Uniformierter Grenzer im Intershop?

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25.08.2011 20:46
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#1
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Ich habe eine zunächst unwesentlich erscheinende Frage an die Forum-Gemeinde:

war es uniformierten, GWD-leistenden AGT gestattet, im Intershop einzukaufen? (Zeitraum etwa 1977)

VG Huf

P.S. Nur ernstgemeinte Zuschriften erbeten!


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25.08.2011 22:11
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#2
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Stell diese Frage doch mal an den Sender Jerewan
Im Prinzip ja aber ....


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25.08.2011 23:50 (zuletzt bearbeitet: 25.08.2011 23:53)
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#3
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Hallo Huf,

quäl Dich doch mal durch das Buch:

Staatsfeinde in Uniform?
(Widerständiges Verhalten und politische Verfolgung in der NVA)

http://books.google.de/books?id=yxGQb99V...epage&q&f=false

LG von der grenzgaengerin

PS Ich war 1975 im Blauhemd im Intershop am Alexanderplatz


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26.08.2011 05:02
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#4
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Ich denk mal ja, solange er nicht unterm Ladentisch um politisches Asyl nachgesucht hat............................:-)
Es gab viele Sachen von denen man landsläufig glaubte sie wären verboten denen aber nicht so war. Das soll natürlich nicht heissen das sowas gern gesehen war.

Andreas


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26.08.2011 05:45
#5
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Da ich nie D.Mark besaß, war ich nicht informiert: Durfte man 77 überhaupt im Intershop als DDR. Bürger einkaufen?

Theo 85/2


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26.08.2011 06:18
#6
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Sicher durfte man @ theo- wenn man die entsprechende Währung besaß....:-) Weiss nicht, wann die Forumschecks kamen, aber die oder D- Mark musste man haben....Meine Oma war öfter mit mir,wenn Sie von einer Westreise zurückkam und noch Geld über hatte...


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26.08.2011 06:48
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#7
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Zitat von Theo85/2
Da ich nie D.Mark besaß, war ich nicht informiert: Durfte man 77 überhaupt im Intershop als DDR. Bürger einkaufen?

Theo 85/2



Hallo Theo,

Man durfte als DDR- Bürger durchaus im Intershop einkaufen um "überschüssige" freikonvertierbare Währung los zu werden. Besonders Seeleute verfügten über Westgeld andere erhielten sogenannte Forumschecks. Den größten Intershop der DDR gab es in Rostock (im Volksmund "Deutschlandhalle" genannt) ein richtiges Warenhaus, wo man auf der Terrasse auch eine Tasse Kaffee (gegen Westgeld versteht sich) genießen konnte. Eigentlich war die "Deutschlandhalle" eine Provokation, die Kaufhallen zeigten gähnende Leere und die "Deutschlandhalle" war pickepacke voll, nur konnte sich der DDR- "Normalbürger" nur am Schaufenster nur die Nase platt drücken.
Mein Onkel Klaus war da von einen anderen Kalliber, setzte sich auf die Terrasse bestellte einen Kaffee und wollte mit Mark der DDR bezahlen...
Hätte ihn auch den Job als Angestellter bei der Feuerwehr kosten können, dabei wollte er doch nur ein bisschen Spaß.

Gruß Hartmut!


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26.08.2011 09:14
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#8
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Ich gehe davon aus,das jeder das vermieden hat.Ich habe immer für einen guten Freund,er war VP Angehöriger Abt.F,welcher mehr Westgeld hatte wie manch anderer im Shop eingekauft.Er hat es sogar Vermieden in Zivil darein zu gehen.


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26.08.2011 10:57
#9
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Zitat von utkieker

Zitat von Theo85/2
Da ich nie D.Mark besaß, war ich nicht informiert: Durfte man 77 überhaupt im Intershop als DDR. Bürger einkaufen?

Theo 85/2



Hallo Theo,

(...) Den größten Intershop der DDR gab es in Rostock (im Volksmund "Deutschlandhalle" genannt) ein richtiges Warenhaus, wo man auf der Terrasse auch eine Tasse Kaffee (gegen Westgeld versteht sich) genießen konnte.
(...)
Gruß Hartmut!




