ich war damals stolz darauf, diesem Land zu dienen. Es war ein Teil von dem, was mich hat funktionieren lassen.

ciao Rainman2

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


 Antworten

 Beitrag melden
07.10.2011 14:39
avatar  ( gelöscht )
#20
avatar
( gelöscht )

Zitat von Gert
dieser Tag , der 7.Oktober 1949, war nach dem 30. Januar 1933 und dem 1.September 1939 einer der schwärzesten Tage in der deutschen Geschichte.





Wenn wir schon über schwarze Tage in der deutschen Geschichte sprechen wollen,sollten wir doch auch über die Tage nachdenken, die dem 7. Oktober 1949 vorangegangen sind und ihn an Schwärze wohl in nichts nachstehen.

http://www.wissen.de/wde/generator/wisse...ge=2470616.html

Diese Tage sind über 60 Jahre her und es ist gut so, dass man sich auf die schönen Dinge des Lebens besinnt, wobei der Gaumenschmaus aus Brandenburg seinen hervorragenden Beitrag geleistet hat.


 Antworten

 Beitrag melden
07.10.2011 14:57
avatar  ( gelöscht )
#21
avatar
( gelöscht )

Zitat von Rainman2

Zitat von Zaunkletterer

Zitat von Rainman2
... Zitat (bei 1:31):
"... diese Parade ist ... Ausdruck des Stolzes der sozialistischen deutschen Streitkräfte auf ihren Beitrag zu der längsten Friedensperiode in der europäischen Geschichte."

Das hätte für mich damals bereits kitschig geklungen, fasst es aber im Wesentlichen auch zusammen. Das war ein Teil des Stolzes, der mich da hat mitmachen lassen. ...


Kann man darauf stolz sein? Militarismus pur!!! Egal welche Flagge oder Ideologie vorangetragen wird. Mir drehte es dabei als DDR-Bürger schon den Magen um. Stechschritt, Schnitt der Uniform............



Hallo Zaunkletterer,

es ist der Kontext meines Stolzes damals: "Ich leiste einen Beitrag für den Frieden".

Ob nun dazu eine Parade gehört hätte oder nicht, ob wir tatsächlich einen Beitrag zum Frieden geleistet haben oder nicht, ob dieses Land und diese Zeit gut oder schlecht waren, das möge jeder für sich selbst entscheiden. Die Fakten sind einfach: Es gab den 7. Oktober als Feiertag, es gab diese Paraden, ich war dreimal dabei und ich war damals stolz darauf, diesem Land zu dienen. Es war ein Teil von dem, was mich hat funktionieren lassen.

ciao Rainman2



Hallo Rainman2, ich spreche Dir und anderen den Stolz nicht ab, auch wenn es nicht verstehen kann. Aber die Demonstration millit. Macht in derartiger Form läßt mich an noch unsäglichere Zeiten in Deutschland und der Welt denken.
Meine Erziehung und Lebenseinstellung hat mich da zu anderen Ansichten gebracht. Es ist aber sehr, sehr gut in diesen Forum auch eine andere Meinung vertreten zu können. Gruss vom Zaunkletterer


 Antworten

 Beitrag melden
07.10.2011 15:15
avatar  ( gelöscht )
#22
avatar
( gelöscht )

Kann man darauf stolz sein? Militarismus pur!!! Egal welche Flagge oder Ideologie vorangetragen wird. Mir drehte es dabei als DDR-Bürger schon den Magen um. Stechschritt, Schnitt der Uniform............[/quote]

Zaunkletterer, kann es sein, dass du "Militarismus" mit "Disziplin" verwechselst ?
Im Übrigen: wie wertest du dann die Militärparaden zu den Nationalfeiertagen in Frankreich, Russland usw. ?
Gruß brummitga


 Antworten

 Beitrag melden
07.10.2011 16:07
avatar  ( gelöscht )
#23
avatar
( gelöscht )

Zitat von Nostalgiker

Zitat von Gert
dieser Tag , der 7.Oktober 1949, war nach dem 30. Januar 1933 und dem 1.September 1939 einer der schwärzesten Tage in der deutschen Geschichte.




