50 Jahre Mauerbau

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25.07.2011 21:43
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#1
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Hallo,alle zusammen!
Wenn jetzt,zum 50.Jahrestag des Mauerbaus wieder die Berichterstattung los geht,hoffe ich mal ,das auch an die Jungs gedacht wird!
http://de.wikipedia.org/wiki/Todesf%C3%A...er_DDR-Grenzern
Ich bin heute noch froh,das ich das heil überstanden habe! Gruß Hans


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25.07.2011 22:58
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#2
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Hallo Hans, volle Zustimmung!

http://home.snafu.de/veith/ehrenhai.htm


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25.07.2011 23:30
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#3
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beim Studium der von Hans eingestellten Wiki Liste der getöteten Grenzsoldaten fiel mir auf, dass eine große Anzahl der Toten auf das Konto von flüchtenden Grenzsoldaten und Angehörigen der GSSD, die allesamt bewaffnet waren, geht. Dabei fällt mir weiterhin auf, dass dieser Umstand fast in allen Fällen nach der Abriegelung der Grenzen am 13. August 61 zutreffend ist.
Der Umkehrschluss : der klassische GV kam natürlich aus dem zivilen Bereich und war meistens unbewaffnet, also keine unmittelbare Lebensgefahr für Grenzposten. Die toten Grenzsoldaten vor dem Mauerbau an der grünen Grenze müßten demnach durch andere Umstände, vielleicht ertappte Schmuggler oder so etwas, zu Tode gekommen sein.

Gruß Gert


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25.07.2011 23:54
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#4
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S51

Zitat von Gert
...Der Umkehrschluss : der klassische GV kam natürlich aus dem zivilen Bereich und war meistens unbewaffnet, also keine unmittelbare Lebensgefahr für Grenzposten. Die toten Grenzsoldaten vor dem Mauerbau an der grünen Grenze müßten demnach durch andere Umstände, vielleicht ertappte Schmuggler oder so etwas, zu Tode gekommen sein.
...



Nein, der Umkehrschluß ist falsch. Weiß ich aus eigenem Erleben. Aber Ausbildung, Ausrüstung und Taktik sowie eingesetzte Leute wurden mit der Zeit besser und so die Chancen von nicht gerade mit Schußwaffen ausgerüsteten GV geringer. Jedoch auch deren Chancen besser, diese anstehende Konfrontation gesund zu überleben. Da es eben in der Regel nicht zu einem Waffeneinsatz egal von welcher Seite kam. Zur Verdeutlichung, auf geschätzte 5000 gescheiterte Fluchten pro Jahr kommen um die 880 halbwegs nachgewiesene tragische Ausgänge in all der Zeit. Das ist schlimm genug aber verdeutlicht, dass ein solcher furchtbarer Ausgang eben nicht die Regel war. Normal war eben doch die schlichte Festnahme mit Entwaffnung während oder gar vor der Durchsuchung. Ohne jeden Gewalteinsatz. Wir fetzen uns hier eigentlich wegen der Ausnahmen von dieser Regel.
Mit Ehrenhainen ist es so eine Sache. Sie beschränken sich (zu) oft auf jene Opfer die zur Kenntnis zu nehmen politisch genehm ist. Jeweils, versteht sich.
Nicht erwähnt sind auf Seiten der Grenzer beider Seiten all jene, die an der Linie oder im Dienst für die Grenze bei Unfällen zu Schaden kam. Das waren wohl weitaus mehr. Deren gedenkt keiner. Warum eigentlich? Und natürlichst nicht jene Opfer der jeweiligen Gegenseite. Weil sich Respekt für das Schicksal des Gegenüber vermutlich nicht gehört.
Unsere Nachfahren werden das hoffentlich mal können.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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26.07.2011 08:14 (zuletzt bearbeitet: 26.07.2011 08:14)
#5
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Zitat von S51
Nicht erwähnt sind auf Seiten der Grenzer beider Seiten all jene, die an der Linie oder im Dienst für die Grenze bei Unfällen zu Schaden kam. Das waren wohl weitaus mehr. Deren gedenkt keiner. Warum eigentlich? Und natürlichst nicht jene Opfer der jeweiligen Gegenseite. Weil sich Respekt für das Schicksal des Gegenüber vermutlich nicht gehört.
Unsere Nachfahren werden das hoffentlich mal können.