Soweit ich mich erinnern kann, fuhren von Lübeck täglich große Schiffe nach Rostock und zurück und der Intershop war für diese Westtouristen gedacht, die in Rostock formlos ein Tagesvisum erhielten (sofort erhältlich wie für Ostberlin).
Theo


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26.08.2011 11:05 (zuletzt bearbeitet: 26.08.2011 11:11)
avatar  S51
#10
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S51

Also in Uniform, das habe ich mir denn doch verkniffen. Wäre vielleicht eine gar zu freche Provokation gewesen. Wußte man doch nie, ob nicht doch einer guckt. In Zivil war dies jedoch egal. Vermittels Westverwandtschaft hatte ich seit der Lehre immer ein bischen Westgeld. Das habe ich freilich nie mit auf die Dienststelle genommen. Weder pur noch als Forumscheck. Und mir für die Exkursionen in die "Glitzerwelt" immer nur einen Intershop ausgesucht, der nun nicht gerade im Arbeitsbereich lag. Man weiß ja nie, wen man trifft.
Von einem förmlichen Verbot jedoch weiß ich nicht. Speziell für Berlin-Lichtenberg hätte es ja durchaus sein können, dass bei Streitigkeiten ein Funkwagen von den Angestellten gerufen wurde. Etwa, wenn jemand geklaut hatte, nicht bezahlen konnte oder wollte oder es als Alki nicht bis in das Untergeschoss des Bahnhofs geschafft hatte sondern nur bis zum Intershop. So etwas kam schon mal vor und dann musste man als Polizist auch dort in Uniform handeln. Ohne vor lauter großen Augen über das zu stolpern, was denn so am Boden lag.
War eben auch nur ein Laden.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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26.08.2011 11:08
avatar  Mike59
#11
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Zitat von Pit 59
Ich gehe davon aus,das jeder das vermieden hat.Ich habe immer für einen guten Freund,er war VP Angehöriger Abt.F,welcher mehr Westgeld hatte wie manch anderer im Shop eingekauft.Er hat es sogar Vermieden in Zivil darein zu gehen.


-----------------
Wow, wie viel Wrigley's hast du denn für deine Aufopferung abgefasst
Oder warst du der Typ der über den Verkaufstresen gesprungen ist und um politisches Asyl gebeten hatte

Mike59


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26.08.2011 11:14 (zuletzt bearbeitet: 26.08.2011 11:16)
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#12
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Zitat von utkieker
Eigentlich war die "Deutschlandhalle" eine Provokation, die Kaufhallen zeigten gähnende Leere und die "Deutschlandhalle" war pickepacke voll, nur konnte sich der DDR- "Normalbürger" nur am Schaufenster nur die Nase platt drücken.



Habe das immer für falsch gehalten, genauso wie Genex. So konnte man sich Frust und Widerstand in der Bevölkerung auch wunderbar selbst schaffen und das hat selbst progressive Kräfte verprellt.


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26.08.2011 11:28
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#13
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Danke für Eure bisherigen Beiträge!

Ich stellte die Frage deshalb, weil sich nach unserer Vereidigung in Stendal im Nov. 1977 ein Kamerad in Uniform im Intershop einen großen Beutel voll Bierdosen gekauft hat.
Auf der Rückfahrt nach Glöwen auf dem W 50 wurde das imperialistische Bier dann gemeinschaftlich vernichtet.
Unser KC hatte Schreikrämpfe und Tobsuchtsanfälle!

VG Huf


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26.08.2011 11:30
avatar  TOMMI
#14
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Das waren doch alles Dinge, die ordnungsgemäß importiert waren? (von denen, die in der DDR hergestellt waren, mal ganz zu
schweigen).
Dann hättn die doch in DDR-Währung verkauft werden müssen. So war meines erachtens das ganze illegal?

EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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26.08.2011 11:33 (zuletzt bearbeitet: 26.08.2011 11:34)
avatar  GZB1
#15
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Zitat von Huf


..Auf der Rückfahrt nach Glöwen auf dem W 50 wurde das imperialistische Bier dann gemeinschaftlich vernichtet....

VG Huf



Nun, dann wurde der Klassenauftrag doch 100%tig erfüllt.


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