Einkommen und Abfindungen in der DDR

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22.04.2012 10:50
avatar  Alfred
#46
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Zitat von Gert

Zitat von Alfred

Zitat von Gert
ich bin nun wirklich überrascht, wenn ich lese wie die Löhne und Preise in der Endphase der DDR gestaltet waren. 959 DM netto für 180 Stunden entspricht einem Stundenlohn von 5,32 DM oder nach heutigem Geld 2,72 €. Ein Farbfernseher, wie Pit schrieb, kostete 6500 DM, das würde bedeuten, dass der ostdeutsche Facharbeiter sage und schreibe 1221 h für diese Gerät arbeiten müßte. Das sind 6 Monate und etwa 21 Tage.
Wuff, das muss man erst mal sacken lassen. Da wurde der westdeutsche Facharbeiter aber zu weitaus günstigeren Bedingungen "ausgebeutet".
Ich weiss nicht mehr genau, was ein Farbfersehgerät 1989 kostet, muss so um 1000 DM gewesen sein, bitte korrigiert mich ?. Ich schätze, das hat ein Facharbeiter in der Bundesrepublik damals in 3 Wochen verdient. Aber das weiss ich auch nicht genau, weil ich keine Facharbeiter war, also von mir geschätzt. Meinen damaligen Lohn kann ich nicht zugrunde legen, weil nicht repräsentativ.







Gert,

wir können jetzt auch wieder die Rechnung machen, wie lange Herr XY für seine Miete arbeiten musste ....





ja machs doch...., dann aber auch Gleiches mit Gleichem vergleichen, das ist Wohnqualität, Größer der Wohnung usw.





Gert.

nicht wenige haben heute noch die Wohnung die sie in der DDR hatten.

Damals Miete xxxx heute Miete yyyyy.


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22.04.2012 10:58
avatar  Pit 59
#47
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nicht wenige haben heute noch die Wohnung die sie in der DDR hatten.@Alfred

Das ist definitiv nicht !!! wahr.


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22.04.2012 11:08
#48
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Zitat von Pit 59
nicht wenige haben heute noch die Wohnung die sie in der DDR hatten.@Alfred

Das ist definitiv nicht !!! wahr.



Und viele kauften die Liegenschaft, wo sie drin wohnten, im Jahre 1990 nach dem "Modrow Gesetz"; dann wurde alles rückgängig gemacht, und sie mussten teilweise sogar ausziehen. War irgendwie merkwürdig, wie vieles während der Wende. Ist aber offtopic..
Theo


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22.04.2012 12:44
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#49
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Na ja Gert die 2.300 Mark dürften meiner Meinung nach Brutto gewesen sein. Bekommt ein OSL heute nicht auch mehr als der durchschnittliche Facharbeiter?

Was mich betrifft muss ich mit keine Vorwürfe machen, ich empfinde es als normal dass ein Mitarbeiter mit Studium mehr bekommt als ein Facharbeiter. Außerdem gab es durchaus Hochschulabsolventen in zivilen Bereichen die mehr verdient haben und da wollen wir von endlosen Überstunden und anderen Sachen gar nicht sprechen. Das war damit alles abgegolten, da war nichts mit Zusatzverdiensten oder ähnlichen. Rechnet man da die tatsächliche Dienstzeit gegen dann relativiert sich die Zahl ganz schnell.


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22.04.2012 13:03
avatar  Alfred
#50
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Gert,

schau mal was heute so ausgezahlt wird.

http://www.deutsches-wehrrecht.de/Besold...llen01-2009.pdf


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22.04.2012 13:05
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#51
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Ist die Zeit denn so schnell vergangen,daß sie so selektiv vergessen wird ? Der erste Farbfernseher den mein Vater 1984 kaufte kostete 4400 DDR Mark.Verdient haben wir beide zur der Zeit jeder ca 1000Mark.Unsere Wohnung kostete kalt 37,50 Miete.
Will das mal nur als Realation hinstellen.


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22.04.2012 13:37
avatar  werner
#52
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Zitat von Pit 59
nicht wenige haben heute noch die Wohnung die sie in der DDR hatten.@Alfred

Das ist definitiv nicht !!! wahr.



Du solltest nicht von Dir auf alle anderen schließen!

Alfred schrieb "nicht wenige", und ich kenne eine Menge Leute, für die genau das zutrifft. Nun kann man sich unterhalten, was "nicht wenige" sind. Dein "definitiv" lässt aber keinen Spielraum zu, und insofern sagst Du nicht die Wahrheit.

Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984

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22.04.2012 13:58
avatar  werner
#53
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Zitat von Harra318

Zitat von werner
Harra, kannst Du den Lohnzettel mal näher erläutern, was das was bedeutet?

Kennst Du noch die Schlüssel der einzelnen Lohnarten?

Durchschnittl. Tages-Netto von 47,96 bei 20 Arbeitstagen und 180 Stunden bedeuten 6 Stunden pro Tag und ein druchschnittliches Monatsnetto von 959,20 - sehe ich das richtig?


