Geschichten vom Grenzdienst!

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29.08.2011 21:56
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#16
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Hallo Leute! wer kann sich noch an die Ausrüstung des Grenzposten während dem grenzdienst erinnern.Ich weiss noch das die beiden
Soldaten eine ganze menge an untensilien mitnehmen mussten ich glaube mich erinnern zu können da waren : jeder eine Mpi mit 30 schuss
im Magazin desweiteren hatte jeder eine Munitionstasche mit einem weiteren Magazin.Da waren noch das Postenfernglas ,die Tasche
mit den Handleuchtzeichen ,die tasche mit der Posten tabelle mit Parole torkennzahl rufnummer postenbereich usw.da waren noch UFT und
Höhrer fürs GMN und ganz wichtig postentasche mit der verpflegung brotdose und thermöse.ich weiss nicht ob ich was vergessen habe.Wem fällt noch was ein.Das war natürlich alles zu meiner Dienstzeit ende der 80ziger.mfg Tonberg


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30.08.2011 13:34
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#17
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Zu den Aufgaben der Grenzer im Grenzdienst gehörte es, die Feldarbeiten der LPG im Abschnitt zu überwachen bzw. zu kontrollieren. Zu diesem Zweck musste die LPG einige Tage vorher eine Namensliste mit Ort und Art der Arbeiten an die Kompanie übergeben. Diese Liste erhielten wir dann zur Personenüberprüfung im Grenzdienst. Wir kannten ja die meisten Leute des Dorfes Untersuhl vom Ausgang und den kulturellen Höhepunkten der Kneipenbesuche. Aus diesen Gründen wurden die Kontrollen meistens locker oder gar nicht und ohne Ausweiskontrolle durchgeführt. Freundliches Grüßen und in der Liste abgehakt.
Wieder einmal hatte ein Postenpaar eine Kontrollliste mit und sie bemerkten dass eine ganze Schulklasse (ca. 7./8. Klasse) mit Feldarbeiten beschäftigt war, jedoch nicht auf der Liste stand.
Ein Anruf auf der Kompanie ergab keine Klärung sondern das Gegenteil: Es wurde der Befehl erteilt, die nicht gemeldeten Personen sind festzunehmen und bis zur Abholung durch ein Kompaniefahrzeug festzuhalten. Dem Postenpaar war diese Aktion nicht ganz geheuer aber sie brachte doch Abwechslung und Stimmung in den oft eintönigen Grenzeralltag.
Unter großem Hallo bei den Schülern wurde denen verkündet, dass sofort alle Arbeiten einzustellen sind und dass sie bis zur Abholung am Platz verbleiben müssten.
Nach einiger Zeit kam dann auch der angekündigte LO und die Schüler mussten „zur Klärung eines Sachverhaltes“ aufsitzen, wieder großes Hallo. Auf der Kompanie mussten dann die Schüler warten, bis die LPG die entsprechende Namensliste vorbei brachte. Für die Schüler war es bestimmt „eine Begegnung der besonderen Art“ an die sie noch lange mit Schmunzeln gedacht haben, eine „Ernteschlacht“ an vorderster Linie.

