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#81

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 18:22
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@GG

diskreditieren vielleicht nicht, allerdings hatte ich auch schon zweimal bzgl. ner Quellenangabe nachgefragt, ick Pedant

Ja G**gle und wiki sind doch schöne Sachen, da is man dann so schlau.

Eben Macht der Gewohnheit??


zuletzt bearbeitet 20.09.2011 18:28 | nach oben springen

#82

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 18:24
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Was so ein Vorstellungs-Threat so alles ins Rollen bringt.


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#83

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 18:26
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Diese 1,40 € Jober, die sich durch die Akten wühlen, sind nicht selten hoch qualifizierte ehemalige DDR- Bürger, die aus unterschiedlichen Gründen in das Alg II gerutscht sind.

LG von der grenzgaengerin


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#84

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 18:30
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Hallo GZB1,

ich hoffe, dass ich jetzt nicht eine Kopie meiner Kaderakte ins Netz stellen muss.

LG von der grenzgaengerin


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#85

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 18:38
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@GG

mich interessiert ja nich mal meine eigene!


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#86

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 18:53
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Zitat von grenzgaengerin
Wenn meine Kopie aus Wiki mich diskreditieren soll, dann kann ich darüber nur lächeln.

Nimm Dich einfach nicht so wichtig! Das war ein Hinweis wie Du es in Zukunft besser machen solltest.


Mag sein, dass Deine Kaderakte sauber war. Ich würde auch nicht zugeben, wenn persönliche Verfehlungen notiert gewesen wären.

Wenn Du meine Vorstellung gelesen hättest, dann hättest Dir den Satz verkniffen.

Meine war von Anfang an schmutzig. Sie wurde 1977 angelegt, nachdem ich aus politischen, offiziell aus disziplinarischen Gründen von der Hochschule geflogen bin und mich in der Produktion bewähren sollte. In meiner Akte befanden sich Einträge, dass ich unbelehrbar sei, dass ich Kollegen auffordere Westfernsehen zu schauen, dass ich Süssigkeiten aus dem Westen verteile, dass ich mich weigere an Frauentagsveranstaltungen teilzunehmen. Und das sind nur die harmlosen Einträge.

Fast nicht zu glauben! In was für einem lustigen Betrieb mußtest Du Dich denn "bewähren" das Zeit und Muse war solche Sachen in Deiner Kaderakte zu verewigen. Süssigkeiten aus dem Westen, Köstlich.
Frauentagesveranstaltungen fanden doch während der Arbeitszeit statt? Nach der Arbeit durften doch nur die "Besten" Frauen trinken

Eine Stufe höher, war dann, dass ich aufsässig sei und mich weigere die Gesetze der DDR zu akzeptieren. Dieser Eintrag ist entstanden, als ich 1986 eine Eingabe beim Staatsrat eingereicht habe.

Eingaben an den Staatsrat waren legitim und selbst wenn Deine Eingabe etwas schräg war führte sie nicht automatisch zu einem Vermerk in der Kaderakte.

Es gab dann noch eine Steigerung. Doch darüber möchte ich hier nicht schreiben, da es sehr ins private geht.

Und hat es Dir Konkret beruflich geschadet?

So unterschiedlich können Erfahrungen mit Akten sein.

Stimmt, die Erfahrungen könnten nicht unterschiedlicher sein.

LG von der grenzgaengerin




Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#87

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 19:19
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Zitat von grenzgaengerin
In meiner Akte befanden sich Einträge, dass ich unbelehrbar sei, ...


Hmm, die Reaktionen auf #78 sprechen für sich *breitgrins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#88

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 19:20
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Welcher Betrieb?

Ein kleiner, übersichtlicher. BT eines Kombinates. Da hatte man mich gut unter Kontrolle

Frauentagsveranstaltung?

Die anderen haben gefeiert und ich habe gearbeitet. War keine Fließbandarbeit, aber trotzdem Knochenarbeit, bei der man blutige Hände bekommen konnte.

Eingabe?

Sie betraf unmittelbar meine Arbeit in besagtem Betrieb.

Schaden?

Ich habe die Arbeiterklasse kennengelernt. Und die entsprach überhaupt nicht dem, was propagiert wurde. Und das hat mich noch kritischer werden lassen.

LG von der grenzgaengerin

Und nun aber genug vom persönlichen


zuletzt bearbeitet 20.09.2011 19:31 | nach oben springen

#89

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 20:10
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Zitat von GZB1
Was so ein Vorstellungs-Threat so alles ins Rollen bringt.