Für jemanden der sich laut Eigenaussage nicht für Politik interessiert eine wirklich bemerkenswert dämliche Bemerkung.

Gruß
Nostalgiker




Dein Post gefällt mir bis auf ein Wort. Du hast das falsche Geschlecht gewählt. Maskulinum ist gefragt Herr Nostalgiker ( herrliche ) statt Femininum ( dämliche )


 Antworten

 Beitrag melden
07.10.2011 16:10 (zuletzt bearbeitet: 07.10.2011 16:10)
avatar  marc
#24
avatar

Kann es sein, dass @gert hier den Macho heraushängen lässt? o.W.!!!


 Antworten

 Beitrag melden
07.10.2011 16:32 (zuletzt bearbeitet: 07.10.2011 17:15)
avatar  ( gelöscht )
#25
avatar
( gelöscht )

Zitat von Rainman2
ohne jetzt zu weit in die Geschichte zurückgehen zu wollen, die Dinge in eine Wertung zueinander zu stellen und vor allem auch ohne Anspruch auf Vollständigkeit meine Liste mit Datumsangaben, hinter denen für Deutschland jeweils verheerende Folgen standen, zur Ergänzung:

23. Mai 1618 - Beginn des 30-jährigen Krieges (Fenstersturz zu Prag)
29. August 1756 - Beginn des 7-jährigen Krieges
14. Oktober 1806 - Schlacht bei Jena und Auers
tedt
28. Juli 1914 - Beginn des 1. Weltkrieges (Kriegserklärung Österreichs an Serbien)

Jedem dieser Daten folgten Millionen von Opfern und das nicht nur in Deutschland. Ich verstehe, dass Du Dich als "letzte kritische Bastion in diesem Forum" geben willst, aber Dein Beitrag ist, mit Verlaub und nach meiner unmaßgeblichen Meinung, pure Pöbelei. Da lohnt vielleicht auch mal wieder ein Blick nach der Gürtellinie?

ciao Rainman2




@Rainman2 ,
ad 1, ich habe nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, es ist richtig, dass wir in unserer Geschichte noch einige schlimme Marker haben. Du hast das dankenswerterweise ergänzt.
ad 2 habe ich mit dieser, meiner politischen Aussage nicht die Menschen in irgendeiner Weise verunglimpfen wollen, die sich zufällig auf dem Territorium dieser Staatsgründung befanden und dort in den Folgejahren lebten. Ich denke, dass es auch unzulässig ist, eine solche Ableitung zu machen.Teilweise gehörte ich ja selbst mit dazu. Die sich angesprochen fühlen, habe sich schon gemeldet und sie werden schon wissen warum.
ad 3 finde ich es unzulässig, diese Aussage als Pöbelei zu bezeichnen. Ich poste hier meine politische und daraus resultierende, geschichtliche Überzeugung, nichts weiter. Fühlst du dich dadurch von mir angepöpelt ? Wenn sich einer angepöbelt fühlen könnte, dann wäre es posthum ein gewisser Ulbricht. Aber um den täte es mir nicht leid, da würde ich sogar noch gern einen draufsetzen.

Zu den Forum Regeln hat ja ein Admin schon ein klares Wort gesagt, damit ist das geklärt.

Ein User hat meinen Geburtstag mit in die Reihe der schwarzen Tage gestellt. Das ist zwar ziemlich persönlich und wie man hier im Rheinland sagt auch ganz schön fies. Aber das ertrage ich ohne mich zu beschweren, weil alles was nach diesem Geburtstag kam, im Großen und Ganzen sehr gut und in meinem Sinne gelaufen ist, also kein schwarzer Tag für mich.


 Antworten

 Beitrag melden
07.10.2011 17:21
avatar  ( gelöscht )
#26
avatar
( gelöscht )

hallo eisenringtheo und Rainman2 alles beide interessante Beiträge, wenn man sich diese Militärparade der DDR nach solanger Zeit mal wieder anschauen kann. Ich selber hatte mehr interesse an der Technik der DDR ,Paradeschritt oder nicht , die Bundeswehr kommt dort jedenfalls nicht dran . Ordnung und Disziplin ist und war das a und o einer militärischen Einheit.


