Einkommen und Abfindungen in der DDR

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26.07.2019 05:56
#151
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Zitat von vs1400 im Beitrag #146
unter beachtung der begebenheiten, @Ehemalige, hast du so viel bekommen wie jemand der in drei schichten malochte und dafür noch in der rollenden woche tätig war.
sogar noch etwas mehr und dass in deinem damaligen alter.

gruß vs

Mal ne Frage bist du neidisch ich nicht ,war eben ihr Job und es wurde so ausgehandelt


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26.07.2019 06:12
avatar  Fall 80
#152
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Es ging wie immer im Wesentlichen ums Geld. Die Überzeugung war meist gespielt, da eine Kündigung nicht so einfach akzeptiert wurde.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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26.07.2019 06:24
#153
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... hätte jeder haben können, der wollte ... das Geld gab es für 24/7 ... und Verpflegungsgeld in Höhe von 4,50 M pro Tag war da auch dabei - wenn man nicht an der Truppenverpflegung teilnahm ...

... es gab keine Zuschläge für Nachtarbeit, Sonntagsdienst, Feiertagsdienst ... die geregelte Dienstzeit, wie ich sie aus dem GAR kenne, war von 07:15 Uhr bis 17:00 Uhr ... sollte es später werden - war normal ...

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Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

Die Dummheit ist wie das Meer. Sie bedeckt sieben Zehntel der Erde, wirft gern hohe Wellen ... und manche baden wohlig darin!

.

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26.07.2019 06:55
avatar  furry
#154
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Hier schreibt die @Ehemalige Fau Leutnant, wie es ihr ergangen ist. Kann man das nicht einfach als gegeben hinnehmen, ohne ihr gleich ans Bein zu pissen?
Mir wäre der Spaß am Schreiben schon wieder vergangen.

Zwei Fragen möchte ich noch anhängen. Wurde man (auch noch in der Endphase der DDR) während der Offiziersausbildung schon auf eine spezielle weitere Dienstverwendung getrimmt?

Die OHS schloss man ja auch noch zusätzlich als Ingenieurökonom (?) ab. Wurde dieser Abschluss weiter anerkannt?

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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26.07.2019 07:20
#155
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@furry

Mich betreffend (OHS GT von 1978 bis 1982 in Plauen) kann ich sagen, dass während des Studiums bereits eine Ausrichtung auf die Fachrichtungen Kommandeure und Politoffiziere erfolgte.

Mein Abschluss (damals noch ohne Diplom) als Hochschul-Ingenieurökonom wurde nach 1990 nicht anerkannt mit der Begründung, es gäbe keine adäquaten Abschlüsse in der Bundesrepublik.

Eine Anerkennung erfolgte jedoch dahin, dass ich mir diese Bezeichnung ans Klingelschild 'nageln' darf.

Anerkannt wurden jedoch technische Abschlüsse, soweit es vergleichbare Berufe in der Bundesrepublik gab. Möglicherweise notwendig war auch eine Qualifizierung auf den bundesdeutschen Standard (?) .

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Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

Die Dummheit ist wie das Meer. Sie bedeckt sieben Zehntel der Erde, wirft gern hohe Wellen ... und manche baden wohlig darin!

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26.07.2019 07:37
avatar  Alfred
#156
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #152
Es ging wie immer im Wesentlichen ums Geld. Die Überzeugung war meist gespielt, da eine Kündigung nicht so einfach akzeptiert wurde.

Uli


Diese Auffassung teile ich nicht.
Übrigens sollte man nicht vergessen, dass im Gehalt bei der Truppe stets Wochenenden, Überstunden, Bereitschaften etc. mit einbezogen waren.