Wahrscheinlich nicht:
Bei Unfällen ohne Todesfolge gibt es keinen Totenschein und demzufolge auch keinen Registereintrag; liegt bei kein strafrechtlich schuldhaftes Verhalten vor, gibt es keine Strafakten. Somit wird man auch kaum an die Namen der Verunfallten kommen und auch nur dann, wenn sie verstorben sind (Persönlichkeitsschutz).
Bei Unfällen mit Todesfallen gibt es auch keine Strafakten, wenn keine Schuld eines Beteiligten nach DDR Strafrecht vorliegt. An die Namen kommt man dann mit Glück. Aber dann weiss man immer noch nicht, ob die Unfallberichte stimmen - wenn sie überhaupt noch existieren Ein Fall ist mir bekannt, wo im Nachbardorf meiner Bekannten ein tödlich verunfallter AGT begraben liegt, der Sohn des damaligen LPG Vorsitzenden. Böse Nachbarn munkelten damals (1986), dass das eine misslungene und vertuschte Fahnenflucht gewesen sei.
Theo


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26.07.2011 12:47
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#6
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Zitat von S51

Zitat von Gert
...Der Umkehrschluss : der klassische GV kam natürlich aus dem zivilen Bereich und war meistens unbewaffnet, also keine unmittelbare Lebensgefahr für Grenzposten. Die toten Grenzsoldaten vor dem Mauerbau an der grünen Grenze müßten demnach durch andere Umstände, vielleicht ertappte Schmuggler oder so etwas, zu Tode gekommen sein.
...



Nein, der Umkehrschluß ist falsch. Weiß ich aus eigenem Erleben. Aber Ausbildung, Ausrüstung und Taktik sowie eingesetzte Leute wurden mit der Zeit besser und so die Chancen von nicht gerade mit Schußwaffen ausgerüsteten GV geringer. Jedoch auch deren Chancen besser, diese anstehende Konfrontation gesund zu überleben. Da es eben in der Regel nicht zu einem Waffeneinsatz egal von welcher Seite kam. Zur Verdeutlichung, auf geschätzte 5000 gescheiterte Fluchten pro Jahr kommen um die 880 halbwegs nachgewiesene tragische Ausgänge in all der Zeit. Das ist schlimm genug aber verdeutlicht, dass ein solcher furchtbarer Ausgang eben nicht die Regel war. Normal war eben doch die schlichte Festnahme mit Entwaffnung während oder gar vor der Durchsuchung. Ohne jeden Gewalteinsatz. Wir fetzen uns hier eigentlich wegen der Ausnahmen von dieser Regel.
Mit Ehrenhainen ist es so eine Sache. Sie beschränken sich (zu) oft auf jene Opfer die zur Kenntnis zu nehmen politisch genehm ist. Jeweils, versteht sich.
Nicht erwähnt sind auf Seiten der Grenzer beider Seiten all jene, die an der Linie oder im Dienst für die Grenze bei Unfällen zu Schaden kam. Das waren wohl weitaus mehr. Deren gedenkt keiner. Warum eigentlich? Und natürlichst nicht jene Opfer der jeweiligen Gegenseite. Weil sich Respekt für das Schicksal des Gegenüber vermutlich nicht gehört.
Unsere Nachfahren werden das hoffentlich mal können.




S51, das klingt sehr überzeugend, was du da erwiderst. Besonders bemerkenswert finde ich den rot mark. Satz.

Gruß Gert


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26.07.2011 12:53
avatar  Pit 59
#7
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Diese Liste ist doch aber Niemals Vollständig,warum auch immer,keine Ahnung.


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26.07.2011 13:47
avatar  Mike59
#8
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Zitat von Pit 59
Diese Liste ist doch aber Niemals Vollständig,warum auch immer,keine Ahnung.


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Die Liste wird wohl auch deswegen nicht endgültig sein, weil immer wieder jemand einen Namen hinzufügt von dem er glaubt er gehört dort hin.
Ich habe erst letztens ein klassisches Beispiel gefunden.
Der Vorfall am 16.05.1980, war ein Suizid. Mit anderen Schicksalen kann es ähnlich sein. Halbwahrheiten, gehörtes und erfundenes verwischen die Wahrheit, mitunter bis zur Unkenntlichkeit .

