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#41

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 17.09.2011 10:26
von VNRut | 1.502 Beiträge | 144 Punkte
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Wie ich sehe seid ihr euch wieder einig geworden. Dann möchte ich den neuen we1rdo auch mal begrüßen und viel Spaß im Forum wünschen.

Kleine Wörter haben es manchmal in sich und auch auf die Betonung kommt es an. Ich bin als Bub mal mächtig auf die Schnau...e gefallen, als ich zu den Vater meines besten Kumpels versehentlich sagte: "Ich muss mal mit Ihnen sprechen!" anstatt: "Ich möchte mal mit Ihnen sprechen." So schnell war ich noch nie von einen Grundstück verwiesen worden.

Grüße aus der Magdeburger Börde

Wolfram VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
zuletzt bearbeitet 17.09.2011 10:28 | nach oben springen

#42

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 17.09.2011 10:29
von we1rdo (gelöscht)
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Zitat von brummitga
Hallo we1rdo, wir sind uns sicher einig, dass das Thema "Täter - Opfer" nicht (und vermutlich nie) mit einigen Sätzen erklärt werden kann.
wer ist eigentlich "Täter" und wer ist "Opfer" ? Ist es nicht eher so, dass immer eine bestimmte Klientel darüber entscheidet, je nachdem, wie die Interessenlage gerade ist. Sicher hat auch von uns hier im Forum jeder seine Ansicht dazu. Welche ist richtig ? Oder vielmehr gefragt, welche kommt der historischen Situation am nächsten? Um das am Beispiel festzumachen: Der Grenzsoldat der DDR, der in Ausübung seines Dienstes auf einen Menschen geschossen hat, ist Täter und wird im allgemeinen Sprachgebrauch heute als Mörder bezeichnet, der andere müsste demnach das Opfer sein. Das würde heißen, dass z.B. die beiden Grenzer Lange und Seidel die Täter waren; der Doppelmörder Weinhold jedoch das Opfer. (wurde übrigens nach dem Mord an den beiden Soldaten in der damaligen BRD in erster Instanz wegen Notwehr freigesprochen)
Aber der Zollbeamte, der an der deutsch-belgischen Grenze einen Menschen erschossen hat, ist kein Täter, da er nur in Ausübung seines Dienstes das Anhalterecht durchgesetzt hat. Ist der andere dann trotzdem das Opfer oder nur „selber schuld“ ?
Es ist wohl davon auszugehen, dass die „Täter“ auf beiden Seiten das jeweils geltende Recht durchgesetzt haben. Und was nun ?
Gruß brummitga




Das man dies alles differenziert betrachten muss, liegt ja auf der Hand.
Ich sage mal generell Opfer sind politische Gefangene in der DDR. Das ist doch klar. Wie es sich mit Grenzern verhält. Nunja, ich hab da jetzt meine eigene Meinung zu. Wenn ich höre, dass sogenannte Grenzverletzer in den Rücken erschossen werden, nur weil sie das Land verlassen wollen, tendiere ich auch dazu, von Mord zu sprechen. Wenn der Flüchtige jedoch wie Weinhold die Grenzer bedroht (wobei in seinem Fall es ja eher so war, dass er die Grenzer im Schlaf regelrecht hingerichtet hat), dann hat jeder Mensch doch das Recht auf Selbstverteidigung.
Das ist alles ein schwieriges Thema und genau deshalb bin ich auch hier angemeldet, um dies zu diskutieren. Als Soldat ist man befehlsgebunden, und ich habe auch kurz den Militärknast Schwedt behandelt, deshalb kann ich mir auch ungefähr vorstellen, was die Soldaten (v.a. die armen Wehrpflichtigen) im Falle einer Befehlsverweigerung mitmachen mussten. Dennoch kann man sich das, meiner Meinung nach, vorher überlegen, ob man dann nicht doch lieber ein Bausoldat wird, als sich der Gefahr auszusetzen, einen Menschen aufgrund menschenverachtender Befehle töten zu müssen.
Ich mein, man liest ja auch hier im Forum, dass etliche ehemalige Grenzer froh sind, dass niemand in ihrem Abschnitt auf die Idee kam zu flüchten, sodass diese schießen mussten. Man konnte, denke ich, auch damals schon auf den Gedanken kommen, dass das nicht gerade einwandfrei ist, was man da machen musste und ich gehe mal davon aus, dass man auch irgendwie die Möglichkeit hatte, den Einsatzort zu wechseln.


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#43

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 17.09.2011 13:50
von passport | 3.201 Beiträge | 2310 Punkte
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Hallo,

Was sind informelle MA. Wir waren " offizielle " MA. IM sind inoffizielle MA. Eigentlich sollte man nach 21 Jahren dieses wissen .