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26.07.2019 08:19
avatar  ( gelöscht )
#157
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( gelöscht )

@furry ich habe den Abschluss Diplomgesellschaftswissenschaftler und hier stimme ich @Büdinger zu, ich darf den Titel tragen, ihn an die Tür nageln, aber es gibt keinen vergleichbaren Abschluss in der BRD. Logo, neben der militärischen Ausbildung war es ja ein Studium des Marxismus-Leninismus.
Die weibl. Offiziere waren Politoffiziere, unsere Aufgabe war die Unterrichtung (Politunterricht - 8 Stunden am Tag) im GAR.
Aus gesundheitlichen Gründen (Diensttauglichkeit, Knieprobleme) konnte ich an der OHS in Suhl bleiben. Hier war ich in der Politabteilung im Bereich Jugend und später Kultur zugeteilt. Ein Praktikum habe ich im GAR Oranienburg gemacht und hier kamen mir Anfang 1989 beim Unterricht schon Zweifel.
Ich war dennoch "Überzeugungstäter", das Geld hat eine untergeordnete Rolle gespielt, das war für meine Ehe nicht immer einfach.
Meine Überzeugung ist heute nicht mehr "Links" auch aus Erfahrungen auch nach der Wende.
Ich habe nochmal neu angefangen,mit 25 ging das noch. Habe Bürokauffrau gelernt und mit 40 dann ein Fachschulstudium zur Gepr. Bilanzbuchhalterin gemacht, die Prüfung bestanden, bei einer Durchfallquote von 50 %, bin ich stolz drauf. Heute arbeite ich als Hauptbuchhalterin in einem großen landw.Betrieb und es macht mir Spaß. Bis dahin war der Weg aber nicht gerade, wie bei vielen ehemaligen DDR-Bürgern.


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26.07.2019 08:55
avatar  furry
#158
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@Ehemalige , vielen Dank für die ehrliche Antwort.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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26.07.2019 09:07
avatar  GKUS64
#159
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Zitat von vs1400 im Beitrag #146
unter beachtung der begebenheiten, @Ehemalige, hast du so viel bekommen wie jemand der in drei schichten malochte und dafür noch in der rollenden woche tätig war.
sogar noch etwas mehr und dass in deinem damaligen alter.

gruß vs


Aussage vom @vs1400 :Wisst ihr wer ich bin? Ich bin der ewige Stänkerer vom Forum!


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26.07.2019 10:36 (zuletzt bearbeitet: 26.07.2019 11:01)
#160
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Zitat von schulzi im Beitrag #151
Zitat von vs1400 im Beitrag #146
unter beachtung der begebenheiten, @Ehemalige, hast du so viel bekommen wie jemand der in drei schichten malochte und dafür noch in der rollenden woche tätig war.
sogar noch etwas mehr und dass in deinem damaligen alter.

gruß vs

Mal ne Frage bist du neidisch ich nicht ,war eben ihr Job und es wurde so ausgehandelt


Stichwort Neid.
Mir schwant immer mehr, wie sozialistisch wir Schüler damals in der DDR in Wirklichkeit schon waren.
In den Werbegesprächen der NVA- Offiziere mit denen ich in der Phase der Berufswahl zu tun hatte, spielten Einkommen überhaupt keine Rolle.
Mal abgesehen davon, daß ich bei meiner Berufswahl sowieso schon frühzeitig den Blankenheimer Tunnelblick hatte, hätten mich auch die Einkommensperspektiven der Berufsarmisten nicht vom Traumberuf abbringen können.
Etwas Neid kam schon auf, als ich von meiner Rangierlok aus mitbekam, was auf der Strecke und den Perspektiven auf Mehrarbeit (die es im Rangierbetrieb nicht gab) so verdient wurde, da waren die Chefs am Dienstort schon mit 5-6 langen "Fettschichten" erreichbar.
Auch in den Publikationen und TV- Werbefilmen "Berufe im Bild" spielten Angaben zu den Verdienstmöglichkeiten nach meiner Erinnerung gar keine Rolle, schließlich standen die Weichen ja in den Kommunismus, doch den erreichten wir bekanntlich nicht.
Fakt ist aber, daß der Lokführer im Kommunismus genauso glücklich seinen Beruf gemeistert hätte wie bei der Privatbahn.


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26.07.2019 13:24
avatar  Fall 80
#161
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Wenn ich mich mal langweile, könnte ich ja mal eine Spendenaktion für die ehemaligen Offiziere und Stasileute starten, damit die vielen unbezahlten Überstunden nachgezahlt werden können.