Quelle: ... allzeit treu zu dienen, Seite 183


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26.07.2011 16:14 (zuletzt bearbeitet: 26.07.2011 16:18)
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#9
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Wir sollten eigentlich allen der an der Grenze Umgekommenen gedenken, ohne Unterschied auf welcher Seite sie standen.
Ganz besonders möchte ich auf die traurigen Umstände hinweisen unter denen der nach DDR-Version "ermordete" Peter Göring ums Leben kam.

Schönen Gruß aus Kassel.


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26.07.2011 17:31
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#10
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Zitat von Hans55
Hallo,alle zusammen!
Wenn jetzt,zum 50.Jahrestag des Mauerbaus wieder die Berichterstattung los geht,hoffe ich mal ,das auch an die Jungs gedacht wird!
http://de.wikipedia.org/wiki/Todesf%C3%A...er_DDR-Grenzern
Ich bin heute noch froh,das ich das heil überstanden habe! Gruß Hans



An diesen Tag soll man an alle denken. Alle die dort ihr Leben liessen.Egal aus welchen Gründen.


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30.07.2011 00:03
#11
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im Forum

es wurde schon auf den Tread Pro 7 gepostet. Es ging ja um 50 Jahre Mauerbau.
Deswegen habe ich vom MDR im Bereich Geschichte "Geheimsache Mauer" gefunden mit entsprechenden Kommentaren

http://www.geheimsache-mauer.de/

Gruß Reinhard

=========================================
Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.
Konfuzius


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30.07.2011 00:36
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#12
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hallo wosch,na das mit dem tod vom peter göring finde ich zwar tragisch!! aber wenn man bedenkt das auf einen flüchtling von mehreren grenzern der ddr geschossen wurde und einige einschüsse auf westgebiet einschlugen!! daraufhin gab die polizei dann dem flüchtenden feuerschutz..was ist dagegen auszusetzen??schade das nicht öfter vom westen so reagiert wurde!!ich hätte das verstanden!!..das hätte das schießen auf wehrlose personen erschwert...


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30.07.2011 09:21
avatar  S51
#13
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S51

Zitat von icke-ek71
... und einige einschüsse auf westgebiet einschlugen!! daraufhin gab die polizei dann dem flüchtenden feuerschutz..was ist dagegen auszusetzen??schade das nicht öfter vom westen so reagiert wurde!!ich hätte das verstanden!!...



Also, Westberliner Gebiet wenn auch unabsichtlich zu bepflastern war natürlich nicht durch irgendwas gedeckt. Das Antwortfeuer in die Gegenrichtung allerdings ebenso wenig. Allenfalls über über Notwehr und Nothilfe. Da sind die Pferde so richtig böse durchgegangen und dies auf beiden Seiten. Dann lass mal auf beiden Seiten so einen richtig kalten Krieger am Drücker bzw. befehlsgebend sein und es wären alle Zutaten für einen Krieg gegeben.
Wäre es das wert gewesen? Stell dir mal vor, du wärst nicht irgendwie Kilometer weg sondern in der Feuerlinie. Dann auch noch in Ordnung?
Wenn ich so an meine Sturm- und Drangzeit damals zurückdenke, wäre die Drohung mit Gegenfeuer ganz sicher kein Grund für mich gewesen, mich deshalb zurückzuhalten. Eher ein Grund dafür, eine erkannte Bedrohung dieser Art "auszuschalten". Und schon wäre der Topf angerichtet gewesen für das große Feuer...

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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30.07.2011 09:56
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#14
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( gelöscht )

Zitat von Schreiber
im Forum

es wurde schon auf den Tread Pro 7 gepostet. Es ging ja um 50 Jahre Mauerbau.
Deswegen habe ich vom MDR im Bereich Geschichte "Geheimsache Mauer" gefunden mit entsprechenden Kommentaren

http://www.geheimsache-mauer.de/

Gruß Reinhard



Hallo Reinhard,

vielen Dank für diese wirklich sehenswerte Dokumentation !


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30.07.2011 12:06 (zuletzt bearbeitet: 30.07.2011 12:32)
avatar  Tobeck
#15
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Zitat von Zermatt

Zitat von Holtenauer
Rainman2 war grad im Interview



Kann man das noch mal sehen....im Internet..?




Zermatt,

die Dokumentation "Geheimsache Mauer - Die Geschichte einer deutschen Grenze" kann man jetzt hier sehen:

http://videos.arte.tv/de/videos/geheimsa...er-4054668.html


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