 Antworten

 Beitrag melden
07.10.2011 17:35 (zuletzt bearbeitet: 07.10.2011 17:37)
#27
avatar

Zitat von marc
Kann es sein, dass @gert hier den Macho heraushängen lässt? o.W.!!!



Du willst nicht wirklich wissen was @Gert so raushängen lässt.

@Gert, es scheint das Du Dich nicht nur für Politik nicht interessierst auch mit der Herkunft und Bedeutung von Worten hapert es wohl ein wenig. einfach mal im Duden nachschlagen und sich auch nebenbei über die Bedeutung von 'maskulin' und 'feminin' bei der Beugung von Adjektiven im Verhältnis zum Nomen(Substantiv) ohne Relativ-Pronom beschäftigen.

Deine Reaktion ist typisch für jemanden dem die Argumente ausgehen, bzw. der merkt das er Blödsinn verzapft hat. Statt ein Mann zu sein und zu seinem Fehler zu stehen flüchtet er in albern, mädchenhaftes Geplänkel und versucht die Antworten die er bekam durch alberne Kommentare ins lächerliche zu ziehen.

Ich kannte mal ein Mädchen mit dem äußerst ungewöhnlichen Namen: Gerdhanna .......

Gruß
Nostalgiker

Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


 Antworten

 Beitrag melden
07.10.2011 17:39
avatar  ( gelöscht )
#28
avatar
( gelöscht )

Ich bin in der DDR geboren und aufgewachsen. Aber ich war nie stolz darauf, Bürger der DDR zu sein wie ich jetzt nicht stolz darauf bin ein Deutscher zu sein. Ich denke, das es wohl Zufall ist wo man geboren wurde und auf einen Zufall kann man nicht stolz sein! Ich bin stolz, auf Dinge die ich selber geschaffen habe, auf irgendwelche Leistungen die ich erbracht habe. Aber der Ort meiner Geburt gehört wohl nicht dazu.
Aber das ist nur meine persönliche Meinung und es ist völlig legitim, das andere eine andere Meinung darüber haben. Aber vielleicht denkt ihr mal darüber nach worauf ihr stolz sein könnt. Jeder hat doch in seinem Leben irgendetwas geschafft oder sich in einer Situation so verhalten das er im Nachhinein weiss das man richtig gehandelt hat. Auch die Einsicht, das man vielleicht Fehler gemacht hat ist etwas, worauf man stolz sein kann. Viele können das nämlich nicht, eigene Fehler eingestehen.
Allen ein schönes Wochenende

Andreas


 Antworten

 Beitrag melden
07.10.2011 18:00 (zuletzt bearbeitet: 07.10.2011 18:02)
avatar  ( gelöscht )
#29
avatar
( gelöscht )

"Fehler" (wenn es denn überhaupt welche wirklich gibt) sind die Grundlage für unsere geistige Entwicklung. Darum sind sie auch so wichtig! Wir machen Erfahrungen (wegen derer wir einst das Licht der Welt erblickten, wie ich glaube) und lernen daraus. "Fehlerfrei" zu sein bedeutet, nichts zu lernen (oder nichts lernen zu wollen). Aber, dessen bin ich mir sicher: es gibt keine "fehlerfreien" Menschen! Deshalb braucht sich keiner von uns zu schämen. Wir ALLE lernen - der eine etwas schneller, der andere etwas langsamer. Ein ganzes Menschenleben reicht meines Glaubens aber trotzdem nicht aus, um nach unserem körperlichen Tod "für immer und ewig" im geistigen Paradies ausharren zu können/ wollen/dürfen.
Die vielleicht schönste Grenze, die wir je überschreiten, ist jene, die von dieser in die nächste Dimension des Lebens führt. Ich freue mich darauf! Gleichwohl darf das gerne noch ein bißchen warten - es gibt noch so viele "Fehler" zu machen. Ich möchte noch viel aus ihnen lernen!


 Antworten

 Beitrag melden
07.10.2011 18:07
avatar  ( gelöscht )
#30
avatar
( gelöscht )

Fehler kann man machen, aber möglichst nur einmal. Aus Fehlern lernt man, und am besten lernt man aus den Fehlern anderer :-)

Andreas


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!