Die meisten Arbeiter haben weniger bekommen. Wer sein Einkommen wirklich verdient hat lasse ich mal unbeachtet.

Offiziere haben ihren Nutzen für die Allgemeinheit schon immer ueberbewertet.

Uli

Herr (wer auch immer) gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, welche man ändern kann. Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, welche man nicht ändern kann und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Auf Grund meiner direkten Art, werde ich sehr oft missverstanden. Das ist schon immer so und ich kann damit umgehen.

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26.07.2019 13:43 (zuletzt bearbeitet: 26.07.2019 13:47)
#162
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Arroganz war schon im Spiel, wenn es um die Finanzierung der sozialistischen Friedenssicherung ging.
Die Aufwertung dieses Berufsbildes zu rechtfertigen bedarf schon einer angestrengten Argumentation, sagen wir mal, daß die hohen Bezüge ja sowieso nicht durch das allgemein zugängliche Warenangebot gedeckt waren und die Majore in der BHG bei der Verteilung der Zementsäcke auch bloß kleine Sandlatscher waren.
Viel dramatischer bewerte ich im Nachhinein die Möglichkeit, bereits nach 25 Dienstjahren in Rente zu gehen, konkrete Einlassungen zur Praxis dieser Verfahren waren hier im Forum an anderer Stelle nicht zu vernehmen, trotz der Bitte an Betroffene, sich dazu zu äußern.
Ich konnte somit nur auf persönliche Quellen aufbauen mit einer sehr dünnen Datendecke, so z. B. daß viele Militärrentner ehrenamtlich unterwegs waren.
Was aber mit denen, die wirklich ins Private abgetaucht sind mit Blick auf die kapitalistische Gesellschaftsordnung mit ihren parasitären Lebensformen, wonach ein tüchtiger Klempnermeister auch nach 25 Jahren Selbstständigkeit ausgesorgt haben könnte um sich in die Rente zu verkrümeln.
Dem DDR– Bürger Hackel waren diese Sozialhätscheleien jedenfalls nicht bekannt, da hätte er in der Anleitung der GO– Sekretäre der FDJ oder im Stabü– Unterricht schon ein paar Fragen dazu gehabt.
Aber Wohlstand und Reichtum wurden schon immer diskret behandelt, da hatten wir die Einheit schon seit 1949.


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26.07.2019 13:58
#163
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #161
Wenn ich mich mal langweile, könnte ich ja mal eine Spendenaktion für die ehemaligen Offiziere und Stasileute starten, damit die vielen unbezahlten Überstunden nachgezahlt werden können. ... Uli


... ich hatte es schon mal geschrieben ... das Gehalt gab es für 24/7 ... übersetzt: 24 Stunden am Tag / 7 Tage die Woche ...

... ergo: Es gab keine Überstunden ...

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Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

Die Dummheit ist wie das Meer. Sie bedeckt sieben Zehntel der Erde, wirft gern hohe Wellen ... und manche baden wohlig darin!

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26.07.2019 14:05
#164
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #162
... Viel dramatischer bewerte ich im Nachhinein die Möglichkeit, bereits nach 25 Dienstjahren in Rente zu gehen, konkrete Einlassungen zur Praxis dieser Verfahren waren hier im Forum an anderer Stelle nicht zu vernehmen, trotz der Bitte an Betroffene, sich dazu zu äußern.
...


Nach den 25 verpflichteten Jahren gab es 2 Möglichkeiten:

1. verlängern oder
2. wechseln in die sozialistische Produktion

Rente gab es erst mit 65 Jahren Lebensalter. Im Normalfall.

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Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

Die Dummheit ist wie das Meer. Sie bedeckt sieben Zehntel der Erde, wirft gern hohe Wellen ... und manche baden wohlig darin!

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26.07.2019 14:06 (zuletzt bearbeitet: 26.07.2019 14:06)
#165
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Mal jemand von den "Organen", der sein Gehalt nicht kleinredet.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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