In Erinnerungen schwelgte

GKUS64


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30.08.2011 15:15 (zuletzt bearbeitet: 30.08.2011 17:40)
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#18
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Auch in unseren Abschitten wurden oft durch die LPG Mäharbeiten durchgeführt bzw.das Vieh (Kühe) auf der Weide versorgt.
Bei uns ging es an den Gassentoren ebenfalls locker zu,kannte man doch "seine" Bauern.
Nur einmal lief etwas schief.
Ich war im Abschnitt 6 als Postenführer eingesetzt.
Der Posten links von uns hatte die Aufgabe,diverse Feldarbeiten der LPG nahe seinem PP im Auge zu behalten.
Es war hellichter Tag,so um die Mittagszeit,ich war gerade in einer Senke auf der Wiese am abmatten und gab mich meinen Träumen hin.
Bis ich jäh aus diesen gerissen wurde.
Mein Posten weckte mich ganz aufgeregt (ich dachte die Briten kommen ) und er sagte,xxxxx,da kommt ein Zivilist auf dem Kolonnenweg mit dem Fahrrad daher gefahren,genau auf uns drauf zu.
Ich denke,der ist auch gerade aufgewacht und sieht ne Fata Morgana.....die "Blase" spinnt doch.
Nun musste ich mich ja selbst überzeugen und erhob mein Haupt in linke Richtung gen Kolonneweg.
Da staunte ich echt nicht schlecht als doch wirklich ein alter Bauer auf seinem Mifa dahergeradelt kam.
Ich nahm das Gummiohr in die Hand und macht ne Meldung zur FÜST.
Von dort kam dann ganz lapidar die Bestätigung,dass besagter "Opa" bestätigt und dort richtig ist.(Weide/Tierzaunkontrolle)
Er fährt auf dem KW bis zu uns und wir sollten ihn dann über unser Gassentor raus lassen.....natürlich freundwärts....
Es wurde halt vergessen uns Bescheid zu geben.
Wenn man bedenkt das jemand mit schwachen Nerven da ganz schnell durchdrehen konnte,sieht man wie brisant dieser "Vorfall" eigentlich war.
So eine Situation konnte mal ganz schnell gefährlich werden und in die Hose gehen.
Unserem "Opa" war sicherlich nicht bewusst,dass er sich in einer gefährlichen Lage befand.
Er konnte ja nichts dafür.
Es war der fehlenden Kommunikation geschuldet.
Jedenfalls kam er winkend auf uns zu gefahren,um dann genau vor uns anzuhalten.
Wir tauschten noch ein paar Worte,bzw.hielten ein kleines Schwätzchen,bevor wir ihn in die "Freiheit" entließen.
Wirklich so geschehen,im Jahre 82.

Gruß ek40


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03.07.2012 22:45
#19
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Außer das ich meine Freundin aus Kirchgandern 1966 kennen lernte,gab es für mich ein sehr interessantes
Erlebnis.Es war Frühjahr-Sommer 66.Wir kamen nachts,gegen 01:30 von einer Postenkontrolle und gingen in Richtung der GK Hohengandern.Ich sah zurück in Richtung Witzenhausen.Da erschien ein weißer,heller Punkt.Er zog in Richtung Arenshausen-Rustenfelde.Als er näher kam,sahen wir,er zog eine helle weiße Rauchfahne hinter
sich her.Alles war geräuschlos.In dieser sternenklaren Nacht leuchtete die Rauchfahne noch lange über den nächtlichen Himmel.
Als ich dann auf "meiner Bude" in der Kompanie war,schaltete ich auf meinen Radio den HR ein.
Um 02:00 kamen dort Nachrichten und ich hörte,das ein amerikanischer Satellit verglüht war.

Es war damals verboten,oder "nicht erwünscht" Radio oder Fernsehen der BRD zu sehen,aber im Fernsehraum
der Kompanie,sahen wir alle"Westfernsehen",auch Genossen,wenn kein Offz.anwesend war.


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03.07.2012 23:24
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#20
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@Eki

An Welche FüSt hast du denn die Meldung abgegeben bzw. wo spielte sich den deine Erzählung ab?

Gruß Mati


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05.07.2012 11:34
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#21
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Zitat von Mati im Beitrag #20
@Eki

An Welche FüSt hast du denn die Meldung abgegeben bzw. wo spielte sich den deine Erzählung ab?

Gruß Mati
Hallo Matti,

ich glaube die Geschichte spielte sich in der Nähe vom "Luckauer Holz" ab.
Wir lagen in einer Senke auf freiem Feld (Wiese).
Da war jedenfalls kein Turm nichts.
Ich denke es war noch/schon der GAS 7,oder auch schon 6,dass weiß ich nicht mehr so genau.
Hinter uns lag der Ort Seebenau und Cheine,wenn ich nicht irre.

