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#61

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.09.2011 23:24
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Zitat von Manfred B.
Ist die Frage Unrecht nun geklärt?!?!



Für dieses System ja und es wird wohl kaum ein System geben, dass die Urteile eines besiegten Feindstaats nicht zu Unrecht erklärt. Für mich jedoch keineswegs, denn es wird heute gern vergessen, dass auch dieses System Personen mit IM, ähem V-Männern bespitzelt und wegen staatsfeindlicher Hetze wegsperrt.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
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#62

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.09.2011 23:38
von Feliks D. | 8.889 Beiträge | 38 Punkte
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Zitat von we1rdo
Du streitest ab, dass es im MfS keiner psychische Folter gab (tage-/nächtelange Verhöre, Erpressung, etc.) TROTZ Beweise durch selbstgefertigte Akten, du bestreitest, dass die Hauptaufgabe des MfS die Sicherung der Macht nach Innen war...



Streite ich dies ab? Ich dachte bis auf die Aufgabenstellung der Machtsicherung nach Innen war bisher keiner dieser Vorwürfe in diesem Thread ein Thema?

Gibt es denn heute keine nächtlichen und stundenlangen Verhöre und gehören diese nicht ebenso zur Ausnahme wie sie es damals in der DDR waren? So es denn diese Beweise in mannigfaltigen Akten gibt, so wirst Du uns sicher den Link zu dieser Quelle nicht vorenthalten wollen. Schließlich wollen die meisten hier lesen und lernen, da kann es nicht genug Quellen geben.

Für die Untermauerung deiner Behauptung mit der Hauptaufgabe bist Du uns leider noch einige Zahlen schuldig. Wie viele MA der angeführten 90.000 waren denn nun operativ eingesetzt und wie viele von diesen nach Innen gegen die Opposition? Für eine Hauptaufgabe werde ich ja dann auch den Hauptteil der MA benötigen und wie sollen wir denn deine Behauptung, ohne entsprechende Zahlen als Falsifikatoren, sonst überprüfen können? Lernt man denn heute als Student nicht einmal mehr die Grundlagen einfachster wissenschaftlicher Arbeit?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
zuletzt bearbeitet 19.09.2011 23:38 | nach oben springen

#63

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.09.2011 23:39
von Manfred B. (gelöscht)
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Gewisse Tatsachen sprechen eine andere "Sprache". Selbst 0,02 % ist doch einen ganze Menge von 17 Mion.


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#64

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.09.2011 23:44
von Pitti53 | 9.981 Beiträge | 7055 Punkte
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Zitat von Manfred B.
Gewisse Tatsachen sprechen eine andere "Sprache". Selbst 0,02 % ist doch einen ganze Menge von 17 Mion.



also 0,02 is ja nun wirklich nicht viel auf die jahre verteilt


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#65

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 00:10
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hallo Feliks D.,

ich erkenne an, dass die Arbeit der HA IX des MfS im Bereich der Aufkärung von Straftaten gegen Menschenleben wesentlich zur Aufklärung beigetragen hat. Insbesondere im Bereich des Kindesmissbrauchs und Kindestötung als Folge. Ich denke, jeder in solche Fälle involvierter Mitarbeiter des MfS ist da auch an seine physischen und psychischen Grenzen gegangen. Zumal bestimmt einige selbst Vater oder Mutter waren.

Ein ehemaliger DDR -Bürger kann nur leider diese Arbeit nicht einschätzen, weil es in seiner Wahrnehmung solche Fälle nicht gab. Es wurde ein Deckmantel des Schweigens darüber gelegt. Nicht zuletzt, weil weil es solche Fälle nicht geben "durfte". Aber das ist ein anderes Thema.

Doch wenn ich mir die nackten Zahlen aus dem Jahrebericht der HA IX von 1988 ansehe, (ich habe mir echt die Mühe gemacht nicht nur den Kommentar, sondern auch das Dokument zu lesen), dann hat die HA IX sich mehr mit Ausreisewilligen, die ihr Recht auf Freizügigkeit wahren wollten, beschäftigt, als mit ordinärer Kriminalität. Mag auch sein, das brutale Kriminalfälle zeitaufwendiger und komplizierter waren, und bei den Mitarbeitern dieser Abteilungen breiten Raum eingenommen haben.

Ich weiß nicht, ob Du Einblick in die Arbeit der anderen HA des MfS hast. Die 0,02% die Du errechnet hast beziehen sich ausschließlich auf die Arbeit der HA IX im Jahr 1988.