1 MA auf 180 Bürger der DDR. Ironisch gesehen stand an jeder Hausecke ein MA zählte seine Schäfchen. Brrr, wie schröcklich

Tipp 1. Befasse dich mal mit den einzelnen Linien ( HA ) des MfS. Da wirst du feststellen, das mit diesen " inneren " Aufgaben hauptamtlich nur die HA XX zum Einsatz kam. Personalstärke gesamt 1400 MA. Dann bekommst du auch einen anderen Zahlenspiegel wie 180 zu 1

Tipp 2. Gerne werden bei dieser Zahlenspielerei das WR FED, die Rückwärtigen Dienste sowie andere Nichtoperative Dienste zugerechnet.

Tipp 3. Damals wie heute ob DDR oder BRD hat jeder Bürger(In) die Pflicht Straftaten bei den zuständigen Dienststellen anzuzeigen
Das hat nichts mit Denunziation zu tun. Hier gilt es Menschen, den Staat, Werte und gesellschaftliches /Privates Eigentum zu schützen.
Vorbereitung und Versuch sind dabei schon strafrelevant.

Nun mal in eigener Sache mit den Grenztoten. Jeder Toter ist ein Toter zuviel. Bedauerlicherweise hat es auf beiden Seiten Grenztote gegeben. Da in dieser Angelegenheit die BRD in einem Glaskasten sitzt sollte Sie nicht mit Steinen auf Andere werfen.

Grenztote landseitig DDR : 249

Grenztote landseitig BRD : 420

Nachzulesen im Buch " Besuchszeit " Autor Peter Pfütze Seite 127 bis 128

Hier der § 213 Strafgesetzbuch der DDR


Durch Gesetz vom 28. Juni 1979 wurde der § 213 wie folgt geändert:
- die Abs. 1, 2 und 3 erhielten folgende Fassung:
"(1) Wer widerrechtlich die Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik passiert oder Bestimmungen des zeitweiligen Aufenthalts in der Deutschen Demokratischen Republik sowie des Transits durch die Deutsche Demokratische Republik verletzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Verurteilung auf Bewährung, Haftstrafe oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer als Bürger der Deutschen Demokratischen Republik rechtswidrig nicht oder nicht fristgerecht in die Deutsche Demokratische Republik zurückkehrt oder staatliche Festlegungen über seinen Auslandsaufenthalt, verletzt.
(3) In schweren Fällen wird der Täter mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu acht Jahren bestraft. Ein schwerer Fall liegt insbesondere vor, wenn
1. die Tat Leben oder Gesundheit von Menschen gefährdet;
2. die Tat unter Mitführung von Waffen oder unter Anwendung gefährlicher Mittel oder Methoden erfolgt;
3. die Tat mit besonderer Intensität durchgeführt wird;
4. die Tat durch Urkundenfälschung (§ 240), Falschbeurkundung (§ 242) oder durch Mißbrauch von Urkunden oder unter Ausnutzung eines Verstecks erfolgt;
5. die Tat zusammen mit anderen begangen wird;
6. der Täter wegen ungesetzlichen Grenzübertritts bereits bestraft ist."
- der bisherige Absatz 3 des § 213 wurde Absatz 4.


Gruß

passport


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#44

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 17.09.2011 14:04
von Moskwitschka (gelöscht)
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zuletzt bearbeitet 17.09.2011 14:09 | nach oben springen

#45

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 17.09.2011 14:46
von passport | 3.201 Beiträge | 2310 Punkte
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Hallo Grenzgängerin,

Allgemein geschrieben, nicht persönlich gemeint !

Kann natürlich nur mit Zahlen arbeiten, die mir offiziel zur Verfügung stehen. Werde mich hüten irgenwelche Phantasiezahlen von sogenannten " Opferverbände " hier reinzustellen.

In den letzten Jahren haben viele leitende MA des MfS Bücher / Artikel über Ihre Tätigkeit bei diesen Organ geschrieben. Sie bieten für alle Interessenten einen Einblick in die Tätigkeiten / Arbeitsweise dieses Ministeriums.

