Deutsche Delikatessen Republik: So kochte die DDR

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30.04.2009 09:26
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#1
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Soljanka und HO, Mocca Fix und „Hamm wa nich!“, Goldbroiler und Bückware – zwischen Rügen und Vogtland, Wernigerode und Frankfurt/Oder entwickelte sich bis zur Wende eine ganz eigene Koch- und Esskultur, geprägt vom Ideenreichtum der DDR-Bürger, die so manchen Versorgungsengpass mit viel Kreativität und frischen Produkten aus der eigenen Datsche überbrückten. Diese Zeitreise durch die Deutsche Delikatessen Republik hat mehr zu bieten als Rotkäppchensekt und Bautzner Senf, denn hier sind die typischen Rezepte und der Charme des Küchenalltags in vielen kleinen Anekdoten und originellen Fotos (wieder) zu entdecken. Die DDR mag nicht mehr existieren – doch ihre Küche wird mit diesem Erinnerungsbuch voller origineller Rezepte wieder lebendig!


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30.04.2009 09:59
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#2
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Ich hab' das "Fernsehkochbuch" vom Kurt Drummer, das duerfte wohl als das Ur-DDR-Kochbuch gelten. Der kam aus Gornsdorf, ganz in der Naehe. Der hatte auch recht gute Sprueche drauf:

"Jeder Mann, dem es zum ersten Mal gelingt, ein Ei durch Kochen oder Braten in genussfertigen Zustand zu versetzen, entdeckt für sich das Ei des Kolumbus neu. Die Morgenröte der küchentechnischen Unabhängigkeit dämmert an seinem Horizont ... Fangen Sie klein an: beim Ei! Es stecken nicht nur ganze Hühner darin, sondern auch die Möglichkeit, daraus die verschiedensten Gerichte herzustellen. Dazu kommt, dass man beim Umgang mit rohen Eiern Behutsamkeit und Fingerspitzengefühl bekommt - und beides kann man auch in einer modernen Ehe gut gebrauchen!"

-Th


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30.04.2009 10:26
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#3
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Da muss ich unbedingt etwas zum besten geben! Nach dem Krieg oder in den 50 er Jahren war Marzipan Mangelware oder gab es überhaupt nicht zu kaufen.Meine Oma machte folgendes! Geschälte gekochte Kartoffeln kamen durch die Klospresse,nun wurde Staubzucker, Bittermandelaroma,und gelbe Lebensmittelfarbe zugefügt und bis es eine formbare Masse war geknetet. Daraus machte sie Osterhasen,Weihnachtsmänner,etc. Ewig haltbar war das bestimmt nicht,das war jedoch bei uns Kindern kein Problem,lange stand dieses "Marzipan" nicht herum!
Ich babe noch ein prima Kochbuch" Von Apfelkuchen bis Zwiebelkuchen" Volkstümliche Gerichte aus der DDR zwischen Thüringer Wald und Lausitz,Ostsee und Erzgebirge.Darin findet man tolle Sachen auch Rezepte aus vielen bekannten Restaurants der DDR.Natürlich nicht nur Kuchenrezepte!Gruß Peter (Turtle)


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30.04.2009 10:40
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#4
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Bist Du sicher das es nicht "Von Apfelkartoffeln bis Zwiebelkuchen" heisst? Das waere dann auch ein Buch von Kurt Drummer.

-Th


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30.04.2009 10:47
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#5
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Hallo CaptnDelta, natürlich hast Du recht!!! Es war Apfelkartoffeln!


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30.04.2009 17:37
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#6
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Ja, auch ich mag Soljanka und Würzfleisch. Leider hat das in der rheinisch-westfälischen Küche bis heute keinen Einzug gehalten.
Vielleicht ergibt sich aber in Eisenach eine Gelegenheit...

Übrigens an alle Schierker hier- bin manchmal dort in der Brockenstrasse und schaffe es nie nach Hause an Kukie's-Erbseneintopf vorbeizufahren. Gut das er immer Dosen zum Mitnehmen hat.
Kennt ihr das?