Ich möchte an diese Stelle betonen, ich bin an einem ehrlichen Dialog interessiert. Die Fakten die ich in meinen Beiträgen dieses Threads angeführt habe, habe ich in wenigen Minuten ergoogelt. Mit Eingabe von "Aufgaben der Kriminalpolizei in der DDR" und "Großbrand in Torgelo 1988" in die Suchmaschine. Für mich hört das Verstehen nicht im Fakten sammeln auf oder der Kenntnis der gesellschaftlichen und historischen Entwicklung.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 20.09.2011 00:12 | nach oben springen

#66

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 00:41
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Zitat von Pitti53

Zitat von Manfred B.
Gewisse Tatsachen sprechen eine andere "Sprache". Selbst 0,02 % ist doch einen ganze Menge von 17 Mion.



also 0,02 is ja nun wirklich nicht viel auf die jahre verteilt





Pitti, hier lag eigentlich die "Betonung" per anno, also pro Jahr und das lass uns mal überlegen. Danke.


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#67

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 01:00
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Zitat von Feliks D.

Zitat von Manfred B.
Ist die Frage Unrecht nun geklärt?!?!



Für dieses System ja und es wird wohl kaum ein System geben, dass die Urteile eines besiegten Feindstaats nicht zu Unrecht erklärt. Für mich jedoch keineswegs, denn es wird heute gern vergessen, dass auch dieses System Personen mit IM, ähem V-Männern bespitzelt und wegen staatsfeindlicher Hetze wegsperrt.




Mal ehrlich Feliks, das wäre doch dein Ding, zu diesem von dir erwähnten System dazu zugehören... Siehe dir bitte noch mal mein Freispruch an! Wegen Unrechtstaat, DDR ! Wegesperrt gehören Menschen die so etwas geahndet und bestraft haben.

Freue mich via PM zuhören.


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#68

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 01:36
von Manfred B. (gelöscht)
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gute nacht.


zuletzt bearbeitet 20.09.2011 01:44 | nach oben springen

#69

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 10:27
von damals wars (gelöscht)
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Zitat von Manfred B.

Zitat von Feliks D.

Zitat von Manfred B.
Ist die Frage Unrecht nun geklärt?!?!



Für dieses System ja und es wird wohl kaum ein System geben, dass die Urteile eines besiegten Feindstaats nicht zu Unrecht erklärt. Für mich jedoch keineswegs, denn es wird heute gern vergessen, dass auch dieses System Personen mit IM, ähem V-Männern bespitzelt und wegen staatsfeindlicher Hetze wegsperrt.




Wegesperrt gehören Menschen die so etwas geahndet und bestraft haben.




Stimmt. Ich hoffe Du hast die entsprechenden Strafanzeigen gestellt.
Könnte natürlich sein, das einiges schon verjährt ist. Aber das sollte Dich nicht hindern.


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#70

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 13:28
von we1rdo (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Für dieses System ja und es wird wohl kaum ein System geben, dass die Urteile eines besiegten Feindstaats nicht zu Unrecht erklärt. Für mich jedoch keineswegs, denn es wird heute gern vergessen, dass auch dieses System Personen mit IM, ähem V-Männern bespitzelt und wegen staatsfeindlicher Hetze wegsperrt.



Das es heutzutage Unzulänglichkeiten gibt, bestreitet wohl niemand. Es geht jedoch um das Verhältnis und die Verhältnismäßigkeit!
Ich bezweifle, dass es heute V-Männer gibt, die eingesetzt werden, wenn jemand aus der BRD auswandern möchte, den Gedanken hegt, beziehungsweise sich abfällig über die BRD äußert.

Dies ist meines Wissens ausschließlich in kriminellen Vereinigungen (z.B. Hells Angels), Terrornetzwerken und extremistischen Vereinigungen (links- und rechtsextreme) der Fall. Der "normale, unbescholtene Bürger", der solche Ansichten äußert, bleibt unbehelligt, und genau hier unterscheidet sich das heutige System vom damaligen in der DDR.

Geh doch mal auf diesen Punkt ein, dein Standpunkt dazu würde mich interessieren.


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#71

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 15:32
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we1rdo, du sprichst von "Unzulänglichkeiten" und "normalen, unbescholtenen Bürgern", bist du wirklich so blauäugig ? Wozu gibt es es dann für den "normalen,unbescholtenen Bürger" z.B. drei verschiedene Stufen des Führungszeugnisses, oder weshalb wird dann durch den Bundesinnenminister diese Vorratsdatenspeicherung so vehement verteidigt ? Die Idee ist doch, den Bundesbürger so durchsichtig wie möglich zu machen. Komme mir jetzt nicht mit Terrorismusbekämpfung, wer das glaubt, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.