Nun ist die Frage zu stellen, wer sind diese Regimeopfer, die bei der Buchvorlesung sich Rüpelhaft und ohne Anstand benommen haben. Das sind doch Personenkreise die mit dem Strafgesetzbuch der DDR in Konflikt gekommen sind und nun meinen mit diesen Krawallen auf sich aufmerksam machen zu müssen. Ein alter weiser Spruch meiner Großmutter lautete : Wer schreit, hat Unrecht

Gruß

passport


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#46

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 17.09.2011 15:08
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hallo passport,

meine Oma hatte auch einen Spruch auf den Lippen: "Was gut ist gegen die Kälte, ist auch gut gegen die Wärme". Unsere Großmütter mögen von Fall zu Fall recht haben, doch an der Grenze haben solche Sprüche bestimmt nicht gegolten. Oder haben die Grenzer im Hochsommer ihre Kunstfellschapkas getragen?

Unterschiedliche Standpunkte können manchmal richtig weh tun. Vor allem dann, wenn die Gegenseite mit Ignoranz auf Erlebtes reagiert. Und was tut man, wenn es wahnsinnig weh tut: Schreien. (Ich schreie auch manchmal ).

Was Herrn Pfütze betrifft, so denke ich, dass er eine nicht so gute Quelle ist.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 17.09.2011 15:09 | nach oben springen

#47

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 17.09.2011 20:51
von Feliks D. | 8.889 Beiträge | 38 Punkte
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Zitat von we1rdo

Zitat von Feliks D.


War dies die einzige Aufgabenstellung die das MfS zu realisieren hatte, lernt man das heute so?

Das zielt doch ganz sicher auf die §§106 und 220 StGB ab. Was ist dann mit Personen die heute durch Sicherheitsdienste der BRD als Andersdenkende verfolgt, bespitzelt, abgeurteilt und weggesperrt werden? Welche Meinug hast Du dazu?




Nun ja... Das war nunmal die Hauptaufgabe des MfS. Sicherlich wirst du darüber eine andere Meinung haben, so wie es sich für mich darstellt, war die Hauptaufgabe des MfS die Sicherung der Macht nach innen, mit allen Mitteln. Und wenn wir schon dabei sind: Wenn das Ausmaß der Bespitzelung so hoch ist, wie in der DDR, dass diese Form der "Verbrechensbekämpfung" in jedermanns Wahrnehmung ist und es eine Warnung an all jene ist, die nicht systemkonform sind, dann hat für mich der Geheimdienst irgendwo versagt. Das ist dann einfach nur ein offen zur Schau gestelltes Drohorgan, das auf die Bevölkerung losgelassen wird.
Der Verfassungsschutz und BND, generell Geheimdienste spitzeln. Gehört nunmal zu ihren Aufgaben, aber kein Geheimdienst hat so übertrieben, wie das MfS. Das Verhältnis Spitzel/Bevölkerung ist, soweit ich weiß, bis heute nie mehr so extrem gewesen, wie damals in der DDR. 1 hauptamtlicher Mitarbeiter auf 180 Bürger ZUZÜGLICH informelle Mitarbeiter...

Es geht mir einfach auch überhaupt nicht darum, dass es das MfS gab. Jeder Staat hat einen Geheimdienst. Das schlimme ist einfach nur, WIE das MfS gearbeitet hat.




1. War dies nicht die Hauptaufgabe. Andernfalls kannst Du mir sicher erklären, welcher %satz der Mitarbeiter operativ tätig und gegen oppositionelle Kräfte eingesetzt war.

2. In deine Zahl beziehst Du ja vom Wachregiment über die Passkontrolle bis zur Putzfrau alles ein. So kann ein seriöser Vergleich nicht geführt werden!

3. Wie das MfS gearbeitet hat? Warum zieht sich jeder allein an den diskussionswürdigenSachen auf und verleugnet Dinge wie z.B. die Aufdeckung und das Verhindern von Sabotage, Spionage, Wirtschaftsstraftaten, Mordfällen, organisiertem Verbrechen und vielem mehr?

4. Fehlt mir leider Deine Antwort auf folgende Frage:

Zitat von Feliks D.

Zitat von we1rdo
Dennoch hätte man ja irgendwie drauf kommen können, dass es nicht ganz so korrekt sein kann, politisch Andersdenkende zu bespitzeln und inhaftieren...



Das zielt doch ganz sicher auf die §§106 und 220 StGB ab. Was ist dann mit Personen die heute durch Sicherheitsdienste der BRD als Andersdenkende verfolgt, bespitzelt, abgeurteilt und weggesperrt werden? Welche Meinug hast Du dazu?




5.

Zitat von we1rdo

Zitat von Feliks D.
Im Rahmen der Bearbeitung des EV wurde der Beschuldigte geständig und der Tatablauf aufgeklärt.



Der Beschuldigte wurde geständig. Lass mich raten. In stundenlangen, täglich wiederkehrenden Verhören mit den selben Fragen, immer und immer wieder... Und ja, ich kann da mitreden, da ich die Verhörprotokolle, das Ausmaß und die Wirkung/Veränderung des "Beschuldigten" (in der Regel ja direkt Schuldige..) nachlesen konnte.




