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#101

RE: Flucht 1985, ein Tatsachenbericht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.08.2011 17:42
von wosch (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo

Zitat von wosch
(...)zu meiner Flucht im Januar 1962 in einem Tanklaster der Firma Shell über die Güst "Horst" bei Boizenburg erkennen. (...). Dafür löste sich nach dem Ausstieg aus dem Kessel die Anspannung .



Ein Tankkessel hat selbst, wenn er leer ist, noch soviel giftige Dämpfe, dass man darin stirbt. Wie hast du dieses Problem gelöst?
Theo





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@Theo, Gestorben bin ich damals nicht, daß ich hier und heute noch schreibe ist wohl Beweis für mein Überleben genug. Ich hatte mit der "Lösung des Problem´s" überhaupt nichts zu tun aber ganz kurz noch einmal zum Ablauf der "Geschichte": Der Brummi hatte Diesel von Hamburg nach Berlin transportiert und war auf der Rückreise nach Hamburg leer. Es ist schon ein Unterschied ob er vorher mit Diesel gefüllt war oder mit Benzin (Die Dämpfe der Dieselrückstände im Kessel sind nicht vergleichbar mit denen von Benzindämpfen, die eine Flucht so nicht ermöglicht hätten. Jede Luke hatte 2 Deckel, den Verschlußdeckel und den Deckel der diesen ein schöneres Aussehen verpaßte. In diesem 2. Deckel war ein etwa 5cm breiter Schlitz in welchem der Verschlußknebel des 1. Deckels genau rein paßte. Den 1. Deckel entfernte unser Fluchthelfer und so konnten wir am 2. Deckel (den mit dem Schlitz) uns von draußen den benötigten Sauerstoff zuführen. Als Anekdote möchte ich hinzufügen, daß unser "Fahrer" uns beim Einstieg ermahnte nicht im Kessel zu rauchen. Der Aufenthalt an der Güst dauerte nicht allzu lange. vom Zeitpunkt des Einstiegs bis zum Zeitpunkt des Ausstiegs vergingen meiner Erinnerung nach nicht mehr als ca 30 Minuten. Mit Dämpfen hatten wir absolut keine Probleme und nach dem Herausklettern waren wir auch nicht ein bißchen benommen. Lediglich bei meinen Schuhen hatten sich die Sohlen gelöst, denn ein Restdiesel in Millimeterhöhe befand sich noch im Kessel. Mir ist übrigens kein weiterer Fluchtversuch auf diese Weise bekannt und Theo, Du kannst sicher sein: so wie ich es schrieb ist es auch gewesen!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#102

RE: Flucht 1985, ein Tatsachenbericht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.08.2011 19:33
von eisenringtheo | 10.181 Beiträge | 3696 Punkte
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Zitat von wosch
[Als Anekdote möchte ich hinzufügen, daß unser "Fahrer" uns beim Einstieg ermahnte nicht im Kessel zu rauchen. ]



Ein weiser Rat. Diesel hat ein Zündtemperatur von 220° C.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dieselkraftstoff
Eine Streichholzflamme hat eine Temperatur von 800° C
http://de.wikipedia.org/wiki/Celsius-Tem..._ihre_Einheiten
Letzteres (Zündholz) glaube ich zwar nicht. Ich hätte es aber doch nicht dieser "Dieselathmosphäre" austesten wollen
und wegrennen ging ja nicht.


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#103

RE: Flucht 1985, ein Tatsachenbericht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.08.2011 21:04
von Kimble | 397 Beiträge | 28 Punkte
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Zitat von TOMMI
Moin Kimble,
mein Kompliment für diese Geschichte!
Das Lesen hat mich so gefesselt, dass ich erst gegen 3:30 ins Bett kam.
Ich habe das Buch "Faszination Freiheit" gelesen. Deine Erlebnisse
passen genau hier hinein und stehen den Geschichten im Buch in nichts nach.

Eines allerdings habe ich bei Deinen Schilderungen vermisst:
Zwischen den Kapiteln "Agrarflugplatz" und "Verhaftung" ist eine Lücke.
Es fehlt die Schilderung, wie man Deiner, wenn auch zum Glück für kurze Zeit,
habhaft werden konnte. (keine Angst, ist keine Kritik, interessiert mich nur)

Auf jeden Fall: Weiter so!



Es war natürlich in der damaligen DDR die Regel das "Asoziale und Arbeitsscheue" ,
so nannte man Arbeitslose, und es war wohl sogar sogar ein strafbares Delikt,
im besonderem Fokus der "Organe", also Rat der Stadt, ABV u.s.w standen.

Ich war über 8 Monate unbehelligt. Sicher eine Ausnahme oder aus Schlampigkeit.

Irgendwann fiel es aber doch auf. Ich war ja auch nicht untätig geblieben.
Die geschilderte Aktion nahe der Pol- Meldestelle. Anzapfen von Draht/UKW Umsetzern.
Das "Besorgen" von Funktechnik überhaupt. Alles eben keine Kleinigkeiten.

Die haben einfach ein Raster aufgestellt, erhielten Ergebnisse und haben dann mal auf Verdacht verhaftet.

Die Vorbereitungen zur RF spielten aber wohl noch keine Rolle.
Das müssen die erst realisiert haben, als ich schon lange außer Reichweite war.

Und dann gibt es da noch Hinweise, das sie einen Tip, mindestens aber Unterstützung bekommen haben.
Darüber werde ich aber nicht schreiben. Was soll es bringen ? Die Geschichte ist schlußendlich gut ausgegangen.
Und Rache ist ist eine völlig unnötige Verschwendung von Lebenskraft und Nerven.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
zuletzt bearbeitet 20.08.2011 21:12 | nach oben springen

#104

RE: Flucht 1985, ein Tatsachenbericht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.08.2011 22:54
von Gert | 14.058 Beiträge | 6676 Punkte
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Zitat von eisenringtheo

Zitat von wosch
[Als Anekdote möchte ich hinzufügen, daß unser "Fahrer" uns beim Einstieg ermahnte nicht im Kessel zu rauchen. ]



Ein weiser Rat. Diesel hat ein Zündtemperatur von 220° C.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dieselkraftstoff
Eine Streichholzflamme hat eine Temperatur von 800° C
http://de.wikipedia.org/wiki/Celsius-Tem..._ihre_Einheiten
Letzteres (Zündholz) glaube ich zwar nicht. Ich hätte es aber doch nicht dieser "Dieselathmosphäre" austesten wollen
und wegrennen ging ja nicht.





Oh Mann, Theo wo hast du denn das Filmchen ausgegraben? Das ist ja irre. So wie das aussieht, ist das eine Gasstation in den USA. Und irgendwie passt so etwas zu den Amis


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