Hast Du die Absicht wieder jedes Wort in den Mund umzudrehen oder kannst Du die Zahlenkombination nicht verstehen? Bei nochmaliger Anfrage kann ich dir auch den Schlüssel geben. Oder gefällt dir der Stundenlohn von DDR- Zeit nicht? Wir schrieben bereits das Jahr 1987!




Harra, ich habe überhaupt nicht die Absicht, jemandem das Wort im Munde rumzudrehen. Wenn mir etwas unklar ist, frage ich aber nach, wenn ich etwas nicht weiß und mir ein Zusammenhang fehlt, frage ich auch nach. Und wenn ich keine Antwort bekomme, mache ich mir auch laut meine Gedanken dazu, ebenso, wenn die Antwort meine Frage nicht beantwortet. Wenn man nicht antworten will, ist das in Ordnung, dann soll man aber nicht so tun, als sei man an einem Gespräch interessiert.

Ich wollte erstmal nur die Schlüsselzahlen verstehen, da ich davon keine Ahnung habe

Der Stundenlohn ist doch o.k., an anderer Stelle vor längerer Zeit wurde hier im Forum aber schon mal behauptet, dass es Löhne in der DDR gab die nicht zum würdigen Leben reichten.

Habe als Schüler in den Ferien in der Schlosserei 2,65 die Stunde verdient, schwere Arbeit, gutes Geld.
In der Ernte als Traktorist waren immer zwischen 280 und 400M drin für zwei Wochen, Kartoffelernte in den Ferien 200M. Meine TS hatte ich schnell zusammen.

Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984

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22.04.2012 14:57
#54
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Ich behaupte mal, daß ein Bürger Ost für 1.000,-DDR-Mark besser leben konnte als ein Bürger West für 1.000,-DM. Von den Qualitäten mal abgesehen. Wobei damals eine Menge Ostwaren längerlebig waren als heute. Kam kürzlich im fernsehen, wie gezielt eine Langlebigkeit von Produkten für die Bevölkerung vermieden wird.
Was das Gehalt betrifft, war das nicht die einzige Einkommensquelle Vieler. Nach Feierabend gut bezahlte Entladekolonne, Handwerkeleien und was mich betrifft, Schmuckherstellung aus echten Schmucksteinen. Man, ich konnte den Bedarf nicht decken. Natürlich gearbeitet täglich nach regulärem Feierabend noch bis 20 oder 21 Uhr im Hobbykeller. Das geld lag auf der Straße, man mußte sich nur bücken und Marktlücken sehen. Da war Einkauf im Delikat und japanischer Farbfernseher kein Problem. Natürlich hate ich damals auch etliche Neider, aber die saßen 18 Uhr am Fernseher und hatten im Gegensatz zu mir keine dreckigen Fingernägel (SiC als Schleifmittel, sitzt in jeder Pore, sehr lange). Ich kann deshalb, was die finanziellen Möglichkeiten angeht, nicht für die große Masse sprechen.


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22.04.2012 15:17
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#55
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@ Dore Holm und welchen Zweck erfüllten dann die Intershopläden in der DDR, wenn es allen so prächtig ging und es alles zu kaufen gab und man sich nur bücken musste nach dem Geld ? Das Geld allein macht es nicht, die Kaufkraft und Attraktivität des Warenangebotes erst machen eine Währung begehrt. Papier ist geduldig, da kannst du alles drauf drucken
Ich als Besucher der DDR, hatte große Probleme mein zwangsabgeschöpftes Geld unter die Leute zu bringen. Habe es meistens auf 2 Produkte konzentriert : 1. Tank randvoll machen ( dabei jämmerlich über den Literpreis von 1,50 oder 1,60 in mich hinein geweint, heute würde ich dafür meilenw... )
2. Fürstlich essen gehen, die Speisekarte rauf und runter. Meine Söhne waren immer sehr begeistert.
Mehr Produkte aus DDR Produktion genügten meinen Ansprüchen nicht. Das klingt für einige vielleicht überheblich aber mit diesem Gefühl stand ich nicht allein, das hatte fast jeder Besucher aus der Bundesrepublik, wenn er sich in der DDR umschaute.

So nun könnt ihr beginnnen....