Möchtest Du damit jetzt einen Straftäter und Verbrecher als Unschuldig hinstellen? Er offenbarte detailliertes Täterwissen, beschaffte nachweislich die Brandmittel, hatte Anhaftungen derselben an Kleidungsstücken und war letztendlich geständig. Hier durch Deine Aussagen vermitteln zu wollen er wäre unschuldig zu diesem gezwungen worden ist gelinde gesagt eine Frechtheut von jemanden der bis auf das Studium einer weniger Akten keinerlei Fachkenntnisse vorweisen kann. Aber so macht man heute gerne Täter zu Opfern!

Nun ja, trotzdem freue ich mich auf Deine Antwort, ganz besonders zu Frage Nr. 4!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
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#48

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.09.2011 01:31
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hallo Feliks D.,

das interessiert mich nun doch.

Wie hoch war der Anteil des MfS bei der Aufklärung von Straftaten etc. (Frage 3 Deines vorangegangenes Beitrages) , wenn die Aufgaben der K wie folgt im NVA Forum beschrieben werden:

http://www.nva-forum.de/nva-board/index....&showtopic=3174

Die K gliederte sich in die Arbeitsgebiete I bis VIII.

Arbeitsgebiet I der Kriminalpolizei:
Aufgabe: Bekämpfung der Kriminalität mit speziellen Mittel und Methoden im operativen Stadium (kein Untersuchungsorgan)
Arbeitsrichtung I / 1: Bekämpfung von Angriffen gegen das sozialistische Eigentum und die Volkswirtschaft sowie von Angriffen gegen die allgemeine Sicherheit
Arbeitsrichtung I / 2: Bekämpfung von Angriffen gegen die DDR, gegen staatliche und öffentliche Ordnung, gegen die Persönlichkeit, die Jugend und Familie
Arbeitsrichtung I / 3: Gewährleistung der operativen Sicherung und Einhaltung der sozialistischen Gesetzlichkeit im Bereich der Tätigkeit von Vereinigungen, insbesondere kleiner Religionsgemeinschaften
Arbeitsrichtung I / 4: Bekämpfung von Straftaten, die von Strafgefangenen während des Strafvollzuges oder vor dem Strafvollzug begangen wurden
Kräfteverteilung: MdI Abteilung I der Hauptabteilung Kriminalpolizei, BdVP Dezernate I der Abteilungen Kriminalpolizei, Kommissariate bzw. Sachgebiete I der Volkspolizeikreisämter / Transportpolizeiämter

Arbeitsgebiet II der Kriminalpolizei
Aufgabe: Untersuchungsorgan des MdI im Sinne des § 88 StPO, Bekämpfung von Straftaten im Rahmen des Ermittlungsverfahrens (in der Regel mit Untersuchungshaft)
Arbeitsrichtung: Straftaten gegen das Leben und Gesundheit
Arbeitsrichtung: Straftaten gegen die Staatsgrenzen der DDR
Arbeitsrichtung: Ausländerkriminalität
Arbeitsrichtung: Morduntersuchungskommission
Arbeitsrichtung: Branduntersuchungskommission
Kräfteverteilung: MdI Abteilung II der Hauptabteilung Kriminalpolizei, BdVP Dezernate II der Abteilung Kriminalpolizei

Arbeitsgebiet III der Kriminalpolizei:
Aufgabe: Bekämpfung von Straftaten, die nicht in die Kompetenz des Arbeitsgebietes II fallen (in der Regel ohne Untersuchungshaft)
Kräfteverteilung: MdI Abteilung III der Hauptabteilung Kriminalpolizei, BdVP Dezernate III der Abteilung Kriminalpolizei, Volkspolizeikreisämter / Transportpolizeiämter Kommissariate III / Sachgebiete III

Arbeitsgebiet IV der Kriminalpolizei:
Aufgabe: Kriminaltechnik, Suche, Sicherung, Wertung und Begutachtung von Sachbeweisen
Fachgebiet: Daktyloskopie
Fachgebiet: Trassologie und Gerichtsballistik
Fachgebiet: Gerichtschemie
Fachgebiet: Gerichtsbiologie
Fachgebiet: Sondertechnik
Fachgebiet: Straftatenvergleich
Fachgebiet: Kriminalistische Fotografie
Kräfteverteilung: MdI Kriminalistisches Institut, BdVP Dezernate IV, Volkspolizeikreisämter / Transportpolizeiämter Kommissariate IV / Sachgebiete IV / Offizier für Kriminaltechnik