Ich finds super. Was lernen wir daraus?
Wessikinder ohne Anstand und Respek vor dem Alter oder (ehemaligen) Autoritätspersonen lösen durch vorlaute und freche Verhaltensweisen sowas aus. Das MfS hätte sicher ihre Freude an mir gehabt. Studieren wär jedenfalls nicht mehr drin, stimmt's, Feliks? :)
(natürlich vorausgesetzt, ich hätte die cojónes gehabt, dass zu damaligen Zeiten in dem Land auszusprechen...)

Spaß beiseite:
Der Staat heutzutage weiß mehr über den Bürger. Wieso? Weil sich die Menschen ganz freiwillig im Internet entblößen. Jeder mit einem facebook Profil gibt schonmal der ganzen Welt wichtige, private Informationen preis. Jeder, der die vorhandene Technologie in Anspruch nimmt, sollte sich im Klaren sein, dass dies durch eigene Dummheit zu seinem Nachteil verwendet werden kann.
Wie grenzgaengerin schon sagte, kann aber etwas dagegen unternommen werden. Brauchen wir doch grad nur nach Berlin schauen. So ist das Spiel. Wir können uns dagegen wehren, indem wir darauf verzichten. Ging damals nicht. (was natürlich klare Nachteile in der Gesellschaft hat, aber selbst ich kenne Leute in meinem Alter, die aus diesen Gründen bspw. auf ein Handy verzichten).

Und ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass nirgendwo, außer auf meinem Zeugnis aus der ersten und zweiten Klasse, keine Charaktereinschätzung von mir vorgenommen wurde...


zuletzt bearbeitet 20.09.2011 20:11 | nach oben springen

#90

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 20:33
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von we1rdo

Zitat von Feliks D.
Für dieses System ja und es wird wohl kaum ein System geben, dass die Urteile eines besiegten Feindstaats nicht zu Unrecht erklärt. Für mich jedoch keineswegs, denn es wird heute gern vergessen, dass auch dieses System Personen mit IM, ähem V-Männern bespitzelt und wegen staatsfeindlicher Hetze wegsperrt.



Das es heutzutage Unzulänglichkeiten gibt, bestreitet wohl niemand. Es geht jedoch um das Verhältnis und die Verhältnismäßigkeit!
Ich bezweifle, dass es heute V-Männer gibt, die eingesetzt werden, wenn jemand aus der BRD auswandern möchte, den Gedanken hegt, beziehungsweise sich abfällig über die BRD äußert.


Dies ist meines Wissens ausschließlich in kriminellen Vereinigungen (z.B. Hells Angels), Terrornetzwerken und extremistischen Vereinigungen (links- und rechtsextreme) der Fall. Der "normale, unbescholtene Bürger", der solche Ansichten äußert, bleibt unbehelligt, und genau hier unterscheidet sich das heutige System vom damaligen in der DDR.

Geh doch mal auf diesen Punkt ein, dein Standpunkt dazu würde mich interessieren.




Hallo we1rdo,

dass von mir rot gekennzeichnete in deinem Beitrag spiegelt auch meine Meinung wieder.

Gruß ek40


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#91

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 21:08
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Zitat von we1rdo

Das es heutzutage Unzulänglichkeiten gibt, bestreitet wohl niemand. Es geht jedoch um das Verhältnis und die Verhältnismäßigkeit!
Ich bezweifle, dass es heute V-Männer gibt, die eingesetzt werden, wenn jemand aus der BRD auswandern möchte, den Gedanken hegt, beziehungsweise sich abfällig über die BRD äußert.

Dies ist meines Wissens ausschließlich in kriminellen Vereinigungen (z.B. Hells Angels), Terrornetzwerken und extremistischen Vereinigungen (links- und rechtsextreme) der Fall. Der "normale, unbescholtene Bürger", der solche Ansichten äußert, bleibt unbehelligt, und genau hier unterscheidet sich das heutige System vom damaligen in der DDR.

Geh doch mal auf diesen Punkt ein, dein Standpunkt dazu würde mich interessieren.



Du möchtest meinen Standpunkt dazu hören? Gerne doch, nur fürchte ich dass er nicht in dein erlerntes politisches Weltbild passen wird!