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#72

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 15:35
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Zitat von brummitga
Komme mir jetzt nicht mit Terrorismusbekämpfung, wer das glaubt, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.



Tun sie nicht!?!?!?!?!?!?!?

Spaß beiseite. Blauäugigkeit hin oder her, was ist der Kern deiner Aussage!? Das die Verhältnisse heutzutage so sind (schlimmer?), als in der DDR damals?


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#73

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 16:10
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Zitat von we1rdo
... Das die Verhältnisse heutzutage so sind (schlimmer?), als in der DDR damals?



Was die Sammelei von Informationen über den Bürger eben durch den Staat betrifft eben doch. Dieser Staat sammelt alles was er kriegen kann. Wann ich telefoniere, von wo aus. Mit wem. Nur den Inhalt der Gespräche (vielleicht, wie war das mit Echolon?) noch nicht. Wo ich wohne, mit wem ich lebe (wegen Unterhalt), was ich besitze, welche Erlaubnisse ich habe, ob ich über bestimmte Technik verfüge, wo ich arbeite, als was ich arbeite, wieviel ich verdiene. Wohin ich fahre und wann (per automatisierter Fotofahndung, soll gerade jetzt in Sachsen in das Polizeigesetz). Alles ganz legal.
Klar, wenn ich dem Staat nicht auf den Schlips trete, kann mir das egal sein. Wenn ich kein Terrorist bin vielleicht auch. Sofern ich nicht gerade in der Nähe irgendeiner Demo rumkurve oder besonderer Objekte und dann ganz automatisch mit erfasst werde wie in Sachsen.
Das war in der DDR aber auch nicht anders. Wenn ich dem Staat nicht auf die Füße trat, konnten mir MfS und alles was daran hing herzlich egal sein. Nur dass dieser Staat jetzt und heute technologisch bedingt sehr viel mehr von mir weiß als damals überhaupt möglich war.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 20.09.2011 16:21 | nach oben springen

#74

RE: Vorstellung we1rdo

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Hallo!

hier ein Tipp aus unabhängiger Quelle zur Überwachung der Bürger in Deutschland:

/link http://www.pm-magazin.de/a/immer-einen-schritt-voraus

Immer einen Schritt voraus - Die verborgene Welt der Geheimdienste.... viel Spaß!


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#75

RE: Vorstellung we1rdo

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Dem Sammeln von personengebundenen Daten stehen viele in diesem Land kritisch gegnüber. Ich auch. Doch im Unterschied zu früheren Zeiten, kann man was dagegen unternehmen.

ELENA Verfahren:
Mit dem ELENA-Verfahren (elektronisches Entgeltnachweis-Verfahren, auch elektronischer Einkommensnachweis; ursprünglicher Begriff JobCard) sollte in Deutschland ursprünglich ab 2012 der Einkommensnachweis elektronisch mithilfe einer Chipkarte und elektronischer Signatur erbracht werden. Das Verfahren umfasste die zentrale Speicherung von Arbeitnehmerdaten und die Nutzung dieser Daten durch die Agenturen für Arbeit und weitere Stellen. Für Abfragen nach dem ELENA-Verfahren sollte jede beliebige, nach einheitlichem Standard (eCard-API) funktionierende Signaturkarte mit Chip (EC-/Maestro-Card, eGK, nPA etc.) verwendet werden können. Die Identifizierung erfolgte durch das Signatur-Zertifikat.

Nachdem die Einführung zunächst auf 2014 verschoben werden sollte, einigten sich das Bundeswirtschaftsministerium und das Arbeitsministerium im Juli 2011 darauf, den Elektronischen Entgelt-Nachweis (Elena) „schnellstmöglich einzustellen“. Die Einstellung wird damit begründet, dass sich die aus Datenschutzgründen erforderlichen Signaturkarten nicht schnell genug verbreiten. Die Meldung von Daten durch die Arbeitgeber erfolgte seit dem 1. Januar 2010.

