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#381

RE: Geschichten vom Grenzdienst!

in Grenztruppen der DDR 30.06.2019 13:43
von bürger der ddr (gelöscht)
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Nach meiner Grundausbildung wurde ich zur PIK I versetzt. Die war damals in einem Ort im Eichsfeld stationiert. Zu dieser Zeit hatte ich eine Freundin und wir schrieben uns sehr verliebt fast jeden Tag....
Mit dem "Umzug" nach Wüstheuterode blieb die Post an mich schlagartig aus. Es wurden ja die Briefe mit dem Absender Soldat XYZ, Standort und Postfachnummer versehen. Ich hoffe ich habe das noch richtig in Erinnerung. Ich habe noch mehrmals mit dem richtigen Absender geschrieben und war sehr enttäuscht über die ausbleibenden Antworten.
Irgendwann habe ich dann wütend und frustriert aufgegeben. Klar zu diesem zeitpunkt als "Spritzer" in der neuen Einheit, da war an Urlaub erst einmal nicht zu denken. Nach dem "Rückzug" in das Winterquartier bekam ich auf einmal einen ganzen Stapel Briefe an mich überreicht, welche nicht weitergereicht wurden......
Zufall?


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#382

RE: Geschichten vom Grenzdienst!

in Grenztruppen der DDR 30.06.2019 15:28
von 13.08.Sojus | 491 Beiträge | 4886 Punkte
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Also ich habe auch öfters über der unregelmäßigen Erhalt der Briefe geklagt oder die falsche Reihenfolge. Aber dabei ging es um Tage oder mal ne Woche. In Deinem Fall vermute ich eher Schlamperei der Verantwortlichen Spieß und Schreiber. Falls es eine Kontrolle der Post gegeben hat, dann muss sie sehr begrenzt gewesen sein.
Denn vor allem im letzten halben Jahr wurde ich relativ leichtsinnig und schrieb Sachen rein, aus denen man mir hätte einen Strick drehen können.

Oft ging gerade auf den kleinen Grenzkompanien auch die Post an allen Funktionären vorbei. Entweder gab man seine Post direkt dem Schreiber mit oder man erhielt von ihm das Paket, wenn der Spieß nicht da war. Ich habe selbst mal die Post mit dem Fahrrad geholt, weil ich im Ort noch was anderes zu erledigen hatte.
Also vieles war so schnell aus dem Militärbereich raus oder kam gar nicht erst richtig rein.
Und um die Briefe an anderer Stelle (M / 12) abzufangen mussten sie einen schon auf dem Kieker haben. Ist ja alles auch ne personelle Frage.

Sojus


Hauptmann hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#383

RE: Geschichten vom Grenzdienst!

in Grenztruppen der DDR 30.06.2019 15:49
von Freienhagener | 9.181 Beiträge | 25173 Punkte
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Zitat mifra

Ein unpolitischer Soldat ist ein Söldner und gerade das sollten unsere Soldaten nicht sein.
--------------------

Es ging um die Vermittlung der Politik der SED.

Vorgesetzte, welche die Soldaten damit eher in Ruhe ließen, müssen deshalb nicht unpolitisch gewesen sein.

Und selbst ganz unpolitische Soldaten können nur Söldner sein, wenn sie sich aus eigenem Antrieb für Geld verdingen, ohne sich dem Land verbunden zu fühlen.

Das kann man jedenfalls für GWDler ausschließen, die im Zivilen mehr verdienten und lediglich der Wehrpflicht nachkamen.


Mein "Spieß" war kein Netter, aber eher unpolitisch. Sicherlich hat er vor allem eine berufliche Laufbahn gewählt ("Berufssoldat"!). Nach der Wiedervereinigung war er im Bundesdienst beim Minenräumen dabei.
Selbst wenn er von Anfang an nur seinen Lebensunterhalt verdienen wollte, käme es mir in den Sinn, Leute wie ihn als Söldner zu bezeichnen und etwa Politoffiziere höher zu schätzen.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.06.2019 16:08 | nach oben springen

#384

RE: Geschichten vom Grenzdienst!

in Grenztruppen der DDR 30.06.2019 17:03
von Fred.S. | 3.181 Beiträge | 26846 Punkte
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zu 377. Wir hatten, Mike, neben unseren Hauptfeld auch extra einen Parteisekretär, neben den Politoffizier,
in der Bootskompanie Dömitz. Der führte am meisten die Politschulungen durch.
Dein letzter Satz stimmt vollkommen. Dem kann ich nur bepflichten. Fred


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