Geheimsache Mauer vorab gestern auf Arte

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10.08.2011 23:14
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#106
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@Marder

wenn es nach einigen Politikern heute geht sollte die BW auch innerhalb von D eingesetzt werden können. Angesichts der Randale in GB könnten diese Forderungen bald wieder Nahrung bekommen.


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10.08.2011 23:24 (zuletzt bearbeitet: 10.08.2011 23:25)
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#107
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@gzb1
der Einsatz zur inneren Sicherheit ist im Moment noch nicht erlaubt. Und wäre auch nicht mit der Vereidigung abgedeckt.
Und ich hoffe auch in Zukunft nicht.
MfG Jürgen

Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.


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11.08.2011 23:06
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#108
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Erst mal grundsätzlich zu den Kritiken, die nach der Ausstrahlung der Doku in einer Unzahl von Medien erschienen ist.

Im Zeitalter der Plagiate haben alle von eineander abgeschrieben oder noch viel schlimmer es war eine Pressemitteilung des Senders, die leicht abgewandelt in einer Vielezahl von printmedien und onlineausgaben in die welt gestreut worden sind.

Nun zu meiner persönlichen Meinung.

Wenn man die Doku als jemand sieht, der einzelne Protagonisten kennt, dann kommen zu der objektiven Darstellung, persönliche Wahrnehmungen und Erfahrungen.

Mich hat nur eins wahnsinnig aufgeregt. Du, rainman2, warst Politoffizier und hast die Richtung vorgegeben. Du hast die Untergebenen zu Werkzeugen geschliffen. Und selbst? Wenn es brenzlig geworden wäre, hättest Du etwas von Frühstück in ??? gefaselt, und wärst weg gewesen. Hast Du Deinen "Kollegen" diesen Weg auch vorgezeigt?

Es mag jetzt krümelkackerisch erscheinen, aber diese Szene war für mich entscheidend in: Es war doch alles nicht so schlimm.

Ich hoffe, ich habe Dein Augenzwinkern in der Doku falsch verstanden.

Gruß von der grenzgaengerin


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11.08.2011 23:10
avatar  Pitti53
#109
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Zitat von grenzgaengerin
Erst mal grundsätzlich zu den Kritiken, die nach der Ausstrahlung der Doku in einer Unzahl von Medien erschienen ist.

Im Zeitalter der Plagiate haben alle von eineander abgeschrieben oder noch viel schlimmer es war eine Pressemitteilung des Senders, die leicht abgewandelt in einer Vielezahl von printmedien und onlineausgaben in die welt gestreut worden sind.

Nun zu meiner persönlichen Meinung.

Wenn man die Doku als jemand sieht, der einzelne Protagonisten kennt, dann kommen zu der objektiven Darstellung, persönliche Wahrnehmungen und Erfahrungen.

Mich hat nur eins wahnsinnig aufgeregt. Du, rainman2, warst Politoffizier und hast die Richtung vorgegeben. Du hast die Untergebenen zu Werkzeugen geschliffen. Und selbst? Wenn es brenzlig geworden wäre, hättest Du etwas von Frühstück in ??? gefaselt, und wärst weg gewesen. Hast Du Deinen "Kollegen" diesen Weg auch vorgezeigt?

Es mag jetzt krümelkackerisch erscheinen, aber diese Szene war für mich entscheidend in: Es war doch alles nicht so schlimm.

Ich hoffe, ich habe Dein Augenzwinkern in der Doku falsch verstanden.

Gruß von der grenzgaengerin



ich war wie Rainman auch Polit und habe mich nie gedrückt...wenn irgendwo was los war ,war ich immer mit im Einsatz.Das war Ehrensache und Verplichtung


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11.08.2011 23:33
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#110
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Hallo Pitti53,

vollkommen ok.. Ich möchte an dieser Stelle auch nicht über die Rolle der Politoffiziere schreiben. Da wäre ein anderes Thema.

Es geht mir um die Doku und wie sie auf einen wirkt.

LG von der grenzgaengerin


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12.08.2011 00:04
#111
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Hallo grenzgaengerin!

Ich danke Dir für diese offene Kritik. Ich konnte die Doku bisher nur einmal sehen. Da war mir dieser Punkt so nicht aufgefallen. Eine kurze Antwort aber wenigstens erst mal darauf.

Der Gesamtkontext dieser gesamten Interviewsequenz war die Belastung im Grenzdienst auch für uns Berufsoffiziere. In der Kompaniesicherung bedeutete das mit der Führung der Lagen in der Nacht 12 bis 16 Stunden Dienst pro Tag. In der Woche, von der ich da spreche, hatte ich gerade mal insgesamt 5 Stunden geschlafen. Dennoch hatte ich die Verantwortung für die Kompanie, den Grenzabschnitt und 2 Pionierbauabschnitte. In meiner Position war ich damals eh überfordert, ich war mit 23 Jahren ohne vorherige Truppenpraxis zum Stellvertreter Kompaniechef geworden. Der Satz mit dem Frühstück in Weimarschmieden war eine einzige Stressreaktion. Nicht mehr, nicht weniger. Die Verwaltung 2000 und die Politorgane bewerteten es als angedrohte Fahnenflucht. Meine militärische Karriere hätte da bereits geendet. Ich hatte mich damals gewundert, dass ich nicht sofort aus Partei und Armee rausflog. Die Ursache war, man hatte mich zum Politoffizier gemacht, weil ich für die Dienstlaufbahn Kulturoffizier vorgesehen war. Da dort nicht allzuviele Kader vorhanden waren, hatte man mich "geschont". Das hieß militärische Bestrafung (degradieren konnte man mich als Leutnant nicht), Parteistrafe "Strenge Rüge" von der Parteikontrollkommission und dauerhafte Abversetzung von der Grenze.

Ich war damals weder ein geschliffener, altgedienter Pareikader, noch jemand, der andere vorschicken und sich selbst drücken wollte. Die simple Wahrheit lautet: Ich war ein lebensunerfahrener Bengel, der glaubte, die Welt erkannt zu haben und sie erklären zu können. Das entschuldigt nicht mein Handeln und meine Entscheidungen. Aber es hilft vielleicht, die damalige Situation in einem realistischerem Licht zu sehen.

Ciao Rainman2


@all: Ich habe noch eine ganze Reihe Mails zu beantworten und Gespräche zu führen. Ich melde mich auf jeden Fall noch bei denen, die mich direkt angeschrieben haben. Ich danke jetzt und hier allen; die sich geäußert haben sowohl mit Zuspruch, als auch mit Kritik. Beides hat mir bereits viel geholfen.

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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12.08.2011 00:41
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#112
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Hallo rainman2,

ich kann dir nur sagen "echt priveligiert". Da muss jemand seine Hand schützend über Dich gehalten haben.

Zum gleichen Zeitpunkt war ich ungefähr so alt wie Du. Und ich musste auch schützen. Zum damaligen Zeitpunkt meine 2 Kinder. Hätte ich damals alle meine Ideale gelebt, hätte ich meine Familie in Gefahr gebracht. Ich habe also öffentlich meine Schnauze gehalten. Das waren für mich 24 Stunden am Tag Gratwanderung und bis hin zur Selbstverleugnung.

Ich möchte hier keine Rechnung aufstellen. Es war für viele nicht einfach mit den politischen Verhältnissen umzugehen. Nur kann ich im Rückblick darauf, nicht "augenzwinkern".

Es hat mich bis heute geprägt im Umgang mit Menschen. Ich bin offen, ehrlich und manchmal charmant unangenehm.

LG vn der grenzgaengerin


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