Vorratsdatenspeicherung
Das deutsche Bundesverfassungsgericht erklärte die deutschen Vorschriften zur Vorratsdatenspeicherung mit Urteil vom 2. März 2010 für verfassungswidrig und nichtig. Das Urteil verpflichtete deutsche Telekommunikationsanbieter zur sofortigen Löschung der bis dahin gesammelten Daten. Zur Begründung gab das Gericht an, dass das Gesetz zur anlasslosen Speicherung umfangreicher Daten sämtlicher Nutzer elektronischer Kommunikationsdienste keine konkreten Maßnahmen zur Datensicherheit vorsehe und zudem die Hürden für staatliche Zugriffe auf die Daten zu niedrig seien. Eine Vorratsdatenspeicherung verstoße allerdings nicht generell gegen das Grundgesetz.

Führungszeugnis
Das Führungszeugnis wird auf Antrag des Bürgers ausgestellt und enthält ausschliesslich Einträge über Straftaten. Es bleibt dem Bürger überlassen, das Führungszeugnis dem Arbeitgeber zu übergeben. Zu DDR Zeiten wurde die Kaderakte automatisch von Kaderleitung zu Kaderleitung weitergereicht. Die Kaderakte war eine Dossier über jeden Beschäftigten in der DDR, das sowohl dienstliche als auch private Leistungen, Verhaltensweisen und Verfehlungen vermerkte.

Womit wir wieder bei der DDR wären und dem Datensammeln bis 1989.

LG von der grenzgaengerin


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#76

RE: Vorstellung we1rdo

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Das gilt für das einfache und das erweiterte Führungszeugnis, soweit man dies selbst vorlegen muss.
Es gibt jedoch auch Personenkreise, die haben je nach (auch temporären) Brötchengeber, Arbeitsstelle oder Hobby ganz ohne kriminelle Veranlagung das Vergnügen automatisch alle zwei Monate bis drei Jahre umfassend überprüft zu werden. Da wird auch ein erweitertes Führungszeugnis durch die zuständige Behörde angefordert, in dem alles enthalten ist. Selbst eingestellte Verfahren, die gegen "dich" angestrengt und beendet wurden, weil "du" dem Staat irgendwelche heißen Kastanien ausgeknipst hast. Ganz legal. Schön, wenn dein Sachbearbeiter dich dann fragt, ob du denn genug Reservemunition hast...
Und auch diese Überprüfung kann mir egal sein, so lange ich dem Papa allwissend nicht in die Quere komme. Wie früher auch...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#77

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 17:05
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Korrekt.

Solch ein Brötchengeber sind z.B. Soziale Projekte im Bereich Kinder- und Jugendarbeit. So wird versucht zu verhindern, dass Sexualstraftäter sich "im Auftrag" Kindern und Jugendlichen nähern.

Zu DDR Zeiten wurde dieses Thema offiziell ausgeblendet.

Womit wir wieder bei der DDR wären


zuletzt bearbeitet 20.09.2011 17:33 | nach oben springen

#78

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 17:47
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@Grenzgängerin

nicht immer alles bei Wiki abschreiben.
Du schreibst:

Zitat
Die Kaderakte war eine Dossier über jeden Beschäftigten in der DDR, das sowohl dienstliche als auch private Leistungen, Verhaltensweisen und Verfehlungen vermerkte.



Wiki schreibt:

Zitat
Die Kaderakte war eine Dossier über jeden Beschäftigten in der DDR, das sowohl dienstliche als auch private Leistungen, Verhaltensweisen und Verfehlungen vermerkte



Wenn schon 'Guttenbergern', dann auch nach Grammatik schauen. Ich hab es Dir den Fehler rot markiert

Bei "DDR-Wissen" steht zum Thema:
Die Kaderakte wurde bei der jeweiligen Kaderabteilung des Betriebes, der Institution u.ä. geführt. Sie enthielt zB: Lebenslauf, Zeugnisse, Einstellungsfragebögen, Beurteilungen, Nachweis über Disziplinarmaßnahmen, Auszeichnungen, Sozialversicherungsunterlagen etc.
Das besondere an der Kaderakte in der DDR war, dass sie intern während des Erwerbslebens mit dem Beschäftigten "mitlief", d.h. sie wurde bei einem Arbeitsplatzwechsel von Kaderabteilung zu Kaderabteilung direkt versandt, ohne dass sie der Betreffende jemals zu Gesicht bekommen hat.

Zur Wende (1989/1990) war es in Zeiten der allgemeinen Verunsicherung möglich, sich seine echte Kaderakte aushändigen zu lassen und ggf. belastende Unterlagen zu entfernen.


Genau dieses habe ich im Herbst 1989 gemacht, mir meine Kaderakte aushändigen lassen. Da waren keine Vermerke über private Leistungen, Verhaltensweisen und Verfehlungen, wobei die Betonung auf Privat liegt.