Gruß ek40


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31.08.2012 02:03
#22
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Es ist eigentlich keine Geschichte vom Grenzdienst,als vielmehr aus der Ausbildungszeit in Mengelrode 1965.
Wir sangen damals nach der Melodie von"Wir lagen vor Madagaskar"
Wir lagen vor Mengelrode
und hatten die Schnauze voll.
Das Wasser kochte im Arsche,
die Kapos brüllten wie toll.
dann Refrain
Adieu Kameraden,leb wohl usw.
Bei uns wurden damals (1965) die Uffz, Kapo genannt.
Mein Zugführer(Ult) und die Gruppenführer hörten es gerne,außer der Kompaniechef.
er war ja auch sehr selten bei den Märschen dabei,wenn der BGS wieder einen "Brückenkopf" in der DDR gebildet hatte.
Wir durften dann wieder 20-30 km marschieren,das hieß dann"Grenzalarm"
Der BGS hatte da schon unsere Fahrzeuge"zerstört"
Mancher von uns,hatte dann noch seinen"Schlafanzug" an.


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31.08.2012 02:30
#23
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Zitat von amigaguru im Beitrag #22
... er war ja auch sehr selten bei den Märschen dabei,wenn der BGS wieder einen "Brückenkopf" in der DDR gebildet hatte.
Wir durften dann wieder 20-30 km marschieren,das hieß dann"Grenzalarm"
Der BGS hatte da schon unsere Fahrzeuge"zerstört"
Mancher von uns,hatte dann noch seinen"Schlafanzug" an.


Hallo amigaguru,

dass man im Schlafanzug unter der Felddienstuniform bei Grenzalarm raus ging, konnte auch in den 80-er Jahren noch passieren. Aber kannst Du noch etwas mehr zu den "Brückenköpfen" und den "zerstörten" Fahrzeugen sagen? Gab es solche Vorfälle wirklich, oder waren das nur vorgegebene Ausgangslagen für eine Übung?

Ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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31.08.2012 04:28
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#24
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S51

Zitat von Rainman2 im Beitrag #23
Zitat von amigaguru im Beitrag #22
... ...Der BGS hatte da schon unsere Fahrzeuge"zerstört"
...

Hallo amigaguru,

dass man im Schlafanzug unter der Felddienstuniform bei Grenzalarm raus ging, konnte auch in den 80-er Jahren noch passieren. Aber kannst Du noch etwas mehr zu den "Brückenköpfen" und den "zerstörten" Fahrzeugen sagen? Gab es solche Vorfälle wirklich, oder waren das nur vorgegebene Ausgangslagen für eine Übung?

Ciao Rainman



Das waren auch in Glöwen an der Uffz-Schule immer wieder gerne angenommene Ausgangslagen für die Übungen auf dem Taktikacker. Danach war dann je nach Einfallsreichtum Frontalangriff oder Zangenangriff und "Liquidierung" der feindlichen Invasoren angesagt. Wir haben jedenfalls immer gewonnen, immer und ewig...!

