Ein gefährliches Rohr

  • Seite 6 von 6
31.12.2019 13:42
#76
avatar

Zitat von Rostocker im Beitrag #75
Ja im Film ist halt alles möglich--der Rambo hat aus dem Heli heraus auch so ein ähnliches Ding abgeschossen.Und die befreiten Kameraden, die hinter ihm saßen,haben es unbeschadet überstanden. Halt Film ebend.


Das sind eben Filme, die für ein Publikum gedacht sind, was keine Ahnung von Militär und gleich gar nicht von RPG´s hat oder die sich ohne über den technischen Quatsch Gedanken zu machen. Mein Pech ist es, daß ich in meiner unromantischen Art jeden Film auf seine physikalisch-technisch-chemischen Ungereimtheiten abklopfe und dabei der Genuss etwas leidet.


 Antworten

 Beitrag melden
31.12.2019 15:19
avatar  GeMi
#77
avatar

Hallo,
zum Leidwesen meiner Frau mache ich das auch immer.
Aber zum Teufel auch, wenn man aus dem See steigt, muss doch die Badehose nass sein - oder?

Gruss vom Gemi (wird 2020 nun besser? - oder nur anders)

Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau


 Antworten

 Beitrag melden
31.12.2019 22:49
avatar  Lutze
#78
avatar

Rambos Flitzebogen fand ich viel interessanter
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


 Antworten

 Beitrag melden
01.01.2020 14:04
#79
avatar

Hallo,
in diesen Zusammenhang ist mir folgendes folgenschweres Ereignis in Erinnerung gekommen. Im Dezember 1985, ungefähr
ein Jahr vor meiner Versetzung in die Reserve, passierte auf dem TÜP Friedrichslohra ( lag im Bereich des GR- 4 ) folgender
folgenschwerer Unfall. Stfw. Kuckla und 2 ZB der Waffenwerkstatt des GR- 4 waren zur Beräumung des o.g. TÜP eingesetzt.
Ulf war Waffenmeister in der Waffenwerstatt ( Standort im Objekt des II. GB, Mengelrode ), die anderen zwei waren als Zvil-
beschäftigte beschäftigt. Ihre Aufgabe an diesen Tag war es den TÜP von liegengebliebenen waffentechnischen Geschoss-
teilen und weiteren relevanten Schrott zu beräumen. Es muss auch gesagt werden, dass dort auch die Kampfgruppen und die
Volkspolizei Schiessübungen durchführten. Ab und zu schossen da auch die " Freunde ". Laut der damaligen Auswertung des
schweren Vorkommines fanden sie u.a. eine Hohlladungsgranate vom Typ PG- 2 auf. Das war eine panzerbrechende Granate
die schon lange nicht mehr bei den Grenztruppen verwendet wurde.Sie konnte also nur von den anderen bewaffneten Organe,
wie oben angeführt, stammen bzw. liegen gelassen worden sein. Wahrscheinlich war es ein sogenannter Blindgänger.
Auf jeden Fall explodierte sie beim Bergen und verletzte Ulf und einen ZB tödlich. Der zweite ZB wurde schwer verletzt, er schleppte sich nach der Detonation zum Kommandanten des TÜP. Meines Wissens war kein Sankra vor Ort. Es muss noch ange-
führt werden, dass die PG- 2 gegenüber der PG- 7 ( die z.B. bei den GT verwendet wurde ) über keine Selbstzerstörungsein-
richtung verfügte. Das war wohl den dreien nicht bekannt. Sie wurden dann wohl ins Krankenhaus nach Nordhausen gebracht.
Dort wurden die tötlichen Verletzungen durch die Splitterwirkung festgestellt.
Alle drei waren mir natürlich gut bekannt. Mit Ulf hatte ich z.B. an 2 Tagen im Monat die GWW. Er war ein ruhiger und beson-
nener Mensch.
Mehrere Berufsunteroffiziere wurden dann befohlen an der Beerdigung in Berlin teilzunehmen. Wir fuhren dann ( Datum kann ich
nicht mehr sagen ) mit dem Regimentsbus unter Führung des Oberoffizier Innerer Dienst ( Stab GR- 4 ) zu einen Waldfriedhof
im Randgebiet von Berlin. Unterwegs wurden wir vom OOID über das Zeremonie eingewiesen. Wir hatten dies noch nie mitge-
macht. Ich war als Sargträger eingeteilt. Die Zeremonie lief nach unserer Meinung gut ab. Wir waren natürlich alle bestürzt und
traurig, weil wir einen guten Kameraden verloren hatten.
Ich möchte noch anführen, dass der Vater von Ulf, ein Oberst der Luftstreitkräfte und die Familie an der Beerdigung teilnahmen.
Mit grosser Bestürzung mußten wir jedoch feststellen, dass wir kaum wahrgenommen wurden und auch keinen Dank erhielten.
Die Enttäuschung war wie gesagt groß, wir redeten uns ein, das dies der Trauer geschuldet war. Ich glaubte dies nicht.
Gruß Frank


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!