Über meine "privaten Verhaltensweisen" wissen Heutzutage Firmen, Internetportale, Banken, etc. und nicht nur der "Staat" weitaus mehr wie früher das MfS.
Du solltest Dir mal Dein Internetprofil welches auf den Daten Deines Verhaltens im Internet erstellte wurde ansehen. Da würdest Du sehr ins Staunen und dann ins grübeln kommen.

Und bei Bewertungen, Kritiken, Verurteilungen immer schön daran denken das die DDR und damit ihr Überwachungsinstrument vor 22 Jahren das Zeitliche segnete, sich die menschliche Wahrnehmung, die Bewertung bestimmter Themen (Sexualstraftäter) in der Öffentlichkeit eine ganz andere Wertung erfährt wie vor 22 oder mehr Jahren, sich also entwickelt und gewandelt hat.
Was wir Heute wissen mussten wir damals nicht automatisch auch wissen und wenn ja haben wir es anders bewertet.

Wenn ich alles aber auch alles in der Vergangenheit mit heutigem Rechts-, Moral- und Ethikvorstellungen bewerte komme ich nur zu einem Schluß: alles in der Vergangenheit war Unrecht! Egal wo es passierte, egal was passierte.

Wer frei von Schuld ist werfe den ersten Stein heißt es wohl in der Bibel.
Selbst wer moralisch unfehlbar in einer moralisch Integritären Gesellschaft lebt sollte sich nicht anmaßen über andere Gesellschaften zu urteilen und meinen sein Wertemaßstab sei der Maßstab an dem alles zu messen sei.

Es gibt keine moralisch bessere Gesellschaft.

Es gibt in der Geschichte Staatsformen, politische Herrschaftsformen welche Verbrechen an der Menschheit begangen haben.
"Unrecht" in Bezug auf eine Staats- oder Herrschaftsform ist ein politischer Begriff dessen einziges Ziel darin besteht das so titulierte Staatswesen zu diskreditieren und zu delegimentieren.

1991 forderte der damalige Justizminister Klaus Kinkel auf dem Deutschen Richtertag die Justiz auf, die DDR zu delegitimieren.
Was sie seither eifrig, allerdings mit recht mäßigem Ergebnis, versucht.
Die populistische Delegitimierung dagegen läuft auf allen Kanälen, in allen Medien und da relativ Erfolgreich.
Erst unglaubwürdig machen, dann die Geschichte verdrehen und das Ganze firmiert unter der Überschrift: Aufarbeitung.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#79

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 18:10
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Wenn meine Kopie aus Wiki mich diskreditieren soll, dann kann ich darüber nur lächeln.

Mag sein, dass Deine Kaderakte sauber war. Ich würde auch nicht zugeben, wenn persönliche Verfehlungen notiert gewesen wären.

Meine war von Anfang an schmutzig. Sie wurde 1977 angelegt, nachdem ich aus politischen, offiziell aus disziplinarischen Gründen von der Hochschule geflogen bin und mich in der Produktion bewähren sollte. In meiner Akte befanden sich Einträge, dass ich unbelehrbar sei, dass ich Kollegen auffordere Westfernsehen zu schauen, dass ich Süssigkeiten aus dem Westen verteile, dass ich mich weigere an Frauentagsveranstaltungen teilzunehmen. Und das sind nur die harmlosen Einträge.

Darüber kann ich heute nur lächeln.

Eine Stufe höher, war dann, dass ich aufsässig sei und mich weigere die Gesetze der DDR zu akzeptieren. Dieser Eintrag ist entstanden, als ich 1986 eine Eingabe beim Staatsrat eingereicht habe.

Auch darüber kann ich heute nur lächeln.

Es gab dann noch eine Steigerung. Doch darüber möchte ich hier nicht schreiben, da es sehr ins private geht.

So unterschiedlich können Erfahrungen mit Akten sein.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 20.09.2011 18:13 | nach oben springen

#80

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.09.2011 18:11
von VNRut | 1.502 Beiträge | 144 Punkte
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Heute werden noch mehr Daten gesammelt mit dem Nachteil das viele Behörden, Institutionen, Firmen etc. mit berechtigte und unberechtigte Personen diese Daten in die Hände bekommen. Früher war dies Secret Service und hinter dicken Türen von Firmen (Personalleiter) und MfS verstaut. Heute wühlen sich ehemalige Kriminelle und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (Bürgerarbeiter, 1€-Jobber) durch die alten personenbezogenen Akten.


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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