Arbeitsgebiet V der Kriminalpolizei
Aufgabe: Fahndungsorgan, Durchführung von Fahndungen
Kräfteverteilung: MdI Referat 5 der Hauptabteilung Kriminalpolizei, BdVP Dezernate V, Volkspolizeikreisämter Kommissariat V / Sachgebiet V

Arbeitsgebiet VI der Kriminalpolizei
Aufgabe: kriminalistische Karteien und Sammlungen
- Unterlagen der operativ-kriminalpolizeilichen Registrierung
- Personenkartei
- Personenakten
- Unterlagen über die Kontrolle der Personenbewegung
- Fahndungskartei für Personen und Sachen des Bezirkes
- Unterlagen über An- und Verkauf von Sachen sowie der Nachweis über vermißte Personen und unbekannte Tote
- Statistiken der Kriminalpolizei
- Straftatenvergleichskartei
Kräfteverteilung: MdI Kriminalistisches Institut, BdVP Dezernate VI

Arbeitsgebiet VII der Kriminalpolizei
Aufgabe: Bekämpfung von Straftaten und Vorkommnissen die durch Kinder und Jugendliche verursacht wurden
Kräfteverteilung: MdI Abteilung II der Hauptabteilung Kriminalpolizei, BdVP Dezernate III der Abteilung Kriminalpolizei, PdVP (nur Berlin) Dezernat VII der Abteilung Kriminalpolizei, Volkspolizeikreisämter Kommissariate VII / Sachgebiete VII

Arbeitsgebiet VIII der Kriminalpolizei
Aufgabe: Durchführung von Personenkontrollen
Kräfteverteilung: Volkspolizeikreisämter Offiziere für Personenkontrolle in den Kommissariaten VIII der Abteilung Kriminalpolizei der Volkspolizeikreisämter Kategorie I bzw. in den Sachgebieten VIII der Abteilung Kriminalpolizei der Volkspolizeikreisämter der Kategorie II - IV

Nochmal zurück zum Arbeitsgebiet I der Kriminalpolizei.
Der Leiter der Abteilung I der Hauptabteilung Kriminalpolizei im MdI, dessen Stellvertreter und die Leiter der Dezernate I der BdVP waren Grundsätzlich Offiziere im besonderen Einsatz des MfS. Ebenso die Leiter der Dienststellen I / U. Ansonsten war im Arbeitsgebiet I der Kriminalpolizei ein hoher Anteil an IM des MfS vorhanden.
Die Hauptaufgaben des AG I der Kriminalpolizei waren:
1. Vorbeugung und Verhinderung von bedeutenden Straftaten, insbesondere des ungesetzlichen Grenzübertritts, des unbefugten Waffen-, Sprengmittel- und Munitionsbesitzes und anderen Angriffen, welche die öffentliche Ordnung und Sicherheit durch schwerwiegende politische, ökonomische und ideelle Auswirkungen maßgeblich beeinträchtigen können.
2. Schwerpunktmäßige Erforschung und Bearbeitung der Latenzbereiche insbesondere zum Schutz des sozialistischen Eigentums, der Volkswirtschaft, von Angriffen gegen die allgemeine Sicherheit und die staatliche Ordnung sowie im grenzüberschreitenden Reise-, Transit- und Warenverkehr.
3. Personenkontrolle mit speziellen Mitteln und Methoden besonders gefährlicher Rechtsbrecher, Rückfalltäter und anderer kriminell und asozial gefährdeter Personen, zur rechtzeitigen Aufdeckung von Straftaten, ihrer Verhinderung oder Unterbrechung.
4. Aufdeckung und Verhinderung von Störungen in Vorbereitung und Durchführung von politischen und gesellschaftlichen Höhepunkten und Veranstaltungen.
5. Differenzierte Bearbeitung von Personengruppen in Religionsgemeinschaften und Vereinigungen, die diese Tätigkeit zur Organisierung und Durchführung krimineller und feindlicher Handlungen zu nutzen versuchen.
6. Gewährleistung einer hohen Sicherheit in den Strafvollzugseinrichtungen, insbesondere zur Aufdeckung und Verhinderung von Ausbrüchen, Entweichungen, Angriffen auf das Leben und die Gesundheit von Strafvollzugsangehörigen und anderen bedeutsamen Vorkommnissen.

