Sicherung der Bahnstrecken nach Berlin West

  • Seite 2 von 2
05.08.2011 06:48von Angelo
Frage
Sicherung der Bahnstrecken nach Berlin West

Wie war das eigentlich mit der Sicherung der Bahnstrecken nach Berlin West ? Wurden diese besonders gut bewacht ? Ich kann mich an einen Fall erinnern wo ich selber 1986 von Gerstungen über den Eisenbahn Transit nach West Berlin gefahren bin, da meinte ein Schulfreund von mir er müßte während der Fahrt eine Flasche aus dem Zug werfen...es dauerte nicht lange und der Zug wurde auf offener Strecke gestoppt. Die Grenzer wußten genau aus welchen Wagon die Flasche geworfen wurde. Unsere Lehrer mußte damals 150 mark strafe zahlen ansonsten wurde uns angedroht mit zum Verhör genommen zu werden. Wie war so was möglich ? Da hat doch bestimmt nicht alle 200 meter ein Grenzer gestanden oder.

05.08.2011 23:23von eisenringtheo
Antwort

0

0

Ich dachte da an Marienborn als Verkehrshalt (Ein-oder Aussteigen möglich), Friedrichstrasse ist ja eh klar... Gerstungen oder Griebnitzsee z.B. waren nur Diensthalte und im internationalen Kursbuch der DR nicht aufgeführt.
Theo

05.08.2011 23:53von ( gelöscht )
Antwort

0

0

ups...

avatar
( gelöscht )
05.08.2011 23:55von ( gelöscht )
Antwort

0

0

-/-

avatar
( gelöscht )
05.08.2011 23:57von ( gelöscht )
Antwort

0

0

Zitat von eisenringtheo
Ich dachte da an Marienborn als Verkehrshalt (Ein-oder Aussteigen möglich), Friedrichstrasse ist ja eh klar... Gerstungen oder Griebnitzsee z.B. waren nur Diensthalte und im internationalen Kursbuch der DR nicht aufgeführt.
Theo



Nee, für Transitzüge war auch Marienborn nur Betriebshalt - PKE+ZBK stieg ein und aus.

avatar
( gelöscht )
06.08.2011 06:44von eisenringtheo
Antwort

0

0

DR Kursbuch internationaler Teil: gültig ab 28. Mai 1989

Quelle: http://www.drehscheibe-foren.de/foren/re...4642802,4644358
Zeichenerklärung der "Halbmonde" bei Marienborn
http://www.eisenbahnwelt.com/Kursbuecher...emerkungen.html
Theo

06.08.2011 10:14von ( gelöscht )
Antwort

0

0

Ist davon auszugehen,das die beiden Trapo-Leute im Zug hier jeweiis besonders fleißig waren,in speziellen Gebieten Potsdam u. Erfurt zum Beispiel waren öfter Trapoangehörige als gezielte Beobachter mancher Züge zu erleben,warum das so war,keine Ahnung,wir haben natürlich nicht gefragt,wie schon mal erwähnt,die beiden Trapo-Leute im Zug machten durchaus mal ne Pause,vom Fenstergucken und es gab auch mutige,die es für eine sogenannte Personalcola in den Speisewagen schafften,in aller Regel fuhren die Züge ja recht zügig durch und es gab wenig besondere Situationen !

An speziellen Tagen,waren diese Züge ganz sicher auch das Beobachtungsziel von fleißigen Zivilisten,im und am Zug,das war gerade bei geringer Auslastung deutlich erkennbar,außerdem kannte man sich eben vom Sehen,wer fährt sonst schon so häufig ne bestimmte Strecke und durfte in Griebnitzsee ein-bzw. aussteigen
Uns haben diesespeziellen Reisenden in aller Regel in Ruhe gelassen,wenn mal was aus dem Speisewagen flog(alter Teller etc.)naja nicht jeder Kollege war ein Freund des Aufwaschens,da ist nie einer gekommen,ich denke die kannte diese Flugobjekte eben schon !!!

avatar
( gelöscht )
06.08.2011 10:30von ( gelöscht )
Antwort

0

0

ich war 1968-72 lokführer im bw ostbahnhof. dort waren wohl in der regel die besatzungen der loks zu hause. es waren zu der zeit ales westberliner kollegen die die züge bis helmstedt fuhren. sie ware aber angestellte der reichsbahn. (wie alle eisen bahner in west berlin) in rummelsburg wurden die züge gereinigt und betrieblich aufgerüstet. vor der Fahrt zu friedrichstrasse wurden sie gründlich von der trapo durchsucht. mit hunden auch unter dem zug. aber wir konnten auch beobachten das die züge auch nach der einfahrt aus dem westen durchsucht wurden. wir tippten auf informationen von agenten. bierbüchsen wurden auch zertreten, denn sie waren ein beliebtes sammelobjekt

avatar
( gelöscht )
06.08.2011 21:16von VNRut
Antwort

0

0

Zitat von frb-vd

Zitat von VNRut
Nur durch Zufall bemerkte ein Fahrgast die geöffnete Tür und durch Zeugenaussage von Kinder (ein Junge ist zur Toilette gegangen) stoppe der Zug und fuhr viele Kilometer zurück.
Gruß Wolfram



Das halte ich aber für ein großes Märchen - daß der Zug (auch noch kilometerweit!) zurück fuhr!