Es geht jedoch um das Verhältnis und die Verhältnismäßigkeit! Das hat man sich in Niedersachsen sicher auch gedacht als man V-Männern den Auftrag zur Aktion Feuerzauber gab. Nun kann man den Verfassungsschützern ja zu Gute halten dass es bis zum Dezember 1990, also nach dem Ende der DDR; ein Schelm wer böses dabei denkt, in diesem sog. Rechtsstaat ganz einfach gar keine rechtliche Grundlage gab, die genau beschrieb was sie durften und was nicht. Im 1972 erlassenen Verfassungsschutzänderungsgesetz erschien als Neuerung zwar der Satz:

"Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben nach Absatz 1" -- Sammlung und Auswertung von Nachrichten über verfassungsfeindliche Bestrebungen -- "und Absatz 2" -- Mitwirkung bei Personen-Überprüfungen und technischen, dem Schutz von Geheimnissen dienenden Maßnahmen -- sei das Bundesamt für Verfassungsschutz "befugt, nachrichtendienstliche Mittel anzuwenden".

aber solch eine Spreng- und Sabotageaktion kann man ja nun durchaus als ein gängiges Mittel westlicher Dienste bezeichnen. Vom Prinzip her durfte der Rechtsstaat nun also sämtliche Mittel und Methoden anwenden die er in Zeiten des Klassenkampfes für erforderlich hielt. Da waren nun also selbst die rechtlichen Vorgaben des MfS weitaus präziser abgefasst und das schon 37 Jahre vor dem Dezember 2009.

Als der damalige bundesrepublikanische Justizminister, nun auf dem 15.Deutschen Richtertag am 23.September 1991 gegenüber den dort anwesenden "unabhänigen und rechtsstaatlichen" Richtern ausführte:

„Sie, meine Damen und Herren haben als Richter und Staatsanwälte bei dem, was auf uns zukommt, eine ganz besondere Aufgabe. Es muss uns doch gelingen, das SED-System zu delegitimieren.“

erinnerte man sich scheinbar daran hier eigene Schwächen zu haben und diese könnten einem im nun kommenden Delegitimierungskampf ganz schnell vor die Füße fallen. Also musste man ein Gesetz schaffen, welches eigenes rechtsstaatliches Handeln vortäuscht und auf das man in kommenden Diskussionen verweisen konnte. Daher verabschiedete man am 20.12.1990 das BVerfSchG, welches erstmals in § 8 Befugnisse wie Observationen, Bild- und Tonaufzeichnungen und den Einsatz von IM (V-Leuten) genauer aufführte.

Die BRD hatte also in der Zeit des Bestehens des MfS keine ausreichenden rechtlichen Grundlagen zum Einsatz von V-Leuten und anderen Mitteln. Dies hindert sie jedoch nicht daran, dem MfS dieses fälschlicherweise selbst vorzuwerfen.






Die BRD behält sich selbst heute noch, über 20 Jahre nach dem Ende der DDR, das Recht vor Personen wegen "Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole; sowie von Verfassungsorganen" zur Freiheitsstrafen zu verurteilen und wegzusperren. Diese Personen erfüllen als Gegner dieses Staates und seines Systems eindeutig die Definition eines politischen Häftlings, dies gänzlich unabhängig davon wie wir zu ihren Meinungen und Einstellungen stehen.

"Ein politischer Gefangener, auch politischer Häftling, ist eine Person, die aufgrund politischer oder weltanschaulicher Gründe in Haft ist. Dies erstreckt sich nicht nur auf Personen, die wegen Meinungsdelikten oder im jeweiligen Staat verbotener politischer Aktivitäten festgehalten werden, sondern auf alle Fälle, bei denen politische Einstellung oder politische Aktivitäten des Gefangenen maßgeblichen Einfluss auf die Strafzumessung hatten."

Die BRD nimmt sich also heute noch ohne einen ernsthaften Feindstaat bzw. ein direkt konkuriendes System ein Recht herraus, wegen dessen Inanspruchnahme, zu Zeiten des Kalten Krieges und real existierender Feindstaaten, man die DDR als "Unrechtsstaat" delegitimieren will.





Zitat von Manfred B.
Siehe dir bitte noch mal mein Freispruch an! Wegen Unrechtstaat, DDR !