Für die Durchführung der gestellten Aufgaben arbeitete das Arbeitsgebiet I der Kriminalpolizei mit IKM (Inoffiziellen kriminalpolizeilichen Mitarbeitern zusammen. Dabei gab es folgende Kategorien:
- IKMO Inoffizielle Kriminalpolizeiliche Mitarbeiter für operative Aufgaben,
- IKMS Inoffizielle Kriminalpolizeiliche Mitarbeiter zur Lösung von konspirativen Spezialaufgaben,
- IKMR Inoffizielle Kriminalpolizeiliche Mitarbeiter aus Kreisen der Rechtsbrecher, Asozialen, Rückfälligen und kriminell gefährdeten Personen bzw. mit festen Verbindungen zu diesen Personenkreisen,
- IKMA Inoffizielle Kriminalpolizeiliche Mitarbeiter mit besonderer Aufgabenstellung,
- LIKM Leitende Inoffizielle Kriminalpolizeiliche Mitarbeiter, die beauftragt sind, IKM und KK zu führen,
- TQ Inhaber von Treffquartieren u. a. Möglichkeiten, um die Konspiration der Zusammenarbeit zu sichern.

Wenn ich das richtig verstehe, dann waren es IM's bei der Kripo und nur die obersten Kader waren Offizire im besondersn Einsatz des MfS.

Wer hat nun die Arbeit gemacht bei der Aufklärung der Straftaten? Das MfS oder die Kripo?

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 18.09.2011 01:40 | nach oben springen

#49

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.09.2011 02:00
von Manfred B. (gelöscht)
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Zitat von Feliks,

1988 gab es einen Großbrand in einem VEB in Torgelow, der u.a. Kohleanzünder produzierte, mit einer Schadenshöhe im Millionen Mark Bereich. Als Ursache wurde durch unser Referat Brandstiftung ermittelt und ein Haftbefehl gegen den Verdächtigen erwirkt. Im Rahmen der Bearbeitung des EV wurde der Beschuldigte geständig und der Tatablauf aufgeklärt.

Nur ein sehr krankes Hirn kann hier von einem Opfer sprechen, aber klar er war ja Widerständler der aktiv für die Beseitigung der DDR eingetreten ist indem er half ihre ökonomische Basis zu schädigen.


Feliks, damit lenkst du ab. Klar ist es eine Straftat. Dieses hat aber nichts mit poltischen Häftlingen zu tun und das macht einen Unterschied!!!


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#50

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.09.2011 02:30
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hallo Feliks, D.

1988 war ein brisantes Jahr.

Zitat aus

Strafrechtliche Verfolgung politischer Gegner
durch die Staatssicherheit im Jahre 1988
Der letzte Jahresbericht der
MfS-Hauptabteilung Untersuchung

http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Publik...publicationFile

Etwa 90 Prozent aller strafrechtlichen Verfahren und Vorermittlungen hatten einen
politischen Bezug. Überwiegend betrafen sie Ausreise- und Fluchtbestrebungen, also
Vorhaben und Handlungen DDR-Überdrüssiger zum Verlassen ihres Staates. Die
restlichen knapp 10 Prozent der Untersuchungen entfielen auf Taten mit kriminellem
Profil wie Tötungsdelikte, Brandstiftungen, Vergehen zur persönlichen Bereicherung,
Waffendelikte und andere Straftaten, bei denen das MfS ein »operatives Interesse«
geltend gemacht hatte. Das betraf besonders schwierige Ermittlungen, die im Bereich
der gewöhnlichen Kriminalität vom MfS übernommen wurden, weil seine Untersuchungsorgane
über erfahrene und gut geschulte Ermittler sowie über hochwertige
Kriminaltechnik und über das Instrumentarium der Kriminalpolizei hinausgehende
»spezifische«, das heißt geheimdienstliche Möglichkeiten verfügte.
Die MfS-Ermittler erfüllten damit ihre Aufgabe, staatsfeindliche oder staatsgefährdende
Bestrebungen strafrechtlich zu verfolgen, denn Flucht- und Ausreisevorgänge
unterminierten in ihrer Summe zweifellos die Stabilität der DDR. In Übereinstimmung
mit dem schon oben erwähnten Kommentar zur Strafprozeßordnung von
1987 befanden sie sich dennoch nicht, denn der dort ausgewiesene Zuständigkeitsbereich
der MfS-Untersuchungsorgane (Straftaten nach dem 1. und 2. Kapitel des
besonderen Teils des StGB) machte weniger als fünf Prozent der Ermittlungsverfahren
aus.
Im Ganzen wurden gegen 3 668 Personen Ermittlungsverfahren eröffnet. Für die
Betroffenen bedeutete das meistens Verhaftung, Verhöre in den Untersuchungsgefängnissen
der Staatssicherheit und den Verlust ihrer Freiheit für Monate oder Jahre.
Im Jahre 1988 ging jedem vierten Ermittlungsverfahren eine strafrechtliche Vorprüfung
voraus, das heißt im Ergebnis einer Befragung wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Nicht erreichbar waren für die Mitarbeiter der Linie IX 791 DDR-Bürger, die geflüchtet
oder von einer Reise ins westliche Ausland nicht zurückgekehrt waren; sie
wurden in Ermittlungsverfahren mit Fahndung bearbeitet.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 18.09.2011 02:36 | nach oben springen

#51

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.09.2011 02:48
von Manfred B. (gelöscht)
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Feliks, beim Stöbern in meinen Akten habe ich den Beschluss von meinem Rehabilitierungsverfahren gefunden.