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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31.08.2012 08:22 (zuletzt bearbeitet: 31.08.2012 08:38)
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#25
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Eine etwas heikle und dumme Sache die mir ganz schön an die Nieren ging.
Wir hatten im Bereich Waddekath einen A-Gruppen-Container wo die Alarmgruppe immer eine 24-Stunden-Schicht schob.
Meist war es ruhig und wir 4 Mann dösten halt so vor uns hin, ab und an Alarm oder mal diese und jene Sonderaufgabe.
Einmal klingelte die Führungsstelle an und gab die Anweisung zu einem Tor zu fahren um es für einen Einlass zu öffnen.
Neben dem Container war ein BT11 auf dem meist ein Postenpaar war um die gegenüberliegende Tribüne Wittingen zu beobachten.
Der PF auf dem Tum hatte für eben dieses Tor den Schlüssel bei sich.
Gedankenlos ging ich, ohne die Tribüne zu beachten in "Räuberzivil", also in Badeschlappen und ohne Jacke etwa 10 Meter Richtung B-Turm um den Schlüssel zu erhalten.
Nun war es so das der PF auf dem Turm in meiner Ecke wohnte und wir zwei daher in unserem recht eigenartigen erzgebirgischen Dialekt kommunizierten.
Bei uns wird für das Wort "werfen" der Ausdruck "schmeissen" oder auch "schiessen" verwendet.
Ich also: "Schiess mal den Schlüssel runter!"
Kaum gerufen hörte ich einen wütenden Schrei: "Ich schiess dich gleich runter!"
Oh, heilige Scheisse, auf der Tribüne stand eine BGS-Streife die das wohl missverstanden hatte und einer war echt wütend dabei sein FM von der Schulter zu nehmen.
Mir rutschte ob meiner Blödheit fast mein Herz in die Hose und wie der Blitz rannte ich wieder hinter den Container.
Ich hatte wirklich weiche Knie.
Man konnte ja auch nicht einfach rüber rufen "Heh Kumpel, Missverständnis".
Der BGSler schimpfte noch eine Weile und dann zogen sie ab.
War eine recht dumme Sache aus Gedankenlosigkeit wo aber zum Glück nichts nachkam.

Der Ort des Geschehes scheinbar von der besagten Tribüne aus fotografiert.
http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?17,3168606


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31.08.2012 08:25 (zuletzt bearbeitet: 31.08.2012 09:18)
#26
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Ich kann mich nur schlecht daran erinnern, aber es muss September oder Oktober 1988 gewesen sein, es war an einem schönen Nachmittag, der "Alte " hatte Dienst und schlechte laune, warum auch immer jedenfalls sollten vom Nachrichtenuffz. die Grenzmeldeanlagen gewartet werden (Kabelschächte und Signaldrähte usw. kontrollieren), wie es dazu kam weiss ich heute nicht mehr, jedenfalls ging ich mit dem Uffz. raus. Am Kanten war dann so eine komische Ecke, der Zaun war ums Eck gebaut, naja wir haben einen abgesoffenen Schacht ausgeschöpft und gesäubert. Plötzlich dagt jemand Guten Tag und da ich gut erzogen wurde, habe ich gegrüsst. Im nächsten Augenblick, sah ich dann hinter mir einen "Farbiger" stehen, also hatte ich ihn gegrüsst. Der kleine Uffz. war mächtig aufgeregt und es wurde dann, nachdem wir drin waren natürlich Meldung gemacht, ich musste dann beim "Alten" antanzen und wurde von oben bis unten zusammen geschissen, wie ich denn den "Feind" grüssen könne.

Es verlief dann allerdings relativ klimpflich für mich, ich musste nur für 4 Monate nur Nachdienst in der Küche machen und am Tage lief der normale Küchendienst ab, ich kam kaum zum schlafen und der Urlaub wurde mir auch gestrichen.

Grüsse von Küche69



_______
"Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn!"


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31.08.2012 09:02
avatar  seaman
#27
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So,so-ein Neger....


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31.08.2012 09:18
avatar  Angelo
#28
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ich denke wir nennen ihn "Farbiger" hört sich besser an


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31.08.2012 09:25
avatar  seaman
#29
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Zitat von Angelo im Beitrag #28
ich denke wir nennen ihn "Farbiger" hört sich besser an


Genau.
Interessieren würde mich aber ob dieser Begriff "Neger" damals(Ende 80er) gängiger Umgangston in der DDR war.


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31.08.2012 09:53 (zuletzt bearbeitet: 31.08.2012 09:54)
#30
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Zitat von Angelo im Beitrag #28
ich denke wir nennen ihn "Farbiger" hört sich besser an

Seit etwa 10 Jahren heissen die "Neger" (wenigstens in den USA) offiziell "Schwarze".
http://de.wikipedia.org/wiki/Race_(United_States_Census)
Was ist eigentlich die Regelung für VM und GT inbezug auf das Grüssen Angehöriger nichtsozialistischer Armeen (DV 010/0/003 Ziff. 21)?
Grüßen von Vorgesetzten
Theo


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