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22.04.2012 16:25
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#56
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( gelöscht )

Zitat von Gert
ich bin nun wirklich überrascht, wenn ich lese wie die Löhne und Preise in der Endphase der DDR gestaltet waren. 959 DM netto für 180 Stunden entspricht einem Stundenlohn von 5,32 DM oder nach heutigem Geld 2,72 €. Ein Farbfernseher, wie Pit schrieb, kostete 6500 DM, das würde bedeuten, dass der ostdeutsche Facharbeiter sage und schreibe 1221 h für diese Gerät arbeiten müßte. Das sind 6 Monate und etwa 21 Tage.
Wuff, das muss man erst mal sacken lassen. Da wurde der westdeutsche Facharbeiter aber zu weitaus günstigeren Bedingungen "ausgebeutet".
Ich weiss nicht mehr genau, was ein Farbfersehgerät 1989 kostet, muss so um 1000 DM gewesen sein, bitte korrigiert mich ?. Ich schätze, das hat ein Facharbeiter in der Bundesrepublik damals in 3 Wochen verdient. Aber das weiss ich auch nicht genau, weil ich keine Facharbeiter war, also von mir geschätzt. Meinen damaligen Lohn kann ich nicht zugrunde legen, weil nicht repräsentativ.






Miete: 0,75 M - 1,25 M / m² incl. Betriebskosten (dieses Unwort lernten wir erst 1990 kennen)
ÖPNV: 0,15 M - 0,20 M je Einzelfahrt mit Straßenbahn oder Bus, beider S-Bahn Preisstufen zwischen 0,20 M und 1,50 M (dafür konnte man z.B. von Fürstenwalde über Erkner, den Außenring, Potsdam bis nach Werder fahren).
Essen in der Kantine: 0,50 M - 1,50 M (kleine Unterschiede, je nach Betrieb)

Da sind Facharbeiterlöhne von ca. 750,- bis 1300,- M (meist mit Schichtzulagen noch höher) "ne Menge Holz". Und der Fernseher hielt 15-20 Jahre, weil Reparaturen möglich und bezahlbar waren.


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22.04.2012 16:35
avatar  Pit 59
#57
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Ich behaupte mal, daß ein Bürger Ost für 1.000,-DDR-Mark besser leben konnte als ein Bürger West für 1.000,-DM. Von den Qualitäten mal abgesehen. @Dore Holm

So nach der Devise 2 und 3 Wahl sind für den "Ossi" gut genug.Kirche im Dorf lassen.


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22.04.2012 16:45
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#58
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Zitat von StabsfeldKoenig

Zitat von Gert
ich bin nun wirklich überrascht, wenn ich lese wie die Löhne und Preise in der Endphase der DDR gestaltet waren. 959 DM netto für 180 Stunden entspricht einem Stundenlohn von 5,32 DM oder nach heutigem Geld 2,72 €. Ein Farbfernseher, wie Pit schrieb, kostete 6500 DM, das würde bedeuten, dass der ostdeutsche Facharbeiter sage und schreibe 1221 h für diese Gerät arbeiten müßte. Das sind 6 Monate und etwa 21 Tage.
Wuff, das muss man erst mal sacken lassen. Da wurde der westdeutsche Facharbeiter aber zu weitaus günstigeren Bedingungen "ausgebeutet".
Ich weiss nicht mehr genau, was ein Farbfersehgerät 1989 kostet, muss so um 1000 DM gewesen sein, bitte korrigiert mich ?. Ich schätze, das hat ein Facharbeiter in der Bundesrepublik damals in 3 Wochen verdient. Aber das weiss ich auch nicht genau, weil ich keine Facharbeiter war, also von mir geschätzt. Meinen damaligen Lohn kann ich nicht zugrunde legen, weil nicht repräsentativ.






Miete: 0,75 M - 1,25 M / m² incl. Betriebskosten (dieses Unwort lernten wir erst 1990 kennen)
ÖPNV: 0,15 M - 0,20 M je Einzelfahrt mit Straßenbahn oder Bus, beider S-Bahn Preisstufen zwischen 0,20 M und 1,50 M (dafür konnte man z.B. von Fürstenwalde über Erkner, den Außenring, Potsdam bis nach Werder fahren).
Essen in der Kantine: 0,50 M - 1,50 M (kleine Unterschiede, je nach Betrieb)

Da sind Facharbeiterlöhne von ca. 750,- bis 1300,- M (meist mit Schichtzulagen noch höher) "ne Menge Holz". Und der Fernseher hielt 15-20 Jahre, weil Reparaturen möglich und bezahlbar waren.




Möchtest du heute auf einen TV schauen der 1992 gebaut wurde ?


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22.04.2012 18:29
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Mein erster Westfernseher kostete 400 DM bei Quelle. Februar 1990. 37 Bildröhre.


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22.04.2012 18:30 (zuletzt bearbeitet: 22.04.2012 18:30)
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Zitat von Gert
Möchtest du heute auf einen TV schauen der 1992 gebaut wurde ?




Klar doch!

Gert, mein TV ist Baujahr 1995. Als ich diesen SO NIE Black Trinitron gegen einen 3D SO NIE austauschen wollte, kam von 3 Fach - Händlern, die ich heimgesucht habe der übereinstimmende Kommentar: Machen Sie das nicht, fahren Sie den SO NIE bis er hin ist. Eine bessere Qualität als diese Röhren bekommen Sie heute noch nicht - sind nur eben keine 46 Zoll - muss ich mir halt eine Brille kaufen.

Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984

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