Ich zitiere mal aus diesen Blättern:

Landgericht xxx x. Rehabilitierungskammer

Beschluss

Für xxx
Antragsteller
Staatsanwaltschaft xxx

Hat das Landgericht xxx, x. Rehabilitierungskammer, am xxx
durch:
Richter am Oberlandungsgericht xxx,
Richter am Sozialgericht xxx,
Richter xxx

Das Urteil des x. Strafsenats des Bezirksgerichtes xxx vom xxx – xxx , durch welches der Antragsteller wegen Freiheitsberaubung, wegen fortgesetzter staatsfeindlicher Hetze und Staatsverleumdung, versuchten illegalen Verlassen der DDR (§213, 239 StGB) zu einer Gefängnisstrafe von xxx verurteilt worden ist, wird für

rechtsstaatswidrig

Erklärt und

Aufgehoben.

Der Antragsteller hat in der Zeit vom xxx bis zum xxx zu Unrecht eine Freiheitsentziehung erlitten.
Der Antragsteller hat einen Anspruch auf Erstattung gezahlter Kosten des Verfahrens und seiner notwendigen Auslagen.
Die Entscheidung ergeht gerichtsgebührenfrei. Die notwendigen Auslagen des Antragsellers trägt die Staatskasse.
Diese Entscheidung beruht auf § x Abs. 1 Nr. x e), h), A. xxx des Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes vom 29. Oktober 1992.
Sie ist gem. § 13 Abs. 2 Nr. 1 dieses Gesetzes nicht anfechtbar.
Xxx xxx xxx


Ist die Frage Unrecht nun geklärt?!?!


zuletzt bearbeitet 18.09.2011 03:10 | nach oben springen

#52

RE: Vorstellung we1rdo

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Hallo Grenzgängerin,,

Denke schon, das Peter Pfütze die Wahrheit über seine Tätigkeit schreibt. Bis jetzt ( soweit mir bekannt ) ist von offizieller bundesdeutscher Seite der damals agierenden Personen keine Gegendarstellung erfolgt. Das heißt, das alle beteiligten Personen den Inhalt des Buches akzeptieren.
Wenn du das Buch besitzt, lese mal die Seiten 54-57. Den Spiegelbericht stelle ich hier ein.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40616475.html

Gruß

passport


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#53

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.09.2011 11:09
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hallo Passport,

über Herrn Pfütze erlaube ich mir diesbezüglich auch kein Urteil. Es ging einzig und allein um die Anzahl der Toten an der innerdeutschen Grenze.

Aber da wir gerde über Herrn Pfütze schreiben, kannst Du bestimmt sagen, wie sich seine Tätigkeit genau beschreiben lässt. Im Organigramm des MfS von 1988 wird er in Abt. 10 Beziehungen zu »Bruderorganen« (OSL Peter Pfütze) dargestellt.

http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Publik...publicationFile Seite 104

Wie passt da die Ständige Vertretung der BRD rein? "Bruderorgane" waren doch bestimmt nicht die Brüder und Schwestern im Westen, oder?

Ich möchte damit nicht die Glaubwürdigkeit von Herrn Pfütze untergraben. Ich musste nur schmunzeln, als ich ihn in besagten Organigramm gefunden habe.

LG von der grenzgaengerin


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#54

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.09.2011 11:35
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Hallo Grenzgängerin,

Antwort zu den Besonderheiten dieser Aufgaben stehen in seinem Buch S. 12-19. Es ist davon auszugehen, das sein Referat aufgrund der Erfahrungen mit Rückführungen von Bürger(In) aus oder in die ehem. sozial. Staaten diplomatische Erfahrungen besaß.
Da es eine innerdienstliche Bezeichnung war wurde es dabei belassen.

Gruß

passport


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#55

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.09.2011 11:41
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Hallo passport,

danke für die schnelle Antwort. Nachvollziehbar.