Nun bittet Manfred mich mir seinen Freispruch anzusehen und da kann ich nur lächeln, ganz unabhängig davon dass ich ihm diese politische Rehabilitation heute gerne gönne. Der Art. 17 des Einigungsvertrages enthält folgenden Wortlaut:

Die Vertragsparteien bekräftigen ihre Absicht, daß unverzüglich eine gesetzliche Grundlage dafür geschaffen wird, daß alle Personen rehabilitiert werden können, die Opfer einer politisch motivierten Strafverfolgungsmaßnahme oder sonst einer rechtsstaats- und verfassungswidrigen gerichtlichen Entscheidung geworden sind. Die Rehabilitierung dieser Opfer des SED-Unrechts-Regimes ist mit einer angemessenen Entschädigungsregelung zu verbinden.

Es gilt also als politischer Wille dieses Systems, alle Personen zu rehabilitieren die in der DDR einer politisch motivierten Strafverfolgungsmaßnahme unterlagen. Wenn wir jetzt an den zweiten Absatz meines Beitrages zurückdenken, dann wird jedem einfallen dass es auch in diesem selbsternannten Rechtsstaat Personen gibt, die politisch motivierten Strafverfolgungsmaßnahmen unterliegen. Wer sagt uns also, dass diese nicht auch eines Tages im nächsten System, aufgrund des dann vorherrschenden politischen Willens, rehabilitiert werden?

Die Grundlagen dieser Rehabilitationen sind also mehr politischer als rechtswissenschaftlicher Natur.

Zitat von Manfred B.
Wegesperrt gehören Menschen die so etwas geahndet und bestraft haben.



Die Grundlagen hierfür, dass genau dieses eben nicht in großem Umfang realisiert wurde, sind hingegen mehr rechtswissenschaftlicher Natur, denn der politische Wille wäre sehr wohl vorhanden gewesen.

Vor diesem Hintergrund, von scheinbar allein politischen Gründen für die Rehabilitationen und offenbar mangelnden rechtlichen Grundlagen für Verurteilungen, könnte man in vielen Fällen ganz ketzerisch sicher direkt eine neue Täter-Opfer-Täter Diskussion beginnen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
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#92

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 21:45
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Zitat von Jawa 350
Was hat das mit dem eigentlichen Thema zu tun?!



Jede Menge, denn die Meinung von @we1rdo beschreibt doch auch seinen Charakter und seine Person. Daraus folgt alles geschriebene hat sehr wohl mit dem Thema Vorstellung we1rdo zu tun.

Außerdem gibt es sicherlich schlimmeres für ein Forum, als wenn sich aus einer Vorstellung so eine doch recht gegensätzliche Diskussion entwickelt.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
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#93

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 21:54
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we1rdo,

dies " Mir ist klar, dass da bei vielen Leuten direkt die Alarmglocken angehen, jedoch hoffe ich auf ein vorurteilslosen Austausch (deswegen auch die Klammern. Inhalt bleibt..)."

war einer DEINER ersten Sätze.

Wenn ich jedoch DEINE Beiträge lese, ist von diesem Vorsatz sehr wenig zu merken.



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#94

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 22:09
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Es ist der Jugend Privileg,
in ihrem Lebenslabyrinth
zu finden ihren eignen Weg,
auch wenn darin Sackgassen sind.

Das Recht der Jugend ist, die Zeit
für unendlich zu halten
und voller Unbekümmertheit
ihr Leben zu gestalten.

Die Jugend darf und soll sogar
auch gern in Frage stellen,
ob das, was gestern richtig war,
noch gilt in allen Fällen.

Und fehlt der Jugend mal die Kraft
in Lebenssturmgewalten
und sie es nicht alleine schafft,
dann helfen gern die Alten.

© Sibylle E.

we1rdo ist jung

und ich bin es geblieben

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 20.09.2011 22:12 | nach oben springen

#95

RE: Vorstellung we1rdo

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Nicht jedes Opfer ist ein Opfer.
Die neunzehnhundertneuziger Akten für die Opferrenten wurden vor kurzem auf Grundlage des neuen Gesetzes alle überprüft.
Und siehe da, eine Rücknahme der alten Bescheide war gar nicht vorgesehen und trotzdem wurden edliche widerrufen.
Leider gibt es dazu keine Zahlen, aber ich hätte da gern mal Mäuschen gespielt.

Nach dem Motto wegen Diebstahl aus dem Betrieb geworfen = Widerstand gegen den Sozialismus geleistet.


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#96

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 22:44
von Feliks D. | 8.889 Beiträge | 38 Punkte
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Zitat von damals wars
Nicht jedes Opfer ist ein Opfer.