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01.05.2009 16:49
#7
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,
Ich war im August 2008 mal ein paar tage dort im Urlaub und habe die Suppe gegessen,die ist super.
Ich habe dann auch gleich ein paar Büchsen für meine Eltern mitgenommen,die waren auch begeistert.

05/85 - 10/85 Potsdam / 10/85 - 10/86 Elend - Kompaniesicherung

Copyright liegt bei Mir !

Grüße aus Sachsen


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01.05.2009 17:15
#8
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Hallo,.

da mich der Harz nicht nur interessiert weil ich dort an der Grenze war,sondern weil es wirklich ein schönes Fleckchen Erde ist,fahren wir ab und zu dorthin in den Urlaub.Daher ist mir Kuki auch bekannt und sein Eintopf schmeckt wirklich lecker.Fahre jetzt am 21.05. nach Bad Lauterberg in den Kurzurlaub und werde dann natürlich auch wieder Schierke und Kuki besuchen.

04/86-04/87 in Schierke


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02.05.2009 07:43
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#9
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Bei uns gab es häufig Schwarzwurzel - den Spargel der DDR. Auch die Klöse wurden noch hausgemacht - es gab ja kein Pfanni etc.
Ein Festtag war immer der Sauerbraten daheim - wenn es mal Fleisch zu Kaufen gab.
Ich erinnere mich an ein Weihnachten, da haben wir uns im Delikatessenladen Dosenpfirsiche gekauft und dann mit Sahne gegessen - das werd ich wohl nie vergessen. So was feines...



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02.05.2009 13:56
#10
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Ja da hast Du ganz recht Manudave, Zu den Festtagen wurde ordentlich rangeschleppt, man versuchte ja zu diesen besonderen Tagen etwas spezielles auf den Tisch zu bringen, da ja auch immer Gäste kamen. Bei uns daheim wurden auch die Klöße noch selber gemacht und es gab eine wunderschöne wohlschmeckende Weihnachtsgans und dazu ebenfalls aus dem Deliladen eine Dose Obst als Nachtisch.Die "Biwowürze" der Maggi des Ostens müsste auch noch einigen ein Begriff sein.


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29.09.2010 16:14
avatar  Angelo
#11
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29.09.2010 16:26
avatar  exgakl
#12
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ich weiss auch nicht warum ich auf einmal so einen wahnsinnigen Hunger habe
Also bei mir werden die Klöse auch heute noch selbstgemacht. Das Zeug aus der Tüte geht ja garnicht.

VG exgakl

Jede gute Idee beginnt mit dem Satz.. "halt mal mein Bier!"

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29.09.2010 16:36
avatar  Angelo
#13
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Zitat von exgakl
ich weiss auch nicht warum ich auf einmal so einen wahnsinnigen Hunger habe
Also bei mir werden die Klöse auch heute noch selbstgemacht. Das Zeug aus der Tüte geht ja garnicht.

VG exgakl



Du bist ein guter Exgakl Selber ist immer besser


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29.09.2010 18:13
#14
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Zitat
Bei uns gab es häufig Schwarzwurzel - den Spargel der DDR.



Schwarzwurzeln schmecken auch viel besser als Spargel.....für mich sind se echt ne Delikatesse.....

So, ich tucker jetzt mal in den Supermarkt und schau mich dort um.....dieser Fred hat bei mir jetzt auch den nötigen Appetit gemacht....mal schauen, was ich gleich koche....in NL is ja gegen sieben erst das warme Essen dran....und das schaff ich noch leicht....

smakelijk eten allemaal

Mara


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29.09.2010 19:31
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#15
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( gelöscht )

Mensch, die gute alte Gulaschsuppe aus der MITROPA mit `nem 5Pf. Brötchen.
Leeeeeeeeeeeeeeeeeecker !
Heut zu tage frägt man sich, was war da alles drin ?
Sch... egal geschmeckt hat sie !

Oss`n


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