LG von der grenzgaengerin


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#56

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.09.2011 13:56
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Hallo Grenzgängerin,

Gerne, ansonsten fühle ich mich heimisch bei der Passkontrolle, den eigentlichen ehemaligen Arbeitsbereich von mir.

Gruß

passport


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#57

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.09.2011 15:52
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Was hat das mit dem eigentlichen Thema zu tun?!


MfG
Jawa350
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#58

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.09.2011 11:20
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Zitat von Feliks D.
Was ist dann mit Personen die heute durch Sicherheitsdienste der BRD als Andersdenkende verfolgt, bespitzelt, abgeurteilt und weggesperrt werden? Welche Meinug hast Du dazu?



Das ist natürlich völlig legitim, da die Sicherheitsdienste in der BRD nicht MfS heißen, sondern Verfassungsschutz und Co und diese das Recht zu allem haben. (<- I R O N I E)

Jetzt mal im Ernst Feliks, du redest doch permanent um den heißen Brei. Du streitest ab, dass es im MfS keiner psychische Folter gab (tage-/nächtelange Verhöre, Erpressung, etc.) TROTZ Beweise durch selbstgefertigte Akten, du bestreitest, dass die Hauptaufgabe des MfS die Sicherung der Macht nach Innen war...
Mag sein, dass die Hauptaufgabe des MfS auf dem Blatt eine andere war, de facto, und auch das widerum belegen die Akten des MfS, war die Sicherung der Macht nach Innen die Hauptaufgabe. Der Beitrag von grenzgaengerin veranschaulicht das ganz deutlich.

Wenn es solche Methoden in deutschen Geheimdiensten geben sollte, wie vom MfS praktiziert, dann bin ich genauso entschieden dagegen, wie ich gegen die Verklärung der Taten des MfS bin.

Und bitte. Fang wieder an damit, dass ich das nicht selbst erlebt habe, dass ich keinen Bezug habe, usw.
Dazu sage ich nur: Ich habe auch noch keinen Krieg mitgemacht (wie die wenigsten hier!) und kann trotzdem sagen, dass Krieg scheiße ist und jeder wird mir zustimmen. Und nun!?

@Jawa: Ist doch ne schicke Diskussion. Verhärtete Fronten und sich im Kreis drehende Diskussionen. Aber finde es gut, dass ehemalige MfSler sich daran beteiligen. Auch wenn ich zumindest Feliks Argumentationslinie langsam ein bisschen weltfremd finde..
:)


zuletzt bearbeitet 19.09.2011 11:21 | nach oben springen

#59

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.09.2011 23:13
von Feliks D. | 8.889 Beiträge | 38 Punkte
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Zitat von grenzgaengerin

Wer hat nun die Arbeit gemacht bei der Aufklärung der Straftaten? Das MfS oder die Kripo?



Beide! Die DVP hatte ihre Zuständigkeiten im Bereich der allgemeinen Kriminalität, während das MfS in erster Linie für den Bereich der Verbrechen gegen die DDR und den Frieden zuständig war. Weiterhin erfolgten im engen Zusammenwirken mit der DVP auch Untersuchungshandlungen durch das MfS zur Aufklärung von Gewaltverbrechen und weiteren schwersten Erscheinungsformen der allgemeinen Kriminalität. Wurde die staatliche Sicherheit durch die Umstände und Auswirkungen einer Straftat berührt so bedingte dies eine Übernahme des von der DVP eingeleiteten Ermittlungsverfahrens. Zuständig hierfür zeichneten die Spezialkommissionen der Linie IX. http://www.mfs-insider.de/SachbuchPDF/Untersuchung9.pdf


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
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#60

RE: Vorstellung we1rdo

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.09.2011 23:21
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Zitat von grenzgaengerin
Im Ganzen wurden gegen 3 668 Personen Ermittlungsverfahren eröffnet. Für die
Betroffenen bedeutete das meistens Verhaftung, Verhöre in den Untersuchungsgefängnissen
der Staatssicherheit und den Verlust ihrer Freiheit für Monate oder Jahre.



Dies entspräche bezogen auf die Gesamtbevölkerung gerade einmal 0,02% aller Einwohner. Rechtfertigen heute nun also diese 0,02% das heute so gerne kolportierte Gerücht von einer realen Bedrohung jedes Bürgers, die geschürte allgemeine Stasi-Hysterie oder gar eine ganze "Aufarbeitungsbehörede"? Zumal ja nun nicht wenige dieser Beschuldigten als Mörder, Brandstifter oder Hetzer in anderen Ländern ebenfalls strafrechtlich zur Verantwortung gezogen worden wären.

Ich finde 0,02% sind eine recht dünne Basis für die heutige Hysterie.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
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