Richtig, es gab ja auch KZ Aufseher die in der DDR für ihre Taten in der Zeit des Nationalsozialismus Haftstrafen verbüßen mussten und nach dem Umsturz von der BRD als SED-Opfer anerkannt, sowie mit gut 65.000 DM entschädigt wurden.

Ein Hohn für alle echten Opfer!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
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#97

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 22:59
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Hallo Feliks D.,

wie würdest Du Opfer definieren? Unabhängig von jeglichen weltanschaulichen Standpunkten.

LG von der grenzgaengerin


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#98

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 23:02
von Gert | 14.248 Beiträge | 7907 Punkte
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Zitat von we1rdo
Also bitte...
Das die Arbeitsweise des MfS größtenteils mit den Arbeitsweisen anderer Geheimdienste ähnlich ist, liegt doch in der Natur der Sache. Jedoch sind die Einsatzweisen meines Erachtens grundsätzlich verschiedene. Jedenfalls habe ich bisher keine Berichte/Filmaufnahmen/Dokumentationen gesehen, in denen man sieht, dass der BND zu Zeiten des Kalten Kriegs die eigene Bevölkerung unterdrückt hat. Generell ist der BND, bis auf verpatzte Bauangelegenheiten, eh kein Gesprächsthema. Oder jedenfalls nicht in dem Maß, wie damals das MfS.

Sorry, aber jeder der die Arbeit des MfS in dem Ausmaß (heute noch) rechtfertigt, hat in meinen Augen ein doch sehr eigenes Rechtsverständnis...

@Feliks: Ich habe zwar begrenzte Akteneinsicht, jedoch bin ich ungefähr zu gar nix befugt. Außerdem habe ich eh eine Schweigeverpflichtung (kommt dir sicher bekannt vor ;)) unterschrieben aufgrund der Persönlichkeitsrechte von Opfern und Tätern.

@grenzgaengerin: Sicherlich ist es jedem selbst überlassne, wann und wie er Einsicht in die Unterlagen nimmt. Wenn jemand abhaken kann, dann bitte, soll ers lassen. Ich jedenfalls könnte es mir kaum vorstellen, etwas abzuhaken, weswegen ich unter Umständen ein paar Jahre hinter schwedischen Gardinen gesessen hätte...



sei gegrüßt als neuer User, we1rdo
Meine Meinung: auch wenn hier einige "Betroffene" etwas anderes behaupten, die Ziele, Arbeitsweisen, Arbeitsgebiete, Arbeitsmittel, Rechte des MfS haben zu ca 95% nichts, aber auch gar nichts, mit den gleichen Wertvorstellungen des BND, des MAD und des Verfassungsschutzes zu tun. Vielleicht 5% oder 3% oder was auch immer in diesem niedrigstelligen Bereich waren von der Aufgabenstellung vielleicht kongruent, der Rest war Sicherung des Machtanspruchs der SED mit all den bekannten miesen Methoden, die man in anderen Ländern als Verstöße gegen die Menschenrechte ächtete.

Gruß Gert


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#99

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 23:04
von Gert | 14.248 Beiträge | 7907 Punkte
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Zitat von Feliks D.

Zitat von damals wars
Nicht jedes Opfer ist ein Opfer.



Richtig, es gab ja auch KZ Aufseher die in der DDR für ihre Taten in der Zeit des Nationalsozialismus Haftstrafen verbüßen mussten und nach dem Umsturz von der BRD als SED-Opfer anerkannt, sowie mit gut 65.000 DM entschädigt wurden.

Ein Hohn für alle echten Opfer!





Dazu würde ich gern mal ein konkretes Beispiel wissen.


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#100

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 23:07
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aus Beitrag 91 von Feliks-ich erspare mir mal da lange zitieren


"Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben nach Absatz 1" -- Sammlung und Auswertung von Nachrichten über verfassungsfeindliche Bestrebungen -- "und Absatz 2" -- Mitwirkung bei Personen-Überprüfungen und technischen, dem Schutz von Geheimnissen dienenden Maßnahmen -- sei das Bundesamt für Verfassungsschutz "befugt, nachrichtendienstliche Mittel anzuwenden".

"verfassungsfeindliche Bestrebungungen" hhm.erstmal ein seehr dehnbarer Begriff

UND seit wann hat die BRD eine Verfassung=?

Sie sollte ja eigentlich laut Grundgesetz(abgesegnet von den Besatzungstruppen)NACH der Wiedervereinigung(die wir ja nun seit 21Jahren haben)beschlossen werden

Nur wo ist sie?


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