Im Blockabschnitt dahinter kam doch meist schon der nächste Zug.

Das konnten auch weder Triebfahrzeugführer noch Zugführer selber entscheiden und hätten sich auch verkniffen, sowas überhaupt in Erwägung zu ziehen.




Dieser Vorfall war im Sommer 1974 auf der Strecke von Arendsee nach Magdeburg, da war ich gerade gute 12 Jahre jung. Ich kann mich aber noch daran erinnern das der Zug zurück gesetzt hat. Die genaue Strecke kann ich heute nicht mehr ermitteln, schätze mal das es paar Kilometer waren wegen zügiger Rückfahrt (Geschwindigkeit plus Bremsweg). Ein Schaffner stand damals in der geöffneten Tür und gab mit Handzeichen Zeichen an den Zugführer, was wir durch die Fenster beobachteten.

1974 und 1975 im Pionierferienlager "Erich Weinert" in Arendsee

18.09.2011 18:39von ( gelöscht )
Antwort

0

0

Züge durften (und dürfen auch heute) nur nach Auftrag des Fahrdienstleiters zurücksetzen. Dieser wird also nur, wenn kein Zug folgt (und auch zur Suche nach einer verunglückten Person keine Sonderfahrt, z.B. mit Rangierlok oder Kleinwagen durchgeführt werden kann), ein Zurücksetzen des Zuges anordnen. Auf eingleisigen Strecken gibt es häfig keine Blocksignale zwischen den Bahnhöfen, da dort Züge im Wechsel in beiden Richtungen und nicht im Bündel (im Wechsel jeweils mehrere Züge gleicher Richtung) verkehren.

avatar
( gelöscht )
18.09.2011 21:46von ( gelöscht )
Antwort

0

0

Das ist eine gute Seite mit den Transitzügen.
-Wegen einer rausgeworfenen Flasche wurde ein Zug nicht angehalten.-
Es fuhr eine Kontrollgruppe der Trapo in einer Stärke von 1:4 Angehörigen mit, sie hatten ein Funkgerät in einer Tragetaschhe dabei. und konnten stets die Gegenstelle erreichen. (Beispiele dafür waren auch ernste Krankheitsfälle der Reisenden. Sie wurden dann unterwegs ausgesetzt undf in ein Krankenhaus gebracht).
Ein Augenmerk galt den "Reisespionen" der Geheimdienste, die stets bei den Militärischen Objekten der Sowjets nach verdächtigen Personen Ausschau hielten, die alles beobachteten und beim Erreichen des Zielbahnhofes.in der BRD oder WB dem Auftraggeber berichteten Dabei wurden Spione enttarnt und inhaftiert.

avatar
( gelöscht )
18.09.2011 22:07von eisenringtheo
Antwort

0

0

BND contra Sowjetarmee:
Westdeutsche Militärspionage in der DDR
von Armin Wagner,Matthias Uhl,Germany.
Militärgeschichtliches Forschungsamt
Berlin 2008

http://books.google.ch/books?id=OE5EP189...epage&q&f=false

Reisespione im Transitverkehr waren offenbar sehr aktiv

Theo

28.10.2016 12:58von Stringer49
Antwort

0

0

Guten Tag,

ich bin durch Zufall auf Dein Posting gestossen, @eisenringtheo - mit fünf Jahren Verspätung, ich nehme mir das Beispiel von den Westküstenzügen... sie sind manchmal auch sehr (un-)pünktlich

Gerstungen ja, Sommer 1972 zum Zusteigen : Der Transitzug D 202 nahm Passagiere des (Personen-?) Zug n° 702 von Eisenach mit (Eisenach dep. 03.00 / Gerstungen arr. 03.32. Interessant zu wissen, ob dieser Zug am Bahnsteig des Grenzteils halten durfte. Der Zug aus Berlin fuhr 04.25 ab. Es gab wohl auch viel Zeit für eine Ankunft am Bahnhof des internen D.D.R. Verkehrs, peinliche Kontrollen und einen geordneten Marsch durch den « Schwarzen Tunnel » ???

Viele Grüsse an einen Schweizer unter Germanen :-)
Daniel

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #14

Zitat von frb-vd
Transitzüge fuhren nur BRD - Westberlin ohne jeden Verkehrshalt in der DDR (und hießen „Zitteraale“, da sie im DR-Netz nicht zum Halten kommen durften).


RE: GÜST Friedrichstr. (3)
Ja, einziger Verkehrshalt war der Grenzbahnhof Marienborn "zum Einsteigen" (Richtung BRD) oder "zum Aussteigen" (aus Richtung BRD). Übergang zu und von den Personenzügen im Lokalverkehr. (Nicht in Gerstungen).
Theo
....

Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!